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Newsletter Tierrechte Nr. 18/11 vom 14.10.2011

14.10.2011

Inhalt

  • Thüringen: Alternativen zu Schweine-Experimenten sind vorhanden
  • TV-Tipp: Tierschutz-Verbandsklage im SWR
  • Bayrischer Tierschutzpreis: Gnadenhof und Stadttaubenprojekt ausgezeichnet
  • Stadttauben-Projekt: Bad Kreuznach zieht positive Bilanz
  • EU-Agrarpolitik: Weniger Subventionen – mehr Ökologie
  • Niedersachsen: Grüne bringen Antrag gegen Tierfabriken ein
  • Verbände fordern Wildtierverbot im Zirkus
  • Doku: Das Leid der Bioschweine
  • Straßentiere: Europa muss Verantwortung übernehmen
  • Tierethik: Steven Best fordert ein neues Verständnis von Befreiung
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 06.10.2011

Thüringen: Alternativen zu Schweine-Experimenten sind vorhanden

Das Thüringer Sozialministerium hat 2010 das Vorhaben der US-Armee untersagt, Tierversuche an lebenden Schweinen im Rahmen der Ausbildung von Soldaten und Sanitätern durchzuführen. Gegen dieses Verbot hat die US-Armee über die Auftragsfirma Deployment Medicine International kürzlich Klage am Verwaltungsgericht Gera eingereicht. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist zuversichtlich, dass das Gericht in keinem Fall die Durchführung der Tierversuche erlauben wird.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Eleonore Mühlbauer, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, reagierte. Neben einer Pressemitteilung beantragte sie eine Aktuelle Stunde im Thüringer Landtag zum Thema "Keine Aus- und Weiterbildung angehender Ärzte und anderen medizinischen Personals an lebenden Tieren in Thüringen". Bei dieser sprachen sich Vertreter aller Parteien gegen die geplanten Tierversuche aus.

Hier können Sie die Aktuelle Stunde vom 12. Oktober online sehen:
plenumonline.fem.tu-ilmenau.de

Die Pressemitteilung der SPD Thüringen lesen Sie unter:
www.spd-thl.de

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TV-Tipp: Tierschutz-Verbandsklage im SWR

Die Tierschutz-Verbandsklage gehört zu den zentralen Forderungen des Bundesverbandes. Aktuell steht die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf der Agenda. Die rot-grüne Landesregierung in Rheinland-Pfalz vereinbarte in ihrem Koalitionsvertrag, die Tierschutz-Verbandsklage einzuführen. Dazu konnte nun der Vorsitzende des Bundesverbandes, Dr. Kurt Simons, in einem Interview mit dem SWR Stellung nehmen. Ausgestrahlt wird das Interview
am Dienstag, den 18. Oktober
um 18:10 Uhr im SWR,
Sendung "Im Grünen".

Mehr Infos zur Verbandsklage unter:
www.tierrechte.de

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Bayerischer Tierschutzpreis: Gnadenhof und Stadttaubenprojekt ausgezeichnet

Am 4. Oktober wurde der bayerische Tierschutzpreis überreicht. Ausgezeichnet wurden neben der Akademie für Tierschutz, dem ehemaligen Nürnberger Tierheimleiter und einem Tierhospiz auch das Stadttaubenprojekt in Erlangen und der Gnadenhof Gollachostheim. Der Hof wurde von Martin Weid und Susanne Pfeuffer geründet, die auch im Vorstand des Bundesverbandes engagiert ist. Mehr als 80 gerettete Tiere haben auf dem Hof ein neues Zuhause gefunden.  Die beiden betreiben und finanzieren den Hof in Eigeninitiative und sind auf Patenschaften und Spenden angewiesen.

Mehr Infos zum Gnadenhof Gollachostheim unter:
www.tierschutz-grenzenlos.de

Mehr Infos zum bayerischen Tierschutzpreis unter:
www.stmug.bayern.de

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Stadttauben-Projekt: Bad Kreuznach zieht positive Bilanz

Bad Kreuznach hatte sich 2005 als erste Stadt in Rheinland Pfalz entschieden, das Stadttaubenmanagement nach dem sogenannten Augsburger Modell einzuführen. Heute zieht die Stadt eine positive Bilanz. Es wurden bisher rund 11.000 Eier ausgetauscht und es gibt heute weitaus weniger Tauben in der Stadt. Die Stadt wünscht sich, dass weitere Kommunen ihrem guten Beispiel folgen.

Mehr Infos unter:
www.prport.net

Mehr Infos zu Stadttauben:
www.stadttauben.de

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EU-Agrarpolitik: Weniger Subventionenmehr Ökologie

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihren lange erwarteten Gesetzentwurf für die zukünftige europäische Agrarpolitik nach 2014 vorgestellt. Die milliardenschweren Subventionen für Landwirte sollen in Zukunft stärker an Maßnahmen zum Umwelt- und Tierschutz gekoppelt werden. Zudem sollen die Beihilfen für Großbetriebe gedeckelt und die knapp 60 Milliarden Euro gerechter unter den Mitgliedstaaten verteilt werden. Tier- und Umweltschützern gehen die neuen Regelungen nicht weit genug. Dennoch sind diese Reformansätze wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigen und ökologischeren Landwirtschaft. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ist gegen diese Reformbemühungen. Die höchsten Zahlungen sollen weiter an die größten Betriebe gehen – ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt.

