Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 1/13 vom 18.01.2013

18.01.2013

Inhalt

  • Pressemitteilung: Bundesrat soll Aigners Tierschutzgesetz aufhalten
  • Pressemitteilung: Landtagswahl in Niedersachsen: Parteien zum Tierschutz
  • Aktuelles zur Tierschutz-Verbandsklage
  • Tierversuchsfreie Verfahren: Neue Entwicklungen
  • Landwirtschaftliche Tierhaltung: Debatte im Bundestag
  • Umfrage: Mehrheit legt Wert auf tiergerechte Haltung
  • Neues Fleischsiegel soll für mehr Tierschutz sorgen
  • Fleischatlas: Fleischproduktion in der Kritik
  • Demoaufruf: Wir haben Agrarindustrie satt!
  • Stadttauben: Wuppertal hat weitere Schläge
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

___________________________________________

Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 17.01.2011

Bundesrat soll Aigners Tierschutzgesetz aufhalten

Morgen berät der Agrarausschuss des Bundesrats über die Änderungen des Tierschutzgesetzes. Der Bundestag hat diesen Änderungen bereits am 28. November zugestimmt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte appelliert an die Ausschussmitglieder, den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anzurufen und später im Falle eines erfolglosen Vermittlungsverfahrens Einspruch gegen das Gesetz einzulegen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Anlässlich der Beratungen des Tierschutzgesetzes im Bundesrat hat der Bundesverband gemeinsam mit fünf weiteren Tierschutzorganisationen am 14.01.2013 die für Tierschutz zuständigen Minister der Bundesländer angeschrieben, um die eklatanten Mängel der rechtlichen Regelungen zu Tierversuchen erneut hervorzuheben. Diese Mängel haben wir durch ein Rechtsgutachten untermauert. Den Brief an die Minister lesen Sie hier: www.tierrechte.de
___________________________________________

Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 16.01.2011

Landtagswahl in Niedersachsen: Parteien zum Tierschutz

Zur Landtagswahl am 20. Januar 2013 hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte die bisher im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien nach ihren aktuellen Tierschutzzielen befragt. Dabei stehen drängende Tierschutzthemen im Vordergrund. An erster Stelle stehen in Niedersachsen, das aufgrund seiner massenhaften Intensivtierhaltungen auch als „Land der Gülle“ bezeichnet wird, Fragen nach verbesserten Haltungsbedingungen für die landwirtschaftlichen Nutztiere, aber auch zur Förderung tierversuchsfreier Methoden sowie zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage. Der Bundesverband ruft die Wähler auf, die jetzigen Tierschutz-Pläne der Parteien bei ihren Wahlentscheidungen zu berücksichtigen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Detailinformationen, wie die Originalantworten der Parteien, Wahlprogramme und eine Übersichtstabelle, finden Sie unter: www.tierschutzwatch.de

___________________________________________

Aktuelles zur Tierschutz-Verbandsklage

Die Initiativen in den Bundesländern zur Tierschutz-Verbandsklage gehen voran. Am weitesten ist die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Dort soll im Februar über den Gesetzentwurf der rot-grünen Regierung zur Einführung des Klagerechtes für anerkannte Tierschutzorganisationen im Umweltausschuss beraten werden.

In Schleswig-Holstein beriet der Umwelt- und Agrarausschuss gestern über einen gemeinsamen umfassenden Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen SPD, B90/Die Grünen und SSW und legte einen Termin für eine Anhörung im April fest.

Im Saarland hat Anfang Januar hat die Landesregierung (CDU/SPD) einen Gesetzentwurf zur Einführung des Klagerechtes, der sich sehr stark an dem nordrhein-westfälischen Entwurf orientiert und zusätzlich einen ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten vorsieht, an die Verbände zur Abgabe einer Stellungnahme gegeben. Über das Ergebnis der Stellungnahme berichten wir in Kürze. Mit dem Gesetzentwurf nimmt die Landesregierung (CDU/SPD) diesen Punkt aus ihrem Koalitionsvertrag erfreulich früh in Angriff. Besonders herauszustellen ist, dass bisher nur die CDU im Saarland hinter dem Klagerecht steht. Bundes-CDU und die 15 CDU-Landesparteien sind bisher vehemente Gegner der Tierschutzverbandsklage.

In Hessen soll auf der nächsten Plenarsitzung vom 29.-31. Januar 2013 über die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage abgestimmt werden. Zur Abstimmung stehen zwei Gesetzentwurfe der Oppositionsfraktionen (SPD, B90/Die Grünen). Hierzu fand in 2012 eine Anhörung im Umweltausschuss statt, auf der auch der Bundesverband als Sachverständiger gehört wurde. Beide Gesetzentwürfe orientieren sich sehr stark an dem begrüßenswerten Gesetzentwurf Nordrhein-Westfalens.

In Bayern haben B90/Die Grünen ebenfalls einen Gesetzentwurf nach dem Vorbild von NRW eingebracht.

Außerdem arbeiten die Landtage von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz derzeit an entsprechenden Gesetzentwürfen.

Seit Juli 2012 gibt es auch in Hamburg einen Senatsbeschluss zur Einführung des Klagerechts, ein Entwurf existiert noch nicht.

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden. Für den Bundesverband hat die Lobbyarbeit jetzt höchste Priorität, damit  das Klagerecht 2013 in möglichst vielen Bundesländern Wirklichkeit wird.
___________________________________________

Tierversuchsfreie Verfahren: Neue Entwicklungen

"Menschliche Zellkultur schlägt Tierversuch" lautet die Überschrift eines Beitrags des Deutschlandradios. Berichtet wird, dass Kölner Forscher Thalidomid (der schädliche Wirkstoff des Medikaments Contergan) sowie andere Stoffe erfolgreich an menschlichen embryonalen Stammzellen testen. In dem Beitrag wird auch die "Gewinnung" der Stammzellen angesprochen. Den ganzen Artikel lesen Sie unter: www.dradio.de
Mithilfe künstlich hergestellter Lipidmembran-Bläschen misst zudem ein neues Botox-Testverfahren die toxische Aktivität des Nervengifts – ein aussichtsreiches, bereits zum Patent angemeldetes Verfahren, das zukünftig Mäuseleben zu retten vermag.
Mehr dazu lesen Sie auf unserem Wissenschaftsportal InVitroJobs unter: www.invitrojobs.com
___________________________________________

Gesucht: Schirmherrschaft für das Versuchstier des Jahres 2013

Seit 2003 ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen das "Versuchstier des Jahres". Damit sollen Tierversuche an einer bestimmten Tierart öffentlich gemacht und die Situation der tierversuchsfreien Forschung aufgezeigt werden. Zu den "Versuchstieren" vergangener Jahre gab es bislang Erfolge zur Goldorfe (2003), zur "Muschelmaus" (2006) und zum Kaninchen (2009) zu vermelden, die mittlerweile alle durch tierversuchfreie Verfahren ersetzt werden können. Für dieses wichtige Projekt suchen wir einen Schirmherrn bzw. eine Schirmherrin für das Jahr 2013.

Wenn Sie Interesse an einer Schirmherrschaft haben, finden Sie weitere Informationen unter: www.tierrechte.de
___________________________________________

Landwirtschaftliche Tierhaltung: Debatte im Bundestag

Vorgestern debattierte der Bundestag zur landwirtschaftlichen Tierhaltung. Mit klaren Worten und deutlicher Kritik eröffnete die grüne ehemalige Verbraucherschutzministerin Renate Künast die Debatte. Die Oppositionsfraktionen SPD, B90/Die Grünen und Linke hatten drei Anträge eingereicht, die jedoch alle von der CDU/CSU-Regierung abgelehnt wurden. Die Anträge forderten, den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung zu senken und eine wirksame Reduktionsstrategie umzusetzen (SPD), die landwirtschaftliche Tierhaltung tierschutzgerecht, sozial und ökologisch zu gestalten (Linke) und die Haltungsbedingungen für Puten zu verbessern (B90/Die Grünen).

Kernaussagen der Fraktionen sowie ausführliche Informationen – einschließlich der Debatte zum Nachsehen – finden Sie unter: www.bundestag.de
___________________________________________

Umfrage: Mehrheit legt Wert auf tiergerechte Haltung

Anlässlich der Ernährungs- und Landwirtschaftmesse "Grüne Woche" veröffentlichte das Landwirtschaftsministerium gestern eine Umfrage zur Qualität der Lebensmittel in Deutschland. Ein interessantes Ergebnis, der von Infratest dimap durchgeführten Befragung ist, dass 89 Prozent der Verbraucher beim Einkauf Wert darauf legen, dass die Produkte aus tiergerechter Haltung stammen. Die Hälfte der Befragten hält das sogar für "sehr wichtig".

Hier finden Sie die komplette Umfrage als PDF:
www.bmelv.de

___________________________________________

Neues Fleischsiegel soll für mehr Tierschutz sorgen

Der Deutsche Tierschutzbund hat diesen Mittwoch ein neues blau-weißes Tierschutzlabel für Schweine- und Hühnerfleisch vorgestellt. Ziel ist es, den Tierschutz bei konventionell erzeugtem Fleisch zu verbessern. Die neue Kennzeichnung umfasst unter anderem  Haltungsbedingungen, Platzangebot sowie Transportzeiten, Schlachtung, Zuchtformen und Betäubungsmethoden bei der Ferkelkastration. Es wird zunächst für Schweine- und Hühnerfleisch vergeben, später soll es auch auf verarbeitete Produkte wie Wurst erweitert werden. Das Siegel wird in zwei Stufen vergeben, die an einem oder bzw. zwei Sternen erkennbar sind. Zwei Sterne entsprechen weitgehend den Standards, die für Biofleisch gelten. SPD und Grüne befürworteten ein solches Siegel zwar grundsätzlich, kritisierten aber, dass die gemeinsame Initiative von Tierschutzbund und Bundesregierung nicht weit genug ginge. Die Tierschutz-Standards seien nicht ausreichend, zudem fehle eine europaweite Regelung. Das Siegel zeige auch, dass die Regierung damit gescheitert sei,  Tierschutzauflagen gesetzlich klar zu definieren.

Mehr Infos zum Thema unter:
www.agrarheute.com und www.badische-zeitung.de und den Kommentar "Mehr ist nicht genug" des taz-Redakteurs Jost Maurin unter: www.taz.de
___________________________________________

Fleischatlas: Fleischproduktion in der Kritik

Der vom Bund für Umwelt- und Naturschutz, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Monatszeitschrift Le Monde diplomatique kürzlich herausgegebene Fleischatlas beschreibt auf fast 50 Seiten die weltweiten Folgen des Fleischkonsums für Umwelt, Tiere und Verbraucher. Dabei beantwortet er u.a. Fragen, was das Schnitzel auf unserem Teller mit dem Regenwald im Amazonas zu tun hat, wie die Tiere in der Intensivtierhaltung gehalten werden, welche Auswirkungen die Tierhaltung auf unser Klima hat und warum die Gier nach Fleisch den Hunger in den Entwicklungsländern bedingt. In der Summe zeigt der Atlas auf, dass Essen auch eine politische und ethische Entscheidung ist.

Sie können sich den Fleischatlas bestellen oder als PDF herunterladen unter:
www.boell.de

___________________________________________

Demoaufruf: Wir haben Agrarindustrie satt!

Wie schon in den Vorjahren findet auch an diesem Samstag, den 19.01.2013 anlässlich der Grünen Woche und des Internationalen Agrarministergipfels die Großdemonstration "Wir haben es satt!" in Berlin statt. Der Bundesverband, der auch in den letzten Jahren an der Demonstration teilgenommen hat, hofft, dass viele Menschen dem Aufruf nachkommen. Denn auch wenn es hoffnungsvolle Zeichen gibt, so ist die Bilanz für die Millionen von Tieren, die täglich in der Intensivtierhaltung leiden, düster. Zudem wird dieses Jahr mit der Reform der EU-Agrarpolitik und der Bundestagswahl entscheidend für die zukünftige Landwirtschaft sein.

Weitere Infos zur Demonstration finden Sie hier:
www.wir-haben-es-satt.de

___________________________________________

Stadttauben: Wuppertal hat weitere Schläge

Vor Kurzem bekam unser Bundesverband Nachricht von der "Stadttauben Bürgerinitiative" Wuppertal, dass es in der Stadt zwei weitere Taubenschläge gibt. Neben dem langjährigen Schlag in Wuppertal-Barmen im alten Heizwerk, der vom Tierschutzverein Wuppertal unterhalten wird, besteht seit einem Jahr ein Taubenschlag im Historischen Rathausturm sowie seit einem halben Jahr einer in einem Metallcontainer am Oberbarmer Bahnhof. Die Stadt befindet sich im Nothaushalt und ist derzeit an der Finanzierung dieser Schläge nicht beteiligt. So kümmert sich hier: die "Stadttauben Bürgerinitiative". Für Finanzierungen des Schlags am Oberbarmer Bahnhof konnte sie z.B. die Wuppertaler Stadtwerke gewinnen. Dennoch wünscht sie sich weitere Vor-Ort-Unterstützung sowie auch Erfahrungsaustausch mit anderen Stadttauben-Projekten.

Kontakt und ausführliche Infos: www.stadttauben-wuppertal.de

Weitere Infos zum Thema Stadttauben unter: www.stadttauben.de
___________________________________________

Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection unter:
www.stopvivisection.eu

Kampagne "K.O." für Tierfrabriken des BUND mit einem Aufruf an Ministerin Ilse Aigner unter: www.tierfabriken.net

Eil-Appell für die sofortige Umsetzung des EU-weiten Verbotes der Haltung von Muttersauen in sogenannten Kastenständen unter:
albert-schweitzer-stiftung.de

Petition für eine europaweite Videoüberwachung an Schlachthöfen unter: www.petitionen24.com

___________________________________________

Termine: Demos & Co.
Samstag, 19. Januar 2013: Wir haben Agrarindustrie satt!-Demo in Berlin
Montag, 21. Januar 2013: Veganer Stammtisch in Aachen
Freitag, 25. Januar 2013: Pressegespräch zur Hähnchenmastanlage in Vettweiß (Müddersheim)
26-27. Januar 2013: 1.Internationale Konferenz über Alternativen zu Tierversuchen in Portugal
Montag, 04. Februar 2013: Vebu-Stammtisch Regionalgruppe Aachen
Mittwoch, 06. Februar 2013: Diskussion "Tierversuche stoppen!“ in Essen
Montag, 18. Februar 2013: Veganer Stammtisch in Aachen
Montag, 04. März 2013: Vebu-Stammtisch Regionalgruppe Aachen
Freitag, 15. März 2013:  9. Deutscher Pferderechtstag in Berlin
Montag, 18. März 2013: Veganer Stammtisch in Aachen

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »