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Newsletter Tierrechte Nr. 12/11 vom 22.07.2011

22.07.2011

Inhalt

  • Tierschutz-Verbandsklage: NRW bringt Gesetzentwurf ein
  • Stellungnahme zur Kaninchenhaltung
  • Kommunalwahlen: Parteien positionieren sich zum Tierschutz
  • Tierversuche: Warum Preise zur Förderung von tierfreien Methoden wichtig sind
  • Zum Nachsehen: Stress und Leid bei der Schlachtung
  • NRW: Förderprogramm für Kastration verwilderter Katzen
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Urlaub vegetarisch
  • Notfall: 29 Schafe suchen dringend neues Zuhause
  • Termine: Demos, Veggie Street Day und Sommerfeste

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Tierschutz-Verbandsklage: NRW bringt Gesetzentwurf ein

Die rot-grüne Landesregierung hat ein Jahr nach ihrem Amtsantritt einen richtungsweisenden Gesetzentwurf zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in den Landtag eingebracht, der am 21. Juli an den Umweltausschuss zur weiteren Beratung übergeben wurde. Ziel des Bundesverbandes ist es, dass der Gesetzentwurf die parlamentarischen Beratungen unbehelligt übersteht und Anfang 2012 verabschiedet wird. Die Sachargumente sprechen eindeutig für die Einführung des Klagerechtes.

Lesen Sie hierzu auch unsere Pressemitteilung vom 20.07.2011 unter:
www.tierrechte.de

Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Artikel "Im Namen der Tiere", in dem neben Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) und dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) auch die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Dr. Christiane Baumgartl-Simons zu Wort kommt unter: www.freitag.de

Den  Gesetzentwurf können Sie sich auf unserer Seite für Tierschutzpolitik als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de
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Stellungnahme zur Kaninchenhaltung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat den Tierschutz-Verbänden ein erstes Eckpunkte-Papier zur Kaninchenhaltung geschickt, in dem die Organisationen Stellung nehmen können. Der Bundesverband bemängelt unter anderem, dass nach dem Eckpunktepapier eine Käfighaltung von Kaninchen immer noch möglich ist. Diese aber gelte es sicher auszuschließen, weil die für Kaninchen typischen Verhaltensweisen wie Hoppeln, Hakenschlagen, sich Aufrichten, Graben oder sich Zurückziehen nur in großzügigen Boden- und Freilandhaltungen möglich ist. Außerdem müssten die Haltungseinrichtungen so hoch sein, dass sie ein Mensch in aufrechter Körperhaltung betreten kann.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt die Nutzung von Tieren grundsätzlich in Frage und setzt sich dafür ein, den Tieren ein Recht auf Leben und Unversehrtheit zuzugestehen. Solange Menschen jedoch noch Tiere nutzen, sehen wir die Notwendigkeit, die Bedingungen in der Tierhaltung so gut wie möglich zu gestalten, ohne die herrschenden Zustände zu legitimieren.

Die Stellungnahme des Bundesverbandes zur Kaninchenhaltung finden Sie hier:
www.tierschutzwatch.de
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Kommunalwahlen: Parteien positionieren sich zum Tierschutz

Die Wahlprogramme der Ortsverbände der Grünen und der SPD in Neu Wulmstorf positionieren sich zum Tierschutz. Dies ist ein Novum! Sehr konkret werden die Parteien zu den Themen Tierversuche und tierversuchsfreie Verfahren. Hintergrund für dieses Engagement sind die Tierversuche im Auftragslabor LPT in Mienenbüttel, wo u.a. qualvolle Tierversuche für Botox im Auftrag der Firma Merz durchgeführt werden. Vor Ort agiert die Bürgerinitiative LOBBY PRO TIER gegen LPT. Auszug aus dem Wahlprogramm des Ortsvereins der SPD: "(...) Auch wenn wir auf kommunaler Ebene keine politischen Handlungsmöglichkeiten haben gegen Tierversuche anzugehen, so wollen wir zumindest auch in diesem Zusammenhang eine politische Forderung erheben. Das sehen wir als unsere Verpflichtung gerade vor dem Hintergrund, dass wir mit einer Tierversuchsanstalt in Mienenbüttel besonders berührt sind und der Tatsache, dass unserem Bürgermeister seit Jahren der Zutritt für eine Besichtigung verwehrt wird...."

Die Wahlprogramme können Sie sich auf unserer Seite für Tierschutzpolitik als PDF herunterladen:
Grüne: www.tierschutzwatch.de
SPD: www.tierschutzwatch.de
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Tierversuche: Warum Preise zur Förderung von tierfreien Methoden wichtig sind

Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes, berichtet in einem Artikel in der Allgemeinen Zeitung über die gesellschaftspolitische Bedeutung von Tierschutzpreisen. Oft beantragen Wissenschaft und Industrie immer noch Tierversuche, weil sie die neuesten tierfreien Testverfahren nicht kennen. Um dies in Zukunft zu verhindern, wird eine Stelle benötigt, an denen die wissenschaftlichen Innovationen umfassend gebündelt und kommunizierbar gemacht werden: ein Lehrstuhl für tierversuchsfreie Methoden, wie er in Baden-Württemberg bereits existiert.

Weitere Infos unter:
www.allgemeine-zeitung.de
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Zum Nachsehen: Stress und Leid bei der Schlachtung

Das 3sat Wissenschaftsmagazin Nano widmete sich in einer seiner letzten Sendungen der Schlachtung von Hühnern. Bisher werden Hühner zur Betäubung durch ein elektrisch geladenes Wasserbad gezogen, bevor sie durch rotierende Messer getötet werden. Schweine werden mit Kohlendioxid statt mit Strom betäubt. Prof. Jörg Hartung von der Tierärztlichen Hochschule Hannover berichtet, dass die Schweine während der ersten 15 Sekunden der Betäubung "erhebliche Abwehrreaktionen" zeigen und Stresshormone ausschütten. Dies spricht dafür, dass die Tiere unter Erstickungsangst leiden. Hartung geht davon aus, dass Hühner ähnlich wie Schweine bereits unter der Betäubung leiden. Weitere Qual wartet auf fehlbetäubte oder nicht richtig entblutete Tiere. Schätzungsweise 500.000 Schweine sterben in Deutschland erst beim Abbrühen. 200.000 Rinder durchlaufen den Schlachtvorgang, bei dem sie zerlegt werden, unbetäubt.

Das Video können Sie sich hier ansehen:
www.3sat.de
Einen Beitrag zu den Fehlbetäubungen bei der Schlachtung aus den Tagesthemen vom 29.03.10 sehen Sie hier: www.youtube.com
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NRW: Förderprogramm für Kastration verwilderter Katzen

Ein neues Förderprogramm soll Tierschutzvereine, die sich um die Kastration von verwilderten Katzen bemühen, unterstützen. Gefördert wird jede kastrierte Katze in einer Höhe von 40,- Euro und jeder kastrierte Kater in einer Höhe von 25,- Euro. Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss zu den tatsächlichen Kosten der Kastration. Es werden 2011 nur Kastrationen bewilligt, die nach dem 28.06.2011 durchgeführt werden und für die zuvor ein Antrag auf Bewilligung gestellt wurde.

Die Antragsformulare finden Sie auf der LANUV-Homepage unter:
www.lanuv.nrw.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu

EU-Verbot von Legebatterien
Verhindern Sie eine Verzögerung des EU-Verbots von Legebatterien durch Polen
unter: action.ciwf.org.uk

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben.  Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen (in englischer Sprache): www.clonefreefood.eu

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Urlaub vegetarisch

Für alle, die gerne fleischfrei genießen und darauf auch im Urlaub nicht verzichten wollen, hat der VEBU (Vegetarierbund Deutschland), der Mitglied beim Bundesverband ist, ein Urlaubspaket entwickelt. Das Paket beinhaltet einen Restaurantführer, einen Urlaubsguide und die Sommerausgabe des Magazins „natürlich vegetarisch“.

Mehr Infos unter: www.vebu.de/urlaubspaket
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Notfall: 29 Schafe suchen dringend neues Zuhause

Das Tierheim Iserlohn sucht für 29 Heidschnucken, black face-Schafe, Soay-Schafe und Kamerunschafe mit Lämmchen, die aus schlechter Haltung freigekauft wurden, ein dauerhaftes und gutes Zuhause.

Mehr Infos unter: www.tierheim-iserlohn.de

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Termine: Demos, Veggie Street Day und Sommerfeste

Veganmania in München, Iserlohn und Schweinfurt
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Donnerstag, 28. Juli bis Sonntag, 31. Juli: Aktionen gegen die Eröffnung der Lagune in Nürnberg
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 30. Juli: Vegan-vegetarisches Sommerfest in Berlin
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 30. Juli: Sommerfest Stadttaubenprojekt in Frankfurt
Weitere Infos unter:
www.stadttaubenprojekt.de

Samstag, 13. August: Veggie Street Day Dortmund
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 13. August: Demo gegen Tierversuchslabor in Frankfurt
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Sonntag, 14. August: Demo zur Schließung des Delfinariums in Duisburg
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Sonntag, 21. August: Demo gegen die Fleischindustrie in Wittlich
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

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