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Newsletter Tierrechte Nr. 11/14 vom 11.07.2014

11.07.2014

Inhalt:

  • Pressemitteilung: Gentechnik: Trend zu immer mehr Tierversuchen stoppen!
  • NRW: Jäger machen mobil gegen Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände
  • Zeitungsente: Berlin als Forschungshauptstadt für tierversuchsfreie Verfahren
  • Neue Studie: Gülle kann zu mehr Antibiotika-Resistenzen führen
  • Land- und Fleischwirtschaft starten "Tierwohl-Initiative"
  • Niedersachsen regelt per Erlass die Nottötung von Ferkeln
  • Wilderei: Elefanten und Nashörner sollen besser geschützt werden
  • Notfall: Tauben suchen ein neues Zuhause
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Bündnis-Pressemitteilung vom 02.07.2014

Gentechnik: Trend zu immer mehr Tierversuchen stoppen!

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt soll ethische Grenzen stärken

In einem offenen Brief fordert ein Bündnis von Organisationen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, gegen den Anstieg von Tierversuchen im Bereich Gentechnik aktiv zu werden. Die Organisationen beziehen sich dabei auf die offiziellen Statistiken des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach ist die Anzahl verbrauchter transgener Tiere im Jahr 2012 auf fast eine Million gestiegen. Das entspricht einer Erhöhung um 78 Prozent innerhalb von nur fünf Jahren.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 02.07.2014:
www.tierrechte.de 

Hier lesen Sie den Offenen Brief an Bundesminister Christian Schmidt und zehn Fragen zum Problemfeld Synthetische Gentechnik und Tierschutz.

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NRW: Jäger machen mobil gegen Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände

 

Resolution

Die Forderungen von Tier- und Naturschutzverbänden nach einem „ökologischen, nachhaltigen und am Tierschutz ausgerichteten Jagdrecht“ haben bei den Jägern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Der Präsident des Landesjagdverbandes NRW Ralph Müller-Schallenberg bezeichnete die zehn Forderungen der Tier- und Naturschutzverbände als "politisch indiskutabel, rechtlich unhaltbar und praktisch unbrauchbar". Es würde völlig verkannt, dass die Jagd angewandter Natur- und Tierschutz sei. Neben der Organisation Peta griffen die Jäger auch besonders den Bundesverband an. Das Bündnis mit erklärten Jagdgegnern sei ein gefährlicher Irrweg. Fundamentalistische Organisationen, die dem Menschen das Recht abstreiten, Tiere zu nutzen, seien keine Partner für eine geplante Jagdreform. Der Vorsitzende der Jägerstiftung natur+mensch, Jochen Borchert, ging sogar soweit zu behaupten, dass die Forderungen der Organisationen, die sich den Tierrechten verschreiben, dem angewandten Natur- und Tierschutz geradezu schaden würden.

Um den überfälligen Paradigmenwechsel zugunsten des Tierschutzes bei der Jagd einzuleiten, hatte ein breites Bündnis von Tier- und Naturschutzverbänden am 24. Juni die Kampagne "Jagdreform jetzt" ins Leben gerufen. Der 10-Punkte-Katalog und die Resolution, die u.a. vom Bundesverband Menschen für Tierrechte, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Naturschutzbund (NABU) vorgestellt wurden, enthalten Mindestanforderungen an ein auf Ökologie und Nachhaltigkeit beruhendes neues Jagdgesetz.

Hier lesen Sie mehr zum Thema:
www.topagrar.com

Hier können Sie die Resolution lesen und unterzeichnen:
www.bund-nrw.de

Hier lesen Sie die Pressemitteilung des Bundesverbandes zur Kampagne "Jagdreform jetzt" vom 24.06.2014: www.tierrechte.de _________________________________________________

Zeitungsente: Berlin als Forschungshauptstadt für tierversuchsfreie Verfahren

Am 3. Juli berichtete die Berliner Morgenpost, dass alle fünf Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus einem Antrag zugestimmt hätten, wonach Berlin künftig auf Tierversuche verzichten und die Forschungshauptstadt für Alternativmethoden (tierversuchsfreie Methoden) werden solle. Doch was hier so großartig klingt, erweist sich bei näherer Recherche als Zeitungsente. Denn lediglich der ursprüngliche progressive Antrag der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus (Drucksache Nr. 17/0441) sah vor, Berlin zur Forschungshauptstadt für Alternativmethoden zu machen und zwar durch einschneidende Fördermaßnahmen für tierversuchsfreie Methoden.

