Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 07/14 vom 09.05.2014

09.05.2014

Inhalt:

  • Pressemitteilung zur Europawahl: Menschen für Tierrechte stellen Tierschutzprofile der Parteien vor
  • Bestätigt: EU-Bürgerinitiative gegen Tierversuche hat über 1. Mio. Unterschriften
  • Neues Säugetiergutachten verpasst Chance auf umfassenden Schutz für Zootiere
  • Neue Initiative fordert Grundrechte für Menschenaffen
  • Landesjagdgesetze: Bitte setzen Sie sich für mehr Tierschutz ein
  • Antibiotika-Resistenzen: WHO sieht öffentliche Gesundheit bedroht
  • Spendenaktion: Bitte stimmen Sie für uns
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

_________________________________________________

Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 08.05.2014

Europawahl 2014: Menschen für Tierrechte stellen Tierschutzprofile der Parteien vor

ampeltabelleZur Wahl des EU-Parlaments am 25. Mai hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte den Parteien sieben Fragen zu ihren Tierschutzprogrammen für die nächste Legislatur gestellt. Im Fokus stehen die Tierschutz-Verbandsklage, Tierversuche und tierversuchsfreie Forschung, landwirtschaftliche Tierhaltung und Heimtiere.

Die Antworten zeigen, dass die kleineren Parteien einen progressiven Tierschutz verfolgten. CDU/CSU stehen weiterhin für eine minimalistische Tierschutzpolitik. Die SPD hat die Fragen bisher nicht beantwortet. Menschen für Tierrechte appellieren an die Wähler, ihre Stimmen für mehr Tierschutz in Europa zu nutzen.

Die Antworten, eine Übersichtstabelle zur Schnellorientierung sowie die Tierschutz-Profile der Parteien sind jetzt veröffentlicht unter www.tierrechte.de.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 08.05.2014:
www.tierrechte.de
_________________________________________________

Bestätigt: EU-Bürgerinitiative gegen Tierversuche hat über 1. Mio. Unterschriften

Vor Kurzem haben die nationalen Behörden der EU-Mitgliedstaaten bestätigt, dass die Bürgerinitiative Stop Vivisection über eine Million gültiger Unterschriften gesammelt hat. Damit ist es die erste EU-Bürgerinitiative, mit der sich das neu zu wählende Europa-Parlament und die neue EU-Kommission beschäftigen müssen. Im September 2014 wird die offizielle Anhörung vor dem EU-Parlament in Brüssel stattfinden. Die Zusammensetzung des nächsten EU-Parlaments wird maßgeblich dafür sein, ob für die Initiative etwas erreichen wird. Deswegen bitten die Initiatoren darum, dass Sie Kontakt zu den EU-Kandidaten in Ihrem Land aufnehmen und sie dazu einladen, die Kampagne zu unterstützen.

Alle Infos dazu finden Sie unter:
www.stopvivisection.eu

_________________________________________________

Neues Säugetiergutachten verpasst Chance auf umfassenden Schutz für Zootiere

Am Mittwoch stellte das Bundeslandwirtschaftsministerium das in einem mehrjährigen und  langwierigen Sachverständigenprozess überarbeitete „Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren“, das sogenannte Säugetiergutachten, vor. Die beteiligten Tierschutzverbände sehen das Ergebnis kritisch – die Chance auf ein umfassend modernes und dem Tierschutzgesetz entsprechendes Regelwerk wurde ihrer Ansicht nach verpasst.

Deswegen war die Unterzeichnung des Gutachtens durch alle Vertreter des Gutachtergremiums unsicher. Die Vertreter des Tierschutzes und der Zooverbände unterzeichneten nur unter Hinweis auf ihre Differenzprotokolle, in denen sie ihre Kritik deutlich machten. So kritiserten die Tierschutzvertreter beispielsweise, dass wissenschaftlich fundierte Empfehlungen der Tierschutzsachverständigen nicht aufgenommen wurden, dass das Gutachten bei vielen Tiergruppen deutlich hinter anderen europäischen Mindesthaltungsstandards (z.B. Österreich) zurückbleibt und es derzeit bei zahlreichen Arten grundsätzlich anzuzweifeln ist, ob eine tiergerechte und verantwortbare Haltung überhaupt gewährleistet werden kann. Weitere Punkte waren u.a. die Ablehnung der Tötung von gesunden "überzähligen" Zootieren sowie die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Das Gutachten ist nicht gerichtsfest, dient aber den Vollzugsbehörden als Orientierungsmaßstab.

