Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Völlig veraltet: Das Jagdrecht

So antiquiert wie die Jagd selbst anmutet, so alt ist auch ihre rechtliche Grundlage: Das Bundesjagdgesetz von 1953 regelt als Rahmengesetz gemeinsam mit den jeweiligen Landesjagdgesetzen die Jagd. Es ist eines unserer ältesten Gesetze, da es inhaltlich weitgehend auf das Reichsjagdgesetz von 1934 zurückgeht. Seine politisch und wissenschaftlich dringend gebotene Novellierung wurde von der einflussreichen Jägerseite immer wieder erfolgreich verhindert und Politiker meiden dieses politisch brisante Thema.


Innerhalb des Bundesjagdgesetzes findet sich in § 2 der Katalog der jagdbaren Arten, der insgesamt ca. 130 Vogel- und Säugetierarten umfasst. Wann diese Tiere gejagt werden dürfen, regeln die Bundesjagdzeitenverordnung und Landesjagdzeitenverordnungen. Viele gefährdete und nach Artenschutzrecht streng geschützte Arten sowie mittlerweile ausgestorbene Arten haben keine Jagdzeit, wie z. B. Fischotter, Wildkatze oder Moorente.


Seit der Föderalismusreform vom September 2006 fällt das Jagdrecht unter die konkurrierende Gesetzgebung mit weitreichenden Abweichungsrechten der Länder. Als Folge regelt der Bund zwar das Jagdrecht für ganz Deutschland, allerdings dürfen die Länder abweichende Gesetze erlassen. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Tier- und Naturschutzrecht im Zusammenhang mit der Jagdausübung weiter zu schwächen, da die ausdrücklich jagdrechtliche Regelung bei Jagdfragen vorgeht.

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »