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Newsletter Tierrechte Nr. 07/15 vom 30.04.2015

30.04.2015

Inhalt:

  • Pressemitteilung: 500.000 Kaninchen sterben, weil tierversuchsfreie Verfahren nicht angewendet werden
  • Tierversuche: Uni Düsseldorf in der Kritik
  • Tierverbrauch im Studium: Ethik-Ranking aktualisiert
  • Erfolg: US-Gericht spricht Schimpansen Recht auf persönliche Freiheit zu
  • Beschlossen: Neues Jagdgesetz in NRW
  • Grausam: Entsorgung von Bullenkälbern
  • Arme Schweine: Qualen bei der Schlachtung
  • Dänemark verbietet Sex mit Tieren
  • Urteil: Tierschutz hört an der Grenze nicht auf
  • "benefind": Bitte unterstützen Sie uns
  • In eigener Sache: Geschäftsbericht 2014
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 22.04.2015:

Zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche: 500.000 Kaninchen sterben, weil tierversuchsfreie Verfahren nicht angewendet werden

Zum diesjährigen Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April prangert der Bundesverband Menschen für Tierrechte an, dass Tierversuche entgegen dem Tierschutzgesetz sogar dann durchgeführt werden, wenn ein praxiserprobtes tierleidfreies Verfahren existiert.

So starben 2013 in Deutschland 45.000 und weltweit schätzungsweise 500.000 Kaninchen für die Antikörperproduktion bei der Impfstoffherstellung, obwohl das sogenannte Phagen-Display-Verfahren zur Verfügung steht. Dieses kann die Reaktionen des menschlichen Körpers auf eine Infektion oder Impfung zuverlässig simulieren.

Um diesen rechtswidrigen Zustand zu beenden, fordert der Verband die verpflichtende Aufnahme dieses Verfahrens, ein konsequentes Verbot der entsprechenden Tierversuche und ihre Streichung aus den Prüfvorschriften. Nur so können die Behörden die Anwendung des tierversuchsfreien Verfahrens gegenüber dem Tierversuch durchsetzen. Der Tierrechtsverband hat das Kaninchen kürzlich zum Versuchstier des Jahres 2015 ernannt.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de
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Tierversuche: Uni Düsseldorf in der Kritik

Der Bundesverband und der Düsseldorfer Tierschutzverein üben scharfe Kritik an Tierversuchen an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Auch Recherchen der Rheinischen Post belegen Mängel in der Tierhaltung in der Tierversuchsanlage (TVA). Dort werden jedes Jahr zwischen 20.000 und 30.000 Tiere in Experimenten gequält und danach getötet, obwohl es eine Vielfalt tierversuchsfreier Methoden gebe und die Ergebnisse solcher Versuche wegen anatomischer und physiologischer Unterschiede zwischen Mensch und Tier nicht übertragbar seien. Auf der Sitzung des Stadtrats wird heute zudem eine Anfrage der Tierschutzpartei behandelt, die der Uni Düsseldorf Verschleierung beim Thema Tierversuche vorwirft. Der Artikel enthält auch eine Umfrage "Sollten Tierversuche verboten werden?" Bitte machen Sie mit. Vielen Dank!

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel:
www.rp-online.de
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Tierverbrauch im Studium: Ethik-Ranking aktualisiert

Unser Projekt SATIS – für humane Ausbildung hat mit der Unterstützung des AStA-Referats für Ökologie und nachhaltige Entwicklung der Uni Hamburg die Broschüre über das Ethik-Ranking der bundesdeutschen Hochschulen aktualisiert. Die Zusammenstellung bietet eine Übersicht zur Situation des Tierschutzes in den naturwissenschaftlichen und tiermedizinischen Studiengängen. Diese Übersicht soll den Studierenden ein Wegweiser sein, die aus ethischen Gründen den Einsatz von Tieren für ihre Ausbildung vermeiden möchten.

Das SATIS Ethik-Ranking ist als kostenlose Broschüre verfügbar:
www.satis-tierrechte.de

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Erfolg: US-Gericht spricht Schimpansen Recht auf persönliche Freiheit zu

Das Oberste Gericht im Bundesstaat New York hatte im April zwei Schimpansen, die an der Stony-Brook-Universität in Long Island gehalten und für Studien zu menschlichen Bewegungsmustern genutzt werden, das Recht auf persönliche Freiheit zugesprochen. Als die Bekanntgabe erste Wellen schlug, ließ die Richterin zwar den Habeas-Corpus-Begriff aus ihrer Anordnung streichen. Das Urteil bedeutet danach nicht automatisch, dass allen Menschenaffen Personenstatus gewährt wird. Es erkennt jedoch an, dass Schimpansen ähnliche kognitive und emotionale Fähigkeiten haben wie der Mensch und deswegen nicht eingesperrt und als Versuchsobjekt missbraucht werden dürfen.

Die Wissenschaftler müssen jetzt begründen, warum sie die beiden Schimpansen gefangen halten. Die klagende Tierrechtsorganisation "Nonhuman Rights Project" kämpft seit Jahren für die Freilassung der Menschenaffen. Sie argumentiert, dass Schimpansen dem Menschen in vielen Bereichen so ähnlich seien, dass sie als juristische Personen anerkannt werden müssten. Daher sei die Haltung in Gefangenschaft gesetzwidrig. Das Verfahren wird voraussichtlich am 6. Mai fortgesetzt. Es könnte weit über Zoos und Labors hinaus Folgen haben. Für den Bundesverband ist das Urteil ein guter Verstärker für die Kampagne Grundrechte für Menschenaffen (GAP), die aktuell in Deutschland läuft.

Hier lesen Sie mehr:
www.tagesschau.de

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.tierrechte.de
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Beschlossen: Neues Jagdgesetz in NRW

Gestern hat der nordrhein-westfälische Landtag das neue ökologische Jagdgesetz (ÖJG) beschlossen. Die rot-grüne Mehrheit stimmte zusammen mit der Piratenpartei mit 137 von 226 Stimmen für das Gesetz. Für die Jäger bringt das ÖJG erhebliche Einschränkungen mit sich. Neben dem Verbot besonders tierquälerischer Jagdpraktiken ist auch die Liste mit den zur Jagd freigegebenen Tieren nach Gattungen und Arten neu sortiert und von 100 auf 29 reduziert worden.

Für den Bundesverband ist die Abschaffung der Jagd das klare Ziel. Im Vergleich dazu ist das neue Jagdgesetz ein zaghafter, aber dennoch ein Schritt in die richtige Richtung. Um möglichst weitreichende Verbesserungen für die Tiere zu erreichen, hatte der Bundesverband zusammen mit diversen Tier- und Naturschutzverbänden die Kampagne "Jagdreform jetzt!" ins Leben gerufen. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die bei der Online-Aktion mitgemacht bzw. unsere Protestpostkarte verschickt haben.

Hier lesen Sie mehr zum neuen NRW-Jagdgesetz:
www.tierrechte.de
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Grausam: Entsorgung von Bullenkälbern

Die moderne Hochleistungslandwirtschaft hat ein "Entsorgungsproblem", über das der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet: die Bullenkälber von sogenannten Milchkühen. Ähnlich wie männliche Eintagsküken, die geschreddert oder vergast werden, sind auch Bullenkälber von Milchkühen kaum mehr rentabel aufzuziehen und werden oft getötet – obwohl das nach dem Tierschutzgesetz strafbar ist.

Grund ist unter anderem der Preis für Bullenkälber, der vergangenes Jahr auf unter 50 Euro pro Kalb gesunken war. Tierschützer und Schlachter berichteten dem Magazin, dass Bullenkälber oftmals gleich nach der Geburt getötet werden oder wegen Vernachlässigung krank werden und sterben, weil sich die Bauern die zusätzlichen Kosten für die Aufzucht nicht leisten können. Durch den Wegfall der Milchquote zum 1. April 2015 ist der Milchpreis unter 30 Cent pro Liter gefallen. Die Schwachen werden selektiert, manchmal noch lebendig auf den Misthaufen geschmissen oder sogar in Gruben verscharrt.

Hier lesen Sie mehr:
www.spiegel.de

Hier lesen Sie dazu auch den Text "Was bedeutet das Ende der Milchquote für die Kühe?" www.tierrechte.de

Hier lesen Sie die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zu den Langzeiteffekten der frühen Trennung von Kuh und Kalb unter: www.idw-online.de
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Arme Schweine: Qualen bei der Schlachtung

Millionen Tiere erleiden bei der Schlachtung unnötige Schmerzen. Rund 17,5 Millionen Schweine werden alleine in NRW pro Jahr geschlachtet (Stand 2013). Vor ihrer Tötung ist eine Betäubung vorgesehen, meist per Elektrozange, die an den Schädel angelegt wird und dem Hirn einen Elektroschock verpasst. Alternativ werden die Schweine durch eine Art CO2-Dusche betäubt, bei der das Schwein meist zehn bis 20 Sekunden um sein Leben kämpft. Danach werden die Tiere auf einem Fließband am sogenannten Stecher vorbei transportiert. Der hat pro Tier wenige Sekunden Zeit, um die Halsschlagader aufzustechen, damit die Tiere entbluten. Doch nicht immer sitzt die Betäubung, nicht immer ist der Stich tödlich. So erwachen laut dem bundeseigenen Max-Rubner-Institut immer wieder Schweine, während sie in rund 60 Grad heißem Wasser gebrüht, enthaart oder gar aufgeschnitten werden.

Hier lesen Sie mehr:
www.welt.de

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Dänemark verbietet Sex mit Tieren

Dänemark ist das letzte nordeuropäische Land, das den sexuellen Missbrauch von Tieren nun endlich verbietet. In Deutschland wurde die sogenannte Zoophilie erst im Februar 2013 verboten, mit einer Höchststrafe von 25.000 Euro. Zuletzt kam es zu vermehrten Sextourismus auf dänischen Bauernhöfen, nachdem andere EU-Länder Verbote eingeführt hatten. Die Freier kamen unter anderem aus Schweden, Deutschland und Großbritannien.

Hier lesen Sie mehr:
www.noz.de

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Urteil: Tierschutz hört an der Grenze nicht auf

Tiertransporte müssen auch auf dem Weg über die EU-Grenzen hinaus europäische Tierschutzregeln einhalten. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen einer Spedition und der Stadt Kempten. Der EuGH bestimmte nun, dass Behörden von Unternehmen eine "wirklichkeitsnahe Transportplanung" verlangen dürfen. Zur Begründung verwies das Gericht auf "das Wohlergehen der Tiere als fühlende Wesen". Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof muss den Einzelfall entscheiden.

Hier lesen Sie mehr:
www.br.de

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"benefind": Bitte unterstützen Sie uns

Die Suchmaschine "benefind" fördert gemeinnützige Organisationen, indem sie für jede zweite Web-Suche einen Cent spendet. Auf diese Weise können Sie uns ganz leicht und völlig kostenlos unterstützen. Bitte machen Sie mit – danke.

So funktioniert es:
1. Öffnen Sie www.benefind.de
2. Klicken Sie "rechts unten" auf "auswählen" und wählen Sie "Menschen für Tierrechte". Nun können Sie wie mit jeder anderen Suchmaschine recherchieren.
Der Vorteil: Für jede zweite Web-Suche erhalten wir eine Spende von einem Cent. Noch ein Tipp: Unter "benefind installieren" können Sie "benefind" ganz einfach als Standard-Suchmaschine installieren.

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In eigener Sache: Geschäftsbericht 2014

Der Geschäftsbericht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte für das Jahr 2014 liegt nun auch online vor. Er dokumentiert neben den tierschutzpolitischen Entwicklungen des Vorjahres die vielfältigen Aktivitäten des Bundesverbandes in Sachen Tierrechte, Tierversuche, tierversuchsfreie Verfahren, Tierverbrauch in der Ausbildung, Tieren in der Landwirtschaft und über die politische Lobbyarbeit.

Hier können Sie sich den Geschäftsbericht 2014 als PDF-Dokument herunterladen: www.tierrechte.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Kampagne für tierversuchsfreie Kosmetik weltweit: www.crueltyfreeinternational.org

Petition gegen die Eröffnung und Erweiterung einer Affen-Zuchtanlage für Tierversuche: www.mesopinions.com

Petition: Qualschlachtungen stoppen unter: www.albert-schweitzer-stiftung.de

Unterschriftenaktion: Keine Gülle ins Trinkwasser unter: www.campact.de

Petition gegen die Fuchsjagd: www.wildtierschutz-deutschland.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

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Termine: Demos & Co.

2.-3. Mai 2015: Veggie Expo in München
9. Mai 2015: Veggie Markt in Köln
9. Mai 2015: Mahnwache vor "Prominenten-Grill-Event" in Bottrop
24. Mai 2015: Vegan Street Day in Stuttgart
30. Mai 2015: Veggie Straßenfest in Nürnberg
30. Mai 2015: Der vegane Markt in Ahrweiler
31. Mai 2015: Mampf - Das vegane Sommerfest in Düsseldorf
14. Juni 2015: Veganes Sommerfest Bremen
11. Juli 2015 Vegan Street Day in Dortmund
15. August 2015: Pottdemo in Gelsenkirchen
28.-30. August 2015: Veganes Sommerfest in Berlin
22. August 2015: World Day for the End of Speciesism (weltweit)

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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