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Newsletter Tierrechte Nr. 14/11 vom 18.08.2011

18.08.2011

Inhalt

  • Keine Erfolgsbilanz: Bundesregierung veröffentlicht Tierschutzbericht
  • Tierverbrauch: Mainzer Studenten wehren sich
  • InVitroJobs: Newsletter informiert über tierversuchsfreie Forschung
  • Affenversuche: Kreiter will umstrittene Hirnforschung fortsetzen
  • Nürnberg: Umstrittene "DelfinLagune" eröffnet
  • Berliner Tierpark: Diskussion um neuen Eisbär
  • Worms: Keine Platzvergabe an Zirkusse mit Wildtieren
  • Stadttauben: Helfer für Aachen gesucht
  • Neue Studie: Fleischverzicht ist gesund und ökologisch
  • Kostenlos spenden mit buecher.de
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos gegen Zirkus und Tierversuche

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Keine Erfolgsbilanz: Bundesregierung veröffentlicht Tierschutzbericht

Die Bundesregierung ist nach dem Tierschutzgesetz dazu verpflichtet, über den Stand der Entwicklung des Tierschutzes zu berichten und veröffentlichte nun den Tierschutzbericht 2011. Im Zuge der Entbürokratisierung erfolgt diese Berichterstattung nicht mehr alle zwei, sondern alle vier Jahre. Fazit der Regierung zum Tierschutz im Berichtszeitraum 2007 bis 2010: Der Tierschutz genieße einen hohen Stellenwert und es konnten wesentliche Fortschritte zur Weiterentwicklung des praktischen Tierschutzes – auf nationaler und EU-Ebene erreicht werden. Dazu zählt die Regierung mehrere Beispiele auf. Zwar sind einige der Erfolgsmeldungen wie das Einfuhrverbot für Hunde- und Katzenfelle sowie von Robbenprodukten oder das Verbot des Schenkelbrandes bei Pferden wirklich positiv im Sinne des Tierschutzes, in anderen Bereichen klingt das, was als Erfolg bezeichnet wird, allerdings schon fast zynisch.

Beispiel Tierversuche: Auf S. 31 des Berichtes heißt es, es müssten weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden, Tierversuche soweit wie möglich durch Alternativmethoden zu ersetzen. Die Zahl der Tierversuche steigt jedoch kontinuierlich an. Im Jahr 2009 wurden fast 2,8 Millionen Tiere in Tierversuchen verbraucht und getötet. Dies waren 3,5 Prozent bzw. 93.945 mehr Tiere als im Vorjahr.

Beispiel Masthühner: Die Regierung wertet die Einführung spezifischer Haltungsvorgaben für Masthühner als positiv. Tatsache ist, dass der Bundesrat 2009 ungeachtet der Proteste des Bundesverbandes und anderer die Umsetzung der EU-Richtlinie 2007/43/EG beschloss, die die Situation der Hühner noch verschlimmerte. Indem er einer erhöhten Besatzdichte von 39 kg pro Quadratmeter zustimmte, legalisierte er diese extrem tierquälerische Haltung.

Beispiel Wildtierhaltung im Zirkus: Obwohl von Wissenschaftlern, Tierschutzorganisationen und vom Bundesrat seit Jahren gefordert, wurde, so der Bericht, das Zurschaustellungsverbot für bestimmte wildlebende Tierarten nicht weiter verfolgt. Ein Verbot sei nur dann gerechtfertigt, wenn mildere Mittel, wie z. B. das Zirkusregister, erkennbar nicht zum Ziel führten. Das Zirkusregister ist jedoch so lückenhaft, dass es keine positiven Auswirkungen im Sinne der leidenden Wildtiere im Zirkus hat und den Vollzug durch die Amtsveterinäre nicht verbessert.

Fazit des Bundesverbandes: Der 106 Seiten starken Bericht zeigt, dass die Bundesregierung keine einschneidenden Tierschutzverbesserungen erreicht hat. Als einschneidend wären z. B. Verbote zur Wildtierhaltung in Zirkussen, zur "Pelztier"-Haltung und für Experimente an Affen sowie die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage zu bezeichnen. Der Bundesverband richtet den Blick voraus: In 2012 wird das Tierschutzgesetz aufgemacht: das ist die wirkliche Herausforderung, um neue Maßstäbe im Tierschutz zu setzen.

