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Newsletter Tierrechte Nr. 09/12 vom 04.05.2012

04.05.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: Landtagswahl in Schleswig-Holstein
  • Pressemitteilung zum Tierverbrauch: "Mainzer Vorbild muss Schule machen!"
  • Saarland: Tierschutz-Verbandsklage im Koalitionsvertrag
  • Niedersachsen: Tierschutzplan nur Imagekampagne für Agarindustrie?
  • Erfolg in Haßleben: Investor reduziert "Mastplätze"
  • Hühnermastanlage: Gericht hebt Genehmigung auf
  • Antibiotika: Pharmaindustrie und Tierärzte unter Druck
  • Bitte mitmachen: Petition gegen sexuellen Missbrauch von Tieren
  • Fernsehtipp: Die Milch-Lüge
  • Stadttauben: Helfer für Wesel und Bad Kreuznach gesucht
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 02.05.2012

Landtagswahl in Schleswig-Holstein - Parteien zum Tierschutz

Zur Landtagswahl am 6. Mai haben der Bundesverband Menschen für Tierrechte und sein Landesverband Menschen für Tierrechte Schleswig-Holstein die bisher im Landtag vertretenen Parteien nach ihren aktuellen Tierschutzzielen befragt. Dabei stehen drängende Tierschutzthemen im Vordergrund: die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung von Tierversuchsersatzverfahren und die Verbesserung der Tierhaltung in der Landwirtschaft.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 25.04.2012

Uni Mainz reduziert Tierverbrauch: „Mainzer Vorbild muss Schule machen!“

Mit dem gerade startenden Semester dürfen Biologiestudenten an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erstmals ein Alternativprogramm zur Sezierpflicht wählen. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte bedeutet dies einen Dammbruch, denn studieren ohne dafür getötete Tiere ist in den Studiengängen Biologie, Human- und Tiermedizin kaum möglich. Er fordert nun die Dozenten dieser Fakultäten auf, ihren Studenten gleichen Fortschritt zu bieten.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Saarland: Tierschutz-Verbandsklage im Koalitionsvertrag

In der letzten Legislatur wurde der Gesetzantrag der Grünen zur Tierschutz-Verbandsklage nicht mehr verabschiedet.

In ihren Wahlaussagen kündigte dann die CDU an, die Tierschutz-Verbandsklage mitzutragen, die SPD hatte sich klar zum Klagerecht bekannt. Im Koalitionsvertrag wurde nun vereinbart, die Tierschutz-Verbandsklage auf den Weg zu bringen. Auf Nachfrage von Menschen für Tierrechte bestätige die SPD-Fraktion, dass dieser Wortlaut die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage im Saarland durch ein Landesgesetz beinhalte.
Der Koalitionsvertrag vereinbart daüber hinaus zum Tierschutz, eine Qualitätsoffensive für eine tierschutzgerechte Nutztierhaltung einzuleiten. Zudem soll bei der Jagd ein Interessensausgleich zwischen Jagd-, Natur- und Tierschutz, der Landwirtschaft und den Waldeigentümern stattfinden.

Am 9. Mai soll die neue Landesregierung im Landtag vereidigt werden.

Zum Koalitionsvertrag geht es hier

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Niedersachsen: Tierschutzplan nur Imagekampagne für Agarindustrie?

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisiert Äußerungen der Abteilungsleiterin für Verbraucherschutz, Tiergesundheit und Tierschutz im niedersächsischen Agrarministerium, Heidemarie Helmsmüller. Sie soll auf einem Kongress der Futtermittelindustrie erklärt haben, dass  Niedersachsen auch künftig auf industrielle Strukturen im Tiersektor setze. Mit dem niedersächsischen Tierschutzplan solle lediglich ein Beitrag geleistet werden, große Anlagen für die Bevölkerung akzeptabler zu gestalten. Während Ministerpräsident McAllister und Minister Lindemann offiziell von einer ergebnisoffenen Prüfung von Haltungsbedingungen und Betriebsgrößen sprechen, hat sich die Abteilungsleiterin scheinbar schon auf agrarindustrielle Strukturen festgelegt.

Mehr Infos zum Thema unter:
www.bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de

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Erfolg in Haßleben: Investor reduziert "Mastplätze"

Die geplante riesige Schweinemastanlage im brandenburgischen Haßleben ist zum Symbol geworden für den Kampf gegen die tierquälerische Intensivtierhaltung. Seit acht Jahren kämpft unter anderem die Bürgerinitiative Kontraindustrieschwein sehr engagiert gegen die Mega-Anlage in der Uckermark. Der holländische Investor Van Gennip, der bereits zwei Großanlagen in Sachsen-Anhalt betreibt, will nun die Anzahl der sogenannten Mastplätze reduzieren. Ursprünglich wollte der Niederländer eine Genehmigung für 84.000 Tiere, die er nach Einwendungen wegen der Umweltbelastung auf 67.000 reduzieren musste. Nun sollen "nur" noch 3300 "Mastschweine", etwa 5200 Sauen und ihre Ferkel in der modernisierten DDR-Anlage untergebracht werden. Die Gesamtzahl beläuft sich auf 37.000 Tiere. Der Erfolg ist weniger die Halbierung der Zahl der Schweine, sondern eher die Tatsache, dass der Investor auf erhebliche Probleme bei der Genehmigung seiner Mega-Anlage stößt. Da mittlerweile die Beteiligungs- bzw. Mitspracherechte von Anwohnern und Umweltverbänden verbessert wurden, wird es zukünftig noch schwieriger, solche Vorhaben durchzusetzen. Zudem besagt ein aktuelles Brandschutzgutachten, dass die hohe Anzahl der Tiere in solchen Anlagen eine Rettung im Brandfall nicht zulässt. Dies verstößt gegen die Landesbauordnungen, nach denen die Rettung der Tiere gewährleistet sein muss. Dies sind Negativ-Signale für andere Investoren - und das ist gut so.

Mehr Infos zu Haßleben unter:
www.pnn.de

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Hühnermastanlage: Gericht hebt Genehmigung auf

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat die Genehmigung des Kreises Wesel für den Bau einer Hühnermastanlage in Schermbeck aufgehoben. Anwohner hatten wegen Umweltbelastungen und starker Geruchsbelästigung geklagt. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass das zulässige Maß der Belastung durch die schon vorhandenen Ställe erreicht sei. Der Landwirt, der bereits eine Anlage mit fast 25.000 Hühnern betreibt, hatte im Februar 2008 einen Bauantrag für eine weitere Anlage für 39.900 Tiere gestellt. Das Urteil könnte eine Signalwirkung haben, da das Verwaltungsgericht Düsseldorf mit diesem Urteil die fehlerhafte Berechnung der Geruchsimmissionen offenlegt und der viel zu laxen Genehmigungspraxis einen Riegel vorschiebt.

Mehr Infos unter:
www.dorstenerzeitung.de

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Antibiotika: Pharmaindustrie und Tierärzte unter Druck

Die Pharmaindustrie steht wegen der überhöhten Antibiotika-Abgabemengen in der industriellen Tierhaltung unter Druck. Bis Ende März hätten alle Hersteller ihre Abgabemengen an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) melden müssen. Einige Firmen sind, nach Kenntnissen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", dieser Pflicht bisher aber nicht nachgekommen. Die Bundesregierung hatte die Meldepflicht beschlossen, um die steigende Antibiotika-Verabreichung durch Tierärzte einzudämmen. Wegen der hohen Antibiotika-Gaben wird nun auch das sogenannte Dispensierrecht der Veterinäre diskutiert. Die Ausnahmeregelung vom Apothekenmonopol ermöglicht es Tierärzten, Medikamente für Tierpatienten selbst herzustellen, vom Hersteller und Großhandel zu beziehen und an den Tierhalter abzugeben. Dies hat aber dazu geführt, dass Praxen, die Tiermastbetriebe betreuen, riesige Medikamentenlager angelegt haben. Die Rabatte der Industrie bescheren den Veterinären hohe Margen. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) forderte deswegen, das Dispensierrecht abzuschaffen und stattdessen die Beratung und Umsetzung artgerechter Tierhaltung zu honorieren.