Hier lesen Sie die vollständige Bündnis-Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Hier können Sie sich das Gutachten herunterladen: www.bmel.de (das Differenzprotokoll der Vertreter des Tierschutzes ist zu finden ab Seite 248; das der Vertreter der Zooverbände ab S. 273)

Lesen Sie dazu auch diese Artikel in der SZ, taz und sehen Sie sich den WDR-Beitrag an.

_________________________________________________

Neue Initiative fordert Grundrechte für Menschenaffen

Das Recht der Großen Menschenaffen auf persönliche Freiheit, auf Leben und körperliche Unversehrtheit soll im deutschen Grundgesetz verankert werden. Dies ist das Ziel einer Grundrechtsinitiative, die gestern, am 8. Mai, im Rahmen einer Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde.  Die Initiative basiert auf dem im Jahr 1993 von  den Philosophen Peter Singer (Australien) und Paola Cavalieri (Italien) initiierten Great Ape Project.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt auch eine aktuelle Studie zu den Lebensbedingungen von Menschenaffen in deutschen Zoos, die ebenfalls vorgestellt wurde. Von den 38 deutschen Zoos, in denen Große Menschenaffen gehalten werden, erfüllen rund 60 Prozent die Vorgaben des aktuellen "Säugetiergutachtens" nicht.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte unterstützt die Initiative. Dr. Eisenhart von Loeper, Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes, war vor Ort und begründete die neue Initiative juristisch. In der EU werden laut EU-Statistik seit 2002 keine Menschenaffen mehr im Versuch eingesetzt. Deutschland verwendete bis 1991 Menschenaffen (Schimpansen) in Tierexperimenten. Obwohl dies nun schon so lange her ist, hat Deutschland kein Verbot für Menschenaffenversuche erlassen.

Die EU spricht sich in der Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU zwar für den besonderen Status der Menschenaffen aus, weigerte sich aber, ein ausnahmsloses Verbot der Verwendung von Menschenaffen in Tierversuchen auszusprechen. So sind Versuche möglich, wenn sie der Arterhaltung dienen oder wenn sie als nötig erachtet werden, um lebensbedrohliche Gefahren für den Menschen abzuwehren. Fazit: Versuche an Menschenaffen sind in der EU nicht verboten und können, wenn auch mit Auflagen, so doch jederzeit durchgeführt werden.

Hier lesen Sie mehr zu der Initiative:
www.giordano-bruno-stiftung.de

_________________________________________________

Landesjagdgesetze: Bitte setzen Sie sich für mehr Tierschutz ein

Drezeit sind die Landesregierungen von Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen (NRW) und dem Saarland dabei, ihre Landesjadggesetze zu novellieren. Vor wenigen Wochen hat das Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg einen Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz vorgelegt.

Auch wenn der Entwurf aus Sicht des Tierschutzes unbefriedigend ist, so enthält er doch einige Verbesserung bezüglich des Tierschutzes wie: ein weitgehendes Verbot des Abschusses von Haustieren, ein Verbot der tierquälerischen Baujagd auf Füchse und Dachse, ein Verbot der Jagd mit Totschlagfallen, Möglichkeiten zum Austritt aus Jagdgenossenschaften, Einschränkung des Heranzüchtens künstlich überhöhter Rehwildpopulationen und eine zweimonatige komplette Jagdruhe. Doch die Jäger machen derzeit massiv gegen die Novellierung mobil und wollen erreichen, dass die wenigen Verbesserungen aus dem Gesetz gestrichen werden.

Bitte helfen Sie mit: Bis spätestens zum 15. Mai kann man auf dem Beteiligungsportal der baden-württembergischen Landesregierung seine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abgeben. Es ist sehr wichtig, dass möglichst viele Menschen sich dort zu Wort melden. Es reichen kurze Äußerungen. Um Ihnen die Beteiligung zu erleichtern, haben die Menschen für Tierrechte –Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. in einer Argumentationshilfe zusammengefasst, welche Aspekte des Gesetzesentwurfs aus welchen Gründen zu befürworten bzw. abzulehnen sind.

