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Newsletter Tierrechte Nr. 19/11 vom 28.10.2011

28.10.2011

Inhalt

  • REACH: Bundesverband dringt auf mehr Tierschutz
  • SWR: Bundesverband nimmt Stellung zur Tierschutz-Verbandsklage
  • Spendenaktion: Bitte stimmen Sie für uns
  • Legebatterien: EU-Verbot kommt ohne Verspätung
  • Bundesrat entscheidet über Fundtiere
  • WWF-Studie: Fleisch frisst Land
  • Zum Nachsehen: MRSA – Gefahr aus dem Stall
  • Endspurt: Bitte gegen Langzeittiertransporte unterschreiben
  • Spektakulärer Prozess gegen Tierschützer
  • Ukraine: Massentötungen von Hunden vor der EM
  • TV-Tipp: Armes Pferd
  • Strongman: Deutschlands stärkster Mann isst vegetarisch
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine

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REACH: Bundesverband dringt auf mehr Tierschutz

Der Bundesverband hat gemeinsam mit seinen deutschen Partner-Verbänden die Präsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin angeschrieben und sie aufgefordert, sicherzustellen, dass Tierversuche im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH wirklich nur als letztes Mittel zum Einsatz kommen.

Nach REACH (Registration, Evaluation, Authoristation and Restriction of CHemicals – Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) müssen neue, aber auch seit Jahren auf dem Markt befindliche Chemikalien auf ihre Giftigkeit hin geprüft werden. Dies bedeutet, dass Tausende von Chemikalien in qualvollen Giftigkeitsprüfungen an Tieren getestet werden müssen. Seit Bekanntwerden der EU-Pläne im Jahr 2000 kämpft der Bundesverband für eine tierversuchsfreie Durchführung von REACH.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vertritt Deutschland bei den Treffen des sogenannten Member State Committee (MSC), das über die Ausgestaltung der Verordnung entscheidet. Weitere Forderungen waren: die konsequente Einsetzung von Alternativmethoden, um unnötige Tierversuche zu vermeiden, mehr Transparenz bei den Verhandlungen, die Verwendung der erweiterten Ein-Generationsstudie, der Verzicht auf den 90-Tage-Test für nicht toxische Substanzen sowie Strafmaßnahmen im Falle unnötiger Tierversuche.

Mehr zum Thema REACH unter:
www.tierrechte.de

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SWR: Bundesverband nimmt Stellung zur Tierschutz-Verbandsklage

Die Tierschutz-Verbandsklage gehört zu den zentralen Forderungen des Bundesverbandes. Aktuell steht die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf der Agenda. Die rot-grüne Landesregierung in Rheinland-Pfalz vereinbarte in ihrem Koalitionsvertrag, die Tierschutz-Verbandsklage einzuführen. Dazu konnte nun der Vorsitzende des Bundesverbandes, Dr. Kurt Simons, in einem Interview mit dem SWR Stellung nehmen.

Sie können die Sendung im Sendung "Im Grünen" nachsehen unter:
www.swr.de

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Spendenaktion: Bitte stimmen Sie für uns

Die ING-DiBa Bank führt zurzeit die Spendenaktion "DiBaDu und Dein Verein" durch, bei der sie je 1.000 Euro an die beliebtesten Vereine spendet. Das Ganze läuft über eine Abstimmung. Die 1.000 Vereine mit den meisten Stimmen erhalten am 15. November 2011 jeweils eine Spende von 1.000 Euro. Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Man kann seine 3 Stimmen auch nur einem Verein geben – wir freuen uns, wenn Sie uns mit allen 3 Stimmen unterstützen.

Bitte stimmen Sie für den Bundesverband unter:
verein.ing-diba.de
Vielen herzlichen Dank!

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Legebatterien: EU-Verbot kommt ohne Verspätung

EU-Gesundheits- und Verbraucherkommissar John Dalli richtete am 20. Oktober überraschend klare Worte an die EU-Agrarminister beim ihrem Treffen in Luxemburg zum Verbot der Legebatterien in der EU:"Die Kommission beabsichtigt nicht, die Frist für das Verbot zu verlängern, und sie wird bei Verstößen umgehend Vertragsverletzungsverfahren einleiten". Diese Drohung richtete sich an die 12 Staaten, die das Verbot von Batteriekäfigen für Legehennen zum 1. Januar 2012 nicht pünktlich umsetzen, obwohl sie für die Umstellung zwölf Jahre Zeit gehabt hätten. Die EU-Regeln sehen vor, dass die klassischen Batteriekäfige, die in Deutschland seit 2009 verboten sind, zum 1. Januar 2012 abgeschafft und durch andere Haltungssysteme ersetzt werden.
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Bundesrat entscheidet über Fundtiere

Am 14. Oktober hat der Bundesrat dem Entschließungsantrag der Thüringer Landesregierung zugestimmt, in der das Land bei der anstehenden Novellierung des Tierschutzgesetzes eine eindeutige gesetzliche Regelung für die Betreuung und Unterbringung entlaufener, ausgesetzter oder anderweitig herrenloser Tiere fordert. Bisher wird die Versorgung dieser Tiere durch in den einzelnen Bundesländern völlig uneinheitlich geregelt. Dies geht meistens zu Lasten der betroffenen Tiere und Tierheime. Durch die Neuregelung erhoffen sich die Tierheimbetreiber nicht nur klare und einheitliche Regelungen sondern auch Entlastung.

Sie können sich den Antrag als PDF herunterladen unter:
www.tierschutzwatch.de

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WWF-Studie: Fleisch frisst Land

"Fleisch frisst Land" lautet das Ergebnis einer kürzlich vorgestellten WWF-Studie. Eine Fläche so groß wie Österreich wird danach gebraucht, um den Jahresbedarf aller Deutschen an Fleisch zu decken. Weitere Folgen: Der Fleischkonsum heizt das Klima an und trägt zum Artensterben bei. Die Tierhaltung verbrauche für den Anbau von Futter mit Abstand den größten Teil der weltweiten Anbaufläche und verursache fast ein Fünftel der Treibhausgasemissionen. Der Soja-Anbau als Tierfutter bedrohe inzwischen einmalige Ökoregionen.

Der WWF hat dazu eine extra Webseite online gestellt, aus der auch die Studie heruntergeladen werden kann unter: fleischfrage.wwf.de
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MRSA – Gefahr aus dem Stall

Die Intensivtierhaltung ist nicht nur aus Tier- und Umweltschutzgründen abzulehnen. Auch der Gesundheitsschutz wird in diesem Zusammenhang zunehmend zum Thema. Eine ZDF-Reportage geht dem Thema des Methicillin resistenten Staphylococcus aureaus, kurz "MRSA" nach. Dies sind Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind. Zu den Brutstätten zählen Kliniken und die industrielle Tierhaltung mit ihrem hohen Antibiotika-Einsatz. Nach Expertenschätzungen landen zwei Drittel aller in Deutschland verabreichten Antibiotika in der Tierhaltung.

Hier können Sie den Beitrag ansehen:
www.zdf.de

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Endspurt: Bitte gegen Langzeittiertransporte unterschreiben

Wir unterstützen die Tierschutzorganisation Animals Angels bei ihrer Kampagne „8hours“ zur Beendigung langer Schlachttiertransporte. Diese endet am 4. November. Die Kampagne wurde gestartet, um zu bewirken, dass lebende Tiere, die für die Schlachtung vorgesehen sind, niemals länger als acht Stunden transportiert werden dürfen. Ziel ist es, eine Million Unterschriften zu sammeln und eine klare Botschaft an die EU zu senden. Jedes Jahr werden immer noch Millionen Tiere quer durch Europa transportiert. Oft unter katastrophalen Bedingungen und mehrere Tage lang. Bisher sind 81.3000 Unterschriften zusammengekommen. Das ist gut, aber die Million ist noch nicht erreicht.

