Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 06/15 vom 17.04.2015

17.04.2015

Inhalt:

  • Was bedeutet das Ende der Milchquote für die Kühe?
  • Poster zum Versuchstier des Jahres
  • Recherche: Das Leiden der "Heimtiere"
  • Tierschutzbeauftragte fordert Heimtiergesetz
  • Skandalös: Affenhandel auf Mauritius
  • Studie: Industrielle Landwirtschaft ist größter Umweltverschmutzer
  • Schweine: Studie belegt massive Tierschutz-Verstöße
  • In Kraft: Neues Jagdgesetz in Baden-Württemberg
  • Zwangsbejagung ade: Zahl der jagdfreien Grundstücke wächst
  • Internationale Kommission kritisiert erneute Wal-Jagd
  • Engagiert: Schöpfungsoratorium "Mit allen Augen"
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

_________________________________________________

Was bedeutet das Ende der Milchquote für die Kühe?

Am 1. April 2015 endete die Milchquote. Die 1984 eingeführte Quote sollte mit Hilfe von Obergrenzen eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage herstellen, da Mitte der 1980er Jahre zu viel Milch auf dem europäischen Markt war. Da die Weltmarktnachfrage nach Milch besonders in Nordafrika und Asien steigt, wurde die Quote zum 1. April aufgehoben.

Mit dem Auslaufen der Milchquotenregelung wird sich der Konkurrenzkampf zwischen den Milchbauern noch weiter verschärfen. Die Berichterstattung zum Thema beschäftigt sich derzeit hauptsächlich damit, was das Ende der Milchquote für die Erzeuger und die Verbraucher bedeutet. Was aber bedeutet es für die Kühe? Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat ein Dokument mit Hintergrundinformationen zusammengestellt, das das große Leid der Tiere dokumentiert und Auswege aus der Milchproduktion zeigt.

Hier lesen Sie mehr:
www.tierrechte.de

_________________________________________________

Poster zum Versuchstier des Jahres

Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte das Kaninchen zum Versuchstier des Jahres 2015 ernannt. Jetzt haben wir dazu ein Poster erstellt, das Sie sich bei uns im Shop bestellen können.

Jedes Jahr sterben über 95.000 Kaninchen in deutschen Tierversuchslaboren. Dabei gibt es für viele Untersuchungen tierversuchsfreie Methoden, sodass die Kaninchenzahl stark abnehmen müsste. Sie ist aber seit zehn Jahren unverändert hoch. In einem Daten- und Faktencheck untersuchen wir umfassend die Gründe für diese Stagnation und fordern die Abstellung der Ursachen von Politik, Wissenschaft und Industrie ein.

Ausführliche Informationen zum Versuchstier des Jahres 2015 finden Sie unter: www.versuchstier-des-jahres.info
_________________________________________________

Recherche: Das Leiden der "Heimtiere"

Nach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf lebten 2013 in mehr als einem Drittel der Haushalte in Deutschland 28 Millionen Katzen, Hunde, Kleinsäuger und Ziervögel. Nach Recherchen des SPIEGEL und des ARD-Magazins "Report Mainz" stammen viele der im Handel erhältlichen Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen aus Zuchtstätten, wo sie unter üblen Bedingungen gehalten werden. Aktivisten nahmen in den vergangenen Monaten Lieferwege großer Ketten wie Fressnapf, Futterhaus, Dehner und Obi unter die Lupe. Dabei filmten sie Tausende Tiere in überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen. Viele mussten in ihren Ausscheidungen leben, manche waren verletzt, andere verwesten bereits. In einigen Kanarien-Käfigen kam es zu Kannibalismus. Lieferunterlagen zeigten, dass die Tiere teils durch halb Mitteleuropa gefahren werden, bevor sie in den Märkten landen.

Hier können Sie sich den Beitrag online ansehen:
www.swr.de
_________________________________________________

Tierschutzbeauftragte fordert Heimtiergesetz

Sogenannte "Heimtiere" leiden aber nicht nur in der Zucht und im Handel. Hinter deutschen Haustüren spielt sich oft großes, unsichtbares Tierleid ab. Sei es der Hund, der als Rudeltier, die meiste Zeit seines Lebens allein verbringt, zu wenig Auslauf bekommt, oder dem der wichtige Kontakt zu Artgenossen verwehrt wird. Sei es das Meerschweinchen, das alleine in einem kleinen Käfig ohne Beschäftigung vor sich hinvegetiert. Oder das Zwergkaninchen, das seine grundlegenden Bedürfnisse wie Graben, Rennen und Springen nicht ausleben kann.

Cornelie Jäger, Tierschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, fordert aus diesem Grund bundeseinheitliche Standards für Haustiere. Mindestvoraussetzungen etwa bei Käfiggröße und -ausstattung sowie eine Art Sachkundenachweis für Halter, wie bei Nutz- und Versuchstieren, seien dafür nötig. Die Umsetzung einer entsprechenden Rechtsgrundlage sei Bundesangelegenheit, erklärt Jäger. Aufgrund der ablehnenden Haltung dort, plant sie nun eine Vorlage für eine Bundesratsinitiative.

Hier lesen Sie mehr zur Forderung der Tierschutzbeauftragten:
www.mannheim24.de
 _________________________________________________

Skandalös: Affenhandel auf Mauritius

Auf der Urlaubsinsel Mauritius boomt der Handel mit Primaten. Mauritius ist nach China weltweit der zweitgrößte Exporteur für Langschwanzmakaken. Das Land verkauft jedes Jahr Tausende Affen an die Tierversuchsindustrie in die USA und Europa, vor allem nach Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland.

Laut Aussage unseres britischen Partnerverbandes, der Union zur Beendigung von Tierversuchen (BUAV), hat die Zahl der nach Europa importieren Affen im 2014 um 33 Prozent auf 4.486 zugenommen. Da der Import nach Deutschland großenteils über Zwischenhändler in den Niederlanden und anderen EU-Ländern erfolgt, wird die tatsächliche Anzahl der Tiere aus Mauritius jedoch verschleiert.
_________________________________________________

Studie: Industrielle Landwirtschaft ist größter Umweltverschmutzer

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts zeigt, welchen Schaden die Agrarindustrie verursacht. Die Landwirtschaft ist danach nach der Industrie der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Sie belastet die Umwelt mit Stickstoff, Phosphor und Schwermetallen. Pflanzenschutzmittel mit Breitbandwirkung töten nicht nur Schädlinge, sie vernichten auch andere nützliche Insekten und zerstören damit die Nahrungsgrundlage insektenfressender Vögel und Säugetiere. Immer mehr Arten verschwinden aus der Agrarlandschaft.

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger verweist vor allem auf die Probleme durch die industrielle Tierhaltung. Die größten Agrarumweltprobleme seien ohne Zweifel mit der räumlich konzentrierten Intensivtierhaltung in Großbetrieben verbunden. Aus den Ställen entweicht Ammoniak, das die Bildung von Feinstaub fördert. Gülle wird in zu großer Menge zur Belastung für die Umwelt. Mit Antibiotikarückständen aus der Mast von Schweinen, Hähnchen, Puten und Kälbern stiege die Gefahr, dass sich resistente Keime bilden.

Hier lesen Sie mehr:
www.welt.de und www.mdr.de

Lesen Sie dazu auch unseren Schwerpunkt zur bio-veganen Landwirtschaft unter: www.tierrechte.de
_________________________________________________

Schweine: Studie belegt massive Verstöße gegen Tierschutzgesetz

Nach der Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) leiden neun von zehn Mastschweinen aus konventioneller Haltung an schmerzhaften Entzündungen ihrer Beingelenke mit bis zu tennisballgroßen Geschwülsten und schmerzhaften Hautentzündungen. Die Deformationen rühren von der Haltung der Tiere auf Spaltenböden her. Auf Spaltenböden wechseln sich Trittbalken mit knapp zwei Zentimeter schmalen Spalten ab, durch die Kot und Urin entsorgt werden. Die Böden sind für die Tiere nicht nur deshalb eine Qual, weil sie auf ihnen nicht sicher stehen und laufen können, sondern weil mit zunehmendem Gewicht ihre Beingelenke so strapaziert werden, dass es zu den schmerzhaften Deformationen kommt.

Mehr dazu erfahren Sie unter:
www.sueddeutsche.de

Lesen Sie dazu auch das Schlagloch vom Hilal Sezgin "Schweine als Inneneinrichter" unter: www.taz.de

_________________________________________________

In Kraft: Neues Jagdgesetz in Baden-Württemberg

Am 1. April 2015 trat das neue Jagd- und Wildtiermanagementgesetz in Baden-Württemberg in Kraft und löste das im Kern rund 20 Jahre alte Landesjagdgesetz ab. Die rot-grüne Landesregierung will mit der Novelle den Staatszielen Naturschutz und Tierschutz gerecht werden. Tierquälerische Jagdpraktiken wie Totschlagfallen, die Baujagd auf Füchse und das unkontrollierte Abschießen streunender Hunde und Katzen sind nach dem neuen Gesetz verboten.
Herzstück des neuen Gesetzes ist das sogenannte Schalenmodell, das Tierarten entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit in drei Stufen (Nutzung, Entwicklung, Schutz) einordnet. Je nach Stufe gelten unterschiedliche Schutzbedingungen: Tiere auf der Nutzungs-Stufe (Beispiel: Wildschweine) sind jagbar, Tiere auf der Entwicklungs-Stufe (Beispiel: Feldhasen) sind unter Auflagen jagbar, Tiere auf der Schutz-Stufe (Beispiel: Luchse) sind geschützt. Welches Tier welcher Stufe zugeordnet wird, entscheidet das Ministerium.
Der NABU Baden-Württemberg hat dazu eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben. Aus dieser geht hervor, dass 84 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger beziehungsweise 83 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg es für sehr wichtig oder wichtig halten, dass die Aspekte des Natur- und Tierschutzes durch die Jagdgesetze gestärkt werden.

Hier lesen Sie mehr zum neuen Jagdgesetz in Baden-Württemberg:
www.swr.de

Hier finden Sie die Umfrage des NABU:
www.nabu.de

Derweil geht die Novelle des Landesjagdgesetzes in NRW in die heiße Phase. Da die Novelle des grünen Umweltministers Johannes Remmel Verbote besonders tierquälerischer Jagdpraktiken vorsieht, laufen die Jäger derzeit Sturm gegen das Gesetz. Am 22. April wird der Gesetzentwurf im Umweltausschuss behandelt. Deswegen ist es wichtig, jetzt noch einmal Druck für mehr Tierschutz ins Landesjagdgesetz zu machen. Falls noch nicht geschehen, machen Sie bitte mit bei unserer Online-Aktion und schreiben Sie die politischen Entscheidungsträger an unter: www.tierrechte.de

_________________________________________________

Zwangsbejagung ade: Zahl der jagdfreien Grundstücke wächst

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1.4.2015 sind weitere Grundstücke jagdrechtlich befriedet und damit offiziell jagdfrei. Dem Juristen Günter Herrmann gelang 2012 nach einem zehnjährigen Rechtsstreit ein Durchbruch vor dem Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR): Das Gericht entschied, dass die Zwangsmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft u.a. gegen die Menschenrechte verstößt. Nun können Grundeigentümer einen Antrag stellen, um die Jagd auf ihrem Grundstück zu beenden.

Obwohl der Gesetzgeber Hürden eingebaut hat, die den Austritt aus der Jagdgenossenschaft erschweren, werden immer mehr Grundstücke jagdrechtlich befriedet, dazu gehören Ländereien in Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen sowie ein Bio-Weingut in Rheinland-Pfalz. Seit 2014 sind in Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und etliche Hektar Wiesen, Wälder und Felder offiziell jagdfrei. Bereits 2013 waren in Bayern die ersten Grundstücke jagdfrei gestellt worden. Und die Welle rollt: 2015 werden viele weitere Grundstücke dazukommen – und bieten damit wertvolle Schutzgebiete für Natur und Tiere. Bundesweit haben bereits einige Hundert Grundeigentümer einen Antrag auf jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen gestellt.

_________________________________________________

Internationale Kommission kritisiert erneute Wal-Jagd

Japan muss die Jagd auf Wale in der Antarktis vorerst beenden. Ein Expertengremium der Internationalen Walfangkommission (IWC) hatte das von Japan vorgelegte Programm zum "wissenschaftlichen" Walfang als nicht überzeugend bewertet. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Ende März 2014 entschieden, dass Japan den Walfang im Südpolarmeer einstellen muss. Das angebliche Forschungsprogramm habe keinem wissenschaftlichen Zweck gedient. Doch Japan stellt sich stur und will das Programm nun nochmals überarbeiten. Im Mai wird der Wissenschaftsausschuss der IWC endgültig über das Programm entscheiden.

Hier lesen Sie mehr:
www.spiegel.de

_________________________________________________

Engagiert: Schöpfungsoratorium "Mit allen Augen"

Am 24., 25. und 26. April wird das vom Institut für Theologische Zoologie (ITZ) organisierte Schöpfungsoratorium „Mit allen Augen“ in Kirchen in Münster, Düsseldorf und Recklinghausen aufgeführt. Wir sprachen mit dem Priester und Biologen Dr. Rainer Hagencord über das Oratorium und über das sich wandelnde Verhältnis zu den Tieren in der Kirche.

Das Interview und weitere Informationen zum  Schöpfungsoratorium, finden Sie unter:
www.tierrechte.de

_________________________________________________

Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Kampagne für tierversuchsfreie Kosmetik weltweit: www.crueltyfreeinternational.org

Petition gegen die Eröffnung und Erweiterung einer Affen-Zuchtanlage für Tierversuche: www.mesopinions.com

Petition: Qualschlachtungen stoppen unter: www.albert-schweitzer-stiftung.de

Unterschriftenaktion: Keine Gülle ins Trinkwasser unter: www.campact.de

Petition gegen die Fuchsjagd: www.wildtierschutz-deutschland.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

_________________________________________________

Termine: Demos & Co.

Samstag, 18. April 2015: Aktionstag gegen Tierversuche in Düsseldorf
Samstag, 18. April 2015: Aktionstag gegen Tierversuche in Leipzig
20.- 24. April 2015: Aktionswoche gegen Tierversuche in Jena
Donnerstag, 23. April: Wischmopp - Aktion gegen Tierversuche für Haushaltsprodukte in Ulm
Freitag, 24. April 2015: Fachgespräch: "Tierethik" der Grünen BT-Fraktion in Berlin
Freitag, 24. April 2015: Podiumsgespräch „Forschung ohne Tierversuche“ in Berlin
Freitag, 24. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Münster
Samstag, 25. April 2015: Großdemo in Berlin zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Samstag, 25. April 2015: Veganes Frühlingsfest im Tierheim Düsseldorf
Samstag, 25. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Düsseldorf
Sonntag, 26. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Recklinghausen
2.-3. Mai 2015: Veggie Expo in München
9. Mai 2015: Veggie Markt in Köln
Sonntag, 24. Mai 2015: Vegan Street Day in Stuttgart
Samstag, 30. Mai 2015: Veggie Straßenfest in Nürnberg
Samstag, 30. Mai 2015: Der vegane Markt in Ahrweiler
Sonntag, 14. Juni 2015: Veganes Sommerfest Bremen

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »