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Newsletter Tierrechte Nr. 09/13 vom 17.05.2013

17.05.2013

Inhalt

  • Pressemitteilung: Bundesrat berät zu Tierversuchen – Verbote sind rechtlich zulässig
  • Tierversuche: Humanmedizinische Forschung in der "Mausefalle"?
  • Kosmetik-Tierversuche: Bitte Mitzeichnen für ein weltweites Verbot
  • Streitgespräch: Duve contra Aigner
  • Niedersachsen: Interview mit Christian Meyer
  • Schweinehaltung: Fleischkonzern-Chef Tönnies fordert mehr Tierschutz
  • Verbots-Antrag: Anhörung zur Delfinhaltung
  • Fischereipolitik: EU beschließt mehr Schutz von Fischen
  • Olympia 2014: Aktivitäten gegen Streunertötungen
  • Veggie-News: Gesundheit und psychologische Mechanismen
  • Tierschützer-Prozess: Österreich auf Schadensersatz verklagt
  • Zum Nachsehen: Die Würde der Tiere
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 15.05.2013

Bundesrat berät zu Tierversuchen - Menschen für Tierrechte: Verbote sind rechtlich zulässig

Morgen, 16. Mai, stimmt der Agrarausschuss des Bundesrates über die Tierschutzversuchstierverordnung der Bundesregierung ab, die zur Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie geschaffen wird. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte wirft der Bundesregierung vor, den Rahmen für mehr Tierschutz nicht ausgeschöpft zu haben. Er fordert daher die Bundesländer auf, für absolute Grenzen bei Tierexperimenten zu stimmen und von der Bundesregierung Nachbesserungen für den Tierschutz zu verlangen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Nachtrag: Der Agrarausschuss des Bundesrates hat den Tagesordnungspunkt erneut verschoben; früheste Behandlung im Juni.

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Tierversuche: Humanmedizinische Forschung in der "Mausefalle"?

Ein kritischer Artikel in der Frankfurter Rundschau geht der Frage nach, was das Tierversuchs-Verbot für Kosmetika, das seit dem 11. März diesen Jahres gilt, den Tieren bringt, was die Industrie davon hält und warum die Maus kein gutes "Modell" für viele Krankheiten des Menschen ist. Denn aktuelle Studien zeigen, dass die Ergebnisse von Versuchen mit Mäusen zumeist nicht auf den Menschen übertragen werden können. Mark Davis, Direktor am Institut für Immunologie an der kalifornischen Stanford University, sieht die humanmedizinische Forschung bereits in der "Mausefalle".

Hier lesen Sie den kompletten Artikel:
www.fr-online.de
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Kosmetik-Tierversuche: Bitte Mitzeichnen für ein weltweites Verbot

Seit dem 11. März gilt das EU-weite Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getesteten Kosmetika. Trotz des großen Erfolges, ist das Ziel gänzlich "tierversuchsfreier" Kosmetik noch nicht erreicht. Nach Schätzungen lassen mehr als 80 Prozent aller Länder weltweit immer noch Tierversuche für Kosmetikprodukte und deren Inhaltsstoffe zu. Deswegen wird die EU-weite Kampagne „No Cruel Cosmetics!“ nun auf internationaler Ebene unter dem Namen "Cruelty Free International" fortgeführt – und vom Bundesverband unterstützt. Das Ziel ist ein weltweites Verbot von Tierversuchen zu kosmetischen Zwecken.

Bitte zeichnen auch Sie mit unter:
www.crueltyfreeinternational.org

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Streitgespräch: Duve contra Aigner

Was kommt dabei heraus, wenn eine Tierschützerin, Schriftstellerin und Vegetarierin wie Karen Duve und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner aufeinandertreffen? Dieses interessante Streitgespräch ist nachzulesen in der Online-Ausgabe der Zeit. Duve konfrontiert die Ministerin darin u.a. mit den Ungeheuerlichkeiten, die mit der Fleischproduktion verbunden sind, wie die  Haltung und Verstümmelung von Tieren, die Gefahr der Bildung multiresistenter Keime, die Klimaveränderung sowie die globalen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen. Aigner sieht darin ein Zerrbild der Landwirtschaft. Und auch was die Verantwortung des Verbrauchers betrifft sind sie sich uneinig: Während für Aigner das Umdenken im Kopf beginnen muss, ist Duve der Meinung, dass wir Fragen der Ethik nicht übers Kaufverhalten regulieren können – dafür müsse es glasklare Gesetze geben.

Zu lesen unter:
www.zeit.de

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Niedersachsen: Interview mit Christian Meyer

In Tierheim TV äußert sich der neue niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer ausführlich dazu, was die rot-grüne Landesregierung in Bezug auf den Tierschutz plant. Dabei geht er u.a. auf das Thema Intensivtierhaltung ein. Geplant ist u.a., den niedersächsischen Tierschutzplan der Vorgängerregierung schneller umzusetzen. Die Käfighaltung von Hühnern in den sogenannten ausgestalteten Käfigen sowie bestimmte Qualzuchten zu verbieten. Weitere Themen waren: Tierversuche, Wildtiere im Zirkus, Kastrationspflicht für Katzen, das niedersächsische Hundegesetz und die vegetarische Ernährung.

Ansehen unter:
www.youtube.com

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Schweinehaltung: Fleischkonzern-Chef Tönnies fordert mehr Tierschutz

Der Inhaber von Deutschlands größtem Schlachtkonzern, Clemens Tönnies, forderte am Montag auf einer CDU-Veranstaltung zur "Ernährung der Zukunft" vor zahlreichen Schweinehaltern, das Ende der betäubungslosen Ferkelkastration, mehr Auslauf und den Einbau von Luftwäschern in den Ställen. Seine Begründung: Nur wenn man etwas gegen den Geruch unternehme und das Tierwohl stärke, könne man beim Verbraucher wieder punkten. Um die Mehrkosten in Höhe von ca. 20 Euro pro Schwein zu decken, will Tönnies höhere Fleischpreise beim Lebensmittelhandel durchsetzen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) begrüßt die Forderungen. Die Forderungen einer breiten gesellschaftlichen Bewegung für eine artgerechte Tierhaltung müssten von der Fleischbranche berücksichtigt werden. Notwendig seien aber dennoch europaweite gesetzliche Regelungen, die diese Tierschutzstandards deutschland- und europaweit verbindlich machten.

Mehr zum Thema unter: www.lifepr.de und www.topagrar.com
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Verbots-Antrag: Anhörung zur Delfinhaltung

Am 15. Mai fand im Agrarausschuss des Bundestages eine zweistündige Expertenbefragung zur Haltung von Delfinen statt. Hintergrund ist ein Verbots-Antrag der Grünen. Während die Gegner des Verbotes ins Feld führten, dass der Antrag politisch motiviert sei, Delfinarien einen Bildungsauftrag hätten und aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden seien, argumentierten die Befürworter, dass die Haltungsbedingungen teilweise unmöglich seien und verwiesen auf Probleme, wie Aggression und die nicht nachhaltige Nachzucht in den Delfinarien. Der Biologe Philip Loos machte auf die langen Wanderungen und tiefen Tauchgänge in freier Wildbahn aufmerksam und empfahl, "das vermeidbare Leiden der Tiere zu beenden". Umweltbildung käme auch ohne Delfinarien aus. Zudem wurde mehr Transparenz bezüglich der Sterblichkeitsraten und der Zucht der Tiere angemahnt. Die Abstimmung über den Antrag findet voraussichtlich am 5. Juni im Bundestag statt.

Hier können Sie sich den Antrag als PDF-Dokument herunterladen:
www.tierschutzwatch.de

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Fischereipolitik: EU beschließt mehr Schutz von Fischen

Als Reaktion auf die massive Überfischung sollen Europas Fischbestände in Zukunft stärker geschont werden. Die zuständigen Minister einigten sich vergangenen Mittwoch darauf, dass die Fangobergrenzen künftig so festgesetzt werden sollen, dass die Fischbestände langfristig stabil sind. Außerdem soll die derzeitige Praxis, ungewollt gefangene Fische, den sogenannten Beifang, wieder über zu Bord zu werfen, stärker eingeschränkt werden als bisher geplant. Statt sieben sollen künftig noch fünf Prozent dieser "Rückwürfe" möglich sein. Der Beifang muss künftig mit an Land gebracht werden und wird auf die jeweiligen Fangquoten angerechnet. Dies soll die Fischer dazu motivieren, auf schonendere Fangmethoden umzusteigen, die weniger Beifang produzieren. Doch der Kompromiss wird auch kritisiert. Es gebe zu viele Ausnahmen. Zudem öffneten die Rückwürfe dem Missbrauch Tür und Tor. Nötig sei u.a. eine umfassende Reform, der Abbau der Subventionen und der großen Überkapazitäten bei den Fangflotten.

Weitere Infos unter:
www.tagesschau.de und www.greenpeace-magazin.de
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Olympia 2014: Aktivitäten gegen Streunertötungen

Tierschutzskandale im Vorfeld sportlicher Großereignisse sind spätestens seit der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine ein Thema. Nach einem Bericht der Deutsche Presse-Agentur (dpa), planen nun auch die russischen Behörden für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi mehr als 2.000 Hunde und Katzen töten zu lassen. Dafür seien umgerechnet 42.500 Euro ausgelobt worden. Auf Nachfrage des grünen Abgeordneten Christian Ströbele sagte die Bundesregierung zu, sich  "im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ gegen die Tötungen auszusprechen.

Eine Petition gegen die Tötung von Straßentieren im Vorfeld der Olympiade können Sie unterschreiben unter:
www.tasso.net
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Veggie-News: Gesundheit und psychologische Mechanismen

Ist jemand, der sich vegan ernährt ein dürrer kränklicher Genussverweigerer? "Nein", sagt Prof. Johannes Wechsler, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Ernährungsmediziner in der Sächsischen Zeitung. Wenn man auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr achte sei diese Ernährungsform sogar sehr gesund. Veganer hätten durch ihre fett- und cholesterinarme Pflanzenkost ein geringeres Risiko übergewichtig zu werden und an Zivilisationskrankheiten wie Diabetes zu erkranken.

Auch die Berliner Zeitung greift das Thema auf und erwähnt Studien, wie die Attica-Studie der Universität Athen von 2005 oder eine Harvard-Studie von 2008, die ergaben, dass das Diabetesrisiko durch Fleisch und Vollmilchprodukte steigt und es einen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebserkrankungen sowie Bluthochdruck gibt.

In einem weiteren Artikel in der Märkischen Oderzeitung gibt Angelika Riedel von der Verbraucherzentrale Brandenburg zu bedenken, dass Menschen, die viel billiges Fleisch essen, Gefahr laufen, eine gefährliche Antibiotika-Resistenz zu entwickeln.

Ein Beitrag im Spiegel geht auf eine neue US-Studie ein, nach der Menschen, die viel rotes Fleisch essen, häufiger Herzkreislaufleiden entwickeln. Den psychologischen Mechanismen des Vegetarismus widmet sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" in dem umfänglichen Artikel "Das Mitgefühl macht den Unterschied".

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Tierschützer-Prozess: Österreich auf Schadensersatz verklagt

Im Mai 2011 endete ein höchst unstrittener Prozess gegen 13 Tierschützer und Tierschützerinnen in Wien. Sie waren nach Paragraf 278a des österreichischen Strafgesetzbuches angeklagt, im Rahmen einer kriminellen Vereinigung Straftaten begangen zu haben. Doch trotz drei Monaten Untersuchungshaft, monatelanger Beschattung, Lauschangriff und Spitzeleinsatz wurden sie von allen Vorwürfen freigesprochen. Martin Balluch vom "Verein gegen Tierfabriken" fordert nun über eine Million Euro für Anwaltskosten und Schadensersatz.

Lesen unter:
www.news.at

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Zum Nachsehen: Die Würde der Tiere

In dem Film "Die Würde der Tiere" zeigt Cosima Jagow Duda, dass Tiere Lebewesen sind, die Freude und Leid empfinden. Doch während Verhaltensbiologen immer mehr Ähnlichkeiten zwischen Tier und Mensch feststellen, sind die sogenannten Nutztiere wie Hühner und Schweine lediglich zu einer billigen Ressource geworden. Vor diesem Hintergrund fordern immer mehr Menschen einen neuen, respektvollen Umgang mit den Tieren wie der Verhaltensbiologe und Theologe Dr. Rainer Hagencord vom Institut für Theologische Zoologie in Münster oder ein ehemaliger Milchbauer, der ein Altersheim für Nutztiere führt.

Hier können Sie sich den Film online ansehen:
www.rbb-online.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche
unter: www.tierrechte.de

Online-Petition der Europäischen Bürgerinitiative Stop Vivisection unter:
www.stopvivisection.eu

Petition "Einspruch gegen Patent auf Schimpansen" unter: www.testbiotech.de

Online-Appell für eine echte Tierschutz-Verbandsklage in Niedersachsen unter:
albert-schweitzer-stiftung.de

Kampagne "K.O." für Tierfabriken des BUND mit einem Aufruf an Ministerin Ilse Aigner unter: www.tierfabriken.net

Affentransporte: Aktionen und News der AirFrance-Kampagne unter:
stopvivisection.blogsport.de

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 18.Mai 2013: Großdemonstration "Wir haben es MEGA satt!" in Amsterdam
Pfingstsonntag, 19. Mai 2013: Vegan Street Day in Stuttgart
19.-26.Mai 2013: Vortragsreise Melanie Joy
Samstag, 25.Mai 2013: 4.Veggie Straßenfest Nürnberg
Samstag, 25.Mai 2013: Mahnwache gegen Sodomie in Stuttgart
Sonntag, 26.Mai 2013: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Samstag, 1.Juni 2013: Vegan-Event in Köln
Samstag, 1.Juni 2013: Start der Anti-Milch-Kampagne
Samstag, 8.Juni 2013: Veganes Sommerfest in Magdeburg
2.-15.Juni 2013: Pilgern für die Tiere auf dem Jakobsweg
Samstag, 15.Juni 2013: Demo gegen Delfinhaltung in Nürnberg
Samstag, 15.Juni 2013: Tierrechtslauf in Braunschweig
Sonntag, 16.Juni 2013: Vegan-Brunch in Saarbrücken
21.-27.Juni 2013: Kunstausstellung gegen Tierversuche in München
Samstag, 22.Juni 2013: Meat is Murder Demo in Mannheim
Samstag 29.Juni 2013: Demo gegen das Tierversuchslabor LPT in Hamburg

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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