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Newsletter Tierrechte Nr. 18/16 vom 30.09.2016

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober ziehen wir Bilanz, was die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz vor 14 Jahren den Tieren gebracht hat. Sie ahnen es vermutlich schon: die Bilanz ist desatrös. Aktuelle Beispiele für die Zustände im "Tierschutz-Musterland" lieferten die kürzlich veröffentlichten Undercover-Aufnahmen aus Mast- und Zuchtanlagen führender Landwirtschaftsfunktionäre.

Doch es gibt auch etwas Neues und Positives zu berichten: Es sind nicht mehr nur Tierrechts- und Tierschutzorganisationen, die die herrschenden Zustände kritisieren. Mittlerweile belegen immer mehr Gutachten und wissenschaftliche Veröffentlichungen die massiven Probleme bei Gesetzgebung, Rechtsprechung und Vollzug. Dies gibt uns Rückenwind für unsere Forderungen wie der Überarbeitung des Tierschutzgesetzes und der konsequenten Umsetzung des geltenden Tierschutzrechtes. Weitere wichtige Maßnahmen sind die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene, die Einrichtung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Tierschutz sowie die Aufstockung des Personals bei den Veterinärämtern.

Doch dies kann nur ein Anfang sein. Wir brauchen einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel weg von der industriellen Tierhaltung und vom Tierversuch. Die Zukunft liegt in neuen Ernährungs- und Landbaukonzepten, die ohne die Ausbeutung von Tier und Umwelt auskommen – und in einer humanspezifischen tierversuchsfreien Forschung!

Pressemitteilung zum Welttierschutztag "Staatsziel Tierschutz bisher reine Symbolpolitik!"(und weiterführende Infos)

Interview mit der Juristin Carmen Lööck zur Bilanz des Staatsziels Tierschutz


Nachhören: Streitgespräch zu Tierversuchen
Die Allianz der führenden Wissenschaftsorganisationen startete am 6. September ihre Informationsinitiative "Tierversuche verstehen". In einem Offenen Brief kritisierte der Bundesverband die Einseitigkeit und Unvollständigkeit des Informationsangebotes und forderte die Forschungsorganisationen auf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und sich aktiv an der Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren zu beteiligen, wie es die EU-Gesetzgebung fordert.

Hören Sie dazu ein Streitgespräch mit der Tierärztin Dr. Christiane Baumgartl-Simons vom Bundesverband mit Prof. Treue vom Primatenzentrum Göttingen im Deutschlandfunk. » mehr  


Tierversuche: Meyer fordert Transparenzdatenbank
Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer fordert angesichts des massiven Anstiegs der Tierversuche in Niedersachen auf mehr als 330.000 Tiere (+ 100.000 in 2015) Gesetzesverschärfungen auf Bundes- und EU-Ebene. Eine Forderung ist, die Ergebnisse von Tierversuchen europaweit verpflichtend in einer Datenbank zu erfassen, damit nicht die gleiche Substanz zwei- oder dreimal untersucht wird. Die Ergebnisse der Studien sollen nicht länger Betriebsgeheimnisse sein. Es ist erfreulich, dass Meyer so klare Worte gefunden hat. Seine Transparenzforderung ist richtig und mutig. Sie passt perfekt in die Forderung des Bundesverbandes nach einem "Kompetenzzentrum statt Tierversuche". Die EU-Tierversuchsrichtlinie lässt weitere Maßnahmen zur Reduktion der Tierversuchszahlen zu. Doch die Bundesregierung hat diese Möglichkeiten bisher kategorisch ausgeschlagen. Dies sind die Einhaltung einer absoluten Schmerz-Leidensgrenze, keine Ausnahmeregelungen für Versuche an Menschenaffen und das volle Prüfrecht der Behörden für Tierversuchsanträge. Umso entschiedener werden wir sie zusammen mit Meyers Transparenzdatenbank einfordern.


