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Newsletter Tierrechte Nr. 10/15 vom 12.06.2015

Inhalt:

  • Pressemitteilung: Menschen für Tierrechte starten Aktion für Tierrechte in die Lehrpläne
  • Pressemitteilung: Ja zur Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt
  • Tierversuche: Radiosendung & Kleine Anfrage der Grünen
  • Tagung: Patente auf gentechnisch veränderte Tiere
  • EU-Kommission lehnt Verbot von Tierversuchen ab
  • Berlin: Senat fördert Infrastruktur für Tierversuche mit 60,8 Millionen Euro
  • Tierschutz-Verbandsklage: Bayern lehnt sie zum vierten Mal ab
  • Aus für Kleingruppenhaltung von Hühnern – bewegt sich die Bundesregierung endlich?
  • Wildtierhaltung in Privathand: Antwort von CDU/CSU
  • Jagdfrei: Wildtiere brauchen einen Platz zum Leben
  • Neu: Earthlings in deutscher Übersetzung
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 9. Juni 2015:

Menschen für Tierrechte starten Aktion für Tierrechte in die Lehrpläne

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte startet heute seine Aktion "Tierrechte in die Lehrpläne". Die Petition fordert u.a. die Kultusminister auf, Tierschutz- und Tierrechte zum festen Bestandteil von Lehrplänen, Prüfungen, Unterrichtsmaterialien und der Lehrer-Ausbildung zu machen.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung: www.tierrechte.de

Bestellen Sie dazu auch ein kostenloses Musterexemplar des aktuellen Magazins tierrechte mit dem Schwerpunkt: Tierrechte: Ein elementarer Bildungs- und Erziehungsauftrag
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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 2. Juni 2015:

Ja zur Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt: Offener Brief an Katrin Budde (SPD)

Am 17. Juni wird der Landwirtschaftsausschuss vorraussichtlich über die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt abstimmen. In einem Offenen Brief an Katrin Budde, Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD, fordern der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. und sein Landesverband Tierschutz Halle e.V., die Sozialdemokraten auf, ihr Wahlversprechen einzulösen und dem Gesetzentwurf zuzustimmen. Mit den Stimmen der Linken und Grünen würde der Landwirtschaftsausschuss dann mehrheitlich für das Klagerecht stimmen und diese Empfehlung für die Schlussabstimmung an alle Abgeordneten aussprechen.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Nachtrag: Die entscheidende Sitzung im Landwirtschaftsausschuss wird nach neuesten Erkenntnissen nicht am 17. Juni, sondern erst nach der Sommerpause stattfinden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. _________________________________________________

Tierversuche: Radiosendung & Kleine Anfrage der Grünen

Vor einem Jahr hat unser Bundesverband mit weiteren Verbänden Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in einem Offenen Brief Fragen zu Tierversuchen und Gentechnik gestellt. Unsere Fragen blieben bisher unbeantwortet. Die Grüne Bundestagsfraktion, die unseren Offenen Brief ebenfalls erhalten hatte, ist nun aktiv geworden und hat am 20. Mai eine kleine Anfrage zu dieser Thematik an die Bundesregierung gerichtet. Mit der Antwort ist in Kürze zu rechnen.

Hier geht es zur Kleinen Anfrage (18/4992)

Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 02.07.2014 sowie den Offenen Brief an Minister Schmidt: www.tierrechte.de

Hören Sie dazu auch den aktuellen SWR-Radiobeitrag "Vom Versuchskaninchen zur Gen-Maus. Genetisch veränderte Tiere in der medizinischen Forschung" in SWR2 Wissen. Darin kommt auch der Bundesverband – vertreten durch Dr. Christiane Hohensee – zu Wort. Der Beitrag endet mit der klaren Forderung nach mehr Forschungsförderung für tierversuchsfreie Verfahren.

Nachhören oder Manusskript herunterladen unter:
www.swr.de

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Tagung: Patente auf gentechnisch veränderte Tiere

Im Vorfeld der Gentechnik-Tagung "Der Patentierte Affe – Schöne neue Gentechnik. Patente auf Leben und der Schutz von Tier und Mensch" am 17. Juni 2015 in Berlin hat die Partnerorganisation des Bundesverbandes, Testbiotech e.V., eine 22-seitige Broschüre herausgegeben.

Diese beschäftigt sich mit Patenten auf Tiere und neuen Genechnik-Verfahren. Darin stellt Testbiotech fest, dass maßgeschneiderte "Tierversuchsmodelle" (also gentechnisch veränderte Tiere) zu einem lukrativen Produkt geworden seien, die durch Patente geschützt würden. Als Gegenmaßnahmen schlägt die Organisation u.a. vor, Patente auf Tiere und auf die Verwendung von Tieren grundsätzlich zu verbieten, ihnen spezielle Rechte einzuräumen und den Schutz der genetischen Integrität von Tieren gesetzlich zu verankern.

Hier können Sie sich die gesamte Broschüre als PDF herunterladen.

Hier können Sie sich zu Gentechnik-Tagung "Der Patentierte Affe – Schöne neue Gentechnik. Patente auf Leben und der Schutz von Tier und Mensch" am 17. Juni 2015 in Berlin anmelden.

Hier können Sie sich das Tagungsprogramm als PDF herunterladen.

Lesen Sie zum Thema gentechnisch veränderte Tiere auch den Artikel im Stern "Das Geschäft mit dem Leid blüht"

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EU-Kommission lehnt Verbot von Tierversuchen ab

Knapp 1,2 Millionen Unterschriften hatten europäische Tierversuchsgegner im Rahmen der Initiative "Stop vivisection" gesammelt, um den Einsatz von Tieren in der Forschung zu stoppen – vergebens. Für die EU-Kommission sei ein vollständiges Verbot von Forschungsarbeiten mit Tieren verfrüht, hieß es  in der Antwort dazu. Ein vollständiges Verbot berge die Gefahr, dass die biomedizinische Forschung in Länder außerhalb der EU verlagert würde.

Andere Töne schlug Karmenu Vella an, Kommissionsmitglied für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei. Er bestätigte, dass das EU-Recht letztlich auf eine Einstellung von Tierversuchen hinaus laufe. Als Reaktion auf die Bürgerinitiative werde die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, mit denen schnellere Fortschritte bei der Einführung und beim Einsatz tierversuchsfreier Verfahren erzielt werden sollen. Konkrete Informationen, welche das sein werden, wann sie umgesetzt werden und wie schnell diese greifen, wurden nicht genannt.

Mehr Infos unter:
www.invitrojobs.de und www.sueddeutsche.de
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Berlin: Senat fördert Infrastruktur für Tierversuche mit 60,8 Millionen Euro

Aus der Antwort auf eine Grünen-Anfrage (Drucksache 17/16185) geht hervor, dass der Berliner Senat derzeit eine zweite Tierversuchsanlage in Berlin mit 36,8 Millionen Euro bauen läßt. Die Bauarbeiten haben still und leise schon im Mai begonnen. Bekannt war bislang nur der Neubau eines Tierversuchslabors für das Max Delbrück Centrum (MDC) für 24 Millionen Euro. Zusammen mit der zweiten Anlage fördert der Senat eine neue Infrastruktur für Tierversuche mit 60,8 Millionen Euro.

Und dies, obwohl SPD und CDU im Koalitionsvertrag vereinbart hatten, Tierversuche einzudämmen und tierversuchsfreie Methoden zu fördern. Für die Förderung dieses wichtigen Forschungszweigs ist aber nur eine lächerlich kleine Förderung vorgesehen. Der Senat stockt den vom Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vda) gesponserten Tierschutzforschungspreis für Berlin-Brandenburg um 10.000 € auf insgesamt 25.000 € auf. Dies zeigt die Grundproblematik: Das Gros der Fördergelder fließt noch immer in die tierexperimentelle Forschung.

Hier lesen Sie die Antworten auf die Kleine Anfrage von Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen): www.gruene-fraktion-berlin.de
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Tierschutz-Verbandsklage: Bayern lehnt sie zum vierten Mal ab

Die Grünen hatten  im  November 2014 zum dritten Mal einen Gesetzesantrag zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in den Bayerischen Landtag eingebracht. Dieser wurde am 2. Dezember 2014 in erster Lesung behandelt und zur Beratung an den Ausschuss für Verfassung, Recht und Parlamentsfragen gegeben. Weitere mitberatende Ausschüsse gab es nicht. Mit der Stimmenmehrheit von CSU und Freie Wähler lehnte der Rechtsausschuss die Tierschutzverbandsklage ab, SPD und Grüne stimmten dafür. Am 10. Juni 2015 stimmte die Mehrheit der Landtagsabgeordneten gegen das Gesetz. Abstimmungsergebnis: 96 Nein-Stimmen, 54 Ja-Stimmen, 0 Enthaltungen. Die SPD hatte 2007, die Grünen 2007 und 2012 Gesetzentwürfe eingebracht, die alle abgelehnt wurden.

Hier können Sie den Vorgang zum Gesetzentwurf Drs. 17/4480 aus 2014/2015 verfolgen.

Mehr Infos unter:
www.br.de

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Aus für Kleingruppenhaltung von Hühnern – bewegt sich die Bundesregierung endlich?

Rheinland-Pfalz und Niedersachsen haben die Bundesregierung im März erneut aufgefordert, als Enddatum für die sogenannte Kleingruppenhaltung für Hennen das Jahr 2023 bzw. 2025 festzulegen, so wie es der Bundesrat bereits im März 2012 beschlossen hatte. Nachdem die herkömmliche Legebatterie 2009 verboten wurde, setzte die Agrarlobby die Kleingruppenhaltung durch. Es handelt sich dabei um minimal größere Käfige als bei der Batteriehaltung.

Bisher will die Bundesregierung aus verfassungsrechtlichen Gründen als Enddatum für die Käfighaltung das Jahr 2035 durchsetzen. Mit dem von Bundesminister Schmidt neu eingerichteten "Staatssekretärsausschuss Tierschutz" will Schmidt mit den Bundesländern zu einer gemeinsamen Lösung kommen. Der Ausschuss tagte gestern zum ersten Mal.

Link zur Pressemitteilung:
www.bmel.de

Weitere Hintergrundinformationen zur Haltung von Hennen:
www.tierrechte.de

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Wildtierhaltung in Privathand: Antwort von CDU/CSU

Am 28. Mai haben elf Verbände – darunter auch Menschen für Tierrechte – die Bundesregierung und Regierungsfraktionen aufgefordert, endlich ihre Koalitionsvereinbarungen zur Wildtierhaltung in Privathand umzusetzen.  Am 1. Juni antwortete die CDU/CSU- Fraktion, dass sie bereits tief in der Umsetzungsarbeit stecke. Für die Verbände gibt es im Brief auch was zum Schmunzeln: Die Fraktion freut sich, dass die Verbände sie in ihren Zielen unterstützt. Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?

Alle Infos unter:
www.tierrechte.de
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Jagdfrei: Wildtiere brauchen einen Platz zum Leben

Das Bioweingut Gänz im rheinland-pfälzischen Hackenheim ist seit dem 1. April 2015 jagdfrei. Jäger dürfen auf den Flächen der Familie in den nächsten drei Jahren keine Tiere mehr jagen und töten.

Mit der Befriedung ist das Weingut der erste landwirtschaftliche Betrieb in Rheinland-Pfalz, der auf seinem Grundstück keine Jagd mehr duldet. Dies ist ein heißes Eisen, denn die Jagd wird von vielen Landwirten unterstützt. Lesen Sie, warum sich die Biolandwirte gegen die Zwangsbejagung wehren und auf welche Widerstände sie dabei stoßen: www.tierrechte.de

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Neu: Earthlings in deutscher Übersetzung

Mit der 95-minütigen Dokumentation "Earthlings" (Erdlinge) hat der Regisseur Shaun Monson den vermutlich eindringlichsten und wichtigsten Tierrechtsfilm geschaffen. Mithilfe versteckter Kameras zeigt "Earthlings" das Leid der Tiere in einer Welt, in der sie oft nur noch als Rohstofflieferant dienen, sei es für Fleisch, Milch, Eier, Kleidung, Unterhaltung oder als Testobjekt für Tierversuche.
Seit einigen Tagen gibt es von Earthlings jetzt in eine deutsche Version, komplett neu vertont mit dem Sprecher Helmut Krauss.

Hier können Sie sich den Film online ansehen: www.tierrechte.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter:
www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Petition gegen die Eröffnung und Erweiterung einer Affen-Zuchtanlage für Tierversuche: www.mesopinions.com

Petition für ein  EU-weites Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung: albert-schweitzer-stiftung.de

Unterschriftenaktion: Keine Gülle ins Trinkwasser unter: www.campact.de

E-Mail-Aktion gegen versteckte Tierprodukte in Lebensmitteln: www.foodwatch.de
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Termine: Demos & Co.

14. Juni 2015: Veganes Sommerfest Bremen
17. Juni 2015: Tagung "Der Patentierte Affe – Schöne neue Gentechnik" in Berlin
11. Juli 2015 Vegan Street Day in Dortmund
15. August 2015: Pottdemo in Gelsenkirchen
28.-30. August 2015: Veganes Sommerfest in Berlin
22. August 2015: World Day for the End of Speciesism (weltweit)
26. September 2015: Weltweite 269-Kampagne "Respekt Life", Mahnwache in Düsseldorf
16.-18. Oktober: Messe VeggieWorld in Düsseldorf

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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