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Newsletter Tierrechte Nr. 7/13 vom 19.04.2013

19.04.2013

Inhalt

  • Pressemitteilung: Bundesregierung versagt beim Schutz von Zootieren
  • Tierschutz-Verbandsklage: Anhörung in Schleswig-Holstein
  • Tierversuchfrei: Vorlesung beim Deutschen Institut für Ernährungswissenschaften
  • Ausgezeichnet: Toxikologe Prof. Marcel Leist
  • Auf dem Vormarsch: industrielle Tierhaltung
  • Erfolge: Initiativen verhindern Agrarfabriken
  • England verbietet Wildtiere im Zirkus
  • Jenseits der Ansprüche: Zoos reduzieren Wildtiere
  • TV-Tipp: Tierversuchslabor in Mienenbüttel
  • TV-Tipp: Schweine für den Müllcontainer
  • Vegane Ernährung: Streifzug durch Neukölln
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 18.04.2013

Bundesregierung versagt beim Schutz von Zootieren

Tier- und Naturschutzverbände kritisieren neue Haltungsvorschläge für Wildtiere

14 deutsche Tier- und Naturschutzverbände fordern die Bundesregierung auf, die Mindeststandards für die Haltung von Wildtieren erheblich zu verbessern. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Entwurf für neue Haltungsvorgaben vorgelegt, der nach Ansicht der Verbände bei vielen Arten nicht einmal ein Mindestmaß an artgerechter Haltung sicherstellt.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Lesen Sie dazu auch die Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion sowie die Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Sachstandsentwicklung des Säugetiergutachtens und zum Tierschutz in Zoos unter: www.tierschutzwatch.de
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Tierschutz-Verbandsklage: Anhörungen in Schleswig-Holstein und Saarbrücken

Am 10. April fand vor dem Umweltausschuss des Schleswig-holsteinischen Landtages eine öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen (SPD, Grüne, SSW) statt. Der Gesetzentwurf ist sehr zu begrüßen, weil er die Anfechtungsklage vorsieht, keine einzelnen Paragrafen auflistet, sich auf alle Bauvorhaben zum Halten von Tieren bezieht und die Anerkennung auch bundesweit tätigen Vereinen ermöglicht. Nachgebessert werden muss bezüglich der Mitwirkungsrechte.

Am 26. April findet eine Anhörung vor dem Umweltausschuss im Saarländischen Landtages zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Tierschutz-Verbandsklage und zum Tierschutzbeauftragten statt. Der Verein Menschen für Tierrechte wird als Sachverständiger vor Ort vertreten sein.

Den Gesetzentwurf zur Tierschutz-Verbandsklage (Schleswig-Holstein) können Sie sich hier als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de

Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie hier:
www.tierrechte.de

Den Gesetzentwurf zur Tierschutz-Verbandsklage (Saarland) können Sie sich hier als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de

Unsere ausführliche Stellungnahme finden Sie hier:
www.tierrechte.de

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Tierversuchfrei: Vorlesung beim Deutschen Institut für Ernährungswissenschaften

Auf Einladung des Deutschen Instituts für Ernährungswissenschaften (DiFE) in Potsdam gab Dr. Christiane Hohensee, Biologin und bei unserem Bundesverband Projektleiterin von InVitroJobs, Einblicke in die tierversuchsfreie Forschung. Zahlreiche DoktorandInnen, WissenschaftlerInnen und technische Angestellte besuchten die Veranstaltung und ließen sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Ersatzverfahren zu Tierversuchen informieren.

Weitere Infos unter:
www.invitrojobs.com

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Ausgezeichnet: Toxikologe Prof. Marcel Leist

Für seine Arbeiten an Alternativmethoden zu Tierversuchen wurde der Konstanzer Toxikologe Prof. Dr. Marcel Leist mit dem mit 15.000 Euro dotierten Felix Wankel Tierschutz-Forschungspreis ausgezeichnet. Leist setzt sich in seiner Forschung und seinem gesellschaftlichen Engagement seit Jahren für tierversuchsfreie Methoden zur Sicherheitstestung von Chemikalien ein. Er leitet unter anderem das 2010 gegründete Zentrum für Alternativen zum Tierversuch in Europa (CAAT-Europe), das sich weltweit für die Beschleunigung der Entwicklung tierfreier Methoden einsetzt. Der Felix Wankel Tierschutz-Forschungspreis wird alle zwei Jahre durch die Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU) für hervorragende, experimentelle und innovative wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die Tierversuche einschränken, die Gesundheit und Unterbringung von Tieren verbessern und den Tierschutz generell fördern. Der Preis wurde am 11. April 2013 in München überreicht.

Mehr Infos unter:
www.invitrojobs.com

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Auf dem Vormarsch: industrielle Tierhaltung

Im Interview mit dem Deutschlandradio berichtet Reinhild Benning, Agrarexpertin des Umweltverbandes BUND, vor dem Hintergrund der aktuellen Fleischskandale vom Ursprung der Missstände in der Landwirtschaft. Während nach einem Skandal immer der Ruf nach neuen oder besseren Kontrollmechanismen laut wird, spräche keiner davon, dass das CSU-geführte Agrarministeriums seit Jahren die industrielle Tierhaltung fördere. Schlachthöfe würden nach Untersuchungen des BUND jährlich mit über 20 Millionen Euro gefördert. Dies treibe die Industrialisierung der  Lebensmittelerzeugung massiv nach vorne.

