Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 14/13 vom 13.09.2013

13.09.2013

Inhalt

  • Wahlkampf-Endspurt: Werden Sie aktiv
  • Landtagswahl in Hessen: Parteien zum Tierschutz
  • EU-Tiertransporte: Für die meisten ist Deutschland verantwortlich
  • Fleischproduktion: Handelsketten wollen Fond für mehr Tierwohl einrichten
  • Puten und Hühner: Enthüllungen über tierquälerische Biohaltung und Tötungen
  • Kolumne: Hilal Sezgin über ein kleines Wunder
  • "Mastkaninchen": Neue Haltungsvorgaben stoßen auf Ablehnung
  • Rumänien gibt Straßenhunde zur Tötung frei
  • Stadttauben: Empfehlenswerter neuer Film online
  • TV-Tipps: Hauptsache Fleisch und Rasse-Wahn bei Hunden
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

___________________________________________

Wahlkampf-Endspurt: Werden Sie aktiv

  • Noch 10 Tage bis zur Bundestagswahl! Was können Sie noch tun, um Stimmen für die Tiere zu mobilisieren? Verbreiten Sie unser 5-Minuten-Video zur Bundestagswahl. Sie finden es unter: www.tierrechte.de
  • Die Flugblätter zur Wahl müssen raus. Deswegen bieten wir Ihnen in der Woche vor der Wahl Pakete mit 100 Flugblättern kostenlos an. Sie können ein Päckchen ganz unkompliziert per Email bei Stephanie Elsner bestellen; Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

___________________________________________

Landtagswahl in Hessen: Parteien zum Tierschutz

Zur Landtagswahl in Hessen am 22. September 2013 hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte die im Landtag vertreten Parteien befragt, wie sie drängende Tierschutzprobleme in der nächsten Legislatur anpacken werden. Hierbei stehen die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung der tierversuchsfreien Forschung und der Systemwechsel bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung im Mittelpunkt. Unsere Zusammenstellung bietet Wählerinnen und Wählern eine schnelle Orientierung. CDU und FDP sagen Nein zur Tierschutz-Verbandsklage und Nein zum Systemwechsel in der Landwirtschaft. SPD, Grüne und Linke stehen pro Klagerecht und für eine tier- und umweltschonende Landwirtschaft. Erfreulich ist, dass alle fünf Parteien tierversuchsfreie Verfahren durch eine Professur fördern wollen.

Alle Infos zur Wahl in Hessen, finden Sie unter:
www.tierrechte.de

___________________________________________

EU-Tiertransporte: Für die meisten ist Deutschland verantwortlich

Aus einer aktuellen Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen geht hervor, dass 2012 mehr als 4,6 Millionen zur Schlachtung bestimmte Schweine aus anderen EU-Ländern nach Deutschland importiert wurden. Insgesamt werden in der EU mehr als neun Millionen Schweine jährlich gehandelt. Deutschland ist das wichtigste Importland. Außerdem wurden im vergangenen Jahr 565.000 Rinder und Geflügel (470.000) im europäischen Binnenmarkt gehandelt. Aus der Antwort geht nach Ansicht der Grünen hervor, dass Deutschland verantwortlich für einen Großteil der Tiertransporte in der Europäischen Union ist. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, forderte mehr regionale Schlachthöfe und eine Begrenzung der Transportzeiten auf maximal acht Stunden. Hintergrund von Transporten sind nach Ansicht der Grünen u.a. auch die Dumpinglöhne an deutschen Schlachthöfen.

Weitere Infos unter:
www.stern.de

Hier können Sie sich die Kleine Anfrage als PDF herunterladen:
www.tierschutzwatch.de

___________________________________________

Fleischproduktion: Handelsketten wollen Fond für mehr Tierwohl einrichten

Die großen Handelsketten wie Edeka, Metro und die Tochterunternehmen Rewe, Netto und Real sowie Lidl verhandeln derzeit über eine branchenweite sogenannte  Tierwohl-Initiative. Sie planen einen millionenschweren Fond einzurichten, um sogenannte Tierwohlleistungen von Schweinehaltern sowie von Hähnchen- und Putenmästerm zu honorieren, die über das gesetzliche Maß hinausgehen. Koordiniert wird die Initiative von dem umstrittenen Unternehmen QS. Zusammen mit Experten aus Wissenschaft und Tierschutz habe QS einen Katalog von Anforderungen für Schweine-, Puten- und Hähnchenmäster erstellt. Ziel sei eine  "hundertprozentige Durchdringung" des Marktes. In der Vergangenheit waren gravierende Tierschutzverstöße in Mastbetrieben nachgewiesen worden, die das blaue Siegel der Firma QS trugen. Daraufhin hatte QS versucht, die Ausstrahlung von Undercover-Aufnahmen untersagen zu lassen. Der Spiegel bezeichnete QS in Ausgabe (3/2011) als "Siegel ohne Wert". Der Grund: QS ginge es nur um Vermarktung.

Mehr Infos unter:
www.wz-newsline.de

___________________________________________

Puten und Hühner: Enthüllungen über tierquälerische Biohaltung und Tötungen

Die aktuellen Aufnahmen von tierschutzwidrigen Haltungen von Puten aus Bio-Haltung haben die Debatte über Tierschutzstandards in Bio-Betrieben neu entfacht. Am 3. September hatten sowohl das ARD-Magazin Fakt als auch Spiegel Online unter Verweis auf Aufnahmen der Tierrechtsorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) über Puten aus Öko-Ställen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern berichtet, die in einem katastrophalen gesundheitlichem Zustand waren. Die Tiere in der Biohaltung wiesen demnach „dieselben Krankheitsmerkmale und Verletzungen wie Puten aus der konventionellen Massentierhaltung“ auf. Weitere skandalöse Filmaufnahmen der Soko Tierschutz in der Zeitschrift Stern und dem gleichnamigen TV-Magazin dokumentierten, wie in einer Hühnermastanlage "noch lebende Tiere in den Müll" geworfen wurden. Darüber hinaus seien in dem Wiesenhof-Zulieferbetrieb schwache Tiere unsachgemäß getötet worden. Das Unternehmen Wiesenhof, das zur PHW-Gruppe gehört, bestätigte, dass die sogenannte Nottötung einen "klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht darstelle" und kündigte den Vertrag mit dem bayerischen Landwirt. Die Soko Tierschutz erstattete mittlerweile Anzeige gegen weitere Wiesenhofbetriebe. Nach Informationen des Stern werden in Deutschland jährlich rund 450 Millionen Hühner geschlachtet, 22 Millionen verenden bereits im Stall oder beim Transport – das entspricht 60.300 Tiere pro Tag.

Mehr Infos unter:
www.mdr.de und www.rtl.de und www.sueddeutsche.de

___________________________________________

Kolumne: Hilal Sezgin über ein kleines Wunder

In ihrer Kolumne "Unterm Strich" berichtet die Journalistin Hilal Sezgin über die ehemalige "Legehenne" Hanni, die sich erfolgreich vor einem Schlachttransport versteckt, den ihr weggezüchteten Bruttrieb ignoriert - und heimlich ein Küken ausbrütet. Eine schöne Geschichte...

Lesen unter:
www.berliner-zeitung.de

___________________________________________

"Mastkaninchen": Neue Haltungsvorgaben stoßen auf Ablehnung

Der zweite Entwurf der Bundesregierung  zur Regelung der Haltungsbedingungen für Kaninchen in sogenannten Nutztierhaltungen wird von Seiten des Tierschutzes abgelehnt. Nach Ansicht der hessischen Landestierschutzbeauftragten sei der vorgelegte Entwurf noch deutlich schlechter als der vorherige. Er erlaubt kleine Käfige mit perforierten Böden, die den natürlichen Verhaltensweisen der bewegungsfreudigen Tiere nicht gerecht werden und weiterhin zu Schäden und Verhaltensstörungen führen. Der Gesetzentwurf widerspräche dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Legehennenhaltung vom 1999 eindeutig und würde über kurz oder lang ein Normenkontrollverfahren nach sich ziehen.

Mehr Infos unter:
www.tierschutz.hessen.de

___________________________________________

Rumänien gibt Straßenhunde zur Tötung frei

Nachdem ein vierjähriger Junge letzte Woche in der Nähe eines Parks der rumänischen Hauptstadt Bukarest durch ein Rudel Straßenhunde getötet worden sein soll, schlägt die Abneigung der Rumänen in Hysterie um. Nach Protesten für die Zulassung der Tötung der Streuner, hat das Parlament am Dienstag mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das es erlaubt, aufgegriffene Straßenhunde zu töten, wenn sich nicht innerhalb von zwei Wochen ein Besitzer meldet. 2011 war der Versuch der Regierung die "Euthanasie" herrenloser Hunde wieder zu legitimieren, am Verfassungsgericht gescheitert. Dieses hatte damals nur die Tötung offensichtlich kranker Tiere gestattet. Örtlich tätige Tierschutzorganisationen warnen nun vor einem "Massaker" an den Streunern. Die Streunerproblematik hat sich mit Ausbruch der Wirtschaftskrise trotz der von westeuropäischen Tierschutzorganisationen finanzierten Kastrationsprogramme noch verschärft. Zudem haben nach Informationen von Tierschützern die Tierfänger ein finanzielles Interesse daran, die Straßenhunde-Population künstlich hochzuhalten, denn dies sei ein Millionengeschäft. In Bukarest wird die Zahl der Streuner auf 40.000 bis 60.000 geschätzt. Die Tierschützer argumentieren, dass Massentötungen das Streunerproblem nicht lösen und plädieren für nachhaltige Kastrationsprogramme. Sie hoffen nun, dass die EU-Kommission den Parlamentsbeschluss für die Massentötung der Straßentiere nicht tolerieren wird.

Mehr Infos unter:
www.stuttgarter-zeitung.de und www.spiegel.de

Hier können Sie bei zwei Online-Aktionen mitmachen, die die EU-Kommission bzw. die rumänische Regierung auffordern, das Gesetz aufzuhalten: 4pfoten.org und www.tasso.net

___________________________________________

Stadttauben: empfehlenswerter neuer Film online

Soeben ist ein neuer, sehr wertvoller, halbstündiger Film über Stadttauben veröffentlicht worden. Er behandelt Hintergründe und Vorschläge zum Umgang mit Stadttauben. Im Fokus steht Frankfurt und dort auch der Verein www.stadttaubenprojekt.de, den das Ehepaar Stürmer ins Leben rief und deren Engagement bereits 2007 mit dem hessischen Tierschutzpreis gewürdigt wurde. Der 25- minütige Film kann online über die "Mediathek Hessen" angesehen werden.

Ansehen unter:
mediathek-hessen.de

Weitere Infos und Filme zum Thema Stadttauben unter:
www.stadttauben.de
___________________________________________

TV-Tipps: Hauptsache Fleisch und Rasse-Wahn bei Hunden

ZDFzoom begibt sich auf Spurensuche nach Fleischskandalen, Tiertransporten und überforderten Behörden und 3 Sat berichtet über den Rasse-Wahn bei Hunden und seine Folgen.

Nachsehen unter: www.zdf.de und www.3sat.de

___________________________________________

Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection unter:
www.stopvivisection.eu

Affentransporte: Aktionen und News der AirFrance-Kampagne unter:
stopvivisection.blogsport.de

___________________________________________

Termine: Demos & Co.

12. - 15. September 2013: International Animal Rights Conference 2013 in Luxemburg
21. - 28. September 2013 Aktionswoche gegen den „Weltschulmilchtag“
Samstag, 05.Oktober 2013: VeggieFest (Messe) Solingen
Samstag, 12.Oktober 2013: Demo Düsseldorf Pelzfrei
Samstag, 19.Oktober 2013: Welthungerdemo in Nürnberg
26.- 27. Oktober 2013: VeggieWorld in Düsseldorf
8.-9. November 2013: Herbstakademie: Tierbefreiung & Revolutionäre Realpolitik in Hamburg
Dienstag, 12. November 2013: Diskussionsveranstaltung: Braucht der Mensch noch Nutztiere? in Berlin

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »