Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 21/15 vom 12.11.2015

2014 MfT E-Mail-Newsletter Header


Tierversuchsfrei, Tierschutz-Forschungspreis, Stadttauben und mehr

Inhalt

  • Berlin: Neue Professur für eine Forschung ohne Tierversuche
  • Tierschutzforschungspreis Baden-Württemberg verliehen
  • Versagt auf ganzer Linie: Österreichs Ethikkatalog zu Tierversuchen
  • Bundesrat beschließt zu Hennen und Puten
  • Stadttauben: Was tun bei einem Notfall?
  • Mützen aus Hundefell am Alexanderplatz
  • Wie Haustiere unter der Qualzucht leiden
  • Aktuelle Kampagnen & Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

 ________________________________________________

Berlin: Neue Professur für eine Forschung ohne Tierversuche

An der Freien Universität Berlin sollen ab 2016 Ideen entwickelt werden, wie künftig Forschung ohne Tierversuche funktionieren kann. Dafür richtet die Universität eine neue Professur ein, die vom Land Berlin mit 400.000 Euro finanziert wird. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die Entscheidung. Obwohl in Berlin mehrere von der Bundesregierung ausgezeichnete Preisträger forschen, zeigte sich die Landesregierung zögerlich in Bezug auf die Förderung tierversuchsfreier Verfahren.
In zwei Jahren muss der/die LehrstuhlinhaberIn die Landesregierung hinsichtlich der Entwicklung neuer Methoden zum Ersatz des Tierversuchs überzeugen können. "Durch die Einbettung in die Forschungsplattform BB3R kann der/die NeucomerIn auf ein gutes Expertisenetzwerk zählen. "Wir hoffen, dass der Lehrstuhl die Aus-, Fort- und Weiterbildung innovativ befruchten wird und den Nachwuchs motiviert, zur Entwicklung neuer tierversuchsfreier Verfahren beizutragen", betont Dr. Christiane Hohensee, Projektleiterin InVitro+Jobs. Hier lesen Sie mehr: www.invitrojobs.de.

________________________________________________

Tierschutzforschungspreis Baden-Württemberg verliehen

Der Tierschutzforschungspreis in Höhe von 25.000 € geht in diesem Jahr an Professor Thomas Braunbeck von der Universität Heidelberg für seine Arbeiten zur Reduzierung von Tierversuchen an Fischen. Der Preis wird an diesem Donnerstag in Stuttgart verliehen. Das Forscherteam befasst sich seit über 20 Jahren mit Fragen zur Prüfung der Giftigkeit von Umweltschadstoffen in Wasser und hat dabei neue Verfahren für Tests mit Fischen entwickelt. Diese sind inzwischen DIN-normiert und wurden teilweise schon in die OECD-Testguideline 236 aufgenommen, das heißt sie werden international angewendet. Das Forscherteam trägt damit erheblich zur Reduktion der Tierversuche und zur Verminderung der Belastung der Tiere bei. Hier lesen Sie mehr: www.invitrojobs.com

_________________________________________________

Versagt auf ganzer Linie: Österreichs Ethikkatalog zu Tierversuchen

Das österreichische Wissenschaftsministerium hat eine Verordnung zur Beurteilung der ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchsanträgen vorgelegt (Tierversuchs-Kriterienkatalog-Verordnung = TVKKV). Diese Verordnung hat hohe Erwartungen geweckt, die jetzt allesamt  enttäuscht wurden. Warum? Die Verordnung liefert keine harten Daten und Fakten, wie die gesetzlich geforderte „ethische Vertretbarkeit“ eines Tierversuchs ermittelt werden soll. Sie ist nicht besser als der in Deutschland seit Jahren eingeführte Fragebogen, der bei der Beantragung von Tierversuchen ausgefüllt werden muss.
Fazit: Es bleibt alles beim Alten; die Abwägung des Tierleids gegen den Nutzen für den Menschen wird also weiterhin per Bauchgefühl bewertet, nicht aber durch objektive Beurteilungskriterien. Dieser Missstand wiegt besonders schwer, weil die Messerli-Stiftung an der Universität Wien im Auftrag der Österreichischen Regierung einen umfangreichen Katalog ausgearbeitet hat, der aber in der Verordnung nicht umgesetzt wurde. Das und mehr hat Menschen für Tierrechte Österreichs Wissenschaftsminister in einer Stellungnahme mitgeteilt. Informationen zu dem Ethikkatalog finden Sie auf der Seite des österreichischen Wissenschaftsministeriums.

_________________________________________________

Bundesrat beschließt zu Hennen und Puten

Hühner: Aus für Kleingruppenkäfig

Deutschland wird bis 2025 (in Ausnahmefällen 2028) die Haltung von Hühnern in sogenannten Kleingruppenkäfigen (in Tierschutzkreisen als "Seehoferkäfig" bekannt) verbieten. Nachdem sich Bund und Länder endlich auf einen Kompromiss verständigt hatten, hat der Bundesrat am 6. November die Regelungen verabschiedet. Der alte Legebatteriekäfig (Symbol für Tierquälerei in der landwirtschaftlichen Tierhaltung) ist seit 2009 in Deutschland verboten, die sogenannten ausgestalteten Käfige ab 2020 und der sogenannte Kleingruppenkäfig ab 2025, bzw. 2028. Unser Bundesverband macht darauf aufmerksam, dass es dennoch nicht ausreicht, beim Eier-Kauf nur auf die Haltungsform der Tiere zu achten. Denn der Konsum von Eiern ist immer mit Tierleid verbunden.

Haltungsvorgaben für Puten

Am 6. November hat der der Bundesrat ebenfalls Haltungsvorgaben für Puten beschlossen. Spezifische Vorschriften für die Putenhaltung existierten bislang nicht. Die Haltungsvorgaben enthalten u. a. detaillierte Vorschriften zu Rückzugsmöglichkeiten, Luftzirkulation und Fütterung. Die Haltung von Puten gilt wegen der Enge und der einseitigen Zucht auf einen hohen Brustfleischanteil als besonders tierquälerisch. Hier finden Sie die entsprechende Beschlussdrucksache (TOP 21 und TOP 24) des Bundesrats.

_________________________________________________

 Stadttauben: Was tun bei einem Notfall?

Bitte Bilder anzeigen

Wenn Sie unsachgemäß angebrachte Vergrämungsmaßnahmen (z. B. lose Netze) oder eingeschlossene Tiere sehen, sollten Sie sofort das städtische Veterinäramt (oder Ordnungsamt) verständigen. Besteht Ihrer Ansicht nach für die Tiere Lebensgefahr (oder akutes Leid) oder werden Sie Zeuge von Tiermisshandlung, rufen Sie direkt bei der Polizei oder Feuerwehr an. Für die Bergung von eingeschlossenen Tauben an unzugänglichen Stellen ist die Feuerwehr zuständig (durch den Einsatz der Feuerwehr zur Rettung von Stadttauben entstehen für Sie nach § 44 und § 61 des Hessisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz - HBKG - keine Kosten). Wenn Sie verletzte Tauben finden, bringen Sie diese möglichst zu einem Tierarzt. Für Informationen zur weiteren Versorgung wenden Sie sich an ihr örtliches Tierheim. Informationen zum Stadttaubenkonzept erhalten Sie bei Alexandra Weyrather.

 _________________________________________________

Mützen aus Hundefell am Alexanderplatz

Auf dem Berliner Alexanderplatz hat ein fliegender Händler Fellmützen verkauft, deren Pelz offenbar von Hunden stammt. Die Polizei beschlagnahmte die Ware und will sie genau untersuchen. Millionen Hunde und Katzen sterben jährlich in China für die grausame Pelzindustrie. Trotz des EU-Importverbots von Hunde- und Katzenfell, das seit 2009 besteht, gelangen bewusst falsch etikettierte Hunde- und Katzenfelle nach Europa und werden z. B. als Kunstpelz verkauft. Dies wird aus Kostengründen so praktiziert, da selbst ein echtes Hundefell aus China billiger in der Produktion ist, als ein gut gemachter Webpelz. Egal ob China oder Europa, die Bedingungen auf Pelztierfarmen sind überall katastrophal. Das Ende ist immer grausam: Durch Strom, Gas oder Schläge werden die Tiere oft nur mangelhaft betäubt statt getötet, bevor sie gehäutet werden. Unser Bundesverband rät dringend dazu, auch vermeintlichen Kunstpelz zu meiden. Denn nur so können Sie sicher sein, die Pelzindustrie nicht unwissentlich zu unterstützen.

______________________________________________

Wie Haustiere unter der Qualzucht leiden

Große Augen, kleine Nasen, nackte Haut: In Deutschland endet die Zucht von Hund, Katze und Co. immer öfter in Extremen. Viele Tiere leiden ein Leben lang. Tierärzte wollen die Qualzucht nun eindämmen. Hier lesen Sie mehr: www.welt.de

_________________________________________________

Aktuelle Kampagnen & Mitmachaktionen

  • Online-Petition "Nein! Zu Tierversuchen für Haushaltsprodukte" unter: www.tierrechte.de
  • Online-Petition "Tierrechte in die Lehrpläne!" unter: www.tierrechte.de
  • Online-Petition "Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene" unter: www.tierrechte.de

 _________________________________________________

Termine: Demos & Co.

  • 13.-15. November 2015: Bio-Vegane Landbautage 2015 in Thüringen
  • Samstag, 28. November 2015: Menschenkette gegen Tierversuche in Tübingen
  • Sonntag, 29. November 2015: Global Climate March in Berlin
  • Sonntag, 6. Dezember 2015: MAMPF - Der Vegane Adventsbasar in Düsseldorf
  • Samstag 12. Dezember 2015: Vegane Weihnachtsmann-Parade in Braunschweig
  • Mittwoch, 16. Dezember 2015: Vortrag "Grundrechte für Menschenaffen?" in Heidelberg

Diese und weitere Termine finden Sie unter: www.tierrechte.de
_________________________________________________

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren. Um das millionenfache Tierleid zu beenden, setzen wir uns für die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung elementarer Tierrechte ein. Um dieses hohe Ziel zu erreichen, sind wir als gemeinnütziger Verein auf Ihre aktive Mithilfe, Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Vielen herzlichen Dank!

spendenbuttonMitgliedbutton

Impressum:
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonderstr. 4a 52072 Aachen, Deutschland
Fon 02 41 - 15 72 14
Fax 02 41 - 15 56 42
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Web: www.tierrechte.de
Tagesaktuelle Infos finden Sie auf unserer Facebookseite
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
Konto 16 00 79 73
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic AACSDE33
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »