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Newsletter Tierrechte Nr. 15/11 vom 02.09.2011

02.09.2011

Inhalt

  • Pressemitteilung: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
  • Pressemitteilung: Tierschutz-Verbandsklage Saarland
  • Pressemitteilung: Mainzer Studenten fordern Gewissensfreiheit
  • Tierversuchsfrei: Der Bundesverband präsentiert sich auf dem Weltkongress
  • Berliner Forschungspreis zu Tierversuchs-Alternativen verliehen
  • Trotz Unterlassungsaufforderung: ARD strahlt "Das System Wiesenhof" aus
  • BUND-Studie: Fleischindustrie wird mit einer Milliarde Euro jährlich bezuschusst
  • Brand in Mastanlage: Zehntausende Hühner sterben
  • Rechenexempel: Wie viel Tod steckt in tierischen Produkten?
  • Stadttauben: Gravierendes Urteil des VGH Kassel
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos, Greentunes Festival, Köln pelzfrei, vegane Veranstaltungen

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 01.09.2011:

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern – Nur Grüne mit Tierschutzprogramm

Anlässlich der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September hat der  Bundesverband Menschen für Tierrechte die Wahlprogramme der Landesparteien von CDU, Bündnis90/Die Grünen, FDP, Die Linke und SPD nach ihren Tierschutzzielen für die kommende Legislatur gesichtet. Danach haben nur die Grünen, die bisher nicht im Landtag vertreten sind, ein Tierschutzprogramm vorzuweisen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de
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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 25.08.2011:

Tierschutz-Verbandsklage SaarlandVerbände kommen im Umweltausschuss zu Wort

Im Rahmen einer Anhörung berät morgen der Umweltausschuss des saarländischen Landtags über den Gesetzentwurf (Drucksache 14/480) der Jamaika-Landesregierung zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte und sein Landesverband stellen sich gern den Fragen der Abgeordneten.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 22.08.2011:

Mainzer Studenten fordern Gewissensfreiheit an der Universität

Studenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben eine Petition gestartet, um aus Gewissensgründen Übungen, für die Tiere getötet werden, ohne Nachteile fernbleiben zu können. Heute können sich Studierende der Biologie nur zwischen Studienabbruch und Beteiligung an diesem unnötigen Tierverbrauch entscheiden. Deshalb ist der Bundesverband Menschen für Tierrechte jetzt mit einem Schreiben an den Universitätspräsidenten Prof. Krausch herangetreten und erwartet seine Unterstützung für dieses Verweigerungsrecht.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Nach Mainz verlangt nun auch die grüne Bürgerschaftsfraktion in Bremen klare Aussagen darüber, in welchen Lehrveranstaltungen Tiere eingesetzt werden und stellt eine Kleine Anfrage an den Senat. Auch der Bremer Studierenden fordern: "Es darf niemand gegen seinen Willen und seine ethische Überzeugung zu Tierquälerei gezwungen werden." Weitere Infos unter: www.weser-kurier.de
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Tierversuchsfrei: Der Bundesverband präsentiert sich auf dem Weltkongress in Montreal

Vom 21.-25. August 2011 fand der Weltkongress für Alternativen zu Tierversuchen in Montreal, Kanada, statt. Es ist bereits das achte internationale Treffen von Forschern, Veterinärmedizinern, Tierschutzorganisationen, Ethikkommissionen, Experten und Vertretern der Politik zum Thema "Nutzung von Alternativen und Tieren in den Lebenswissenschaften". Auch der Bundesverband Menschen für Tierrechte konnte den 900 Teilnehmern des Kongresses aus über 50 Ländern seine Projekte präsentieren.

Weitere Infos unter: www.tierrechte.de
Dirketlink zum Weltkongress: www.wc8.ca
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Berliner Forschungspreis zu Tierversuchs-Alternativen verliehen

In Berlin wurde erstmalig der Berliner Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen verliehen. Unter 10 eingereichten Arbeiten wählte die Jury die Arbeit von Dr. med. Andreas Hocke von der Medizinischen Klinik der Charité Berlin aus. Das Thema: "Etablierung und Fortentwicklung eines humanen Lungengewebe-Infektionsmodells zur Reduktion und zum Ersatz von Tierversuchen in Maus-Pneumonie-Modellen". Ziel dieser Arbeit ist es, Versuche mit Mäusen im Rahmen der Lungeninfektionsforschung durch den Einsatz von menschlichem Gewebe zu ersetzen. Dafür wird anstelle von Mäusen menschliches Lungengewebe verwendet, das bei Operationen lungenkranker Patienten entnommen wird. Der Bundesverband begrüßte die Verleihung des Preises, denn diese Preise setzen ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen für die Reduktion von Tierversuchen und die Aufwertung von tierversuchsfreien Methoden. Die Methode ist zudem ein gutes Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln Tierversuche in der Grundlagenforschung – in diesem Fall in der Infektionsforschung – ersetzt werden können.
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Trotz Unterlassungsaufforderung: ARD strahlt "Das System Wiesenhof" aus

Am 31. August 2011 strahlte die Sendung "ARD-exclusiv" die kritische Dokumentation "Das System Wiesenhof" aus. Diese berichtet schonungslos über die Machenschaften des Geflügel-Multis und zeigt katastrophale Zustände in Ställen und Schlachthöfen. Unter anderem wird dokumentiert, wie Wiesenhof-Mitarbeiter, die Puten für den Transport zu Schalchthof vorbereiten, die Tiere treten, durch die Luft schleudern und in Käfige auf einem Lastwagen werfen. Noch vor der Ausstrahlung legte das Unternehmen Programmbeschwerde ein und reichte eine Unterlassungsaufforderung ein.  Die PHW-Gruppe, die hinter Wiesenhof steht, ist Marktführer und "produziert" mehr als 270 Millionen Hühner pro Jahr. Pro Woche werden etwa 4,5 Millionen Hähnchen geschlachtet. Gegen das Unternehmen wurde Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzverordnung zum Transport und Schlachten bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gestellt.

