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Newsletter Tierrechte Nr. 21/11 vom 09.12.2011

09.12.2011

Inhalt

  • Pressemitteilung: Neues Spendertier-Programm rettet Tierleben
  • NRW: 25.000 Unterschriften für die Tierschutz-Verbandsklage übergeben
  • Pressemitteilung: Baden-Württembergischer Tierschutz-Forschungspreis geht an zwei Forschergruppen
  • Tierverbrauch im Studium: Uni Mainz erweitert Alternativprogramm
  • Aigner: Mehr Tierschutz ab 2012
  • Weihnachtsaktion: Mitglied werden und dafür beschenkt werden
  • Schächten: Erstes Strafverfahren endet mit Geldstrafen
  • Zirkus ohne Wildtiere: Brief und Aktion
  • Interview: Geflügelmast und deren Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt
  • Aigner will Exportsubventionen für Agrarprodukte abschaffen
  • Demo-Aufruf: Wir haben es satt
  • Termine

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 08.12.2011

Neues Spendertier-Programm rettet Tierleben - Bundesverband ruft zum Mitwirken auf

Ein verstorbenes Haustier kann Leben retten – wenn der Besitzer es nach seinem Tod für das Studium angehender Biologen und Tierärzte zur Verfügung stellt. Hierfür hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte jetzt einen Leitfaden erstellt. Bislang werden meist gesunde Tiere, wie Hunde, Katzen und Nagetiere, extra getötet, um deren Anatomie sowie chirurgische Techniken zu lernen. Das will der Bundesverband beenden und ruft zur Umsetzung eines Spendertier-Programmes auf. In den USA, Niederlanden und Australien haben sich solche Programme, die mit der menschlichen Körperspende vergleichbar sind, bewährt.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung: www.tierrechte.de
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NRW: 25.000 Unterschriften für die Tierschutz-Verbandsklage übergeben

Anlässlich der Anhörung zur Tierschutz-Verbandsklage am 30. November im Düsseldorfer Landtag haben der Bundesverband zusammen mit seinem Siegener Mitgliedsverein Die Tierfreunde über 25.000 Unterschriften für die Tierschutz-Verbandsklage übergeben. Damit wollen die Vereine demonstrieren, dass die Bürger das Klagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen unbedingt befürworten. Die Unterzeichner wenden sich auch gegen die unzutreffenden Behauptungen der Gegner aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Behörden, die derzeit massiv gegen das Klagerecht mobil machen.

An dieser Stelle vielen Dank an die vielen Unterzeichner!

Zu der Expertendiskussion im Umwelt-, Innovations- und Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags war auch der Bundesverband als Sachverständiger geladen und konnte Position beziehen. 19 Verbände und Einzelpersonen hatten im Vorfeld ihre Stellungnahmen zum Gesetzentwurf der Landesregierung abgegeben. SPD und Grüne äußerten sich nach der Anhörung in Pressemitteilungen positiv.

Alle Stellungnahmen unter: www.landtag.nrw.de

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 30.11.2011 unter: www.tierrechte.de

Pressemitteilung der SPD "Klagerecht für Tierschutzverbände sorgt für mehr Tierschutz" unter: www.spd-fraktion.landtag.nrw.de

Pressemitteilung der Günen "Mehr Tierschutz in NRW dringend notwendig" unter: www.gruene.landtag.nrw.de

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 29.11.2011

Baden-Württembergischer Tierschutz-Forschungspreis geht an zwei Forschergruppen

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte und sein Landesverband Baden-Württemberg begrüßen die heutige Vergabe des mit 25.000 Euro dotierten Forschungspreises "Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch" des Landes Baden-Württemberg. Die Auslobung eines derartigen Preises ist eine zentrale Forderung der Verbände an Bund und Länder, um Alternativen zum Tierversuch besser zu fördern. Außer der Bundesregierung vergeben bisher nur Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Berlin entsprechende Preise.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung: www.tierrechte.de

Lesen Sie dazu auch ein Interview mit Prof. Dr. med. Ulrich Lauer, einem der Preisträger, unter: www.invitrojobs.de

Nächste Woche wird der nächste InVitroJobs-Newsletter verschickt. Er informiert über Neuigkeiten aus der tierversuchsfreien Forschung. Anmeldung (oben rechts) unter: www.invitrojobs.de

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Tierverbrauch im Studium: Uni Mainz erweitert Alternativprogramm

Nachdem der Fachbereich Biologie der Universität Mainz im November bekannt gab, ab dem nächsten Semester ein Alternativprogramm zum Sezieren anzubieten, schließt sich nun auch der Fachbereich Physiologie an und bietet ab dem Sommersemester 2012 ebenfalls ein Alternativprogramm an. Für den Bundesverband ist dies beispielhaft und ein sichtbarer Erfolg des konstruktiven Austausches zwischen Studentenvertretern, Bundesverband und der Universität. Vertreter des Bundesverbandes sprachen Anfang November mit dem Vizepräsidenten für Forschung der Uni Prof. Ulrich Förstermann.

