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Newsletter Tierrechte Nr. 16/12 vom 10.08.2012

10.08.2012

Inhalt

  • Zehn Jahre Tierschutz im Grundgesetz: Interview und Diskussion
  • Bitte mithelfen: Petition "Kompetenzzentrum statt Tierversuche"
  • Tierschutz-Verbandsklage in NRW: Gesetzentwurf liegt vor
  • Niedersachsen: Antragsflut für Mastanlagen
  • Ukraine: Protest gegen die deutsche Förderung von Legebatterien
  • Dokus zum Nachsehen: "Nie wieder Fleisch?" und "Die Milch-Lüge"
  • Stadttauben: Zurückgehende Populationen, neuer Taubenschlag und Pflegestellen-Gesuch
  • Kälberhaltung: Paderborn wieder vorbildlich für mehr Tierschutz
  • Fernsehtipp: Der Rassehund - ein erbkranker Krüppel?
  • Veganes Grillfest: Rezepte und Tipps
  • Termine: Demos & Co.

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Zehn Jahre Tierschutz im Grundgesetz: Interview und Diskussion

Der Artikel 20a des Grundgesetzes lautet seit dem 1. August 2002: "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere (…)." Das Magazin GEO hat anlässlich des 10. Jahrestages der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz mit unserem Vorsitzenden Dr. Kurt Simons ein Interview geführt. Darin berichtet er warum es trotz der ernüchternden Bilanz wichtig war, die drei Wörter "und die Tiere" ins Grundgesetz aufzunehmen und was passieren muss, um endlich mehr Rechte für Tiere zu erreichen.

Am 24. Juli lud auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu einer Diskussionsveranstaltung anlässlich des 10. Jahrestages des Staatsziels Tierschutz. Dr. Michael Faber von der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. berichtet. Sein Fazit: Der mit der Verankerung des Staatsziels Tierschutz verbundene Handlungsauftrag an die Staatsgewalt wird weder erkannt noch umgesetzt. Stattdessen wird lieber der Verbraucher in die Verantwortung genommen.

Das Interview mit Dr. Kurt Simons lesen Sie unter: www.geo.de und den Bericht von Dr. Michael Faber unter: www.djgt.de.

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Bitte mithelfen: Petition "Kompetenzzentrum statt Tierversuche"

Unter dem Motto "Kompetenzzentrum statt Tierversuche" hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte vor Kurzem eine neue Online-Petition gestartet. Aus Sicht des Bundesverbandes ist die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums überfällig. Denn die Prüfbehörden in den 16 Bundesländern, aber auch die Tierexperimentatoren müssen sich derzeit auf ihr subjektives Gefühl bei der Beurteilung der ethischen Vertretbarkeit und der Unerlässlichkeit eines Tierversuchs verlassen. Selbst der Nachweis, dass es wirklich keine tierversuchsfreien Methoden gibt, beruht eher auf Intuition als auf Sachkenntnis. Um diese unhaltbare Situation zu beenden, fordert der Verband das Kompetenzzentrum.

Bitte unterzeichnen auch Sie diese wichtige Petition unter:
www.tierrechte.de/petition-kompetenzzentrum-statt-tierversuche

Bitte machen Sie auch Ihre Freunde auf die Petition aufmerksam, indem Sie den obigen Link verschicken, die Petition auf Ihrer Webseite verlinken oder sich eine Unterschriftenliste (PDF) ausdrucken.

Vielen Dank!
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Tierschutz-Verbandsklage in NRW: Gesetzentwurf liegt vor

Der neue Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung vom 4. Juli 2012 wurde mittlerweile dem Landtag zugeleitet. Er wird in erster Lesung zwischen dem 12. und 14. September behandelt. Der Entwurf unterscheidet sich von dem ersten Gesetzentwurf (Juli 2011), der wegen der Neuwahlen nicht mehr verabschiedet werden konnte, nur in einem Punkt: Um gegen einen Tierversuch klagen zu können, müssen zwei Mitglieder der Tierversuchskommission mit "nein" gestimmt haben. Der  Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung ist der umfassendste, den ein Bundesland bisher vorgelegt hat. Er räumt den anerkannten Tierschutz-Organisationen die meisten Rechte - im Gegenzug aber auch die meisten Pflichten - ein.

