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Newsletter Tierrechte Nr. 08/11 vom 29.04.2011

29.04.2011

Inhalt

  • Pressemitteilung: Mehr Geld für weniger Tierversuche gefordert
  • Baden-Württemberg: Tierschutz im Koalitionsvertrag
  • Niedersachsens Tierschutzplan: Aufbruch oder Feigenblatt für die Agrarindustrie?
  • NRW: Mehr Geld für Tierschutz und Öko-Landbau
  • Weitere Städte führen Katzenkastrationspflicht ein
  • Mitreden: "Charta für Landwirtschaft & Verbraucher"
  • Aktion Mitgliedschaft: Helfen und dafür beschenkt werden
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos und Tierrechtskonferenz

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 20.04.2011

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche: Mehr Geld für weniger Tierversuche von Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsidenten gefordert

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24.04. fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf, mehr Geld zur Reduktion der Tierversuche zur Verfügung zu stellen. Hierauf könne auch in Zeiten knapper Kassen nicht verzichtet werden. Denn die Behörden benötigten dringend zusätzliche Mitarbeiter, um Tierversuchsanträge und Tierversuchsanlagen auf Einhaltung von Tierschutzvorschriften zu überprüfen. Auch zur Entwicklung tierversuchsfreier Methoden müsse mehr Geld fließen. Eile sei jetzt aufgrund der neuen EU-Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU geboten.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de
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Baden-Württemberg: Tierschutz im Koalitionsvertrag

Zentrale Forderungen des Bundesverbandes finden sich im Koalitionsvertrag (vom 27.04.) der grün-roten Landesregierung wieder.
Ganz oben stehen: Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, Reduktion der Tierversuche und mehr Förderung von Alternativmethoden.
In der Landwirtschaft stehen an: gezielte Unterstützung tiergerechterer Haltungsformen im Land, im Bund und der EU-Einsatz für bessere Nutztierhaltungen.
Außerdem: Ausrichtung von Jagd- und Fischereigesetz an wildökologischen und Tierschutz-Anforderungen. Untertützung der Tierheime.
Zusätzlich: Einführung eines Landes-Tierschutzbeauftragten.
Die Parteien werden auf ihren Parteitagen am 7.5. und 8.5. über den Koaltionsvertrag abstimmen. Am 12.05. wird der Ministerpräsident gewählt.

Sie können sich den Koalitionsvertrag als PDF herunterladen unter:
www.tierschutzwatch.de
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Niedersachsens Tierschutzplan:  Aufbruch oder Feigenblatt für die Agrarindustrie?

Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU) hat am 20.April seinen neuen Tierschutzplan vorgestellt. Hintergrund waren die zahlreichen Skandale der letzten Monate, in denen es um Missstände in Geflügel- und Schweinemastbetrieben ging. Hinzu kam das mit Dioxin verseuchte Futter, die Verstrickung seiner Amtsvorgängerin und Geflügelunternehmerin Astrid Grotelüschen (CDU) in Tierquälereien in Putenmastbetrieben. Der 38-Punkte umfassende Tierschutzplan, der von einem Ausschuss mit Vertretern der Behörden, der Agrarwirtschaft sowie von Tier- und Verbraucherschutzverbänden erarbeitet wurde, sieht Maßnahmen für zwölf Tiergruppen vor, die nach und nach geprüft und bis 2018 umgesetzt werden sollen. Danach soll das Kupieren von Ferkel-Schwänzen bis 2016 aufhören und Kastrationen ohne Betäubung ab 2015. Das gilt auch für das Schnabelkürzen von Legehennen. Dies soll 2016 enden, bei Puten 2018.  Für die Tötung männlicher Eintagsküken in der Legehennenzucht soll bis 2013 eine Lösung gefunden werden ebenso wie für die betäubungslose Hornamputation bei Kälbern. Darüber hinaus sollen die sogenannten Qualzuchten beendet werden. Geplant ist zudem die Entwicklung eines Tierschutzlabels sowie von Tierschutzindikatoren, um die Einhaltung der Maßnahmen zu überwachen.

