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Bleischrot - hochgiftig und tierschutzwidrig

Mit Schrot wird überwiegend Niederwild mit Ausnahme des Rehs gejagt, da viele Jäger aufgrund ihrer unzureichenden Schießfertigkeit die kleinen, schnellen Tiere mit Büchsengeschossen nicht treffen können.

Mit Schrot wird auch auf Tiere in Gruppen oder Schwärmen geschossen, wie z. B. auf Enten und Gänse. Dabei wird billigend in Kauf genommen, dass streuende Schrotkugeln benachbarte Tiere verletzen. Dänische Wissenschaftler konnten belegen, dass bei der Jagd auf Niederwild nur circa jeder 17. Schuss tödlich ist. (6) Viele Tieren erleiden Schmerzen, da sie nur »angeschrotet« werden. So zeigten Untersuchungen an Saatgänsen in Schweden (7,8), dass 62 Prozent der Altvögel und 28 Prozent der diesjährigen Jungvögel Schrotprojektile im Körper aufweisen, also etwa jeder zweite Vogel angeschossen wurde.

Über die erhebliche Tierschutzproblematik hinaus gelangen in Deutschland jedes Jahr zwischen 1.500 und 1.900 Tonnen Blei als Munition in die Umwelt (6) und führen besonders in Feuchtgebieten zu Vergiftungen zahlreicher Wasservögel. Es bleibt unverständlich, warum Autofahrern eine Umstellung auf bleifreien Kraftstoff zugemutet werden kann, Jäger aber trotz vorhandener Alternativen dieses hochgiftige Schwermetall weiterhin in unserer Landschaft verteilen dürfen.

(6) SCHLEDERER, S. M. (2001) Die Benutzung von Bleischrot gefährdet Mensch, Tier und Umwelt. http://paginas.terra.com.br/noticias/schieder/steinheim_schiessanlage/bleischrot.htm

(7) JÖNSSON, B., KARLSSON, J., S. SVENSSON (1985) Incidence of lead shot in tissues of the Bean Goose (Anser fabalis) wintering in South Sweden. Swedish Wildlife Research 13: 259-271.

(8) KOMITEE GEGEN VOGELMORD (2003) Positionen zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Polykopie, 116 S., Bonn.

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