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Jagd auf »Haustiere«

Jäger sind im Rahmen des Jagdschutzes durch § 23 Bundesjagdgesetz legitimiert, »wildernde Hunde und Katzen« zu töten. Diese werden in Fallen gefangen oder erschossen. Allein in Schleswig-Holstein weist die Jagdstrecke 2006/2007 insgesamt 48 getötete Hunde und 7.241 Katzen aus. Zehn Katzen dürfen je nach Länderregelung innerhalb eines bestimmten Abstandes vom Siedlungsgebiet geschossen oder in gezielt zu diesem Zweck aufgestellten Fallen gefangen werden.

Je nach Bundesland liegt dieser Abstand zwischen 200 und 500 Metern und liegt damit innerhalb eines normalen Katzenstreifgebietes. Ein Rückschluss auf Wilderei ist allein aufgrund dieses Abstandes fachlich nicht haltbar.


Der Vorwurf der »Wilderei« ist bei Katzen auch deshalb nicht hinreichend begründet, weil Magenuntersuchungen zeigen, dass Katzen kaum Niederwild erbeuten, sondern vor allem Mäuse und kleine Vögel.11 Da diese aber kein »Wild« gemäß Bundesjagdgesetz sind und somit nicht unter das Bundesjagdgesetz fallen, »wildern« Katzen nicht und sind Jäger damit zu deren Abschuss nicht befugt. Der Abschuss von »Haustieren« ist ein weiteres Beispiel nicht nachvollziehbarer jagdlicher Privilegien zum Nachteil der großen Mehrheit der nicht jagenden Bürgerinnen und Bürger.

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