Mehr Infos unter:
www.satis-tierrechte.de
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Aigner: Mehr Tierschutz ab 2012

Die schon im Februar von Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) angekündigten Verschärfungen des Tierschutzrechts stehen offenbar kurz bevor. Nach Angaben der Main Post liegt ein Gesetzentwurf vor, der u.a. vorsieht, die betäubungslose Kastration von Ferkeln sowie nicht-heilende Eingriffe wie das Schwänzekupieren und Schnabelkürzen zu beenden. Durch die Novellierung des Tierschutzgesetzes soll auch der Schutz von Tieren, die in Tierversuchen verwendet werden, verschärft werden. Die Nutzung von Menschenaffen sowie Versuche, die länger anhaltende, starke Schmerzen verursachen, sollen verboten werden. Außerdem soll der Schenkelbrand beim Pferd entfallen und das "Qualzuchtverbot" neu formuliert werden. Züchtern sollen per Verordnung "Tierwohlindikatoren" vorgegeben werden.  Zudem ist ein Ausstellungsverbot für Tiere mit Qualzuchtmerkmalen geplant. Ob das längst überfällige Verbot von Wildtieren im Zirkus kommt,  wird noch geprüft. Details und Ausnahmen sind noch unklar. Der Bundesrat hatte kürzlich seine Forderungen nach einem höheren Tierschutzniveau bekräftigt und die Regierung an Beschlüsse erinnert, die immer noch nicht umgesetzt wurden wie der Gesetzesantrag zum betäubungslosen Schlachten von warmblütigen Wirbeltieren (schächten. s.u.).

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Weihnachtsaktion: Mitglied werden und dafür beschenkt werden

Als gemeinnütziger Verein sind wir zur Finanzierung unserer Arbeit auf Spenden und Fördermitgliedschaften angewiesen. Um Ihnen die Entscheidung für eine Mitgliedschaft ein bisschen leichter zu machen, haben wir uns diese "Weihnachtsaktion" überlegt:  Wenn Sie bis zum 31.12.2011 Mitglied werden, dann bekommen Sie als Dankeschön von uns ein attraktives veganes Kochbuch mit vielen leckeren, gesunden und tierfreundlichen Rezepten.
Die Fördermitgliedschaft kann ab 36,- Euro einfach und sicher online angemeldet werden. Fördermitglieder bekommen automatisch 4-mal pro Jahr unser Magazin "tierrechte". Förderbeiträge und Spenden sind natürlich steuerlich abzugsfähig.

Wenn Sie uns durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen möchten, können Sie sich hier einfach online anmelden unter www.tierrechte.de und unter "Nachrichten & Wünsche" das Stichwort "Weihnachtsaktion" angeben (sichere SSL-Verschlüsselung).

Ohne Ihre Unterstützung wäre unser Engagement für die Tiere nicht möglich. Dafür danken wir Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich und wünschen eine schöne Vorweihnachtszeit.
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Schächten: Erstes Strafverfahren endet mit Geldstrafen

Im Jahr 2008 filmte ein Team von die Tierfreunde e.V., wie in dem Schlachtbetrieb "Este Fleisch" im Landkreis Stade Schafe ohne die erforderliche Ausnahmegenehmigung ohne Betäubung geschächtet wurden. Die Aufnahmen zeigen den qualvollen Todeskampf der Tiere während des Ausblutens. Die Szenen waren unter anderem in der ARD-Sendung „Report Mainz“ zu sehen und dienten nun als Beweismittel im ersten Strafverfahren zum Schächten vor dem Amtsgericht Buxtehude. Nachdem die Betreiber des Schlachtbetriebs sich bereit erklärt hatten Geldstrafen zu zahlen, wird das Verfahren eingestellt. Dennoch kommt dem Strafverfahren eine besondere Bedeutung zu, denn es sei das erste dieser Art und es stelle klar, dass Schächten in Deutschland verboten ist, so der Jurist Hans-Georg Kluge, stellvertretender Vorsitzenden der Erna-Graff-Stiftung, der im Auftrag zweier Tierschützerinnen aus Stade Anzeige erstattet hatte.