Mehr Infos unter:
www.spiegel.de und www.bauernhoefe-statt-agrarfabriken.de

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Bitte mitmachen: Petition gegen sexuellen Missbrauch von Tieren

Der sexuelle Missbrauch von Tieren (Sodomie bzw. Zoophilie) ist immer noch ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Bis 1969 waren in Deutschland sexuelle Kontakte zwischen Mensch und Tier durch §175b des Strafgesetzbuches verboten. Doch im Zuge einer Strafrechtsreform wurde die Strafbarkeit 1969 aufgehoben. Man ging davon aus, dass die Regelungen in §1 und § 17 des Tierschutzgesetzes ausreichen würden, um Tiere wirkungsvoll vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Doch 40 Jahre Vollzugspraxis des Tierschutzgesetzes haben nach Ansicht von Dr. Madeleine Martin, der hessischen Tierschutzbeauftragten, gezeigt, dass die tierschutzrechtlichen Regelungen hier ins Leere laufen.

Die Petition der Tierärztin Dr. Nicola Siemers fordert u.a. ein gesetzliches Verbot von Sodomie/Zoophilie, eine Ergänzung im Tierschutzgesetz, wonach sexuelle Handlungen mit Tieren als Tierquälerei anerkannt und unter Strafe gestellt werden und schärfere Kontrollen. Die Petition soll, sobald genügend Unterschriften zusammen gekommen sind, beim Bundestag eingereicht werden. Hier können Sie die Petition unterzeichnen:
tieraerzte-gegen-zoophilie.de

Weitere Infos zum sexuellem Missbrauch von Tieren unter:
www.tierrechte.de

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Fernsehtipp: Die Milch-Lüge

Am Montag, den 7. Mai um 22:00 Uhr, strahlt der NDR die kritische Dokumentation "Die Milch-Lüge" aus. Die 45-minütige Recherchereise will mit dem Mythos Milch aufräumen und über die Risiken des Milchkonsums informieren. Denn das "Eiweißbombardement" durch Milch ist nicht gesund. Es kann sogar krank machen und Neurodermitis, Asthma sowie Diabetes auslösen bzw. fördern. Dies nutzt nur der Milchindustrie, die den Mythos von der gesunden Milch immer noch verbreitet.

Mehr Infos unter:
www.ndr.de

Erfahren Sie hier mehr zum Leiden der Kühe:
www.tierrechte.de

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Stadttauben: Helfer für Wesel und Bad Kreuznach gesucht

Für das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement werden in Bad Kreuznach und in Wesel ehrenamtliche und tierliebe Helfer gesucht. Wer in Bad Kreuznach bzw. in Wesel und Umgebung wohnt und sich in dem Projekt engagieren möchte, bitte melden bei:

Bad Kreuznach:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wesel:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Mehr Infos zum Stadttauben-Konzept unter:
www.stadttauben.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen:www.clonefreefood.eu

8-Hours-Kampagne für eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten
Hier kommen Sie zur Online-Petition und weiteren Infos zu dieser internationalen Kampagne: www.8hours.eu

Kampagne für ein EU-Verbot der Kastenstandhaltung für Schweine
In der Online-Aktion unserer englischen Partnerorganisation Compassion in World Farming werden die EU-Staaten bzw. deren Landwirtschaftsminister dazu aufgefordert, das Verbot der tierquälerischen Haltung in Kastenständen fristgerecht umzusetzen: action.ciwf.org.uk

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 5. Mai 2012: Welthungerdemo in Köln
Vom 5. Mai bis 28. Mai 2012: Fahrradtour "Critical Mast"
Mittwoch, 9. Mai 2012: Themenabend Tierversuche in Studium und Forschung in Düsseldorf
Donnerstag, 10. Mai 2012: Vortrag: Leben Veganer_innen gesünder? in Jena
Freitag, 11. Mai 2012: Vortrag: Veganismus u.a. in Duisburg
Dienstag, 15. Mai 2012: Gesprächsrunde Veganer_innen & Vegetarier_innen in Jena
Sonntag, 20. Mai 2012: Veganer Brunch in Dortmund
Dienstag, 22. Mai 2012: Workshop: vegane Aufstriche selber machen in Jena
Freitag, 25. Mai 2012: Fachgespräch "Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung" in Hannover
Sonntag, 27.Mai 2012: Veggie Street Day in Stuttgart
Dienstag, 29. Mai 2012: Film mit anschließender Diskussion in Jena

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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