Mehr Infos unter:
www.tierschutzwatch.de

Bitte unterschreiben Sie auch unsere Petition für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt unter:
www.tierrechte.de/ja-zur-tierschutz-verbandsklage-in-sachsen-anhalt

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Niedersachsen: Antragsflut für Mastanlagen

 Die hohe Dichte an Hühnermastanlagen ist der Bevölkerung im Emsland schon lange ein Dorn im Auge. Mit 33 Millionen sogenannten Mastplätzen und zusätzlichen elf Millionen Neuanträgen ist das Emsland die Hühnerhochburg Deutschlands. Aber auch in den Nachbarlandkreisen Osnabrück, der Grafschaft und im ostfriesischen Landkreis Leer werden immer mehr Anträge für neue Anlagen gestellt. Viele Landkreise wehren sich gegen den Boom der tierquälerischen Anlagen mit Keimgutachten und stärkeren Auflagen; etwa beim Brandschutz oder teuren Filteranlagen. Kommunalpolitik, Bürgerinitiativen sowie Tier- und Umweltschützer hoffen auf die  Bundespolitik. Über eine Novelle des Baugesetzbuches, die die Antragsflut von Mastanlagen eindämmen soll, wird der Bundestag demnächst entscheiden. Doch die Novelle wird jetzt schon als wirkungslos kritisiert.

Mehr Infos unter:  www.noz.de/antragsflut-fuer-maststaelle-in-der-region und www.noz.de/die-huehnerhochburg
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Ukraine: Protest gegen die deutsche Förderung von Legebatterien

Obwohl in Deutschland die tierquälerischen Legebatterien für Hennen seit 2009 verboten sind, will das deutsche Wirtschaftsministerium den Bau gigantischer Käfiganlagen durch einen deutschen Hersteller in der Ukraine mit Hermesbürgschaften fördern. Machen Sie auch mit bei der aktuellen Online-Aktion der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und lassen Sie Wirtschaftsminister Rösler wissen, dass Sie es nicht  akzeptieren, das Steuergelder für Tierquälerei im Ausland ausgegeben werden.

Hier geht es zur Protestaktion: albert-schweitzer-stiftung.de

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Dokus zum Nachsehen: "Nie wieder Fleisch?" und "Die Milch-Lüge"

Trotz der wachsenden Zahl von Vegetariern hat sich in den letzten 50 Jahren der weltweite Fleischkonsum verfünffacht. Die kritische Arte-Doku berichtet über die verheerenden Folgen des Hungers nach Fleisch. Von den leidenden Tieren, die zu bloßen Futterverwertungsmaschinen degradiert werden, über den Klimawandel, die Grundwassergefährdung bis zur wachsenden Armut in den Entwicklungsländern.
Die NDR-Dokumentation "Die Milch-Lüge" berichtet über die Krankheiten, die durch den Konsum von Milchprodukten ausgelöst werden können.
Hier können Sie sich die Dokumentationen "Nie wieder Fleisch?" und "Die Milch-Lüge" ansehen. Da das Leid der "Milchkühe" in der Doku viel zu kurz kommt, lesen Sie dazu mehr unter: www.tierrechte.de
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Stadttauben: Zurückgehende Populationen, neuer Taubenschlag und Pflegestellen-Gesuch

Die Bestände der Stadttaube in den Städten sollen immer mehr zurückgehen. Dafür drängten zunehmend andere Vogelarten in die Städte wie Ringeltaube, Krähe, Elster, Spatz und der Hausrotschwanz - so ein aktueller Artikel unter: www.berliner-zeitung.de

