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Newsletter Tierrechte Nr. 11/12 vom 01.06.2012

01.06.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: Wider den Milch-Mythos
  • Versuchstier des Jahres 2012 ernannt: Die „Atherosklerose-Maus“
  • Bundesverband präsentiert Rechtsgutachten und appelliert an Merkel
  • Mogelpackung: Bundeskabinett beschließt Novelle des Tierschutzgesetzes
  • Kaninchenhaltung: Petition und Stellungnahme
  • Klimabilanz von Rindfleisch
  • Niedersachsen: Protest gegen Agrarfabriken formiert sich
  • WDR: Thementag zum Mensch-Tier-Verhältnis
  • Wieder frei: "Sea Shepherd"-Chef Paul Watson
  • Stadttauben: Helfer für Düsseldorf gesucht
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 31.05.2012

Zum Tag der Milch: Wider den Milch-Mythos: Für eine ethische und gesunde Ernährung

Zum Werbetag der Milchindustrie, dem "Internationalen Tag der Milch" am 1. Juni, appelliert der Bundesverband Menschen für Tierrechte an die Verbraucher, auf Alternativen zu Milchprodukten umzusteigen. Dies sei gesünder für Mensch, Tier und Umwelt. Hintergrundinformationen und milchfreie Rezept-Ideen stellt der Verband auf mehreren Internetportalen zur Verfügung.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Versuchstier des Jahres 2012 ernannt: Die "Atherosklerose-Maus"

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat erstmals ein gentechnisch verändertes Tier zum Versuchstier des Jahres ernannt: die "Atherosklerose-Maus". Die Atherosklerose und ihre Folgeerkrankungen gehören heute weltweit zu den häufigsten Todesursachen des Menschen. Mäuse hingegen entwickeln naturgemäß diese Gefäßerkrankung nicht. Nach Angaben der jüngsten Bundesstatistik (2010) wurden gut 2,8 Millionen Tiere in Versuchen eingesetzt, davon waren 704.000 gentechnisch manipulierte Mäuse. Der jährliche Anstieg der Tierversuchszahlen um gut 100.000 Tiere beruht ganz entscheidend auf der Verwendung gentechnisch manipulierter Tiere.

Der Bundesverband ernennt seit 2003 in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen das "Versuchstier des Jahres". Damit sollen Tierversuche an einer bestimmten Tierart öffentlich gemacht und die Situation der tierversuchsfreien Forschung aufgezeigt werden. Erfolge gab es bislang bei der Goldorfe (2003), der "Muschelmaus" (2006) und beim Kaninchen (2009).

Der Tierversuch mit der Süßwasserfischart Goldorfe zur Bestimmung der Giftigkeit von industriellem Abwasser wurde durch ein Testverfahren an Fischeiern ersetzt. Zur Ermittlung von Algengiften in Muscheln zum Verzehr erkannte die EU bislang lediglich einen Mäuseversuch an, stellte 2010 jedoch die Weichen zur EU-weiten Anwendung eines tiereinsatzfreien physikalisch-chemischen Verfahrens. Statt des Kaninchenversuchs zur Prüfung von Medikamenten auf fieberauslösende Substanzen wurde in 2010 ein sogenannter In-vitro-Pyrogentest mit menschlichem Blut bindend vorgeschrieben.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung vom 30.05.2012:
www.tierrechte.de

Hier können Sie umfangreiche Hintergrundinformationen zum Versuchstier des Jahres 2012 abrufen: ww.versuchstier-des-jahres.info

Erste Presseresonanz: tazWeltGreenpeace Magazin

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 22.05.2012

Neue Tierversuchsgesetzgebung: Bundesverband präsentiert Rechtsgutachten und appelliert an Merkel

Sechs Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen haben angesichts der Kabinettssitzung am 23.05., in der u. a. der Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes auf der Tagesordnung stand, gemeinsam ein Rechtsgutachten vorgelegt, das auf massiven Handlungsbedarf der Bundesregierung hinweist. In dem Gutachten wird die Bundesregierung aufgefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen in vollem Umfang zugunsten des Tierschutzes auszuschöpfen. Das Ergebnis des Gutachtens belegt die Forderungen der Verbände insbesondere in folgenden Punkten:

  • Einhaltung einer absoluten Schmerz-Leidensgrenze
  • Absolute Verbote für Versuche an Menschenaffen
  • Keine Ausnahmeregelungen für Affenversuche
  • Uneingeschränktes Prüfrecht der Tierversuchsanträge durch die Behörden

Das Gutachten, die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: www.tierrechte.de

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Mogelpackung: Bundeskabinett beschließt Novelle des Tierschutzgesetzes

Das Bundeskabinett hat am 23. Mai einer Änderung des Tierschutzgesetzes zugestimmt. Das Tierschutzgesetz wird überarbeitet, weil die EU-Tierversuchsrichtlinie (2010/63/EU) bis Ende diesen Jahres in nationales Recht umgesetzt werden muss und dafür das Tierschutzgesetzes geändert werden muss. Nach Meinung von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sieht die Novelle wesentliche Verbesserungen in unterschiedlichsten Bereichen des Tierschutzes vor.

Zwar soll es tatsächlich kleinere Verbesserungen geben, wie das Verbot des Schenkelbrandes von Pferden, der betäubungslosen Kastration von Ferkeln und eine Konkretisierung des sogenannten Qualzuchtparagrafen, bei der Neufassung handelt es sich allerdings nur um ein Reförmchen. Eine dringend gebotene grundlegende Überarbeitung und Konkretisierung des gesamten Tierschutzgesetzes erfolgt nicht. Zudem sind Art und Umfang dieser Änderungen so gewählt, dass der Bundesrat den Änderungen des Tierschutzgesetzes nicht zustimmen muss, sondern lediglich Einspruch einlegen kann.

Die Bundesratsausschüsse beschäftigen sich in der zweiten Juni-Hälfte mit dem Gesetzentwurf. Als passende Antwort auf die Sparversion der Bundesregierung  haben Bündnis 90 /Die Grünen ein neues Tierschutzgesetz in den Bundestag eingebracht. Das Gesetz soll noch im Juni im Bundestag in erster Lesung beraten werden.

Hier lesen Sie die offizielle Pressemitteilung des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV):
www.bmelv.de

Lesen Sie dazu auch den kritischen Artikel "Das Gesetz des Grauens" in der taz:
www.taz.de

Hier können Sie sich den Gesetzentwurf der Grünen, der voraussichtlich am 28.06.12 im Bundestagsplenum in erster Lesung behandelt wird, als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de

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Kaninchenhaltung: Petition und Stellungnahme

In einem der letzten Newsletter haben wir über den mangelhaften Entwurf der Bundesregierung zur gewerblichen Kaninchenhaltung berichtet und die Stellungnahme des Bundesverbandes vorgestellt. Die Missstände in der kommerziellen Kaninchenhaltung sind aber nicht nur in Deutschland katastrophal. Eine Petition fordert nun EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos auf, sich dafür einzusetzen, dass die tierquälerischen Käfigsysteme auch für Kaninchen auf EU-Ebene verboten werden.

Hier können Sie die Petition (in englischer Sprache) unterzeichnen:
www.thepetitionsite.com

Hier erfahren Sie von den Missständen in der kommerziellen Kaninchenhaltung:
www.tierrechte.de
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Klimabilanz von Rindfleisch

Ein Kilo Rindfleisch ist so klimaschädlich wie 1.600 Kilometer Autofahrt. Das haben neue wissenschaftliche Berechnungen ergeben, die jetzt im Fachmagazin "International Journal of Life Cycle Assessment" veröffentlicht wurden. Die Forscher aus Österreich und den Niederlanden hatten in der neuen Kalkulation auch die Flächen, die für Tierzucht und -haltung benötigt werden, berücksichtigt. Die Tatsache, dass auf dem Weideland kein Wald mehr wachsen könne, der das Treibhausgas aufnehme, verschärfe den negativen Einfluss der Tierhaltung auf das Klima zusätzlich, weil diese nicht mehr als CO2-Senker zur Verfügung stehen.

Mehr Infos unter:
www.scinexx.de
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Niedersachsen: Protest gegen Agrarfabriken formiert sich

Bürgerinitiativen, Verbände und Organisationen haben Ende Mai in Großenkneten (Landkreis Oldenburg) das neue  "Landesnetzwerk Niedersachsen  Bauernhöfe statt Agrarfabriken" gegründet, das sich gegen agroindustrielle Tierfabriken engagiert.

Mehr Infos unter:
dlz.agrarheute.com
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WDR: Thementag zum Mensch-Tier-Verhältnis

Die Deutschen haben ein bizarres Verhältnis zu Tieren. Während sie ihre tierischen Haustiere zum Hundeyoga schicken und mehr für Tierfutter ausgeben als für Babynahrung, nehmen die meisten in Kauf, dass für ihr billiges Schnitzel Schweine in der industriellen Tierhaltung leiden und sterben müssen. WDR 5, die Wortwelle des Westdeutschen Rundfunks, plant für den 4. Juni 2012 einen Thementag, an dem der Hörfunksender die oft widersprüchliche Beziehung zwischen Mensch und Tier beleuchtet.

Mehr Infos unter:
www.wdr.de
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Wieder frei: "Sea Shepherd"-Chef Paul Watson

Der am 14. Mai in Frankfurt verhaftete Umwelt- und Tierschützer Paul Watson wurde nach einer Woche gegen Kaution aus der Haft entlassen. Grund für die Festnahme war ein Haftbefehl aus Costa Rica gegen den Chef der Tierschutzorganisation "Sea Shepherd", in dem ihm ein "Eingriff in den Schiffsverkehr" vorgeworfen wurde. Watson soll 2002 bei einer Aktion vor der südamerikanischen Küste gegen das grausame "Shark-Finning" die Crew eines Schiffes aus Costa Rica bedroht haben.

Mehr Infos unter:
www.n24.de
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Stadttauben: Helfer für Düsseldorf gesucht

Für das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement werden in Düsseldorf Schlagbetreuer gesucht, die eherenamtlich oder gegen Aufwandsentschädigung die Tauben versorgen, die Eier austauschen und die Schläge reinigen. Wer in Düsseldorf wohnt und sich in dem Projekt engagieren möchte, bitte melden bei:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder unter 0211/ 56 25 397

Mehr Infos zum Stadttauben-Konzept unter:
www.stadttauben.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion

Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen: www.clonefreefood.eu

8-Hours-Kampagne für eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten
Hier kommen Sie zur Online-Petition und weiteren Infos zu dieser internationalen Kampagne: www.8hours.eu

Kampagne für ein EU-Verbot der Kastenstandhaltung für Schweine
In der Online-Aktion unserer englischen Partnerorganisation Compassion in World Farming werden die EU-Staaten bzw. deren Landwirtschaftsminister dazu aufgefordert, das Verbot der tierquälerischen Haltung in Kastenständen fristgerecht umzusetzen: action.ciwf.org.uk
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Termine: Demos & Co.

Samstag, 2. Juni 2012: Vegan Summer Breeze in Magdeburg
Dienstag, 5. Juni 2012: Vortrag Fleischkonsum und die soziale Konstruktion in Jena
Dienstag, 12. Juni 2012: Können Tiere Rechte haben?
Sonntag, 17. Juni 2012: Veganer Brunch in Dortmund
ab Sonntag, 1. Juli 2012: Vegetarische Grillaktion, bundesweit
09.-14. Juli: Blockseminar "MitweltpädagogIn" in Bergisch Gladbach

Alle Termine finden Sie unter: www.tierrechte.de

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