 EuGH stärkt Verbot von Tierversuchs-Kosmetik
Wenn ein Kosmetikprodukt in Tierversuchen darauf getestet wurde, ob es die europäischen Gesundheitsvorschriften für Kosmetik einhält, darf es in der EU nicht verkauft werden. Dies gilt auch, wenn die Tierversuche ursprünglich mit Blick auf die Regeln von anderen Ländern durchgeführt wurden. Dies entschied der Europäische Gerichtshofs (EuGH) am 21.September (Rechtssache C-592/14). Die Richter argumentierten, der Verkauf scheine zwar dem reinen Wortlaut der relevanten EU-Verordnung nach möglich, Ziel der Regeln sei aber ein starker Tierschutz.» mehr


Richtungsweisendes Urteil: Freispruch für Undercover-Recherche
Am 26. September wurden drei Rechercheaktivisten vom Amtsgericht Haldensleben vom Verdacht des Hausfriedensbruchs freigesprochen. Die Tierrechtler hatten die Haltungsbedingungen in einem Schweinemastbetrieb in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Das Gericht urteilte, dass das Betreten aufgrund der Missstände in der Tierhaltung gerechtfertigt war. Die Aufnahmen zeigten erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, die auch von der zuständigen Veterinärbehörde bestätigt wurden. Das Urteil bekräftigt, dass die Dokumentation von Missständen notwendig ist, um die im Vorborgenen stattfindende Tierqual öffentlich zu machen. Es ist keine Straftat, diese Missstände aufzudecken. Ein Erfolg für die Tiere und für die Bewegung.


Bemerkenswert: Investoren kontra Fleischproduktion
Mittwoch lies ein Artikel im Manager-Magazin aufhorchen. Dort wird über eine Initiative von Topinvestoren berichtet, die multinationale Nahrungsmittelkonzerne wie Kraft , Heinz oder Nestlé auffordert, weniger Fleisch und stattdessen mehr pflanzliches Protein zu produzieren. Die Begründung: Investoren achteten zunehmend darauf, dass Unternehmen auch unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes oder der sozialen Fairness gut dastehen – und dazu passt die katastropale Umweltbilanz der Fleischproduktion nicht. » mehr


Workshops und Projekttage zum Mensch-Tier-Verhältniskind mit Schnecke
der Verein Mensch Tier Bildung e.V. bietet ab diesem Schuljahr Workshops und Projekttage zum Mensch-Tier-Verhältnis für Schulklassen und Jugendliche an. Zum Thema „Kühe und Milchproduktion“ erhalten die Schüler beispielsweise Informationen zu den konkreten Lebensbedingungen von Kühen in der Milchwirtschaft und diskutieren politische und ethische Dimensionen der Nutzung von Tieren in der Landwirtschaft. Dabei werden vielfältige und handlungsorientierte Methoden eingebunden. » mehr


Helfen: Online einkaufen und dabei kostenlos spenden
Jeden Monat unterstützt das Projekt Kauf-ein-zeig-Herz ausgewählte Hilfsorganisationen. Kauf-ein-zeig-Herz.de ist eine Plattform über die Online-Einkäufe gestartet werden können. In den Monaten Januar bis Mai diesen Jahres haben die Betreiber von Kauf-ein-zeig-Herz schon ein drittes Mal Menschen für Tierrechte unterstützt.  Hier lesen Sie, wie Sie beim Einkaufen Gutes tun können. » mehr


Aktuelle Kampagnen & Mitmachaktionen


Termine: Demos & Co.

  • 30.09 - 03.10 2016: "Wir haben es satt!"-Kongress in Berlin
  • Samstag, 1. Oktober 2016: 2te Tiertagung der Linksfraktion in Wiesbaden
  • Sonntag, 16. Oktober 2016: Demo zur Schließung des Affenzentums SILABE
  • 05. - 28. Oktober 2016: Fotoausstellung "Die Wegwerfkuh"
  • 21. - 23. Oktober 2016: VeggieWorld Düsseldorf
  • 18. - 20. November 2016: veggie & frei von in Stuttgart
  • Sonntag, 20. November 2016: Erika's Adventssause in Wegberg
  • 26. - 27. November 2016: VeggieWorld Berlin

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de


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Fax 02 41-15 56 42
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