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Newsletter Tierrechte Nr. 08/12 vom 20.04.2012

20.04.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
  • Kaninchenhaltung: Bundesregierung legt mangelhaften Entwurf vor
  • In eigener Sache: Geschäftsbericht 2011
  • Gentechnik: EU will verpflichtende Fütterungsstudien
  • Bitte Mitmachen: EU-Verbot der Kastenstände muss kommen
  • Grand National: Zwei Pferde sterben bei Galopp-Jagdrennen
  • Themenabend: Nie wieder Fleisch?
  • Ernährung: Frauen sind die besseren Klimaschützer
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 20.04.2012

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche:
Kompetenzzentrum für tierversuchsfreie Methoden gefordert

Zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24.April fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf, ein Kompetenzzentrum für tierversuchsfreie Methoden einzurichten. Nur mit dieser zentralen Auskunftsstelle könnten die neuen rechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung von Tierversuchen, die ab 2013 in Europa anzuwenden sind, eingehalten werden.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Kaninchenhaltung: Bundesregierung legt mangelhaften Entwurf vor

Viele Menschen kennen Kaninchen nur als "Heimtiere". Dass sie zu Millionen Jahr für Jahr unter katastrophalen Bedingungen "produziert" und geschlachtet werden, ist vielen nicht bekannt. Da es bisher keine Haltungsverordnung für Kaninchen gibt, werden die bewegungsfreudigen Tiere in kommerziellen Betrieben in viel zu engen, niedrigen Käfigen auf Metall- oder Kunststoffrosten gehalten. Dabei treten u. a. Verletzungen, Wirbelsäulenverkrümmungen und Verhaltensstörungen wie Kannibalismus und Selbstverstümmelung auf. Nachdem der Bundesrat die Regierung schon im März 2009 aufgefordert hatte, den Tierschutz bei der Haltung von Kaninchen zu Erwerbszwecken durch eine Änderung der sogenannten Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zu regeln, legte die Regierung Ende März 2012 endlich einen Entwurf zur Kaninchenhaltung vor.

Der Bundesverband, der zur Stellungnahme aufgefordert wurde, hält die Haltungsvorgaben in dem Entwurf allerdings für inakzeptabel, weil sie die Käfighaltung weiterhin ermöglichen statt sie zu verbieten. Ähnlich wie bei den Hennen sollen auch die Kaninchen weiterhin in Käfigen, die wenig größer sind als die alten Käfigsysteme, gehalten werden dürfen.

Bei der Käfighaltung können die Tiere ihre arteigenen Verhaltensweisen nicht ausleben. Die Tiere haben darin so wenig Platz, dass sie sich weder Aufrichten noch Hoppeln, Graben oder Scharren können. Gerade mal 1,5 bis max. 2,5 Din A4 Seiten Platz soll einem Kaninchen während seiner Mastzeit zugestanden werden.

Hier können Sie sich die Stellungnahme als PDF herunterladen:
www.tierrechte.de

Infomaterial zur Kaninchenhaltung finden Sie hier:
www.tierrechte.de

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In eigener Sache: Geschäftsbericht 2011

Der Geschäftsbericht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte für das Jahr 2011 liegt nun auch online vor. Er informiert über die vielfältigen Aktivitäten des Bundesverbandes in Sachen Tierrechte, Tierschutz-Verbandsklage, Tierversuche, tierversuchsfreie Verfahren, Tierverbrauch in der Ausbildung, Tiere in der Landwirtschaft und die politische Lobbyarbeit. Wir haben in den letzten Jahren unsere Kompetenz auf den Gebieten tierversuchsfreie Verfahren und Tierverbrauch in der Ausbildung deutlich ausbauen können.

Gleiches gilt für die politische Arbeit: Der Bundesverband ist heute in allen wichtigen tierschutzpolitischen Gremien wie der Bundestierschutzkommission und Tierschutzbeiräten der Länder vertreten. Dies ermöglicht es uns, unsere Positionen direkt an die Entscheidungsträger heranzutragen. Alle wichtigen Informationen fließen zudem in die Datenbank „Tierschutzwatch“, in der wir wichtige  tierschutzpolitische Initiativen umfassend dokumentieren, bewerten und für Politiker wie Bürger zugänglich machen. Mit dieser Kombination aus fachlicher und politischer Kompetenz konnten wir in 2011 wieder positive Entwicklungen anstoßen.

Hier können Sie sich u.a. den Geschäftsbericht 2011 als PDF-Dokument herunterladen:
www.tierrechte.de

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Gentechnik: EU will verpflichtende Fütterungsstudien

Die Europäische Kommission will Fütterungsstudien mit gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln zur Pflicht machen. Hierzu hat sie im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Nun sollen 90-Tage-Fütterungsstudien mit ganzen Pflanzen an Tieren durchgeführt werden. Für diese Fütterungsversuche müssen eine noch unbekannte Zahl an Tieren in Tierversuchen leiden. Obwohl Fütterungsstudien in der Vergangenheit immer wieder zu widersprüchlichen Ergebnissen geführt haben, will die Kommission wider besseres Wissens auf dem Beschluss bestehen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte Fütterungsstudien nur in bestimmten Fällen gefordert.  Diese Entscheidung soll erst 2015 auf ihren Nutzen überprüft werden. Die Ausschussmitglieder müssen dem Entwurf noch mit qualifizierter Mehrheit zustimmen. Die Mehrheit der EU-Bürger lehnt genmanipulierte Lebensmittel grundsätzlich ab.

Mehr Infos unter:
www.biosicherheit.de

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Bitte Mitmachen: EU-Verbot der Kastenstände muss kommen

In der EU werden schätzungsweise 13,5 Millionen Mutterschweine für die Nachzucht gehalten. Die meisten werden ca. 300 Tage im Jahr einzeln in sogenannten Kastenständen gehalten. Diese sind so eng, dass sich die Tiere nicht einmal umdrehen können. Nach der Geburt kommt das Mutterschwein für drei bis vier Wochen in ein sogenanntes Abferkelgitter, in dem es ähnlich eng eingepfercht ist. Ab 2013 sollen die tierquälerischen Kastenstände EU-weit verboten werden. Innerhalb der ersten vier Wochen der Trächtigkeit soll die separate Unterbringung noch zulässig sein. Danach müssen die Züchter die Muttertiere in Gruppen halten. Derzeit steht aber die fristgemäße Umsetzung dieses Verbotes auf der Kippe, da mehr als die Hälfte der Mitgliedsstaaten den Termin nicht einhalten werden.

Bitte unterstützen Sie die Kampagne unser englischen Partnerorganisation Compassion in World Farming, mit der die EU-Staaten bzw. deren Landwirtschaftsminister dazu aufgefordert werden, das Verbot fristgerecht umzusetzen. Hier kommen Sie zu der englischen Online-Aktion: action.ciwf.org.uk

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Grand National: Zwei Pferde sterben bei Galopp-Jagdrennen

Bei dem umstrittenen englischen Galopp-Jagdrennen Grand National am 14. April mussten zwei Pferde nach Stürzen getötet werden. Das Hindernis "Becher's Brook", das den Tieren zum Verhängnis wurde, gilt wegen des hohen Verletzungsrisikos als Pferdefriedhof. Der Aufsprung liegt tiefer als der Absprung. Die beiden Pferde hatten sich an diesem Hindernis Beinbrüche zugezogen und mussten getötet werden. Seit dem Jahr 2000 sind nach Angaben von englischen Tierschützern schon 35 Pferde bei dem Rennen in Aintree ums Leben gekommen. Von den 40 gestarteten Pferden erreichten am Samstag nur 15 das Ziel. Tierschutzorganisationen bezeichnen das Rennen als "die schlimmste Form der Massenunterhaltung".

Mehr Infos unter:
www.spiegel.de

Die englische Tierschutzorganisation Animal Aid hat eine Online-Petition gestartet. Hier können Sie für ein Verbot des Grand National unterschreiben: www.animalaid.org.uk

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Themenabend: Nie wieder Fleisch?

Anlässlich eines Themenabends hat der Sender Arte viele interessante Informationen zum Thema Fleischkonsum online gestellt wie ein provokantes Plädoyer für den Vegetarismus und ein Interview mit dem Erfolgsautor Jonathan Safran Foer.

Mehr Infos unter:
www.arte.tv

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Ernährung: Frauen sind die besseren Klimaschützer

Dass Frauen sich mit viel Gemüse, Obst und Getreideprodukten gesünder als Männer ernähren, ist bekannt. Dass dies gut für Tiere, Gesundheit und für das Klima ist, belegt nun eine Studie der  Martin-Luther-Universität Halle. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sich das durchschnittliche Ernährungsmuster von Frauen mit einem geringen Anteil an Fleisch und Butter sich deutlich besser auf den Treibhauseffekt und den Flächenverbrauch auswirkt. Der Anteil der Ernährung am Treibhauseffekt liegt in Deutschland bei rund 20 Prozent. Würden sich die deutschen Männer dem weiblichen Ernährungsstil anpassen, würde eine Fläche von der Größe Schleswig-Holsteins frei und es würden 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60 000 Tonnen Ammoniak weniger die Umwelt belasten.

Mehr Infos unter:
www.focus.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen:www.clonefreefood.eu

8-Hours-Kampagne für eine zeitliche Begrenzung von Tiertransporten
Hier kommen Sie zur Online-Petition und weiteren Infos zu dieser internationalen Kampagne: www.8hours.eu

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Termine: Demos & Co.

Dienstag, 24. April 2012: Podiumsdiskussion zu Tierversuchen in der Urania Berlin
Mittwoch, dem 25.4.2012: Demo gegen Massentierhaltung vor dem Brandenburger Landtag
Freitag, 27. April 2012: Demo gegen Tierversuche an der Universität in Düsseldorf
Samstag, 28. April: Demo gegen Tierversuche in Bremen
Freitag, 27. April: Vernissage mit Tierbildern in Nürnberg
Samstag, 5.Mai 2012: Welthungerdemo in Köln
Vom 5. Mai bis 28. Mai 2012 Fahrradtour "Critical Mast"
Freitag, 11. Mai 2012: Vortrag: Veganismus u.a. in Duisburg
Sonntag, 27.Mai 2012: Veggie Street Day in Stuttgart

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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