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Rasanter Anstieg: Tiere in der Genforschung

tabelle_2-10Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) veröffentlicht jedes Jahr im Herbst die Zahlen der Tiere, die im Jahr zuvor in Deutschland in Tierversuchen eingesetzt wurden. Seit dem Jahr 2000 werden die gentechnisch veränderten (transgenen) Tiere gesondert erfasst. Bei der überwiegenden Anzahl der transgenen Tiere handelte es sich um Mäuse, Ratten und Fische. Weiterhin werden auch Kaninchen und Schweine sowie Hamster, Schafe, Ziegen, Meerschweinchen und Amphibien genmanipuliert. Die Zahl der zuletzt genannten Arten betrug je nach Art von einzelnen Tieren bis zu mehreren Hundert pro Jahr. Das Diagramm zeigt, wie viele Mäuse seit dem Jahr 2000 insgesamt in Tierversuchen landeten und wie viele davon transgen waren.

Die Statistik zeigt deutlich den Trend: Die Zahl der genmanipulierten Mäuse steigt stark an. Jedoch werden lediglich die Tiere gezählt, bei denen die Genmanipulation geklappt hat und die dann in weiteren Tierexperimenten eingesetzt wurden. Wie viele Tiere bei dem Versuch der gentechnischen Veränderung starben, missgebildet geboren oder bereits als Embryonen abortiert wurden, geht nicht aus der Statistik hervor, ebenso wenig wie die Zahl der Tiere, bei denen es misslang, das Erbgut überhaupt zu verändern. Auch die Elterntiere, denen Eizellen entnommen und gentechnisch veränderte Embryonen eingepflanzt wurden und bei denen z. B. ein Kaiserschnitt erfolgte, um die Nachkommen zu entbinden, werden nicht aufgelistet. Daher bildet die Statistik nur einen Ausschnitt aus dem tatsächlichen Tierverbrauch in der Genforschung ab. Wie hoch die Zahl der hierfür tatsächlich verwendeten Tiere ist, kann nur vermutet werden, jedoch dürfte sie um ein Vielfaches höher liegen als die in der Statistik genannten Angaben.
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