Sie können sich den gesamten Bericht herunterladen unter: www.bmelv.de

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Tierverbrauch: Mainzer Studenten wehren sich

Die Hochschulgruppe "Campus Grün" der Universität Mainz protestiert gegen die Verwendung extra getöteter Tiere im Studium. Die Studierenden fordern in einer Online-Petition, dass sie den zwingenden Tierverbrauch aus ethischen Gründen ablehnen und die Pflichtkurse auch mittels Alternativen absolvieren können. Die Petition soll dem Präsidenten der Universität vorgelegt werden. Der Bundesverband unterstützt die Studierenden. Mit seinem Projekt SATIS setzt er sich für eine Ausbildung mit humanen Lehrmethoden ein.

Bitte unterschreiben auch Sie die Online-Petition unter:
www.petitiononline.de

Die Facebook-Seite der Hochschulgruppe finden Sie unter:
www.facebook.com

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InVitroJobs: Newsletter informiert über tierversuchsfreie Forschung

Das Projekt InVitroJobs - für eine Forschung ohne Tierversuche veröffentlichte kürzlich seinen zweisprachigen Newsletter. Neben innovativen Forschungen zu tierfreien Methoden werden auch neue Untersuchungen vorgestellt, die belegen, dass Ergebnisse aus Tierversuchen nicht geeignet sind, um sie auf den Menschen zu übertragen.

Mehr unter:
www.tierrechte.de
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Affenversuche: Kreiter will umstrittene Hirnforschung fortsetzen

Der Bremer Neurobiologe Andreas Kreiter will seine Versuche an Makaken bei der Gesundheitsbehörde verlängern lassen. Normalerweise wäre die Versuchsgenehmigung im November ausgelaufen. Noch steht aber ein Revisionsverfahren zu den Affenversuchen aus. Das Bremer Gesundheitsressort hatte dem Hirnforscher 2008 nach über zehn Jahren die Genehmigung für seine Versuche an Makaken aus ethischen Gründen nicht verlängert. Der Wissenschaftler klagte gegen das Verbot mit dem Erfolg, dass das Verwaltungsgericht in Bremen das Verbot im Mai 2010 aufhob. Dagegen legte die Gesundheitsbehörde ihrerseits Berufung ein. Die Behörde muss jetzt neue Gutachtenfür ein Verbot liefern. Mit einer Entscheidung wird Ende 2011 gerechnet.

Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de
und
www.focus.de

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Nürnberg: Umstrittene "DelfinLagune" eröffnet

Im Tiergarten Nürnberg wurde Ende Juli eine Außenanlage zum bestehenden Delfinarium eröffnet. Die mittlerweile weit über 20 Millionen teure sogenannte DelfinLagune war von Anfang an umstritten: Für die Stadt und den Tiergarten ein Prestige-Projekt  –  für Tier- und Artenschützer eine unnatürliche Umgebung, in der die Meeressäuger nicht artgerecht gehalten werden können. Unter dem Motto "Delfinarien schließen! Artgerecht ist nur das Meer" hatte der Mitgliedsverein des Bundesverbandes Menschen für Tier§Rechte Nürnberg e.V. Proteste gegen die Lagune organisiert und forderte die Beendigung der Delfinhaltung.

Mehr Infos unter: www.tierrechte.de

Lesen Sie dazu auch den Artikel  über die boomende Delphintherapie unter:
www.tierrechte.de

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Berliner Tierpark: Diskussion um neuen Eisbär

Der Berliner Tierpark hat nach dem Tod von "Knut" mit der Anschaffung eines neuen Eisbären wieder eine Diskussion um eine artgerechte Haltung der Tiere ausgelöst. Denn die Gefangenschaftshaltung auf engem Raum bedingt bei den wandernden Tieren schwere Verhaltensstörungen. Claudia Hämmerling von Bündnis 90/Die Grünen kündigte strengere Kontrollen von Zoo und Tierpark an. Die junge Eisbärin wurde nach Angaben des Tierparks im Austausch für drei Elefanten vom russischen Zoo in Rostow erworben.

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Worms: Keine Platzvergabe an Zirkusse mit Wildtieren

In Worms werden künftig keine Zirkusse mit Wildtieren mehr auftreten. Am 13.08.2010 stimmte der Haupt- und Finanzausschuss einer Vorlage zur Platzvergabe zu. Der Antrag der SPD, kommunale Plätze nicht mehr an Zirkussen mit Wildtieren zu vermieten, wurde bereits am 29.09.2010 vom Stadtrat angenommen. Damit ist dieser parlamentarische Prozess zu Gunsten des Tierschutzes abgeschlossen.

Weiter Infos unter: www.tierschutzwatch.de
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Stadttauben: Helfer für Aachen gesucht

Obwohl sich das Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung der ungeliebten Stadtbewohner bewährt hat, steht das Projekt in der Modellstadt Aachen auf der Kippe. Der Grund: es fehlen Freiwillige. In den zehn Schlägen werden inzwischen weit über 1.000 Tauben betreut. Schätzungen zufolge wurden in den Taubenschlägen 2007 etwa 7.500 Kilogramm Kot entsorgt und 4.000 Taubeneier gegen Attrappen ausgetauscht.

Mehr zum Stadttaubenmanagement unter:
www.tierrechte.de

Wer in Aachen und Umgebung wohnt und sich in den Projekt engagieren möchte, kann sich bei Stephanie Elsner melden unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Auch die Nachrichtenagentur dapd berichtete über das Projekt unter
www.ad-hoc-news.de

Tasso vergibt "Die goldene Pfote". Wer das Stadttaubenprojekt Frankfurt unterstützen möchte, kann hier mitstimmen: www.tasso.net

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Neue Studie: Fleischverzicht ist gesund und ökologisch

In einer Studie hat die Technische Universität (TU) Wien erstmals die ökologischen Vorteile untersucht, die eine gesündere Ernährung mit weniger Fleisch bringen würde.  Ergebnis:  Eine gesunde Ernährung schont die Umwelt, spart Ressourcen und Anbaufläche. Dies würde nicht nur die Krebsraten reduzieren und Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen, auch der Flächenbedarf für die Ernährung würde dadurch sinken. Dazu müsste der Konsum an Gemüse und Getreide deutlich steigen und die Menge an Fleisch und Wurst halbiert werden. Der Umstieg auf Bio-Lebensmittel bringe vergleichsweise wenig.

Mehr Infos unter: www.tuwien.ac.at

Lesen Sie dazu auch "Fleisch-Liebhaber erkranken häufiger an Diabetes" unter:
www.spiegel.de

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Kostenlos spenden mit buecher.de

Über "buecher.de" können Sie Bücher, Hörbücher, Filme, Software, PC-Spiele oder Kalender bestellen und damit gleichzeitig etwas Gutes tun. Denn wenn Sie bei Bestellungen über die Webseite des Bundesverbandes gehen, bekommt der Verband automatisch eine kleine Provision. Für Sie ist dies völlig kostenlos. Ein weiterer Vorteil: "buecher.de" versendet die Waren portofrei.

Den Link finden Sie unter: www.tierrechte.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit
eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu

EU-Verbot von Legebatterien
Verhindern Sie eine Verzögerung des EU-Verbots von Legebatterien durch Polen
unter: action.ciwf.org.uk

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig
umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele
Tiere während des Klon-Prozesses sterben.  Hier können Sie sich an der
Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen (in englischer
Sprache): www.clonefreefood.eu

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Termine: Demos gegen Zirkus und Tierversuche

  • Samstag, 17. September: Lüttich (Belgien): Demo gegen Tierversuche
  • Samstag, 17. September: Demonstration gegen Zirkus Krone in Hamburg
    Infos zu allen September-Terminen unter: www.tierrechte.de
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