Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Landwirtschaftliche Intensivtierhaltung

huehnermastbetrieb-boesel-1Damit Menschen Produkte wie Fleisch, Milch und Eier konsumieren können, leiden und sterben täglich Millionen von Tieren. Rund eine Millionen
Hühner, 110.000 Schweine und 80.000 Rinder werden täglich allein in Deutschland geschlachtet. Viele Menschen ereifern sich über eine schlechte Behandlung von Haustieren, akzeptieren aber kritiklos, dass die sogenannten »Nutztiere« wie Hühner, Schweine und Kühe tagtäglich in Zuchtanlagen, Mastställen und Schlachthäusern großes Leid ertragen müssen.

Die Tierhaltung hat längst nichts mehr mit dem Bauernhofidyll zu tun, das die Produktverpackungen ziert. Um wirtschaftlich produzieren zu können, wurde die (Aus-)Nutzung der Tiere in speziellen Aufzucht-, Mast- und Schlachtbetrieben perfektioniert, in denen die Mitgeschöpfe zu Kennzahlen in einem industriellen Produktionsprozess geworden sind. 

Tiere zu widernatürlichen Höchstleistungen gezwungen

Kuehe1Die Tiere werden in diesen Intensivtier- haltungssystemen zu widernatürlichen Höchstleistungen gezwungen - mit gravierenden gesundheitlichen Folgen. Damit beispielsweise »Masthühner« in etwa 33 Tagen »schlachtreif« sind, hat man besonders schnell wachsende Mastlinien mit einem hohen Brustfleischanteil gezüchtet.

Schweine werden in industriell geprägten Mastanlagen mit hohen Besatzdichten in möglichst kurzer Zeit gemästet - ohne Rücksicht auf ihre natürlichen Bedürfnisse. Die »Hochleistungsmilchkühe« sind meist schon nach zwei bis drei Kälbern ausgezehrt und landen mit vier bis fünf Jahren auf dem Schlachthof. Jährlich werden 40 Millionen männliche Eintagsküken allein in Deutschland getötet, weil sie aus ökonomischer Sicht schlicht »wertlos« sind.

Die Tiere werden den Haltungssystemen angepasst

Die Tiere werden schmerzhaft zurechtgestutzt, damit sie sich in der artwidrigen Intensivtierhalung nicht gegenseitig verletzten. Deswegen sind das Schnäbelkürzen bei Hennen, das Kupieren von Schwänzen bei Schweinen und die totale Bewegungslosigkeit von Muttersauen in Kastenstand und Abferkelkäfig völlig alltäglich. Um zu vermeiden, dass das Fleisch männlicher Schweine den typischen Ebergeruch - der von deutschen Verbrauchern abgelehnt wird - aufweist, werden männliche Ferkel kastriert. Bei Kälbern werden die Hornanlagen entfernt, um den Umgang mit ihnen zu vereinfachen. Diese Eingriffe werden in der Regel ohne Betäubung durchgeführt - nach dem Tierschutzgesetz ist dies bis zum Alter von wenigen Tagen oder Wochen erlaubt und wird kaum in Frage gestellt, obwohl natürlich auch junge Tiere Schmerzen spüren. 

Schlachten bei Bewusstsein

zyklus04Warmblütige Tiere müssen laut Tierschutzgesetz vor dem Schlachtvorgang - bei dem ihnen die Halsschlagadern zum Ausbluten eröffnet werden - betäubt werden. Die Betäubung wird durch Gas, Stromschlag oder Bolzenschuss vorgenommen. Hühner besipielsweise werden zur Betäubung durch ein elektrisch geladenes Wasserbad gezogen, bevor sie durch rotierende Messer getötet werden. Schweine werden mit Kohlendioxid statt mit Strom betäubt.

Es gibt mittlerweile wissenschahftliche Belege dafür, dass die Tiere währenddessen unter Panik und Erstickungsangst leiden. Häufig jedoch herrscht Zeitdruck und zum Teil findet die Schlachtung im Akkord statt, so dass es vorkommen kann, dass Tiere nur unzureichend betäubt werden. Dies kann dazu führen, dass die Tiere den Tötungsschnitt und die anschließenden Stationen im Schlachtvorgang, bei Schweinen z. B. das Abbrühen in heißem Wasser oder bei Geflügeltieren das Rupfen, bewusst miterleben. 

Schätzungsweise 500.000 Schweine sterben in Deutschland erst beim Abbrühen. 200.000 Rinder durchlaufen den Schlachtvorgang, bei dem sie zerlegt werden, bei Bewußtsein.

Ethische und ökologische Aspekte sprechen für eine tierlose Landwirtschaft

Zu dem ethischen Aspekt der Tiernutzung kommt die globale Ernährungskrise, der drohender Klimakollaps und Umweltschäden wie Waldsterben, überdüngte Meere, Wasserverschwendung und nicht zuletzt die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen (mehr dazu lesen sie hier).

Lesen Sie rechts mehr zu den einzelnen Tierarten und warum diese alltägliche Tierquälerei trotz Tierschutzgesetz möglich ist.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt die Nutzung von Tieren grundsätzlich infrage und setzt sich dafür ein, dass Tieren ein Recht auf Leben und Unversehrtheit zugestanden wird. Solange Menschen jedoch noch Tiere nutzen, sehen wir die Notwendigkeit, die Bedingungen dieser Tierhaltung so gut wie möglich zu gestalten.

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »