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Die Maus in der Atheroskleroseforschung

maeuse

Durch langjährige Forschung hat sich die Veränderung der Erbsubstanz (Genom) bei Mäusen heute zum Routineverfahren entwickelt. Dies zeigt sich insbesondere in dem systematischen Einsatz gentechnisch veränderter Mäuse   in Tierexperimenten. 

Atherosklerose wurde bisher bei Mäusen natürlicherweise nicht festgestellt (7). Mäuse verfügen über sehr viel die Blutgefäße schützendes HDL (High-Density Lipoprotein). Die Maus unterscheidet sich somit erheblich vom Menschen. Mäuse entwickeln Atherosklerose-Symptome nur bei völlig artfremder Ernährung (z. B. die sogenannte Western-Diät).

Diese sehr fett- und cholesterinreiche Nahrung wird von Mäusen sehr ungern angenommen. Forscher können einige gewünschte Symptome ansonsten nur durch eine operativ ausgelöste mechanische Verletzung der Blutgefäße experimentell erzeugen.  Einen Ausweg fanden die Wissenschaftler schließlich durch genetische Veränderung der Tiere. Die so erhaltenen Mäuse werden als "Modelle" einer "Mauslinie" mit Buchstaben- und Zahlenkombinationen abgekürzt. In der Atherosklerose-Forschung sind die 'APO-' und 'LDL-Mäuse' weit verbreitet.

In beiden "Mauslinien" wurden bestimmte Gene durch Gentechnik ausgeschaltet (knock-out Mäuse). Außerdem wurden menschliche Gene in Mäuse eingeschleust (knock-in Mäuse). Hier ist die "Linie E3L" für Forscher von Interesse. Diese transgenen Mäuse können das  "schädliche" Cholesterin LDL (Low-Densitiy Lipoprotein) nicht mehr gut eliminieren. Sie entwickeln höhere Cholesterin-Werte und schließlich Atherosklerose-Symptome. Eine Fett-Cholesterin-Zufütterung ist hier nicht mehr notwendig, sie verbessert aber die Ergebnisse (8). Jede weitere "Mauslinie" soll die menschliche Krankheit besser darstellen und nicht zuletzt ihren 'Erfinder' berühmt werden lassen.

Zusätzliche Kritik 

Abgesehen davon, dass die menschliche Krankheit über künstlich erzeugte "Modelle" erforscht werden soll, zeigen sich zwischen Mensch und Maus große Artunterschiede. Das sogenannte "Modell' wiegt 3000-mal weniger als sein "Vorbild" – der Mensch (8). Mit einer natürlichen Lebenserwartung von 2-3 Jahren kann eine Krankheit, die sich beim Menschen über Jahrzehnte entwickelt, schon vom Ansatz her gar nicht nachgebildet werden. Und im Labor warten die Forscher lediglich Monate bis zur Auswertung. Bis zur gewünschten Gentechnik-Maus müssen viele Mäuse sterben, die nicht die gewünschten Eigenschaften zeigen. Nicht selten treten aber auch in den schließlich gewünschten Gen-Mäusen unvorhergesehene Veränderungen in Stoffwechsel oder Organen auf. Die Sinnlosigkeit an "Tiermodellen" statt an menschlichen Zellen zu forschen, zeigt sich vor allem darin, dass die Erkrankung bis heute nicht geklärt und Todesursache Nummer Eins geblieben ist.

Quellen

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