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Newsletter Tierrechte Nr. 16/13 vom 11.10.2013

11.10.2013

Inhalt

  • Pressemitteilung zum Welttierschutztag: Bundesregierung muss Staatsziel Tierschutz gerecht werden
  • Tierversuche: Fluglinien boykottieren den Transport von Affen
  • Ferkelkastration: Belgien steigt 2018 aus
  • Niedersachsen will mehr Tierschutz in der Putenmast
  • Schweinehaltung: EU-Recherche enthüllt katastrophale Missstände
  • TV- und Hör-Tipps: Lederproduktion, Angeln und Jagd
  • Ernährungsmesse: Vegane Ernährung liegt im Trend
  • Fotobuch zum Mensch-Tier-Verhältnis: Vorbestellungen erwünscht
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 02.10.2013

Zum Welttierschutztag: Bundesregierung muss Staatsziel Tierschutz gerecht werden

Der diesjährige Welttierschutztag fällt mitten in die Koalitionsverhandlungen für die neue Bundesregierung. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte attestiert der CDU/CSU eine schlechte Tierschutz-Bilanz. Daher fordert er die Christdemokraten und vor allem die möglichen Koalitionspartner SPD oder Grüne auf, ihre Tierschutz-Wahlversprechen in einer Koalition konsequent umzusetzen.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierechte.de

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Tierversuche: Fluglinien boykottieren den Transport von Affen

Die seit 1990 von der Firma BFC betriebene israelische Mazor-Farm liefert Affen an Tierversuchslabore in aller Welt. Nun gerät die Zuchtfarm in Existenznot, weil sich die staatliche Fluggesellschaft El Al und alle weiteren angefragten ausländischen Luftfahrtunternehmen weigern, 90 Langschwanzmakaken in die USA zu transportieren. Den Transportboykott der Luftfahrtgesellschaften erklärte der Oberste Gerichtshof Israels für rechtlich zulässig. Das Gericht berief sich in seiner Urteilsbegründung auf einen Erlass des israelischen Umweltministeriums, der ab Mitte Januar 2015 jegliche Ausfuhr von Wildtieren zu Versuchszwecken verbietet. Der Bundesverband engagiert sich zusammen mit der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) schon seit Jahren gegen die Zucht und den Handel mit Affen für Tierversuche.

Weitere Infos unter:
derstandard.at
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Ferkelkastration: Belgien steigt 2018 aus

Belgien steigt zum 1. Januar 2018 komplett aus der Ferkelkastration aus. Dies betrifft sowohl die Kastration mit als auch ohne Betäubung. So regelt es jetzt ein "Königliches Dekret". Es stellt den Landwirten die Wahl zwischen Ebermast und Impfung gegen Ebergeruch frei. In Belgien wird die Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) in weiten Teilen des Handels und bei Großabnehmern akzeptiert. Der Bundesverband begrüßt den Ausstieg Belgiens. Das Nachbarland mache vor, wie es gehen kann. In Deutschland soll die betäubungslose Ferkelkastration bis 2019 erlaubt bleiben. Die Verfahren, die in Belgien zukünftig anzuwenden sind, werden in Deutschland unverständlicherweise als nicht praxistauglich abgelehnt.

Weitere Infos unter:
www.animal-health-online.de und www.animal-health-online.de/belgien-kastrationsausstieg
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Niedersachsen will mehr Tierschutz in der Putenmast

Niedersachsen hat die im April verabschiedeten "Bundeseinheitlichen Eckwerte für eine freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen" per Erlass eingeführt. Der Erlass regelt zudem die Verantwortlichkeiten des Tierhalters und fordert strengere Kontrollen. Allerdings stellte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) klar, dass ihm die neuen Tierschutz-Vorgaben nicht weit genug gingen – weitere Verbesserungen der Haltungsbedingungen seien dringend erforderlich. Die "Besatzdichte" sei für eine tierschutzgerechte Haltung nach wie vor zu hoch. Hier sieht er den Bund in der Pflicht. Sein Haus arbeite derzeit gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen intensiv an einer entsprechenden Bundesratsinitiative zur Regelung der Putenhaltung in der so genannten Nutztierhaltungsverordnung. Die schmerzhaften Schnabelamputationen bei Puten werden ab 2018 in Niedersachsen nicht mehr erlaubt sein, so wie im niedersächsischen Tierschutzplan vorgesehen.

Weitere Infos unter:
www.wochenblatt.com
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Schweinehaltung: EU-Recherche enthüllt katastrophale Missstände

Die englische Tierschutzorganisation Compassion in World Farming (CIWF) enthüllt in einer Undercover-Dokumentation katastrophale Zustände in der Schweinehaltung. Die Bilder belegen, dass die EU-Schweinehaltungsverordnung, die Anfang 2013 Verbesserungen, wie das Verbot der tierquälerischen Kastenstände sowie Gruppenhaltungen von Muttersauen etc. bringen sollte, in vielen Betrieben nicht umgesetzt wurde. Der CIWF hält die gezeigten Zustände für repräsentativ für die Schweinehaltung in der EU.

Bitte unterstützen Sie die Kampagne unserer englischen Partnerorganisation Compassion in World Farming, die die EU-Landwirtschaftsminister dazu auffordert, die – wenn auch geringen – Verbesserungen der  EU-Schweinehaltungsverordnung umzusetzen. Hier kommen Sie zu der englischen Online-Aktion: action.ciwf.org.uk

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TV- und Hör-Tipps: Lederproduktion, Angeln und Jagd

Die 37 Grad-ZDF-Doku "Gift auf unserer Haut" zeigt die Grausamkeiten, die hinter dem vermeintlichen "Naturprodukt" Leder stecken – und die möglichen Gesundheitsgefahren. Die Lederherstellung erfolgt in einer globalisierten Wirtschaft auch in weit entfernten Ländern. Dazu hat der Dokumentarfilmer Manfred Karremann hinter die Kulissen der Lederwirtschaft in Bangladesch geblickt. Seine Aufnahmen zeigen, dass jährlich  Millionen der "heiligen Kühe" aus dem benachbarten Indien nach Bangladesch importiert werden. Die sensiblen Tiere werden in Schlachthäusern oder auf offener Straße ohne vorherige Betäubung getötet, um ihnen die Haut abzuziehen. Hinzu kommen unzumutbare Arbeitsbedingungen der oft minderjährigen Arbeiter sowie Umweltverschmutzung und Gesundheitsgefährdung durch die giftigen Gerbsubstanzen.

Die 45-minütige NDR-Reportage "Hobby mit Widerhaken" geht der Frage nach, ob Fische Schmerz empfinden und was die Angler selbst darüber denken. Sie zeigt auf, dass die Angelei ein Riesengeschäft ist und weist nach, dass in kommerziellen Fischteichen auch verbotene Praktiken wie das tierquälerische Trophäen-Angeln (Catch & Release) unverhohlen durchgeführt werden. Das Umweltministerium NRW hat unverzüglich reagiert und die Vollzugsbehörden per Erlass angewiesen, die tierschutzrechtlichen Bestimmungen beim Angeln durchzusetzen und dem Ministerium Bericht zu erstatten. In Schleswig-Holstein sind Verstöße gegen das Tierschutzgesetz beim Angeln im Ministerium bereits bekannt, sie werden aber rechtlich nicht verfolgt, weil der Mitarbeiterstab dafür nicht ausreiche!

Interessante Einblicke bietet auch die 45-minütige NDR-Doku "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur", die am Montag, den 14. Oktober um 22:00 Uhr ausgestrahlt wird. Die 350.000 deutschen Jäger erlegen über vier Millionen Tiere pro Jahr. Sie geben vor, dass die Jagd notwendig sei, um regulierend einzugreifen. Tatsächlich leben heute mehr Rehe und Wildscheine in Deutschland als noch vor 20 Jahren. Als Ursache des Wildreichtums gilt vor allem der Anbau von Energiepflanzen wie Mais für die Biodieselproduktion. Anwohnern und Tierschützern gehen die Privilegien der Jäger zu weit, die ihnen durch das völlig überalterte Jagdrecht garantiert werden. Der Beitrag geht auch den Fragen nach ob Deutschland seine Jäger noch braucht und was sich an ihren Traditionen ändern muss.

Hier können Sie die ZDF-Doku "Gift auf unserer Haut" nachsehen:
www.zdf.de

Teile der NDR-Reportage "Hobby mit Widerhaken" können Sie hier ansehen:
www.ndr.de

Weitere Infos zum NDR-Beitrag "Waidmannsheil - Jägern auf der Spur" unter:
www.ndr.de

Einen SWR-Hörfunk-Beitrag zur Notwendigkeit der Tierschutz-Verbandsklage können Sie hier nachhören: www.swr.de

Weitere Infos zur Tiersschutz-Verbandsklage unter:
www.verbandsklage.tierrechte.de

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Ernährungsmesse: Vegane Ernährung liegt im Trend

Auf der Ernährungsmesse Anuga zeigt sich ein klarer Trend zur veganen  Ernährung. Nach Jean François Ordureau von der belgischen Firma Veggitude wachse der Markt in Deutschland schneller als sonst irgendwo in Europa. Vor allem junge Leute verzichteten oft komplett auf tierische Produkte. Neben vielen neuen Produkten (z.B. Kokosblütensirup als Honig-Ersatz, veganes Speiseeis, das statt Sahne Mandel- oder Kokosnussmasse enthält, eifreier Mayonnaise und veganes Pesto alla Genovese) stellt ein "Vegetarian Butcher" veganes "Hühnerfleisch" vor. Dass der Trend auch bei den Institutionen angekommen ist, zeigt sich auch daran, dass der Bio-Spitzenkoch Hinze am Stand der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) demonstrierte, dass man komplett auf tierische Produkte verzichten und trotzdem köstlich essen kann.

Weitere Infos unter:
www.ksta.de

Mehr Infos zur veganen Ernährung finden Sie auf der Rezeptwebseite des Bundesverbandes unter: www.culinaria-vegan.de
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Fotobuch zum Mensch-Tier-Verhältnis: Vorbestellungen erwünscht

Die junge Fotokünstlerin Jana Lange stellt mit "Anima" ein Fotobuch über die ambivalente Beziehung von Mensch und Tier vor. Als Haustiere werden Tiere mehr und mehr als Partner- oder Kindersatz idealisiert während sie als so genannte Nutztiere zu bloßen Produktionseinheiten degradiert werden. Langes Ziel ist es, ein anderes Bewusstsein für unser Verhältnis zum Tier zu schaffen, ohne zu moralisieren. Um die Produktion des Buches finanzieren zu können, sammelt Jana Lange bis zum 15.12.2013 Vorbestellungen. Es soll eine handsignierte und nummerierte Auflage von 500 Exemplaren werden. Ein Buch soll 32.- + 2.- Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands kosten.

Vorbestellungen können hier gemacht werden.

Weitere ausführliche Infos unter:
www.janalange.com

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Noch bis zum 31. Oktober: Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection unterzeichnen unter: www.stopvivisection.eu

Appell an die Deutsche Bank "kein Geld für Tierfabriken" unter:
albert-schweitzer-stiftung.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter:
stopvivisection.blogsport.de

Petition gegen Fang und Abschuss von europäischen Zugvögeln in Ägypten unter:
www.nabu.de

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 12.Oktober 2013: Demo Düsseldorf Pelzfrei
12. und 13. Oktober 2013: Veggie Planet in Graz
Samstag, 12. Oktober 2013: Franken Pelzfrei 2013
Samstag, 19.Oktober 2013: Welthungerdemo in Nürnberg
Samstag, 19. Oktober 2013: Demo gegen Hundetötungen in Rumänien in Braunschweig
26.- 27. Oktober 2013: Veggie World in Düsseldorf
8.-9. November 2013: Herbstakademie: Tierbefreiung & Revolutionäre Realpolitik in Hamburg
Sonntag, 10. November 2013: Vegan-Brunch in Saarbrücken mit Vortrag von Heiko Weber zur internationalen Tierrechtsbewegung
Dienstag, 12. November 2013: Diskussionsveranstaltung: Braucht der Mensch noch Nutztiere? in Berlin

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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