Mehr Infos unter:
www.erna-graff-stiftung.de und unter: www.die-tierfreunde.de

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Zirkus ohne Wildtiere: Brief und Aktion

Am 25. November hat der Bundesrat die Bundesregierung zum zweiten Mal aufgefordert, die Haltung bestimmter Wildtiere im Zirkus zu verbieten. Glücklicherweise bewahrheitete sich unsere Befürchtung, Sachsen-Anhalt  könnte den Beschluss in letzter Minute verschleppen, nicht. Nun ist die Bundesregierung aufgefordert, endlich eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. Wie oben bereits erwähnt, hat sich die Regierung zu einem Verbot nocht nicht geäußert. Gemeinsam mit anderen Verbänden forderte der Bundesverband diese Woche in einem offenen Brief an Aigner, das Verbot umgehend  für alle Wildtiere umzusetzen.

Den Brief können Sie hier als PDF lesen:
www.tierrechte.de

Hier können Sie den Bundesratsbeschluss und andere Dokumente als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de

Machen Sie auch mit bei der Online-Aktion der Berliner Initiative für ein Wildtierverbot in Zirkussen unter: www.zirkus-in-berlin.de
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Interview: Geflügelmast und deren Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt

Nachdem wir im letzten Newsletter über die alarmierende Antibiotikastudie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz zum Antibiotika-Einsatz in der Hühnermast berichteten, weisen wir heute auf das Interview mit dem ehemaligen Veterinäramtsleiter Dr. Hermann Focke hin. Der Autor des Buches "Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung (…) " beschreibt in dem Interview, was die Turbomast für die Hühner bedeutet und warum die Tiere das Skelett eines Babys und mit dem Gewicht eines Sumo-Ringers haben. Außerdem geht er darauf ein, warum die sogenannten Masthybriden Qualzuchten sind, wie Antibiotika in der Mast eingesetzt wird, wie Massentierhaltung und die Entwicklung von multiresistenten Bakterienstämmen (MRSA) zusammenhängen und warum der subventionierte Export von Hähnchenfleisch in Länder der Dritten Welt so schädlich ist.

Lesen Sie das gesamte Interview unter:
www.tierrechte.de
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Aigner will Exportsubventionen für Agrarprodukte abschaffen

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins der Spiegel ändert die Bundesregierung beim Thema Agrarsubventionen ihren Kurs. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner will sich auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass die EU  ihre Subventionen für Agrarexporte komplett abschafft. Bisher hatte die Bundesregierung die Position vertreten, dass die Ausfuhr von Agrarprodukten aus der EU, beispielsweise nach Asien und Afrika, finanziell gefördert werden müsste. Subventionen für die Landwirtschaft sind der größte Ausgabenposten im EU-Haushalt und betreffen auch die Ausfuhr von Fleisch und anderen tierischen Produkten. Im Jahr 2011 gab die EU für Agrarexporte 164 Millionen Euro aus. Die Exportsubventionen schaden u.a. den lokalen Märkten in ärmeren Ländern.

Mehr Infos unter:
www.spiegel.de

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Demo-Aufruf: Wir haben es satt

Nach dem Erfolg der letzten Demo im Januar 2011, an der auch der Bundesverband teilnahm, wird auch am 21. Januar 2012 wieder eine Demo unter dem Motto "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin stattfinden. Am selben Tag lädt die Bundesregierung im Rahmen der Grünen Woche in Berlin zum Internationalen Agrarministergipfel ein. Die Forderungen des Bündnisses sind u.a. Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien zu binden und  Spekulationen mit Lebensmitteln und Exportsubventionen zu beenden.

Mehr Informationen sowie der Demo-Aufruf zum Unterzeichnen unter:
www.wir-haben-es-satt.de
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Termine
Samstag, 17. Dezember: Demo gegen Tierversuchslabor in Frankfurt
Sonntag, 18. Dezember 2011: Veganer Brunch in Dortmund
Montag, 19. Dezember: Vegan-Stammtisch in Aachen
Sonntag, 18. Dezember 2011: Veganer Brunch in Dortmund
Samstag 21. Januar: Demo: "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" in Berlin

Infos zu allen Dezember-Terminen unter: www.tierrechte.de
Infos zu allen Januar-Terminen unter: www.tierrechte.de

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