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Newsletter Tierrechte Nr. 19/12 vom 21.09.2012

21.09.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: NRW-Landtag berät über Tierschutz-Verbandsklage
  • Pressemitteilung: Hessischer Tierschutz-Forschungspreis
  • Tierversuchfrei: Linz-Kongress für Alternativen
  • Zum Nachsehen: Tierschutz im Grundgesetz und 30 Jahre Bundesverband
  • Antibiotika: "Horror-Zahlen" stellen Haltungssysteme grundsätzlich in Frage
  • Bundesregierung will Fleischexporte steigern
  • Tierschutzplan: Lindemanns Pläne stoßen auf Kritik
  • Bleiben meist ungestraft: Tierschutz-Verstöße auf Schlachthöfen
  • Kälberhaltung: Paderborn verliert Pilotverfahren
  • DVD-Verlosung: Earthlings
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Herbstrezepte: Kürbis, Pilze und Zwiebelkuchen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 13.09.2012

NRW-Landtag berät über Tierschutz-Verbandsklage

Das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen berät ab heute im Landtag über die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte lobt den Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung und ist zuversichtlich, dass er noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Anerkannte Tierschutzorganisationen hätten dann die Möglichkeit, die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften (z. B. Tierschutzgesetz) von Verwaltungsgerichten überprüfen zu lassen. Damit würde ein gravierender Mangel beseitigt, denn bisher können nur Tiernutzer gegen Tierschutzauflagen klagen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de
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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 11.09.2012

Hessischer Tierschutz-Forschungspreis: drei Forschergruppen geehrt

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die heutige Vergabe des Hessischen Tierschutz-Forschungspreises. Die Auslobung eines solchen Preises erfüllt eine Forderung des Verbandes an Bund und Länder, tierversuchsfreien Verfahren gesellschaftspolitische Aufmerksamkeit zu verleihen. Außer der Bundesregierung vergeben bisher nur Baden-Württemberg, Berlin, Rheinland-Pfalz und Hessen entsprechende Preise. Wenige ähnliche Preise werden sonst nur durch private Sponsoren vergeben.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Exklusive Interviews mit den Preisträgern führte unsere InVitroJobs-Projektleiterin, Sie lesen diese unter: www.invitrojobs.com
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Tierversuchfrei: Linz-Kongress für Alternativen

Im September fand der mittlerweile 17. Kongress für Alternativen zu Tierexperimenten an der Johannes-Kepler-Universität in Linz statt.  Ausgerichtet wird die Tagung von der EUSAAT (European Society for Alternatives to Animal Testing). Dr. Christiane Hohensee nahm als Vertreterin des Bundesverbandes und Leiterin des Projektes InVitroJobs teil und informierte mit einem Poster über die gegenwärtigen Entwicklungen der beiden Projekte InVitroJobs und SATIS.

Einer der Schwerpunkte thematisierte neue Methoden aus dem Bereich der Toxikologie, insbesondere in der Kosmetik. Insgesamt stellten Wissenschaftler aus 15 verschiedenen Ländern ihre aktuellen Ergebnisse vor. Ein Highlight war z. B. der Bericht über die Fortschritte beim Validierungsprozess einer Testkombination aus drei Tests im Bereich der Hautsensibilisierung.

Dies ist von großer Bedeutung, denn die Entscheidung der Europäische Kommission über die Aufrechterhaltung des Verkaufsverbots von an Tieren getesteter Kosmetik rückt näher und es besteht die Gefahr, dass es Ausnahmen für das endgültige Verkaufsverbot für an Tieren getesteter Kosmetik in Europa gegen soll.

Mehr Infos zum Linz-Kongress unter:
www.invitrojobs.de

Wir bitten Sie deswegen, die internationale Kampagne gegen eine Verzögerung des Tierversuchsverbots für Kosmetik zu unterzeichnen. Am 18.10.2012 wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern bei der European Coalition To End Animal Experiments (ECEAE) die europaweit gesammelten Unterschriften dem EU-Parlament in Brüssel übergeben. Die Kampagne läuft aber auch danach weiter und benötigt weitere Unterzeichner. Unterzeichnet werden kann unter:
www.nocruelcosmetics.org

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Zum Nachsehen: Tierschutz im Grundgesetz und 30 Jahre Bundesverband

Über eine fehlende Präsenz in den Medien konnte sich der Bundesverband in den letzten Tagen nicht beschweren. Zum einen berichtete die SWR-TV-Sendung "Im Grünen" über 10 Jahre Tierschutz im Grundgesetz  und 30 Jahre Bundesverband Menschen für Tierrechte. Zum anderen wurde Dr. Christiane Baumgartl-Simons vom WDR (TV "Lokalzeit Aachen" und Radio) anlässlich der Tagung der Gesellschaft für Versuchstierkunde (GV-SOLAS) befragt.

Hier können Sie den Beitrag im SWR vom 11.9. online ansehen (ab Minute 7:44):
swrmediathek.de
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Antibiotika: "Horror-Zahlen" stellen Haltungssysteme grundsätzlich in Frage

Selbst Landwirtschaftsministerin Aigner war überrascht, als das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)  am 11. September erstmals belastbare Zahlen zur Höhe der in Deutschland eingesetzten Menge an Antibiotika in der Tierhaltung bekanntgaben. Rund 1.734 Tonnen Antibiotika waren 2011 an Tierärzte in Deutschland abgegeben worden. Diese Zahl lag weit über der bisherigen Schätzung von etwa 1.000 Tonnen. Der grüne NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel kritisierte das Ausmaß Vergabemenge und sprach von "Horror-Zahlen", die man nicht erwartet hätte.

Vor diesem Hintergrund beschloss das Bundeskabinett am vergangenen Mittwoch Änderungen am Arzneimittelgesetz, um den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast zu verringern. Zentral ist die Einrichtung einer Datenbank zur Überwachung der Vergabe von Antibiotika, von der man sich mehr Transparenz erhofft.

Doch die Gesetzesnovelle wird bereits jetzt als "Mogelpackung" kritisiert. Hauptkritikpunkt an der Novelle ist, dass keine konkrete Mengenreduzierung für Antibiotika vorgeschrieben werden soll. Nur die Mäster, deren Vergabe wiederholt weit über den Durchschnittsmengen liegen, müssten Maßnahmen ergreifen. Zudem wird moniert, dass die Länder zunächst über ein Jahr lang den Antibiotika-Einsatz lediglich erfassen sollen, um dann zu sehen, ob dieser zu hoch war. Mit einer konkreten Reduzierung könnte erst 2014 begonnen werden.

Die Grünen forderten neben einer lückenlosen Dokumentation für alle betroffenen Tiere und Sanktionsmöglichkeiten eine echte An­ti­bio­ti­ka-Re­duk­ti­ons­stra­te­gie und einen konkreten Fahrplan, wie Antibiotika grundsätzlich aus den Ställen verbannt werden könne. Damit wird das System der Intensivtierhaltung  grundsätzlich in Frage gestellt. Denn ohne einen ra­di­ka­len Umbau der Tier­hal­tungs­sys­te­me wird eine Reduktion nicht möglich sein.

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung steht massiv in der Kritik, weil er die Entwicklung resistenter Erreger fördert. Nach Angaben des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kommen in der Intensivtierhaltung über 40 Mal mehr Antibiotika zum Einsatz als in deutschen Krankenhäusern. Wegen antibiotikaresistenter Keime würden pro Jahr in Deutschland etwa 15.000 Menschen sterben.
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Bundesregierung will Fleischexport steigern

Deutschlands Fleischexport steigt. Eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zeigt, dass der Netto-Export von Schweinefleisch im ersten Halbjahr 2012 um 120.600 Tonnen zunahm. Betrugen die Exporte 2001 noch 1,5 Millionen Tonnen, hat sich die Ausfuhr von Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch mittlerweile mehr als verdoppelt. Die Zielregion ist vor allem Asien.

Vor dem Hintergrund, dass es das erklärte Ziel der Bundesregierung ist, Deutschland  zu einem wichtigen Lieferanten für den Weltmarkt zu machen, verwundern diese Zahlen nicht. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert die Bundesregierung die Intensivtierhaltung mit mehr als 80 Millionen Euro jährlich. Dies erklärt, warum eine wirkungsvolle Novellierung des Bundesbaugesetzes zur Reglementierung neuer Mastanlagen ebenso ausbleibt wie eine effektive Verschärfung der Tierhaltungsverordnungen und der Antibiotikavergabe.

Mehr Infos unter:
blog.zeit.de
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Tierschutzplan: Lindemanns Pläne stoßen auf Kritik

Noch keine fünf Wochen im Amt legte Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann im Frühjahr 2011 einen Tierschutzplan vor. Der 38-Punkte umfassende Plan sieht Maßnahmen für zwölf Tiergruppen vor, die nach und nach geprüft und bis 2018 umgesetzt werden sollen. Beispielsweise soll das Kupieren von Ferkel-Schwänzen bis 2016 aufhören und Kastrationen ohne Betäubung ab 2015. Das gilt auch für das Schnabelkürzen von Legehennen und Puten, für die  betäubungslose Hornamputation bei Kälbern und für die Tötung männlicher Eintagsküken in der Legehennenzucht, für die bis 2013 eine Lösung gefunden werden soll.

Derzeit laufende Untersuchungen und Praxistests sollen helfen, die Probleme in der Intensivtierhaltung zu lösen. Lindemanns war der erste, der die schmerzhaften Maßnahmen auflistete und ihr Ende mit einem Datum fixierte. Er ist der Meinung, dass die Verbraucher keine Bilder von leidenden Tieren mehr sehen wollen und die Landwirte die Praktiken verändern müßten, um den Rückhalt in der Bevölkerung nicht zu verlieren. Mit seinen Plänen macht sich der CDU-Politiker nicht nur Freunde. Viele Bauern empören sich über Lindemann.

Weitere Infos unter:
www.sueddeutsche.de
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Bleiben meist ungestraft: Tierschutz-Verstöße auf Schlachthöfen

Nach einer Umfrage des Radiosenders NDR Info gehen niedersächsische Veterinärbehörden gegen Tierschutz-Verstöße in Schlachtbetrieben nur in Ausnahmefällen mit Geldbußen oder vorübergehenden Betriebsstilllegungen vor. Typische Verstöße sind falsch angesetzte Betäubungsgeräte oder fehlerhafte Entblutungsschnitte. Statt die Verstöße mit empfindlichen Strafen zu belegen, würden die Betreiber oft lediglich belehrt. Eine Anfrage der Landtagsfraktion der Grünen ergab kürzlich, dass die Behörden im Jahr 2011 in der Rinderschlachtung 70 und in der Schweineschlachtung 50 Rechtsverstöße geahndet hätten. Experten gehen davon aus, dass es deutlich mehr Verstöße gibt als von den Behörden festgestellt werden. Die Erstellung von Statistiken, wie von Tierschutzvertretern gefordert, lehnt die Landesregierung mit Hinweis auf den bürokratischem Aufwand ab. Grüne und Tierschützer fordern darüberhinaus intensivere und häufigere Kontrollen sowie eine bessere Qualifikation des Schlachthof-Personals und der Amtsveterinäre.

Weitere Infos unter:
www.ndr.de

Unterschreiben Sie dazu auch die Online-Petition für die Einführung einer Videoüberwachung in Schlachthöfen unter: www.avaaz.org
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Kälberhaltung: Paderborn verliert Pilotverfahren

Wir berichteten bereits in einem der letzten Newsletter von dem Gerichtsverfahren des Kreises Paderborn gegen einen Kälbermäster. Das Veterinäramt des Kreises ordnete Ende 2010 an, dass er den Kälbern eine bequeme, verformbare Liegefläche zur Verfügung stellen müsse. Zudem müsse er gewährleisten, dass sich die Tiere auf dem Spaltenboden nicht verletzten könnten. In dem Musterprozess wollte der Kreisoberveterinär Ralf Lang klären lassen, ob die weit verbreitete Haltung von Kälbern auf Spaltenböden mit den Tierschutz-Vorschriften auf EU- und auf Bundesebene vereinbar ist. Leider ohne Erfolg: Das Verwaltungsgerichts Minden argumentierte, dass der im Betrieb des Klägers verwendete Bongossi-Spaltenboden den rechtlichen Anforderungen unter Berücksichtigung des derzeitigen Standes der Technik noch entspreche. Das Gericht sah keinen Anlass, ein weiteres Gutachten einzuholen.

Weitere Infos unter:
www.lz.de
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DVD-Verlosung: Earthlings

Mit der Dokumentation "Earthlings" (Erdlinge) hat der Regisseur Shaun Monson den vermutlich eindringlichsten und wichtigsten Tierrechtsfilm geschaffen. Kein anderer Film beschreibt so umfassend das Verhältnis zwischen Natur, Tieren und menschlichen Wirtschaftsinteressen.

Wir verlosen eine DVD dieses besonderen Films. Wer mitmachen will, schickt uns bis zum 29.9.2012 einfach eine Email mit dem Betreff "Earthlings" an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .'; document.write( '' ); document.write( addy_text22023 ); document.write( '<\/a>' ); //--> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Auf unserer Webseite können Sie sich den Film in voller Länge mit deutschen Untertiteln anschauen unter:
www.tierrechte.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste unter:
www.nocruelcosmetics.org

Aktion gegen Affentransporte bei Air France
Jedes Jahr werden Tausende von Affen für ihren oft tödlichen Einsatz in Tierversuchlaboren rund um die Welt geflogen. Der europäische Dachverband ECEAE, bei dem der Bundesverband Mitglied ist, fordert die Fluglinie auf, die grausamen Transporte zu beenden. Unterzeichnen unter: www.eceae.org

Online-Petition für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt
unter: www.tierrechte.de

Unterschriftenaktion gegen versteckte Tierprodukte in Lebensmitteln
Foodwatch fordert eine lückenlose Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte. Unterzeichnen unter: www.foodwatch.de
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Herbstrezepte: Kürbis, Pilze und Zwiebelkuchen

Zu den schönen Seiten des Herbst gehören auch die zur Jahreszeit passenden Spezialitäten. Wie wäre es zum Beispiel mit buntem Curry-Kürbisgemüse, Kartoffel-Pfifferling-Suppe mit Räuchertofu oder mit einem deftigem Zwiebelkuchen? Zum Nachtisch hätten wir noch einen Pflaumen-Nusskuchen im Angebot.

Auf der veganen Webseite des Bundesverbandes finden Sie viele weitere leckere und ungewöhnliche Rezepte. Schauen Sie einfach mal rein unter: www.culinaria-vegan.de

Die Rezeptesammlung lebt davon, dass immer wieder neue individuelle Rezepte dazukommen. Deshalb freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre eigenen bewährten Rezepte und Tipps an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zuschicken. So kann man mit seinem Lieblingsrezept auch anderen Freude machen. Vielen Dank!

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 22. September 2012: Anti-Jagd-Demo in Düsseldorf
Samstag, 22. September 2012: Welttag gegen Tierquälerei in Düsseldorf, München, Hannover u.a.
Samstag, 22. September 2012: Aktion gegen Sodomie/Zoophilie in Stuttgart
Mittwoch, 26. September 2012: Lange Nacht der nachhaltigen Ernährung in Berlin
Samstag, 29. September 2012: Wiesn Meat Out-Demo in München
Samstag, 29. September 2012: Franken Pelzfrei in Nürnberg
Samstag, 29. September 2012: Veranstaltung zur Grünen Agrarwende in Hannover
Mittwoch, 03. Oktober 2012: Feier zur Untersagung der Zwangsbejagung bei Köln
Sonntag, 07. Oktober 2012: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Montag, 15. Oktober 2012: Veganer Stammtisch in Aachen
Samstag, 20. Oktober 2012: Welthungerdemo in Nürnberg
Sonntag, 21. Oktober 2012: VeganBrunch in Solingen

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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