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Newsletter Tierrechte Nr. 21/12 vom 19.10.2012

19.10.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: NEIN zu Kosmetik-Tierversuchen: 242.000 Unterschriften
    in Brüssel übergeben
  • Anhörung Änderung Tierschutzgesetz: Kompetenzzentrum erforderlich
  • Rheinland-Pfalz veranstaltete Tierschutz-Fachtagung
  • Tierversuchsfrei: DFG erwägt Einrichtung von Professuren
  • Hörtipp: Bundesverband im WDR-Funkhausgespräch
  • Baden-Württemberg vergibt Tierschutzforschungspreis
  • Barsbüttel: Tierversuchszentrum wird geschlossen
  • 40 Tauben brauchen ein Zuhause
  • Fleischkonsum: Kirche fordert Verzicht
  • Überfischung: Warnung vor dem Kollaps
  • In eigener Sache: Feiern und helfen
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Gemeinsame Pressemitteilung vom 18.10.2012 von
Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Ärzte gegen Tierversuche e.V.

NEIN zu grausamen Tierversuchen für Kosmetik: Übergabe von 242.000 Unterschriften

Chrissie Hynde, die US-amerikanische Rockmusikerin und Frontfrau der Pretenders, übergibt heute die gesammelten Unterschriften an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Zu der EU-weiten Kampagne „Nein zu Tierqual-Kosmetik“ hatten der Deutsche Tierschutzbund, der Bundesverband Menschen für Tierrechte und die Ärzte gegen Tierversuche zusammen mit ihren europäischen Partnern in der Europäischen Koalition zur Beendigung der Tierversuche (European Coalition to End Animal Experiments, ECEAE) aufgerufen, da bekannt wurde, dass das Ende der Tierversuche für Kosmetik bedroht ist. Ab März 2013 soll die letzte Stufe des Vermarktungsverbots für in Tierversuchen getestete Kosmetika in Kraft treten, doch die Europäische Kommission will als „Ausnahmen“ deklarierte Tierversuche auch in Zukunft zulassen. Dies würde weltweit den Tod zigtausender Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäuse in den Labors der Kosmetikindustrie und ihrer Zulieferer bedeuten.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung hier

Vielen Dank an alle, die die Petition bisher unterstützt haben. Wer noch nicht unterschrieben hat, kann dies noch tun, denn trotz der Übergabe der Unterschriften läuft die Kampagne weiter. Unterschreiben unter: www.nocruelcosmetics.org

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Anhörung zur Änderung des Tierschutzgesetzes - Kompetenzzentrum zwingend erforderlich

Auf der öffentlichen Anhörung vor dem Landwirtschaftsausschuss des Bundestages am 17.10.2012 wurde erneut thematisiert, wie sehr ein Kompetenzzentrum Not tut. Dieses soll für die ordnungsgemäße Prüfung der Tierversuchsanträge alles notwendige Wissen aktuell bereithält. Es wurde ebenso deutlich, dass ZEBET (Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch) beim Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) diese Aufgabe in seiner aktuellen Ausstattung nicht erfüllen kann.
Dies unterstreicht die Bedeutung unserer Online-Petition "Kompetenzzentrum statt Tierversuche". Wir bitten Sie um Unterzeichnung und weitere Verbreitung:
http://www.tierrechte.de/petition-kompetenzzentrum-statt-tierversuche

Zur Anhörung war als Sachverständiger für den Tierschutz der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes Thomas Schröder geladen. Die gesamte Anhörung (15-18 Uhr) kann nachgesehen werden auf der Bundestag-Website unter:
www.bundestag.de/Mediathek

Dokumente und Stellungnahmen sind hier zu lesen: www.bundestag.de

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Rheinland-Pfalz veranstaltete Tierschutz-Fachtagung

10 Jahre Tierschutz im Grundgesetz und die Novellierung des Tierschutzgesetzes nahm Rheinland-Pfalz zum Anlass für eine Fachtagung in Berlin am 12. Oktober. Ministerin Ulrike Höfken diskutierte mit Experten aus Politik und Verbänden die aktuelle Novelle des Tierschutzgesetzes. Den Bundesländern und insbesondere Rheinland-Pfalz gehen die geplanten Änderungen der Bundesregierung nicht weit genug. Für den Bundesverband saß Dr. Christiane Baumgartl-Simons auf dem Podium. Sie konnte insbesondere verdeutlichen, was bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie nicht hinnehmbar ist:
Die EU-Richtlinie verlangt für alle Tierversuche eine Genehmigungspflicht, die Regierung klammert aber etliche Tierversuche davon aus und erweitert außerdem die Liste der Versuchszwecke. Der Regierungsentwurf verstößt gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie und unterschreitet unser Tierschutzrecht. Unerlässlich ist zudem die Schaffung eines „Kompetenzzentrums“ als zentrale Wissenseinrichtung als Voraussetzung für die Erfüllung der umfangreichen Aufgaben, die Art. 47 der EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU festlegen.
Zum Publikum gehörten über 60 Teilnehmer aus Landes- und Bundespolitik, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie aus verschiedenen Interessenverbänden, einschließlich des Deutschen Bauernverbandes.
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Tierversuchsfrei: DFG erwägt Einrichtung von Professuren

Schon immer kritisierte der Bundesverband, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als größter Geldgeber für wissenschaftliche Projekte bisher tierversuchsfreie Methoden nicht gefördert hat. Jetzt hat die DFG dieses Defizit eingeräumt. Nach Angaben des Vorsitzenden der DFG-Senatskommission, Prof. Gerhard Heldmaier, wird derzeit überlegt, durch die Einrichtung von Stiftungsprofessuren diesem Mangel zu begegnen. Der Bundesverband kontaktierte die DFG, begrüßte die Stiftungsprofessuren für tierversuchsfreie Verfahren und unterstrich die Notwendigkeit, zusätzlich einen eigenen Forschungsetat für tierversuchsfreie  Forschung auszuweisen. Dieser sei insbesondere auch im Hinblick auf die Bestimmungen der neuen EU-Tierversuchsrichtlinie unverzichtbar.
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Hörtipp: Bundesverband im WDR-Funkhausgespräch

Am 25. Oktober ist der Bundesverband ab 20:05 Uhr zu Gast bei den renommierten WDR-Funkhausgesprächen in Köln. Unter dem Motto „Dürfen Mäuse für Menschen sterben?“ wird unsere stellvertretende Vorsitzende Dr. Christiane Baumgartl-Simons die Tierschutzseite vertreten.

Mehr Infos zu Sendung unter:
www.wdr5.de
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Baden-Württemberg vergibt Tierschutzforschungspreis

Der diesjährige Tierschutzforschungspreis Baden-Württemberg geht an ein Forscherteam der Unikliniken Freiburg und Mannheim.  Die vier Wissenschaftler Dr. Lisa Dietz, Dr. Philipp Esser, unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Martin und PD Dr. Hermann-Josef Thierse, haben ein tierversuchsfreies Testsystem entwickelt, mit dem Chemikalien darauf getestet werden können, ob sie sogenannte Kontaktallergien auslösen. Bisher wurde zur Testung von Kontaktallergenen standardmäßig der sogenannte „Lokale Lymphknoten Test“  mit Mäusen eingesetzt. Mit der ausgezeichneten Arbeit steht jetzt eine Methode zur Verfügung, die den Test von Substanzen mit Hilfe menschlicher T-Zellen im Reagenzglas ermöglicht – ohne Verwendung von Tieren.

Weitere Infos unter:
www.invitrojobs.com

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Barsbüttel: Tierversuchszentrum wird geschlossen

Im kommenden März wird das "Institut für Pharmakologie und Präklinische Arzneimittelsicherheit" in Barsbüttel im Kreis Stormarn geschlossen. In der Tierversuchsanstalt wurden noch bis Anfang September 2012 Arzneimittel an Ratten, Mäusen, Hunden und Mini-Schweinen getestet. Der japanische Pharmakonzern Takeda schließt das Tierversuchszentrum aus wirtschaftlichen Gründen. Zahlreiche Bürgerproteste (durch Anwohner und den organisierten Tierschutz) richteten sich gegen dieses Labor.