Hier können Sie sich die Argumentationshilfe als PDF herunterladen und hier können Sie die Argumente im Beteiligungsportal vorbringen.

Außerdem hat der Verein animal public e.V. eine Online-Aktion ins Leben gerufen, die eine Nachbesserung des Gesetzentwurfes im Sinne des Tierschutzes fordert. Sie finden sie unter: animal-public.de

Wer noch mehr tun will, kann einen Brief oder eine E-Mail an die Verantwortlichen im Landwirtschaftsministerium schreiben und sie an ihr Versprechen erinnern, dem Tierschutz bei der Novellierung des Jagdgesetzes mehr Gewicht zu verleihen. Alle Infos dazu, finden Sie hier: www.tierrechte-bw.de

Hier können Sie sich den Gesetzentwurf herunterladen:
beteiligungsportal.baden-wuerttemberg.de

Vielen Dank für Ihre Beteiligung!

_________________________________________________

Antibiotika-Resistenzen: WHO sieht öffentliche Gesundheit bedroht

In ersten globalen Bericht über Antibiotika-Resistenzen, der Ende April veröffentlicht wurde, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eindringlich vor einer "ernsthaften, weltweiten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit" durch die zunehmenden Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika. Damit können bisher harmlose Infektionen tödlich enden. Es drohten Zustände wie vor der Entwicklung des Penicillins. Als Ursachen werden die leichtfertige Verschreibung von Antibiotika in der Humanmedizin, vor allem aber der massive Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung genannt.

Hier lesen Sie mehr zum Thema: Die Zeit, Tagesschau, n-tv, Spiegel online, Focus online.

_________________________________________________

Spendenaktion: Bitte stimmen Sie für uns

Die ING-DiBa Bank führt zurzeit die Spendenaktion "DiBaDu und Dein Verein" durch, bei der sie je 1.000 Euro an die beliebtesten Vereine spendet. Das Ganze läuft über eine Abstimmung bis zum 3. Juni. Jeder Internetnutzer darf 3 Stimmen vergeben. Man kann seine 3 Stimmen auch nur einem Verein geben.

Bitte stimmen Sie für den Bundesverband unter:
verein.ing-diba.de

Vielen herzlichen Dank!
_________________________________________________

Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter:
www.tierrechte.de

Email-Aktion gegen grausame Tierversuche auf Mauritius unter:
www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Kampagne für tierversuchfreie Kosmetik weltweit:
www.crueltyfreeinternational.org

Briefprotestaktionen gegen den Stierkampf in Frankreich:
Weitere Infos sowie einen Musterbrief finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Hinweis: Im letzten Newsletter baten wir um die Unterzeichnung der Petition gegen den Akkordschlachthof in Bernburg. Die Petition war Dank des großen Protests erfolgreich. Der Bau ist vorerst gestoppt. Der Stadtrat will nun eine "Risiko-Analyse" durchführen.

__________________________________________

Termine: Demos & Co.

Samstag, 10. Mai 2014: Veggiemarkt in Köln
Samstag, 17. Mai 2014: Yes! We Care! Wordwide Protest! (Rumänien)
Sonntag, 18. Mai 2014: Veganbrunch und Vortrag bei Saarbrücken
Dienstag, 20. Mai 2014: Vortrag mit Dr. Rolf Simon zum Thema „Tierversuche“ in Heidelberg
Samstag, 24. Mai 2014: Kundgebung vor dem Tiergarten Nürnberg
Samstag, 31. Mai 2014: Der vegane Markt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Samstag, 31. Mai 2014: Veggie Straßenfest in Nürnberg
Samstag, 31. Mai 2014: Großdemo gegen Stierkämpfe in Alès, Frankreich
Dienstag, 3. Juni 2014: Vortrag mit Dr. Dr. Ursula Wolf in Heidelberg
Sonntag, 8. Juni 2014: Vegan Street Day Stuttgart 2014
Samstag, der 14. Juni 2014: Tierrechtslauf in Braunschweig
Dienstag, 17. Juni 2014: Vortrag mit Friederike Schmitz zum Thema Tierrechte in Heidelberg

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »