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Newsletter Tierrechte Nr. 07/16 vom 07.04.2016

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

unser Bundesverband Menschen für Tierrechte hat den Fisch zum Versuchstier des Jahres 2016 ernannt. Der Fisch ist für die Forschung ein "dankbares Versuchstier" – nicht umsonst rangiert er in der Tierversuchsstatistik an dritter Stelle. Er lässt sich schnell vermehren und eignet sich gut für gentechnische Manipulationen und Giftigkeitstests. Doch Fische sind keine Reflexmaschinen: Sie sind lernfähig, jagen koordiniert im Team, spielen und benutzen Werkzeuge. Als empfindsame Wirbeltiere leiden sie unter Schmerzen, Stress und Angst. Gemeinsam mit der Autorin und diesjährigen Schirmherrin für das Versuchstier des Jahres, Hilal Sezgin, machen wir das Leid der Tiere im Labor öffentlich. Und wir machen Druck für die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren – damit die qualvollen Tierversuche endlich aufhören. In der nächsten Ausgabe unseres Magazins "tierrechte" kommen die an Schweizer Universitäten lehrenden Professoren Helmut Segner und Markus Wild zu Wort, die tiermedizinisch und ethisch zu dem Bewusstsein und Schmerzempfinden bei Fischen geforscht haben.


vtdj-2016-cover-001Keine Reflexmaschine: Der Fisch ist das Versuchstier des Jahres

Der Langzeitverlauf zeigt: Der Einsatz von Fischen im Tierversuch steigt. Mit fast 275.000 Tieren standen die Fische 2014 an dritter Stelle der Tierversuchsstatistik nach Mäusen und Ratten. Hintergrund für die Zunahme ist vor allem der Anstieg von gentechnisch veränderten Fischen in der medizinischen Grundlagenforschung. Diese beschäftigt sich größtenteils mit humanmedizinischen Fragestellungen, wie z. B. Diabetes oder Herzmuskelerkrankungen. Das Beispiel Fisch zeigt, dass sich drei üble Entwicklungen ungehindert ausbreiten: Statt weniger werden immer mehr Tiere in Versuchen eingesetzt. Die genetische Unversehrtheit wird durch Patentierung der Lebewesen mit Füßen getreten und es werden nicht genügend tierversuchsfreie Verfahren entwickelt.

Deshalb fordern wir eine Kehrtwende! Die Zukunft in der Grundlagenforschung muss heißen: Menschliche Krankheitsmodelle statt genmanipulierte Tiere.

•    Lesen Sie unsere Pressemitteilung vom 31.03.2016.
•    Hier lesen Sie die am häufigsten gestellten Fragen zum Versuchstier des Jahres 2016.
•    Unsere 22-seitige Broschüre "Versuchstier des Jahres 2016: Der Fisch" liefert ausführliche Hintergrundinformationen. Wir bieten Ihnen die Broschüre als pdf

 


portät mit domino-web-001Hilal Sezgin ist Schirmherrin für das Versuchstier des Jahres

Die Autorin und engagierte Tierrechtlerin Hilal Sezgin hat die Schirmherrschaft für das "Versuchstier des Jahres 2016" übernommen. Ihre publizistischen Themen sind hauptsächlich Tierethik und Tierrechte, Feminismus, Philosophie und Islam. Hier lesen Sie ihr Grußwort:

"Fische existieren meist im toten Winkel des öffentlichen ethischen Bewusstseins: Sie atmen und kommunizieren anders als wir, und darum meinen wir, wir dürften alles mit ihnen machen. In den Labors, in der Aquakultur und in der Freizeit. Angeln gilt wahlweise als „Sport“ oder als „fast schon meditativ“. Es gibt sogar „Vegetarier“, die Fische essen ... Aber das Entscheidende ist doch nicht, ob Fische anders sind als wir an Land Lebenden, sondern dass sie überhaupt atmen und kommunizieren, dass sie Empfindungen haben und leben wollen! Genau wie wir haben sie nur ein einziges Leben, und das in Frieden und Freiheit zu leben, dürfen wir ihnen nicht verwehren". (Foto: Ilone Habben)


Xenotransplantation – Affen mit Schweineherzen

Aktuell wird in den Medien als großer Erfolg dargestellt, dass in den USA ein Affe zweieinhalb Jahre mit einem Schweineherz überlebt hat. Bereits seit Jahrzehnten wird daran geforscht, Schweine gentechnisch so zu verändern, dass ihre Organe bei einer Transplantation in Menschen – der sogenannten Xenotransplantation – vom menschlichen Immunsystem weniger stark abgestoßen werden. Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, ein Gen im Erbgut von Schweinen zu inaktivieren, das bei der Abstoßungsreaktion eine wichtige Rolle spielt. Die starke Abstoßungsreaktion ist jedoch nicht das einzige Problem; auch eine Übertragung von Krankheitserregern durch die Tierorgane ist nicht auszuschließen. Vor allem ist es ethisch höchst fragwürdig, Tiere gentechnisch zu verändern und sie gleichsam als „Ersatzteillager“ zu züchten. Xenotransplantationsversuche zählen zu den Versuchen, die für die Tiere (Paviane und Makaken) mit größten Schmerzen, Leiden und Schäden verbunden sind. Der Mangel an Spenderorganen muss auf andere Weise gelöst werden. Derzeit wird an der therapeutischen Nutzung von Stammzellen geforscht. Langfristiges Ziel ist es, anhand patienteneigener Zellen neue Organe zu züchten, die patientenspezifisch sind und daher nicht abgestoßen werden. Das Verfahren ist derzeit jedoch noch  mit Risiken verbunden, die vor einem Einsatz im Rahmen therapeutischer Verfahren behoben werden müssen.


Aktuelle Kampagnen & Mitmachaktionen


Termine: Demos & Co.

  • 26. März 2016: Osterdemo für Tierrechte in Köln
  • 14. April 2016: Vortrag "Konsequenzen partizipativer Forschung mit nicht-menschlichen Akteuren" in Heidelberg
  • 16. April 2016: Die Kuh auf der Wiese – nur noch auf der Milchpackung? in Hohenwestedt (SH)
  • 23. April 2016: Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche
  • 30. April bis 1. Mai 2016: VeggieWorld München
  • 12. Mai: 2016: Vortrag „In-vitro-Fleisch als ethischer Fortschritt?“ in Heidelberg
  • 09. Juni 2016: Vortrag „Das Mensch-Tier-Verhältnis: Ein Muss für Lehr- und Studienpläne“ in Heidelberg

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de


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Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
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Fon 02 41-15 72 14
Fax 02 41-15 56 42
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