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Newsletter Tierrechte Nr. 12/16 vom 25.06.2016

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

seit der Veröffentlichung des neuen Buches "Fleischfabrik Deutschland" des Grünen Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und der Konferenz der Grünen am 19. Juni 2016 in Hannover füllt die Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft das mediale Sommerloch. Die Partei fordert von der schwarz-roten Bundesregierung einen grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik und wirft Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) "Versagen auf ganzer Linie" vor.

Grüne Agrarwende basiert auf drei Säulen
Mit einem Drei Säulen-Programm wollen die Grünen die Massentierhaltung in den kommenden 20 Jahren beenden. Dieses umfasst eine Aufstockung der Tierschutz-Ausgaben von derzeit 30 auf 150 Millionen Euro sowie ab 2020 die Neuverteilung der milliardenschweren EU-Subventionen nach Kriterien wie Tierschutz, Naturschutz und Landschaftsschutz. Die zweite Säule sind gesetzliche Maßnahmen wie zum Beispiel bessere Mindeststandards in der Tierhaltung. Die dritte Säule betrifft eine bessere Information der Verbraucher durch eine klare Kennzeichnung. Auch wenn aus tierethischer Sicht das Motto der Grünen "100 Prozent faire Tierhaltung"  Kritik herausfordert (denn: wie kann die sogenannte Nutztierhaltung überhaupt fair sein?), so ist es der Partei dennoch gelungen, diese wichtige Diskussion wieder anzustoßen.

Viel Zustimmung für klare Kennzeichnung
Die Debatten gehen mittlerweile sogar über Parteigrenzen hinweg: So forderte der schleswig-holsteinische CDU-Landwirtschaftspolitiker Heiner Rickers diese Woche eine staatliche Tierwohl-Abgabe. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) kritisiert die Pläne der Grünen derweil als "lebensfremd." Auf große Zustimmung stößt jedoch die Einführung einer einheitlichen Kennzeichnung nach Herkunft und Haltungsform bei Produkten vom Tier. Dies macht auch aus tierethischer Sicht Sinn, denn dann wäre Fleisch aus konventioneller und damit besonders tierquälerischer Haltung klar zu erkennen – unabhängig von beschönigenden Marketingversprechen. Lesen Sie dazu ein Interview mit Sabine Klein von der Verbraucherzentrale NRW, die schon lange eine transparente Kennzeichnung fordert.

Hier lesen Sie das neue Strategiepapier der Grünen. 


Skandal: Illegale Tierversuche in Jena

Niemand weiß, wie viele Tiere in Deutschland in heimlichen und damit völlig unkontrollierten Versuchen leiden und sterben. Der aktuelle Fall von ungenehmigten Experimenten am Leibnitz-Institut für Altersforschung (FLI)  in Jena zeigt, wie dringlich u.a. eine effektive Kontrolle durch die Behörden ist. Stattdessen sollen die illegalen Versuche nun noch nachträglich genehmigt werden - ein absolutes NO-Go! » mehr


Vortrag "Tierschutz in die Lehrpläne"

iatAm 9. Juni hielt Steffanie Richter vom Bundesverband im Rahmen der Tierethik-Akademie Heidelberg einen fast 45-minütigen Vortrag zum Thema "Das Mensch-Tier-Verhältnis. Ein Muss für Lehr- und Studienpläne". Darin erklärt sie, warum der Tierschutz gesamtgesellschaftliche Relevanz hat und deswegen ein fester Bestandteil der Lehrpläne, der Lehrer-Ausbildung und der Unterrichts-materialien werden sollte. Dazu hat der Bundesverband 2015 eine Online-Petition gestartet.
» Hier können Sie den Vortrag online ansehen


NRW: Jäger machen Front gegen Ökologisches Jagdgesetz

Seit April 2015 verbietet das neue Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) in Nordrein-Westfalen besonders tierquälerische Jagdpraktiken wie die grausamen Totschlagsfallen, die Baujagd, die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Enten und der Abschuss von Hauskatzen. Zudem wurde die Liste mit den zur Jagd freigegebenen Tieren von 100 auf 29 reduziert. Für diese weitreichenden Verbesserungenhatte der Bundesverband zusammen mit diversen Tier- und Naturschutzverbänden gekämpft. Den Jägern missfallen diese Reformen und sie versuchen mit allen juristischen Mitteln gegen das Gesetz vorzugehen. Derzeit laufen drei Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Jäger wehren sich beispielsweise gegen die sinnvolle Regelung eines Schießnachweises. Dieser soll massives Leid bei angeschossenen Tieren durch schießunfähige Jäger verhindern. Gleichzeitig versuchen die Jäger mit einer Volksinitiative zu erreichen, dass der Landtag sich erneut mit dem Gesetz beschäftigen muss. Experten stufen die Erfolgsaussichten der Jäger insgesamt jedoch als gering ein. Es kann sein, dass sie Änderungen in Details erreichen, wie sie es beim Schießnachweis versuchen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das ÖJG in seiner Substanz gefährdet ist. Eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Jäger können Sie hier bei WDR5 nachhören.


Straathof-Gerichtsverfahren stellt auch Kastenstände auf dem Prüfstand

Das Gerichtsverfahren zum bundesweit geltenden Tierhaltungs- und Betreuungsverbot gegen den Schweinezüchter Adrianus Straathof geht weiter. Bei dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg Ende Juni stehen auch die tierquälerischen Kastenstände auf dem Prüfstand. Für Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, hat dieses OVG-Urteil zu Kastenständen eine bundesweite Signalwirkung: "Mit der Entscheidung zu den Kastenständen ist der Weg frei für eine rechtskräftige Entscheidung zum Tierhaltungsverbot gegen Straathof als Person. Ich bin zuversichtlich, dass nun nach dem bahnbrechenden OVG-Urteil auch das Magdeburger Verwaltungsgericht am 28. Juni bei dem Tierhaltungsverbotsverfahren die konsequente Spruchpraxis zu Gunsten des Tierschutzes fortsetzen wird und damit tierquälerischen Systemen in der Schweinehaltung in Deutschland endgültig ein Ende bereitet". Das öffentliche Verfahren findet am Dienstag, 28. Juni ab 9:30 Uhr vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg statt.


Gefahrtiergesetz: Aktuelle Vorfälle mit Exoten zeigen Dringlichkeit

Gleich zwei Vorfälle mit gefährlichen exotischen Tieren zeigen die Notwendigkeit der flächendeckenden Einführung von Gefahrtiergesetzen. In Bramsche fand eine Frau eine giftige Schildnasenkobra in ihrem Heizungskeller. In Rotenburg wurde ein 1,30 Meter langer Python auf einem Radweg eingefangen. Der Osnabrücker Schlangenexperte Winfried Brüssing hat wenig für die meisten Schlangenhalter übrig: 95 bis 99 Prozent der Halter seien Idioten, sagte Brüssing gegenüber der Osnabrücker Zeitung. Dies sind keine Einzelfälle. Seit Jahren nimmt die Haltung von exotischen Wildtieren, wie Schlangen, Spinnen, Skorpionen und Krokodilen zu. Gleichzeitig steigt die Zahl der entlaufenen und ausgesetzten Exoten an. Tierheime und Tierschutzverbände schlagen Alarm. Deswegen fordert der Bundesverband zusammen mit anderen Vereinen die Einführung von Gefahrtiergesetzen. » mehr


Tierversuchsgegner Berlin Brandenburg e.V. suchen Verstärkung

Die Tierversuchsgegner Berlin Brandenburg e.V. suchen Verstärkung für ihr Berliner Team in den Bereichen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. » mehr

Bayreuther Tiertafel sucht dringend neue Räume
Seit 2013 unterstützt der Verein "Menschen für Tierrechte Bayreuth" bedürftige Tierhalter mit Futter- und Sachspenden. Nun ist die Tiertafel selbst in Not geraten. Der Verein sucht dringend neue Räume für die Spendenausgabe. Können Sie helfen? » Kontakt


TV-Tipp

Die SWR-Sendung odysso berichtet u.a. über Delfinarien, Zoos und Grundrechte für Menschenaffen. » Hier können Sie die komplette Sendung ansehen.

 

 

 


 Aktuelle Kampagnen & Mitmachaktionen


Termine: Demos & Co.

  • Dienstag, 28. Juni 2016: Öffentliches Straathof-Gerichtsverfahren in Magdeburg
  • Mittwoch, 29. Juni 2016: Demo vor dem europäischen Patentamt (EPA) in München
  • Donnerstag, 14. Juli 2016: Vortrag "Güterabwägungen in der Tierethik" in HD
  • 29. Juli - 04. August 2016: Aktionscamp gegen Tierfabriken bei Nienburg
  • Freitag, 29. Juli 2016: Vortrag "Rechte für Tiere" in Bochum
  • 19.-21. August 2016: Das größte vegane Sommerfest Europas in Berlin
  • Samstag, 27. August 2016: World Day for the End of Speciesism
  • Samstag, 27. August 2016: Tierrechtsmarsch beim Festumzug des NRW-Tages in Düsseldorf

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de


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Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
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Fon 02 41-15 72 14
Fax 02 41-15 56 42
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