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Schweine und ihr Verhalten

Schweine sind gesellige und soziale Tiere. Sie leben in Gruppen - sogenannten Rotten -, die Angehörigen einer Gruppe halten eng zusammen. Da die Tiere sehr »mitteilungsfreudig« sind, spielen Quiek- und Grunzlaute zur Verständigung eine große Rolle. Schweinerotten haben meist ein festes Revier, dem sie treu bleiben, wenn die Nahrung ausreicht und wenn sie nicht gestört werden.

Schweine können schnell laufen und gut schwimmen.Sie lieben es, sich im Schlamm zu suhlen. Dieses Verhalten dient der Körperpflege. Da die Tiere fast keine Schweißdrüsen haben, kühlen sie sich auf diese Weise ab und reinigen ihre Haut: Der Schlamm wird dann an Bäumen und Büschen abgeschubbert.

Schweine haben eine reichhaltige Speisekarte. Sie fressen Gras, Blätter, frische Triebe, Früchte, Samen, Kräuter, Pilze und auch unterirdische Pflanzenteile. Mit ihrer lang gezogenen Schnauze und der beweglichen und sensiblen Rüsselscheibe durchwühlen sie den Grund und sorgen so für Sauerstoff im Boden und für die Verteilung von Samen. Auch Würmer, Insektenlarven, Eier, kleine Wirbeltiere und Aas verschmähen sie nicht.

Beim Ruhen liegen sie gern mit Körperkontakt zu Artgenossen. Oft lässt sich eine soziale Körperpflege beobachten, bei der ein Schwein dem anderen die Haare bzw. Borsten mit Lippen und Zähnen »durchkämmt« und die Haut mit der Rüsselscheibe massiert. Schweine trennen ihre »Funktionsbereiche« - also z. B. Schlaf- und Kotplatz - streng.

In der Rotte nimmt das führende weibliche Schwein, die »Leitbache«, eine wichtige Rolle ein. Sie hat u. a. Einfluss darauf, welches Tier sich vermehren soll. In der Rotte gerät viel durcheinander, wenn die Leitbache stirbt oder von Jägern erschossen wird. Bis sich eine neue Leitbache etabliert hat, gebären die übrigen Bachen oft häufiger.

Vor der Geburt sondern sich die weiblichen Tiere von der Rotte ab, suchen einen trockenen, sicheren Platz auf und heben durch Wühlen eine Mulde oder Erdhöhle aus, die sie mit Pflanzenteilen auspolstern. Die Ferkel werden je nach Art nach etwa dreieinhalb bis fünf Monaten Trächtigkeit geboren und sind wegen ihrer nur spärlichen Behaarung sehr wärmebedürftig. Schon bald nach der Geburt suchen sie nach den Zitzen, wobei jedes Ferkel nach einiger Zeit eine bestimmte Zitze hat und sich eine Saugordnung ausbildet.

»Ich mag Schweine. Hunde schauen zu uns auf, Katzen auf uns herab. Schweine behandeln uns gleichwertig.«
Winston Churchill (1874 – 1965), ehemaliger britischer Premierminister

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