Hier können Sie die ARD-Reportage nachsehen:
http://mediathek.daserste.de

Machen Sie mit und fordern Sie die großen Handelsketten auf, nicht mit Tierqual-Produkten zu handeln unter:
www.tierrechte.de

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BUND-Studie: Fleischindustrie wird mit einer Milliarde Euro jährlich bezuschusst

Nach Recherchen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sind in Deutschland in den Jahren 2008 und 2009 jeweils über eine Milliarde Euro an Agrarsubventionen in die industrielle Massentierhaltung von Schweinen und Geflügel geflossen. Neben den Futtermitteln wurde der Bau großer Mastanlagen bezuschusst. Knapp 20 Millionen Euro gingen an die zehn größten Schlachtfirmen. Der Umweltverband kritisiert die Folgen der Pauschal-Subventionen für Mensch, Tier und Umwelt und fordert einen unverzüglichen Stopp der Agrarsubventionen für die Fleischindustrie. Zuschüsse müssten künftig an strengere Umwelt- und Tierschutzstandards gebunden werden. Außerdem müsse die Bürgerbeteiligung bei der Genehmigung neuer Mastanlagen erheblich gestärkt werden. Die EU-Kommission erarbeitet momentan Vorschläge, wie die Agrarpolitik nach 2013 gestaltet werden kann.

Weitere Infos und die Studie als PDF unter:
www.bund.net/fleischsubventionen
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Brand in Mastanlage: Zehntausende Hühner sterben

Wenn in industriellen Mastanlagen der Strom für die Lüftung ausfällt oder ein Feuer ausbricht, sterben immer wieder Tausende von Tieren qualvoll. Vor Kurzem kamen bei einem Brand in Bad Rappenau Zehntausende Hühner ums Leben. In der Woche zuvor waren bei einem Stromausfall in einer Hühner-Mastanlage in Sachsen-Anhalt 117.000 Tiere umgekommen.

Mehr Infos unter:
www.spiegel.de
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Rechenexempel: Wie viel Tod steckt in tierischen Produkten?

Das Magazin "Scientific American" veröffentlichte jüngst eine Studie, die in Zahlen darstellt, wie viele Tiere für eine bestimmte Menge an Kalorien aus tierischen Produkten getötet werden müssen. Hühnerfleisch steht dabei am schlechtesten dar, denn jedes geschlachtete Tier liefert netto nur 3.000 Kalorien. Sehr hoch ist aber auch der "Tod pro 1.000 Kalorien"- bei Eiern.  Dies liegt daran, dass die Tiere in der industrialisierten Eierproduktion nach etwa 1-2 Jahren getötet werden, wenn ihre Legeleistung nachlässt. Skandalös ist auch die Tatsache, dass die männlichen Küken sofort nach dem Schlüpfen getötet werden.

Weitere Infos erhalten Sie beim Vegetarierbund unter:
www.vebu.de
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Stadttauben: Gravierendes Urteil des VGH Kassel

Der Veraltungsgerichtshof Kassel hat gestern eine gravierende Entscheidung in Sachen Stadttauben-Tötung gefällt. Die Medien berichteten umgehend, sorgten jedoch vielfach für Verwirrung sowie zu der Annahme, Stadttauben dürften nun bei großem Vorkommen allerorts getötet werden.

Das Ergebnis des Vorgangs ist zunächst dieses:
Der Kläger, ein Falkner, bekam von den Richtern zwar keine grundsätzliche Erlaubnis für das gewerbsmäßige Fangen und Töten der Stadttauben. Die Richter verpflichteten aber den zuständigen Landkreis Limburg-Weilburg, den Antrag des Falkners neu zu prüfen und festzulegen, ab wann von einer Taubenplage gesprochen werden kann und die Stadttauben getötet werden dürfen. Revision ist zugelassen.
Das bedeutet: Erst wenn das Urteil rechtskräftig ist, stellt sich anhand der schriftlichen Gründe, die erst in einigen Wochen vorliegen werden, die Frage, was daraus für Hessen und bei möglicher Übernahme in anderen Ländern und letztlich bundesweit daraus folgt.
Der Bundesverband setzt nun darauf, dass die Behörde im Sinne des Tierschutzes Rechtsmittel einlegen wird. Mit dem Bundesverband kooperierende Juristen signalisierten der Behörde heute großes Interesse an einem Austausch.

Hier finden Sie z. B. den Vorgang recht verständlich dargelegt:
www.spiegel.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit
eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig
umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele
Tiere während des Klon-Prozesses sterben.  Hier können Sie sich an der
Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen (in englischer
Sprache): www.clonefreefood.eu

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Termine: Demos, Greentunes Festival, Köln pelzfrei, Vegan-Stammtisch

Freitag, 9. September: Greentunes Festival in Berlin
Samstag, 10. September: Köln pelzfrei
Samstag, 10. September: Demo gegen Tierversuche in Düsseldorf
Samstag, 17. September: Demo gegen Tierversuche in Lüttich (Belgien)
Samstag, 17. September: Demonstration gegen Zirkus Krone in Hamburg
Montag, 19. September: Vegan-Stammtisch in Aachen
Sonntag, 25. September: Vegan-Brunch in Saarbrücken

Alle September-Termine unter:
www.tierrechte.de

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