Die jenawohnen GmbH hat sich als erstes Wohnungsunternehmen in Thüringen dazu entschlossen, ein betreutes Taubenhaus auf dem Gelände einzurichten. Das Unternehmen suchte schon seit Längerem nach Lösungen, um die Anzahl der Stadttauben zu reduzieren. Denn die in den letzten Jahren eingesetzten Taubenabwehrmaßnahmen wie Rabenattrappen, Spikes oder Netze lösten das Problem nicht dauerhaft. Mehr Infos zum Thema unter: www.jenawohnen.de

In Saarbrücken werden dringend Pflegestellen für verletzte Stadttauben gesucht. Wer helfen kann, wendet sich an die Leiterin des Stadttaubenvereins Frau Ehretsmann, Email:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Kälberhaltung: Paderborn wieder vorbildlich für mehr Tierschutz

Mit dem "Paderborner-Modell", der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Halter von Freigänger-Katzen, ist die nordrhein-westfälische Stadt Paderborn bereits mustergültig zugunsten des Tierschutzes tätig geworden. Weit über 100 Kommunen sind diesem Ansatz erfreulicherweise schon gefolgt.

Soeben ist Paderborn - initiiert durch den engagierten Amtsveterinär Dr. Lang - wieder nach vorne geprescht und will einen Musterprozess in Sachen Kälberhaltung. Dabei soll geklärt werden, ob die weit verbreitete Haltung von Kälbern auf sogenannten Spaltenböden mit dem Tierschutz vereinbar ist oder nicht. Lesen Sie mehr in der Tageszeitung Neue Westfälische sowie einen Kommentar unter: www.presseportal.de

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Fernsehtipp: Der Rassehund - ein erbkranker Krüppel?

Das Geschäft mit den Rassehunden boomt. Zuchtwelpen sind begehrt und teuer. Gleichzeitig nimmt die Zahl der krank zur Welt kommenden Rassehunde zu. Inzwischen geht man von über 500 Erbkrankheiten bei Zuchthunden aus. Strafbar macht sich, laut dem Qualzuchtparagrafen im Tierschutzgesetz, eigentlich jeder, der wissentlich kranke Hunde züchtet.

Die Doku "Viel Rasse, wenig Klasse - das Geschäft mit der Hundezucht" ist zu sehen am  10.08.12, 18.30 Uhr und am 16.09.12, 23.15 Uhr bei Phoenix. Mehr Infos unter: www.phoenix.de
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Veganes Grillfest: Rezepte und Tipps

Auf den meisten Grillparties landen immer Steaks und Bratwürstchen auf den Rosten. Dabei gibt es so viele originelle Köstlichkeiten für ein veganes Grillfest. Die sind nicht nur lecker und gesund, sondern auch ganz ohne Tierleid. Wie wäre es zum Beispiel mit Hawaii-Spießen mit Ananas und Zitronenthymian, Auberginen-Zucchini-Rollmöpsen, mediterranen Grillspießen oder mit marinierten Seitansteaks? Dazu passen Basilikum-Grill-Tomaten, Kartoffelscheiben mit Rosmarin oder Nudelsalat mit Erbsen und Sojafleischwürfeln.

Alle Rezepte finden Sie auf unserer Rezeptwebseite CulinariaVegan unter:
www.culinaria-vegan.de
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Termine: Demos & Co.

Samstag, 11. August 2012: Protestaktion gegen Tierversuche in Berlin
Samstag, 11.August 2012: Veggie Street Day in Dortmund
Samstag, 11.August 2012: Rock4Animals in Halle
Samstag, 11. August 2012: veganer Brunch in Jena
Sonntag, 19. August 2012: VeganBrunch in Solingen
Samstag, 1. September 2012: Demonstration gegen Zoophilie in Köln
Samstag, 1. September 2012: VeggieWorld in Düsseldorf
Samstag, 1. September 2012: Vortrag über die Geschichte der vegetarischen Bewegung (VeggieWorld)
Dienstag, 4. September 2012: Tierrechtstreffen in Jena
Samstag 22. September 2012: Jäger-Aktion "1.000 Hörner in Düsseldorf"
Samstag, 29. September 2012: Wiesn Meat Out-Demo in München

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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