Mehr Infos unter: www.ln-online.de
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40 Tauben brauchen Zuhause

40 Tauben aus Gärtringen (Raum Stuttgart) suchen nach dem Tod des Halters ein Zuhause. Die Erben wollen die Tiere noch eine kurze Zeit versorgen, sie aber dann „abschaffen“. Örtlichen Taubenzüchtern wurden die Tiere angeboten, bislang zeigte keiner Interesse. Jetzt werden dringend Menschen gesucht, die Tauben aufnehmen können und ihnen ein artgemäßes, schönes Leben ermöglichen wollen. Wer hier helfen kann, wende sich bitte an Dagmar Oest von den Menschen für Tierrechte Baden Württemberg: Tel.07441-81292 oder 07441-951030, mobil 0170-5891713.

Unterstützung kann auch der Gnadenhof für Stadttauben in Frankfurt/Oberrad gebrauchen. Darauf machte jetzt auch die Frankfurter Rundschau aufmerksam: www.fr-online.de
Mehr zu diesem herausragenden Engagement für Stadttauben:  www.stadttaubenprojekt.de
Infos des Bundesverbandes zu tierschutzgerechtem Stadttaubenmanagement: www.stadttauben.de

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Fleischkonsum: Kirche fordert Verzicht

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober rief der für das katholische Hilfswerk Misereor zuständige Bischof Werner Thissen dazu auf, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken und bewusst weniger Fleisch zu essen. Die Massenproduktion von billigem Fleisch habe dramatische Auswirkungen für Menschen in Südamerika. In Paraguay z. B. bauen riesige Agrarfirmen auf mittlerweile 73 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Exportsoja an und verdrängen die Kleinbauern von ihrem Land. Der Hamburger Bischof fordere zudem die Politik auf, eine Abkehr von der industriellen Massentierhaltung einzuleiten.

Weitere Infos unter:
www.berliner-zeitung.de
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Überfischung: Warnung vor dem Kollaps

Die massive Überfischung der Meere bedroht die Existenz vieler Fischarten. Das UNO-Umweltprogramm UNEP  und der WWF (World Wide Fund For Nature) warnen, dass ohne eine fundamentale Neuordnung der weltweiten Fischerei und deren Umstellung auf nachhaltige Grundlagen der totale Kollaps der Bestände drohe.

Weitere Infos unter:
www.welt.de
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In eigener Sache: Feiern und helfen

Als gemeinnütziger Verein ist der Bundesverband zur Finanzierung seiner Projekte auf Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Bedingt durch die Finanzkrise leiden wir momentan sehr unter zurückgehenden Einnahmen. Neben der klassischen Spende können Sie unsere Arbeit auch mit einer Anlassspende unterstützen. Anlässe für solche Spendenaktionen können neben dem Geburtstag auch die Silberhochzeit, das Firmenjubiläum, die Taufe oder die Verlobung sein. Wenn Sie zum Beispiel Ihren Geburtstag unter das Motto "Spende statt Geschenke" stellen und Ihre Gäste um eine Spende zugunsten des Bundesverbandes bitten, können Sie sogar doppelt Gutes tun. Zum einen fördern Sie unsere Arbeit für die Rechte der Tiere, zum anderen können Sie so auf drängende Tierrechts- und Tierschutzthemen aufmerksam machen.

Weitere Infos unter: www.tierrechte.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Aktion gegen Affentransporte bei Air France
Jedes Jahr werden Tausende von Affen für ihren oft tödlichen Einsatz in Tierversuchlaboren rund um die Welt geflogen. Der europäische Dachverband ECEAE, bei dem der Bundesverband Mitglied ist, fordert die Fluglinie auf, die grausamen Transporte zu beenden. Unterzeichnen unter: www.eceae.org

Unterschriftenaktion gegen die geplante Putenmastanlage in Dürscheven
Unterzeichnen unter: www.noah.de

Online-Petition für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt
unter: www.tierrechte.de

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 20. Oktober 2012: Welthungerdemo in Nürnberg
Sonntag, 21. Oktober 2012: VeganBrunch in Solingen
Samstag 3. November 2012: Demo gegen Welpenverkauf in Duisburg
Samstag 3. November 2012: Grüne Politik für die Tierhaltung von morgen in Münster
Samstag, 10. November 2012: Demo "Wir haben es satt!" in Hannover
Samstag, 17. November 2012: "Trauerzug für Tiere" in Stuttgart
Samstag, 26. November: "Veganfach" in Berlin

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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