Nachhören unter:
www.dradio.de

Lesen Sie dazu auch den Artikel "Landwirtschaftliche Tierhaltung: Schwarz-Gelb leistet tierschutzpolitischen Offenbarungseid" unter: www.tierrechte.de

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Erfolge: Initiativen verhindern Agrarfabriken

Das Bürgerinitiativen- und Verbände-Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" meldet, dass es  binnen 4 Monaten 12 Tierfabriken für 680.000 Masthühner und 68.000 Schweine verhindern konnte. In den letzten drei Jahren seit Gründung des Netzwerks "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" konnten so mehr als 50 Agrarfabriken erfolgreich verhindert oder vorläufig gestoppt werden. Der Druck dieser starken gesellschaftlichen Bewegung führe auch zu politischen Erfolgen: Die geplante Bundesbaugesetz-Novelle werde den Gemeinden endlich das Recht zuerkennen, gemäß ihrer Planungshoheit gewerbliche Großmastanlagen zu verhindern. Auch die Filtererlasse in NRW und Niedersachsen begrenzten den Zubau agrarindustrieller Ställe.

Weitere Infos unter:
www.lifepr.de

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England verbietet Wildtiere im Zirkus

Am 16. April hat die englische Regierung ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben verabschiedet. Das Verbot tritt ab dem 1. Dezember 2015 in Kraft. Bis dahin müssen die Zirkusbetreiber die betroffenen Tiere in stationäre Gehege überführen. Show- oder Dressurvorführungen sind dann nicht mehr erlaubt. England ist damit das 16. Land in Europa, das Wildtiere in Zirkussen ganz oder teilweise verbietet. In Deutschland spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Wildtierverbot im Zirkus aus. Obwohl der Bundesrat 2003 und nochmals Ende November 2011 in Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert hatte, blieb die schwarz-gelbe Regierung bisher untätig. Auch bei der kürzlich verabschiedeten Novelle des Tierschutzgesetzes verpasste die Regierung die Chance, die massiven Missstände in Zirkusbetrieben, die Wildtiere mitführen, abzustellen. Zusammen mit weiteren Organisationen hatte der Bundesverband eine gesetzliche Regelung gefordert, die die Haltung von Wildtieren im Zirkus grundsätzlich untersagt.

Weitere Infos unter:
www.telegraph.co.uk

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Jenseits der Ansprüche: Zoos reduzieren Wildtiere

Weil sich die Ansichten der Besucher hinsichtlich Wildttier-Haltung in den letzten Jahren stark verändert haben, reduzieren viele Zoos in Nordrhein-Westfalen ihren Artenreichtum. Der Grund: Es fehlt der Platz für neue, größere Anlagen.

Weitere Infos unter:
www.wn.de

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TV-Tipp: Tierversuchslabor in Mienenbüttel

Anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche sendet das Vox-Haustiermagazin "hundkatzemaus" zwei Beiträge über Tierversuche: Am Samstag, 20. April 2013, 18:00 Uhr geht es um Affentransporte und Versuche mit Affen und am Samstag, 27. April 2013, 18:00 Uhr wird über das Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel und die Initiative gegen Tierversuche "Lobby pro Tier" berichtet.

Weitere Infos unter:
www.vox.de

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TV-Tipp: Schweine für den Müllcontainer

55 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Bis zu einem Drittel davon landet nicht auf dem Teller, sondern auf dem Müll. Trotzdem boomt die industrielle Schweinezucht, es entstehen riesige neue Tierfabriken. Und die sind politisch offensichtlich gewollt. Der Film wirft einen kritischen Blick hinter die Fleischproduktion.

Weitere Infos unter:
www.phoenix.de und www.youtube.com

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Vegane Ernährung: Streifzug durch Neukölln

Veganismus ist im Mainstream angekommen. Zeit für die Fleischesserin Antje Sachwitz, die Vorurteile genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie macht sich auf zu einer Tour durch vegane  Läden und Restaurants in Neukölln, bei der Hot Dogs, Pizzen und Muffins auf dem Prüfstand stehen.

Lesen unter:
www.neukoellner.net

Hintergrundinfos, Rezepte und Alltagstipps unter:
www.culinaria-vegan.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection unter:
www.stopvivisection.eu

Kampagne "K.O." für Tierfabriken des BUND mit einem Aufruf an Ministerin Ilse Aigner unter: www.tierfabriken.net

Petition für eine europaweite Videoüberwachung an Schlachthöfen unter: www.petitionen24.com

Affentransporte: Aktionen und News der AirFrance-Kampagne unter:
stopvivisection.blogsport.de

Petition "Einspruch gegen Patent auf Schimpansen" unter: www.testbiotech.de

Mailaktion "Kein Kaninchenfleisch aus Käfighaltung" unter: www.kaninchenmast.info

Petition gegen die Tötung von Straßentieren im Vorfeld der Olympiade 2014 in in Sotschi unter: www.respektiere.at

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 20. April 2013: Großdemo zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche in Berlin
Sonntag, 21. April 2013: Vegan-Brunch in Saarbrücken
20-27. April 2013: Aktionswoche zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, bundesweit
Samstag, 4. Mai 2013: Demo gegen die Fleischmesse IFFA in Frankfurt
Mittwoch, 15. Mai 2013: Infoveranstaltung zu Stadttauben in Frankfurt
Samstag, 25. Mai 2013: Mahnwache gegen Sodomie in Stuttgart
Sonntag, 26. Mai 2013: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Samstag, 1. Juni 2013: Vegan-Event in Köln

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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