Die Organisation Campact hat eine Online-Aktion gestartet, in der Ministerin Aigner dazu auffordert wird, Subventionen nur noch an Landwirte zu zahlen, die Tierschutz-, ökologische und soziale Kriterien einhalten. Machen Sie mit bei der Aktion unter:
www.campact.de

Mehr Infos unter:
www.sueddeutsche.de

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Niedersachsen: Grüne bringen Antrag gegen Tierfabriken ein

Die Grüne Landtagsfraktion will aus Gründen des Tier-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes die baurechtliche Privilegierung industrieller Großställe im Außenbereich abschaffen. Die derzeitige Genehmigungspraxis solcher Mastanlagen stoße auf immer mehr Ablehnung bei Kommunen und Bürgern und entspräche nicht mehr den Intentionen des Gesetzgebers. Im Jahr 2009 habe sich die Zahl der nach dem Bundes-Immissions-Schutzgesetz (BImSchG) gebauten Großanlagen in Niedersachsen auf 297 verdreifacht. Im Mai 2010 seien weitere 377 Tierfabriken beantragt worden. Außerdem will der Antrag auf Landesebene weitere Verbesserungen erreichen: die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, besseren Brandschutz, besseren Gesundheitsschutz und mehr Umweltschutz.

Sie können sich den Antrag als PDF herunterladen unter:
www.tierschutzwatch.de

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Verbände fordern Wildtierverbot im Zirkus

Am 13.Oktober haben mehrere große Tierschutz-, Tierrechts- und Naturschutzverbände gemeinsam den Agrarausschuss angeschrieben. In ihrem Schreiben sprechen sie sich für den Vorstoß Hamburgs aus. Die Hansestadt hatte Mitte September 2011 einen Entschließungsantrag des Bundesrates zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus vorgelegt (Drs. 565/11). Die Verbände fordern die Länder auf, sich für das Verbot auszusprechen. Zudem plädieren sie dafür, das Verbot auf das Mitführen sämtlicher Wildtiere nach dem Vorbild Österreichs auszuweiten.

Hier können Sie den Brief als PDF herunterladen:
www.tierrechte.de
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Doku: Das Leid der Bioschweine

Eine Dokumentation des Mitgliedsvereins des Bundesverbandes "die Tierfreunde" räumt auf mit dem Märchen von glücklichen Tieren in der Biohaltung. Sie zeigt, dass auch in der Biohaltung die Muttertiere in enge Abferkelbuchten und Kastenstände gesperrt werden. Statt einer grünen Wiese leben viele dieser Schweine – wie ihre Artgenossen in der konventionellen Haltung  –  in engen Betonbuchten und sie sterben alle unter den gleichen tierquälerischen Bedingungen im Akkord-Schlachthof.

Mehr Infos unter:
www.biowahrheit.de

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Straßentiere: Europa muss Verantwortung übernehmen

Immer noch leiden und sterben in Europa Millionen von Straßentieren. Weder der  Vertrag von Lissabon, nachdem Tiere als fühlende Wesen zu behandeln sind, noch die nationalen Gesetze, schützen die heimatlosen Hunde und Katzen vor Tötungsanlagen, Hunger, Krankheiten oder Gift. Die Organisation "Ärzte für Tiere" fordert zusammen mit  anderen Tierschutzorganisationen die EU-Kommission und Parlament auf, bindende Rechtsvorschriften zu erlassen, die den Straßentieren ein Recht auf ein tiergerechtes Leben sichern (Einführung von staatlichen Impf- und Kastrationsprogrammen, Verbot von Tötungsstationen und Tötungen, etc.).

Hier erhalten Sie weitere Infos und können an der Petition teilnehmen:
eu-protest1.aerztefuertiere.de

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Tierethik: Steven Best fordert ein neues Verständnis von Befreiung

Im Rahmen einer Veranstaltung der "Menschen für Tierrechte-Tierversuchsgegner Saar e.V.", konnte der Mitgliedsverein des Bundesverbandes den amerikanischen Aktivisten und Tierrechtler Dr. Steven Best als Gastreferenten gewinnen. Best beschreibt die heutige Position des Veganismus und kritisiert ungeschönt die Realitätsferne und Passivität vieler Veganer, die sich auf ihrem "Lifestyle"-Veganismus ausruhen. Der Professor der Philosophie sieht den Veganismus nicht nur aus tierethischer Sicht, sondern als eine Politik der Befreiung von jeder Form von Unterdrückung. Es ist nach seiner Ansicht dringend nötig, dass sich Veganer von ihren bisherigen isolierten Sichtweisen verabschieden und fordert ein aktiveres, offensiveres und furchtloseres Engagement.

Mehr Infos und Link zu Film bzw. zur Rede unter:
www.tvg-saar-vegan.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit
eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben.  Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen (in englischer Sprache): www.clonefreefood.eu

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Termine

  • Samstag, 15. Oktober: Demo gegen Tierversuchslabor in Frankfurt
  • Sonntag, 16. Oktober: Veganer Sonntags-Brunch in Düsseldorf
  • Sonntag, 16. Oktober: Vegan-Brunch in Saarbrücken mit Vortrag über Massentierhaltung in Afrika
  • Montag, 17. Oktober: Vegan-Stammtisch in Aachen
  • Donnerstag, 20. Oktober: Prozess gegen Tierschützer in Bonn
  • Mittwoch, 26. Oktober: Demo gegen Patente auf Leben in München
  • Samstag, 29. Oktober: Trauerzug für Tiere in Stuttgart

Infos zu allen Oktober-Terminen unter: www.tierrechte.de

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