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Puten

Putenfleisch – die Werbung verspricht ›gesunden Genuss‹ durch Putenschnitzel, Putenkeulen und Putenwurst. Ihr Fleisch gilt als billig, eiweißreich und fettarm. Mit dem Effekt, dass der Verbrauch von Putenfleisch wächst stetig. Für die jährlich etwa 38 Millionen Puten oder Truthühner allein in Deutschland hat dies katastrophale Folgen.

Aus dem lauf- und flugfreudigen, etwa 5 Kilogramm schweren Hühnervogel Mexikos züchtete man einen monströsen ›Turboputer‹, der dazu verurteilt ist, in weniger als einem halben Jahr von 50 Gramm zu einem ›Fleischpaket‹ von 20 Kilogramm anzuschwellen.Das ist das Vierhundertfache des Schlupfgewichts. Und dies alles, damit der Konsument angeblich gesundes Putenbrustfilet essen kann.

Nur mit Schmerzmitteln überstehen die Tiere die desaströse Mast

Ursprünglich machte die Putenbrust bei einem Tier 25 Prozent seines Gewichts aus. Durch züchterische Selektion besteht die „Mast-Pute“ heute zu etwa 40 Prozent aus Brustfleisch. Dem ist der Organismus des Tieres nicht gewachsen: Gegen Ende der Mast kauern die Tiere mit entzündeten Gelenken und verkrüppelten Beinen, schmerzgeplagt und krank in ihren Fäkalien. Nach Schweizer Untersuchungen leiden achtzig Prozent der Mastputen unter leichten bis schweren Verformungen der Beine und schmerzhaften Gelenkentzündungen.  Der ständige Einsatz von Antibiotika und anderen Pharmaka wie Histomoniska und Kokzidiostatika verhindern nicht, dass viele Puten noch vor Ende der Mast an Atemnot, Infektionskrankheiten oder Herz-Kreislauf-Versagen sterben. Wochen vor dem Schlachttermin können sich die meisten Tiere kaum noch bewegen und vegetieren in der feuchten Einstreu nur noch dahin. Damit die Tiere die Mast überstehen, werden ihnen neben Antibiotika auch Schmerzmittel wie "Solacyl" verabreicht. Da vor dem Schlachten eine Wartezeit eingehalten werden muss, hat dies die grausame Konsequenz, dass die Tiere die letzten zwei bis drei Wochen vor der Schlachtung, wenn sie am meisten leiden, kein Schmerzmittel mehr bekommen.

Schwächere Tiere haben keine Überlebenschance

Die Qual beginnt für die meisten Küken gleich am ersten Lebenstag. Weil die extreme Enge in den Masthallen mit bis zu 30 000 Tieren Stress,  auslöst, wird den Tieren der Schnabel gekappt. Ein Laserstrahl, eine 700 Grad heiße Metallplatte oder eine Schere zerstört Nervenfasern und Blutgefäße. Ständige Schmerzen und Probleme bei der Nahrungsaufnahme sind die Folgen.

Dennoch führt die mit der Mastdauer wachsende Aggressivität der Tiere zu Verhaltensstörungen wie Federpicken und Kannibalismus. Nur die Tiere, die sich noch auf den Beinen halten können, haben eine Überlebenschance. Die Tiere, die nicht totgepickt werden, verenden oft langsam und qualvoll. Schwächere Tiere gehen in diesem grausamen Kampf ums Überleben unter.

Fehlbetäubungen an der Tagesordnung

Das ›Ausstallen‹ der Puten am Ende der Mast geschieht mit größter Brutalität. An Flügeln oder Beinen hochgerissen, werden sie in enge Boxen gezwängt und tausendfach übereinandergestapelt. Gebrochene Gliedmaßen oder erdrückte Tiere sind an der Tagesordnung. Am Schlachthof werden sie kopfüber mit den Beinen in die Metallbügel des Förderbands gehängt, das die sich verzweifelt aufbäumenden Tiere zur Betäubung im Elektrobad bringt. Oft gelingt die Betäubung nicht und die Tiere sterben bei vollem Bewusstsein unter den Messern der Schlächter.

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