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Newsletter Tierrechte Nr. 07/11 vom 15.04.2011

15.04.2011

Inhalt

  • Ethik-Ranking zeigt: Studieren ohne Tierverbrauch kaum möglich
  • Koalitionsverhandlungen: Tierschutz in den Landtagen
  • Neu: InVitroJobs-Newsletter informiert über tierversuchsfreie Forschung
  • Saarland fordert Verbot von Pelztierfarmen
  • WHO: Massentierhaltung fördert Antibiotika-Resistenzen
  • Aktion Mitgliedschaft: Helfen und dafür beschenkt werden
  • Bitte mitmachen: EU-Verbot von Legebatterien in Gefahr
  • Weitere Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos und veganes Frühlingsfest

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Ethik-Ranking zeigt: Studieren ohne Tierverbrauch kaum möglich

Studieren ohne eigens dafür getötete Tiere - das ist in Deutschland in den Studiengängen Biologie, Human- und Tiermedizin kaum möglich. Dies zeigt das aktuelle Ethik-Hochschulranking des Bundesverbandes. Und dies, obwohl es alternative Lehrmaterialien gibt und diese bevorzugt eingesetzt werden müssten. Befragt wurden die verantwortlichen Hochschuldozenten aller biologischen, medizinischen sowie veterinärmedizinischen Fakultäten in Deutschland. Dabei stand im Zentrum, welche Tiere für die Ausbildung im Grundstudium eingesetzt werden und ob eine Ausbildung an Alternativen möglich ist. Fazit der Befragung: Einzig in der Humanmedizin ist in den letzten Jahren ein Richtungswechsel - hin zu einer Ausbildung am Menschen - feststellbar.

Andere EU-Staaten wie Italien, Schweden oder die Niederlande sind Deutschland weit voraus. Sie sichern die Gewissensfreiheit der Studierenden per Gesetz oder Regeln und setzen verstärkt auf ethisch saubere Lehrmaterialien. Der Bundesverband möchte mit dem Ethik-Ranking Abiturienten und Studenten eine Entscheidungshilfe geben.

Der Bundesverband fordert von Politik und Akademia:

  • Gewissensfreiheit für Studenten durch Änderung des Tierschutzgesetzes,
  • den zwingenden Einsatz vorhandener Ersatzmethoden,
  • die Förderung von Ersatzverfahren und Entwicklung noch fehlender Lehrmethoden.

Diese Forderungen hat der Bundesverband  in einem Schreiben an die Kultusminister der Länder und Bundesministerin Annette Schavan herangetragen. Außerdem bietet er mit seinem Projekt SATIS konkrete Umsetzungskonzepte für Universitäten, Behörden und Politik an.

Die Umfrage von SATIS, dem Projekt des Bundesverbandes für humane Ausbildung, kann abgerufen werden unter:
www.satis-tierrechte.de

Lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung unter:
www.tierrechte.de
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Koalitionsverhandlungen: Tierschutz in den Landtagen

In den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz laufen die Regierungsgespräche. Gemeinsam mit seinen Landesverbänden drängt der Bundesverband die Parteien, deutliche Tierschutzziele in den Koalitionsverträgen festzuschreiben. Während in Baden-Württemberg (voraussichtliche Regierung: Grüne/SPD) und Rheinland-Pfalz (voraussichtliche Regierung: SPD/Grüne) berechtigte Aussichten bestehen, dass die Koalitionsverträge ein anspruchsvollen Tierschutzprogramm enthalten, enttäuscht die SPD in Sachen Anhalt auf ganzer Linie. Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD enthält kein Tierschutzprogramm, obwohl die SPD einschneidende Tierschutzverbesserungen anlässlich der Landtagswahl ausgewiesen hat. Die neuen Landtage nehmen ihre Arbeit auf: Sachsen-Anhalt  (19. April), Baden-Württemberg (11. Mai), Rheinland-Pfalz (18. Mai).

Lesen Sie hierzu auch unsere Pressemitteilungen:

Sachsen-Anhalt:
www.tierrechte.de und von heute www.tierrechte.de

Rheinland-Pfalz:
www.tierrechte.de

Die Wahlaussagen der Parteien finden Sie auf unserer Internetseite:
www.tierschutzwatch.de
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Neu: InVitroJobs-Newsletter informiert über tierversuchsfreie Forschung

Um die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen, hat der Bundesverband das wissenschaftliche Internetportal InVitroJobs geschaffen. Ein zweisprachiger Wissenschafts-Newsletter informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus dem Bereich der Alternativ-Verfahren. Der aktuelle Newsletter berichtet über die neue Reihe „Arbeitsgruppe im Portrait“, über den zweifelhaften Wert von Tierversuchsergebnissen in der Multiple Sklerose-Forschung und enthält viele weitere News und Termine.

Hier lesen Sie den aktuellen InVitroJobs-Newsletter unter:
www.invitrojobs.com
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Saarland fordert Verbot von Pelztierfarmen

Das Saarland hat sich bei der Agrarministerkonferenz gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen für ein generelles Verbot der Haltung von Tieren für die Gewinnung von Pelzen eingesetzt. Alle Bundesländer bekräftigten die Notwendigkeit von Verbesserungen der Haltungsbedingungen für sogenannte Pelztiere. Klaus Borger, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, sagte, dass bei Zucht und Haltung von Pelztieren aus Sicht des Tierschutzes heute oft noch untragbare Zustände herrschten. Die in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung vorgeschriebenen Verbesserungen seien ein erster Schritt. Es sei jedoch notwendig, diese Verbesserungen auch auf der europäischen Ebene durchzusetzen. Die sogenannte Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung von 2006 legt für Deutschland zwar Mindeststandards für die Haltung von Pelztieren fest. Einige EU-Staaten haben die Pelztierhaltung bereits verboten, andere haben sie überhaupt nicht geregelt.
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WHO: Massentierhaltung fördert Antibiotika-Resistenzen

Antibiotika sind bisher die Universalwaffe gegen Infektionen – doch die Medikamente verlieren zunehmend an Wirksamkeit. Ein wichtiger Grund: Der extreme Einsatz von Antibiotika in der industrialisierten Landwirtschaft. Die hohen Bestandsdichten begünstigen den Ausbruch von Tierkrankheiten, so dass den Tieren oft vorbeugend  Antibiotika und andere Medikamente verabreicht werden. In einigen Regionen der Welt wird laut WHO die Hälfte aller produzierten Antibiotika den sogenannten Nutztieren verabreicht.

Mehr zum Thema unter:
www.spiegel.de
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Aktion Mitgliedschaft: Helfen und dafür beschenkt werden

Sie möchten etwas für die Rechte der Tiere tun und kochen gerne? Da haben wir ein richtig gutes Angebot für Sie. Bei unserer aktuellen "Aktion Mitgliedschaft" bekommt jedes neue Fördermitglied als Dankeschön ein hochwertiges veganes Kochbuch mit vielen leckeren, gesunden und tierfreundlichen Rezepten.
Hier gibt’s mehr Infos zu den Büchern: "Vegan & vollwertig genießen" und "Umweltfreundlich vegetarisch."

Klingt das interessant? Hier können Sie ganz einfach online Fördermitglied werden: www.tierrechte.de.
Einfach die sichere SSL-Verschlüsselung nutzen und unter "Nachrichten & Wünsche" das Motto "Aktion Mitgliedschaft" angeben. Wir schicken Ihnen das Kochbuch dann zusammen mit der Mitgliedsschaftbestätigung zu.

Haben Sie Fragen zur Mitgliedsschaft? Rufen Sie einfach Romy Liessem vormittags in der Geschäftsstelle an. Sie berät Sie gerne.
Fon 0241 - 15 72 14, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Bitte mitmachen: EU-Verbot von Legebatterien in Gefahr

Seit mehreren Wochen sammeln wir gemeinsam mit anderen Verbänden und dem europäischen Netzwerk zum Schutz von Tieren in der Landwirtschaft (ENFAP) Unterschriften dagegen, dass Polen auf EU-Ebene versucht, das vor zwölf Jahren beschlossene Verbot herkömmlicher Legebatterien weiter zu verzögern.

Bitte machen Sie mit bei der ENFAP-Online-Aktion und fordern sie den polnischen Ministerpräsident und den Landwirtschaftminister dazu auf, das Verbot von Legebatterien nicht anzutasten. Wenn Sie bereits mitgemacht haben, können Sie sich zusätzlich an der Aktion der Albert Schweitzer Stiftung beteiligen.

Das Verbot muss kommen – bitte machen Sie mit bei der (englischen) Online-Aktion unter: action.ciwf.org.uk

Aktion der Albert Schweitzer Stiftung unter:
albert-schweitzer-stiftung.de
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Weitere Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Für einen Zirkus ohne Wildtiere
Fordern Sie Bundesministerin Aigner auf, sich für ein Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus einzusetzen. Hier geht’s zur Online-Aktion: www.zirkus-ohne-Tiere.de

Petition gegen Tiertransporte
Bitte fordern auch Sie eine Höchsttransportdauer von 8 Stunden, damit eine klare Botschaft an die EU-Politiker gesendet werden kann unter: www.8hours.eu
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Termine: Demos und veganes Frühlingsfest

Samstag, 23. April: Frühlingsfest: Vegan-Spring in Hannover
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 30. April: Demo zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 28. Mai: Tierrechtsdemo in Saarbrücken
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

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