Doch dieser Antrag wurde vom Ausschuss für Verfassungs- und Rechtsangelegenheiten bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die Beschlussempfehlung des Ausschusses (Drucksache 17/1697) orientiert sich an der allgemeinen Floskel: "Tierversuche reduzieren, alternative Forschungsmethoden fördern". Die Abstimmung im Plenum hat noch nicht stattgefunden, sie wurde bereits zweimal vertagt, am 19.06.2014 und am 03.07. 2014.

Hier können Sie sich die Anträge als PDF herunterladen unter:
www.tierschutzwatch.de

Hier lesen Sie den Artikel:
www.morgenpost.de

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Neue Studie: Gülle kann zu mehr Antibiotika-Resistenzen führen

Eine neue Studie des Julius Kühn-Instituts in Braunschweig hat nachgewiesen, dass mit Antibiotika belastete Gülle Bakterien im Boden negativ beeinflusst. Dadurch könnten mehr Antibiotika-Resistenzen entstehen und übertragen werden, was letztlich zur Entstehung neuer, gefährlicher multiresistenter Keime führen kann. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium erklärte gegenüber dem NDR, dass die Ergebnisse der Studie sehr ernst genommen würden. Den Antibiotika-Einsatz in den Ställen zu reduzieren, sei wichtiger denn je. Seit dem 1. Juli müssen Landwirte wegen eines neuen Arzneimittelgesetzes erfassen, wie häufig sie Antibiotika einsetzen und die Mengen an eine Datenbank melden. Der Landesverband der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) rief alle Verantwortlichen auf, die Ergebnisse sehr ernst zu nehmen. Die ABL befürchtet, dass von Hühnermist- und Trockenkot eine noch größere Gefahr ausgehe aufgrund des hohen Antibiotika-Einsatzes in der Geflügelhaltung.

Hier lesen Sie mehr zum Thema u.a. ein Interview mit einer Forscherin des Julius Kühn-Institut: www.ndr.de
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Land- und Fleischwirtschaft starten "Tierwohl-Initiative"

Seit 2012 beraten Land- und Fleischwirtschaft und fast alle großen Einzelhandelsketten über eine "Tierwohl-Initiative". Am Mittwoch gab der Bauernverband bekannt, dass die Initiative ab 2015 starten soll, nachdem sie vom Bundeskartellamt geprüft wurde. Danach sollen Leistungen für mehr Tierwohl honoriert werden, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Freiwillig teilnehmende Bauern sollen für zusätzliche Maßnahmen Tierschutzprämien aus einem Fonds erhalten.

Die Kriterien sind in Grundanforderungen, wie die Überprüfung von Tränkewasser, Stallluft, Tageslicht und Antibiotika-Einsatz, sowie weitergehende Maßnahmen wie mehr Platz, zusätzliches Stroh und Zugang ins Freie, unterteilt. Um die Verbesserungen zu finanzieren, wollen die Unternehmen einen Fonds von 195 Millionen Euro einrichten und die Kosten schließlich an die Verbraucher weitergeben. Ein Siegel soll es nicht geben. Für den Konsumenten soll die Gewissheit reichen, dass die Supermarktkette die Initiative unterstützt. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gab fast zeitgleich bekannt, dass eine nationale Tierwohloffensive entwickelt werden solle und in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft investiert werden solle.

Für den Bundesverband handelt es sich trotz der verbesserten Haltungs- und Schlachtbedingungen um tierquälerische Intensivtierhaltungen. Die Tierschutzsiegel, von denen es mittlerweile mehrere gibt, bringen zwar konkrete Verbesserungen für die Tiere, bergen jedoch die Gefahr, dem Konsumenten gute Argumente für den Fleischverzehr zu liefern. Wer wirklich etwas für die Tiere tun will, sollte ganz auf den Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten verzichten.

Mehr Infos zum Thema unter:
www.rp-online.de

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Niedersachsen regelt per Erlass die Nottötung von Ferkeln

Höchstwahrscheinlich aufgrund der Ende 2013 veröffentlichten Aufnahmen, die die grausame und illegale Tötung schwacher Ferkel dokumentierten, reagierte Niedersachsen nun mit einem Erlass. Danach dürfen nur nicht überlebensfähige Ferkel ausnahmsweise unter bestimmten Bedingungen getötet werden. In dem Erlass wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Tötung "lebensschwacher" Ferkel mit einem Lebendgewicht von bis zu 5 kg grundsätzlich nicht zulässig ist. Es dürfen nur noch nicht überlebensfähige Ferkel getötet werden. Um eine Nottötung durchführen zu können, muss der Tierhalter über die entsprechende Sachkunde verfügen. Am Montag, den 14.7. (21:35 - 22:05 Uhr) können Sie sich dazu auch das 30-minütige ARD Exclusiv "Deutschlands Ferkelfabriken" ansehen. Es geht u.a. um das Thema Ferkeltötungen und Rechtsverstöße in der Schweinemast.

Mehr zum niedersächsischen Erlass unter:
www.topagrar.com

Mehr zur ARD-Sendung unter:
programm.ard.de

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Wilderei: Elefanten und Nashörner sollen besser geschützt werden

Angesichts der gegenwärtigen Wilderei-Krise wollen die Koalitionsfraktionen und Bündnis 90/Die Grünen keine weitere Freigabe des Handels mit Elfenbein und Nashorn. Zudem soll die Bundesregierung durch verstärkte internationale Zusammenarbeit gegen illegalen Wildtierhandel und Wilderei vorgehen. Tier- und Artenschutzorganisationen begrüßten die eindeutige Absage an den Handel mit Nashorn und Elfenbein. Um das Überleben der Elefanten zu sichern, dürfte Elfenbein nie mehr Handelsware sein. Anhand der Rekordmengen des beschlagnahmten Elfenbeins wird geschätzt, dass pro Jahr 30.000 bis 50.000 Elefanten gewildert werden.

Hier können Sie sich den Antrag als PDF herunterladen unter:
www.tierschutzwatch.de
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Notfall: 20 Tauben suchen ein neues Zuhause

Wegen einer Wohnungsräumung müssen ca. 20 Stadttauben aus dem Raum Stuttgart dringend untergebracht werden. Die Tiere sind gesung, teils alt, teils jung. Kann jemand helfen? Kontakt: Petra Klingler, mobil 0173/2994624 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Aktion: "Firma Merz, Schluss mit den qualvollen Botox-Tests!" unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Kampagne für tierversuchfreie Kosmetik weltweit: www.crueltyfreeinternational.org

Bundestagspetition zur Abschaffung der Massentierhaltung, die wir im letzten Newsletter beworben hatten, hat die erforderlichen 50.000 Unterschriften erreicht. Wir danken allen, die die Petition mitgezeichnet haben. Nun erhalten die Petenten ein Rederecht und die Petition muss öffentlich beraten werden.

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 12. Juli 2014: Demo gegen Stierkampf in Düsseldorf
Samstag, 12. Juli 2014: Filmpremiere Sequoia in Frankfurt
Dienstag, 15. Juli 2014: Vortrag zum Thema Tierethik mit Dr. Arianna Ferrari in Heidelberg
Samstag, 19. Juli 2014: Demo "Hund ist Hund" in Köln
Samstag, 19. Juli 2014: Veganmania Iserlohn
Samstag, 26. Juli 2014: Veganmania München
Dienstag, 29. Juli 2014: Vortrag mit Prof. Dr. Erhard Olbrich in Heidelberg
Samstag, 9. August 2014: Vegan Street Day in Dortmund
Samstag, 23. August 2014: Tierschutztag in Bochum
29. bis 31. August 2014: Vegan-Vegetarisches Sommerfest in Berlin
Samstag, 30. August 2014: Vegan Life Festival Braunschweig

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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