Bitte unterstützen Sie diese Kampagne und unterschreiben auch Sie unter
www.8hours.eu

Derzeit läuft eine weitere Kampagne gegen Tiertransporte in die Türkei. Die Petition der Albert Schweitzer Stiftung können Sie unterzeichnen unter: albert-schweitzer-stiftung.de

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Spektakulärer Prozess gegen Tierschützer

Der Filmemacher und Tierschützer Jan Peifer aus Sankt Augustin musste sich am 20. Oktober vor dem Bonner Landgericht verantworten. Es war der erste Verhandlungstag. Der Vorwurf: Der Journalist und sein Kamerateam sollen durch ihre Anwesenheit auf einer Nerzfarm im Kreis Steinfurt den Tod von 1.400 Nerzen verursacht haben. Der Betreiber hat Peifer nun auf die Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von knapp 22 000 Euro verklagt. Der Filmemacher ist sich sicher, dass diese Unterstellung eine Methode ist, um ihn mundtot zu machen. Es gefalle den Lobbyisten solcher Tierhaltungen nicht, dass er immer wieder Tierschutz-Skandale aufgedeckt habe.

Mehr unter: www.general-anzeiger-bonn.de

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Ukraine: Massentötungen von Hunden vor der EM

Die grausamen Bilder von Hunden, die lebendig verbrannt werden, schockieren derzeit Tierschützer weltweit. Hundefänger sollen die Tiere betäuben, einfangen und schließlich in mobilen Krematorien lebendig verbrennen. Zwar soll diese Praxis nach Protesten offiziell gestoppt worden sein, ob dies stimmt, wissen die Tierschützer vor Ort nicht. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde in dem zweitgrößten Land Europas kein einziges staatliches Tierheim gebaut.

Mehr zum Thema unter:
www.aktuell.rul

Protest-Aktion von Tierschutznews unter:
tierschutznews.ch

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TV-Tipp: Armes Pferd

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet am Montag, den 31. Oktober über ein Thema, das auch unter Tierschützern oft unter den Tisch fällt: den Reitsport. Das Tier wird hier zumeist nicht als Partner, sondern als Sportgerät wahrgenommen. Der Beitrag blickt hinter die Kulissen und zeigt, dass im Spitzen- wie im Breitensport vor Tierquälerei  und unseriösen Trainingsmethoden nicht zurückgeschreckt wird.

"Du armes Pferd - Geliebt, gequält, gedemütigt", RBB am Montag, den 31.10. 2011 um 21:00 - 21:45 Uhr. Mehr unter: www.rbb-online.de

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Strongman: Deutschlands stärkster Mann isst vegetarisch

Niemand könnte ihn besser wiederlegen, den CMA-Slogan: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" als Patrik Baboumian aus Fulda. Denn der deutsche Meister in der Strongman-Disziplin ist offiziell der stärkste Mann des Landes – und überzeugter Vegetarier. Der Muskelmann hat vor sechs Jahren beschlossen, dass kein Tier mehr für ihn sterben soll.

Mehr unter:
www.bild.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen (in englischer Sprache): www.clonefreefood.eu

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Termine

  • Samstag, 29. Oktober: Trauerzug für Tiere in Stuttgart
  • Sonntag, 30. Oktober: Vegan-Brunch in Aachen
  • Dienstag, 1. November: Feier zum Weltvegantag in Braunschweig
  • Samstag, 5. November: "Veihnachten" in München
  • Donnerstag, 10.11: Tagung "Fleisch nur am Sonntag – wem nützt das?"
  • Sonntag, 13. November: Veganer Sonntags-Brunch in Düsseldorf
  • Samstag, 19. November: Karin Duve liest in Jena aus ihrem Buch
  • Samstag, 19. November: Demo gegen Tierversuchslabor in Frankfurt
  • Sonntag, 20. November: Vegan-Brunch in Saarbrücken mit Gastreferent
  • Montag, 21. November: Vegan-Stammtisch in Aachen

Infos zu allen Terminen unter: www.tierrechte.de

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