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Jagd

Die Jagd ist ein blutiges Freizeitvergnügen ohne Notwendigkeit. Ihre Befürworter zeigen sich unbeeindruckt von ökologischen Erkenntnissen und einem gewandelten Bewusstsein, welches Tiere als leidensfähige Lebewesen mit eigenen Rechten anerkennt. In der freien Landschaft Deutschlands wird gejagt - das ganze Jahr über ohne Unterbrechung. Die derzeit rund 350.000 Jäger in Deutschland töteten 2006 über 4.475.000 Tiere (1). Das sind über 12.000 Lebewesen, die jeden Tag sterben, oft unter Angst und Leiden.

Für Tierrechtler ist das Thema Jagd eher uninteressant. Da sie Tieren ein Recht auf ihr Leben zuerkennen, verbietet sich deren Verfolgung. Tier- und Naturschützer hingegen lehnen zumeist bestimmte Jagdpraktiken ab und fordern eine grundlegende Reform des Jagdrechtes. Doch auch Bürger und Bürgerinnen, die sich nicht mit Tierschutz befassen, sind das andauernde Töten in unserer Landschaft zunehmend leid.

Im Rahmen der Jagdausübung ist vieles erlaubt, was an anderer Stelle verboten ist: In Fallen gefangene Dachse und Waschbären warten unter erheblichen Leiden und in Todesangst Stunden auf Erlösung, Füchse und Marder werden getötet und einfach entsorgt, Jagdhunde zu Ausbildungszwecken auf Enten gehetzt, Tiere ohne Betäubung getötet und sogar säugende Muttertiere und Tiere gefährdeter Arten werden erlegt. Die Jagd ist ein Freizeitvergnügen, ein Hobby, wie Segeln oder Tennis spielen. Gesellschaftspolitisch wird sie jedoch weitaus höher gewichtet. Eingebettet in eine lange Tradition genießt die Jagd immer noch Sonderrechte, die bislang an die feudalen Wurzeln erinnern. Mit ein Grund dafür mag die Tatsache sein, dass viele Jäger einer einflussreichen und finanzstarken Bevölkerungsgruppe angehören.

Seit 2002 steht der Tierschutz im Grundgesetz - eine Anpassung des Jagdrechts an dieses Staatsziel hat bislang nicht stattgefunden und ist mehr als überfällig.

Als Tierrechtsverband fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte die sofortige Abschaffung der Jagd, da Tiere ein Recht auf Leben und Unversehrtheit haben. Dazu sind die im Bundestag vertretenen Parteien allerdings noch nicht bereit. Mit dem Blick auf das Elend der Tiere sehen wir es jedoch als unsere Aufgabe an, umsetzbare Schritte und Wege aufzuzeigen, um kurz- und mittelfristig möglichst vielen Tieren Schmerzen und Leiden zu ersparen und zu einer spürbar besseren Lebenssituation für sie beizutragen. Daraus resultieren die oben aufgeführten Mindestforderungen an die politischen Parteien.

(1) DJV (2008) DJV Handbuch. 606 S., dh-Verlag, Mainz-Erbersheim

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