Die Tatsache, dass im agrarindustriellen Kernland ein solcher Vorstoß unternommen wird, ist bemerkenswert und belegt, dass die industrielle Landwirtschaft mittlerweile ein echtes Akzeptanzproblem hat. Auf der anderen Seite stehen viele Fragen. Warum hat Niedersachsen der Bundesratsinitiative für ein Komplettverbot von Legebatterien noch nicht zugestimmt? Warum sollen wissenschaftlich belegte Missstände weiter erforscht und noch für Jahre erlaubt sein? Niedersachsen könnte als Haupt-Agrarregion Standards setzen – doch warum warten, obwohl die Weichen für die zukünftige EU-Agarpolitik in diesem Sommer neu gestellt werden? Ob der Tierschutzplan nur eine Imagekampagne für die industrielle Landwirtschaft ist oder tatsächliche Veränderungen bringt, bleibt abzuwarten. Sicher ist allerdings, dass Lindemann nicht für einen Systemwechsel steht. Seiner Meinung nach sind Management-Fehler Schuld an den Tierquälerei-Skandalen und nicht das System als solches.
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NRW: Mehr Geld für Tierschutz und Öko-Landbau

Zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag vorgesehenen ökologischeren Ausrichtung der Landwirtschaft hat Nordrhein-Westfalen bei der EU einen Antrag auf Änderung des Programms Ländlicher Raum eingereicht. Neben der Umstellungsförderung sollen auch Maßnahmen eingeführt werden, die zu mehr Tierschutz in der Landwirtschaft führen. Prämien erhalten sollen z.B. Betriebe, die Kühe und Schweine in Laufställen mit Stroheinstreu halten. Gleichzeitig sollen nur noch Anlagen gefördert werden, die beim Tierbestand eine Obergrenze gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchV) einhalten. Um eine Massenproduktion zu vermeiden, soll die Anzahl der Tiere an die vorhandene Fläche gekoppelt werden.

Mehr Infos unter:
www.umwelt.nrw.de

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Weitere Städte führen Katzenkastrationspflicht ein

Der Bundesverband begrüßt, dass nun auch die Städte Bremen, Bad Harzburg (Niedersachsen)  und Kall (NRW) eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen eingeführt bzw. auf den Weg gebracht haben. In Bielefeld hatte der Bundesverband zusammen mit dem örtlichen Tierschutzverein die Schaffung einer kommunalen Kastrationspflicht angestoßen. Daraus resultierend hat das Ratsmitglied und gleichzeitige Landtagsmitglied Günter Garbrecht (SPD) eine sogenannte Kleine Anfrage gestellt, die die Landesregierung NRW vor Kurzem beantwortet hat.

Kleine Anfrage und Antwort Landesregierung NRW:
www.tierschutzwatch.de

Artikel zum Thema Kastrationsgebot unter:
www.tierrechte.de

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Mitreden: "Charta für Landwirtschaft & Verbraucher"

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern im Rahmen der "Charta für Landwirtschaft & Verbraucher" die Möglichkeit, ihre Meinung zur Zukunft der Landwirtschaft zu äußern. Laut BMELV soll darauf aufbauend eine zukunftsorientierte Politik für die gesamte Lebensmittelkette basieren.

Mehr Infos unter:
www.bmelv.de

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Aktion Mitgliedschaft: Helfen und dafür beschenkt werden

Sie möchten etwas für die Rechte der Tiere tun und kochen gerne? Da haben wir ein richtig gutes Angebot für Sie. Bei unserer aktuellen "Aktion Mitgliedschaft" bekommt jedes neue Fördermitglied als Dankeschön ein hochwertiges veganes Kochbuch mit vielen leckeren, gesunden und tierfreundlichen Rezepten.
Hier gibt’s mehr Infos zu den Büchern: "Vegan & vollwertig genießen" und "Umweltfreundlich vegetarisch."

Klingt das interessant? Hier können Sie ganz einfach online Fördermitglied werden: www.tierrechte.de.
Einfach die sichere SSL-Verschlüsselung nutzen und unter "Nachrichten & Wünsche" das Motto "Aktion Mitgliedschaft" angeben. Wir schicken Ihnen das Kochbuch dann zusammen mit der Mitgliedsschaftbestätigung zu.

Haben Sie Fragen zur Mitgliedsschaft? Rufen Sie einfach Romy Liessem vormittags in der Geschäftsstelle an. Sie berät Sie gerne.
Fon 0241 - 15 72 14, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org
Für einen Zirkus ohne Wildtiere
Fordern Sie Bundesministerin Aigner auf, sich für ein Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus einzusetzen.
Hier geht’s zur Online-Aktion:
www.zirkus-ohne-Tiere.de
Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu
EU-Verbot von Legebatterien
Verhindern Sie eine Verzögerung des EU-Verbots von Legebatterien durch Polen
unter: action.ciwf.org.uk

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Termine: Demos und Tierrechtskonferenz

Samstag, 30. April: Demo zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche in Hamburg
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

19. – 22. Mai: Internationale Tierrechtskonferenz in Luxembourg Stadt
mit bekannten ReferentInnen aus diversen Bereichen der Tierrechtsbewegung. Außerdem: Austellungen, Workshops, Netzwerke.
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 28. Mai: Tierrechtsdemo in Saarbrücken
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

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