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Newsletter Tierrechte Nr. 06/14 vom 11.04.2014

11.04.2014

Inhalt:

  • Pressemitteilung: Landtag Sachsen berät über die Tierschutz-Verbandsklage
  • Pressemitteilung: Düsseldorf Tierversuchsfrei: Menschen für Tierrechte legen Maßnahmenpaket vor
  • Vortrag zur "Ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen"
  • Skandalös: Mangelhafte EU-Förderung der tierversuchsfreien Forschung
  • In eigener Sache: Geschäftsbericht 2013
  • Weitere Nachrichten & Infos
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 09.04.2014

Landtag Sachsen berät über die Tierschutz-Verbandsklage

Am 10. April  berät der sächsische Landtag über die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage sowie Mitwirkungsrechte für anerkannte Tierschutzvereine. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte und sein Mitgliedsverein Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte begrüßen den Gesetzentwurf, den die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Ende März in den Landtag eingebracht hat.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Hier können Sie sich den Gesetzentwurf herunterladen:
www.tierschutzwatch.de

Nachtrag: Der Gesetzentwurf wurde an den federführenden Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz sowie an den Ausschuss für Haushalt und Finanzen weitergeleitet.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 08.04.2014

Düsseldorf Tierversuchsfrei: Menschen für Tierrechte legen Maßnahmenpaket vor

Unter dem Motto „Düsseldorf TIERVERSUCHSFREI“ lädt der Tierschutzverein Düsseldorf zu einer Abendveranstaltung ein. Vertreter von vier Organisationen, darunter die Düsseldorferin Christina Ledermann vom Bundesverband Menschen für Tierrechte, kritisieren Tierversuche und fordern tierversuchsfreie Methoden ein.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Vortrag zur "Ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen"

Am 4. April veranstaltete die Grüne Landtagsfraktion im Düsseldorfer Landtag eine Diskussion zur Ethischen Vertretbarkeit von Tierversuchen. Dr. Christiane Baumgartl-Simons saß für den Bundesverband auf dem Podium. Nach der klaren Aussage, dass kein einziger Tierversuch ethisch vertretbar ist und Menschen für Tierrechte die Abschaffung aller Tierversuche verfolgt, zeigte sie eklatante Schwachstellen in der Antrags-Praxis auf.

Denn: Ob die gesetzlichen Voraussetzungen zur Durchführung von Tierversuchen erfüllt werden, erfolgt bei der Feststellung der ethischen Vertretbarkeit, der Beurteilung des Nutzens des Tierversuchs und bei der Aussage, dass wirklich keine tierversuchsfreien Verfahren zur Verfügung stehen, eher nach subjektiven Einschätzungen der Genehmigungsbehörden und der Experimentatoren als nach anerkannten einheitlichen Kriterien.

Ein Kompetenzzentrum kann diese eklatanten Informationsdefizite beseitigen. Durch das Bereitstellen der jüngsten Forschungsentwicklungen trägt das Kompetenzzentrum unmittelbar zur Reduktion von Tierversuchen und zur Verbreitung tierversuchsfreier Methoden bei.

Nur so kann es gelingen, die Zielvorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie (Abschaffung aller Tierversuche und Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren), für die der Bundesverband Menschen für Tierrechte lange gekämpft hat, zu erfüllen.

Um diese Forderung zu untersützen, unterschreiben Sie bitte unsere Petition "Kompetenzzentrum statt Tierversuche" unter: www.tierrechte.de

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Skandalös: Mangelhafte EU-Förderung der tierversuchsfreien Forschung

Eigentlich verpflichtet die EU-Tierversuchsrichtlinie alle EU-Mitgliedstaaten zur Förderung der tierversuchsfreien Forschung. Eine Umfrage der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), bei der auch der Bundesverband als Mitglied mitgewirkt hatte, ergab nun, dass von den 26 Mitgliedstaaten lediglich sieben überhaupt Gelder für diesen wichtigen Forschungszweig bereitstellen. 2013 waren dies EU-weit 18,7 Millionen Euro, dies entsprach im Jahr 2011 nur 0 bis 0,036 Prozent des gesamten Wissenschaftsetats der genannten Staaten. Deutschland trägt zwar mit rund 5 Millionen Euro zur Förderung bei, doch auch dies ist skandalös wenig. Zum Vergleich: derzeit fließen über 200 Millionen Euro in den Neubau von drei Tierversuchsanlagen in München und Berlin.
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In eigener Sache: Geschäftsbericht 2013

Der Geschäftsbericht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte für das Jahr 2013 liegt nun auch online vor. Er dokumentiert, dass das vergangene Jahr ein ganz besonderes für den Tierschutz war. Zum einen führten gleich drei Bundesländer die Tierschutz-Verbandsklage ein. Zum anderen trat am 11. März 2013 das EU-weite Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getestete Kosmetik in Kraft – beides sind große Erfolge, für die der Bundesverband lange gekämpft hat. Weitere Erfolge konnten wir u.a. bei der Implementierung des Tierschutzes in Wahlprogrammen und – noch wichtiger – in Koalitionsverträgen erreichen. Darüber hinaus informiert der Bericht über die vielfältigen Aktivitäten des Bundesverbandes in Sachen Tierrechte, Tierschutz-Verbandsklage, Tierversuche, tierversuchsfreie Verfahren, Tierverbrauch in der Ausbildung, Tieren in der Landwirtschaft und über die politische Lobbyarbeit.

Hier können Sie sich den Geschäftsbericht 2013 als PDF-Dokument herunterladen: www.tierrechte.de

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Weitere Nachrichten & Infos

Schwarzes Loch "Tierversuchslabor Mienenbüttel"

Dass die Abteilung für Öffentlichkeit des LPT, dem Laboratorium für Pharmakologie und Toxikologie in Mienenbüttel bei Hamburg nicht sehr auskunftsfreudig ist, hat nach Bürgern, Bürgermeister, Lokalpolitikern nun auch Deutschland Radio Kultur gemerkt. In ihrem kritischen Beitrag sprechen die Radioredakteure Petra Marchewka und Hartwig Tegeler in Bezug auf die Tierversuchsanlage vom „schwarzen Loch" und beschreiben den Kampf der lokalen Bürgerinitiative "Lobby Pro Tier". In der Tierversuchsanlage werden u.a. "Giftigkeitsprüfungen" von Medikamenten, Industrie- und Landwirtschafts-Chemikalien sowie von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln vorgenommen. In den Laboren leben und sterben Mäuse, Ratten, Hamster, Meerschweinchen, Affen, Katzen, Schweine, Fische, Vögel und Hunde. Der Gang rund um das hermetisch abgeriegelte Gelände des Tierversuchslabors schlug auch einigen grünen Landtagsabgeordneten aufs Gemüt als sie 10.000 Unterschriften von Tierversuchsgegnern vor dem Tierversuchslabor entgegennahmen.

Hier finden Sie mehr Infos zum Beitrag im Deutschland Radio Kultur:
www.deutschlandradiokultur.de

Hier lesen Sie einen Artikel zur Übergabe der Unterschriften:
www.kreiszeitung-wochenblatt.de
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Agrarministerkonferenz: Kükentötung und Schnabelkürzen soll beendet werden

Die Agrarminister von Bund und Ländern haben auf ihrer Frühjahrskonferenz im brandenburgischen Cottbus beschlossen, das sogenannte Schreddern von männlichen Eintagsküken bei der Eierproduktion "schnellstmöglich" zu beenden. Jährlich werden etwa 50 Millionen männliche Eintagsküken in Deutschland kurz nach dem Schlupf getötet, da es für sie keine Verwendung für die Geflügelindustrie gibt. Den entscheidenden Vorstoß zur Beendigung dieser grausamen Praxis machte Ende 2013 der grüne NRW-Umweltminister Johannes Remmel, indem er die Veterinärämter per Erlass anwies, das Töten von männlichen Eintagsküken zu untersagen. Es solle alles getan werden, so die Formulierung im gemeinsamen Abschlussdokument der Konferenz, um diese Praxis zu beenden. Unterstützung bekam Remmel von seinem grünen Amtskollegen aus Niedersachsen Christian Meyer. Nun soll verstärkt nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Wissenschaftler an der Universität Leipzig sind derzeit dabei, Methoden zu entwickeln, um das Geschlecht der Küken bereits im Ei zu bestimmen. Außerdem sind sogenannte "Zweinutzungshühner" im Gespräch, die Eier legen und sich für die Hühnermast eignen. Außerdem beschlosssen die Minister auch das umstrittene Schnabelkürzen von Geflügel "möglichst schnell" zu beenden, sobald praxisgerechte Forschungsergebnisse vorliegen. Die Maßnahme wird derzeit trotz Verbot noch angewendet, damit sich die Tiere in den engen Ställen nicht gegenseitig verletzen. Der Bundesverband ruft auch die Verbraucher auf, aktiv zu werden, indem sie auf eihaltige Produkte verzichten. Denn jedes Ei, auch das aus Bio- oder Freilandhaltung, ist mit Tierleid verbunden. Der beste Tierschutz ist, seinen Speiseplan völlig ohne Eier und Produkte vom Tier auszurichten.

Weitere Infos unter:
www.welt.de
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Tierhaltung: Till Backhaus fordert Obergrenzen

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) fordert wissenschaftlich fundierte und gesetzlich verbindliche Obergrenzen für Tierhaltungsanlagen. Zudem werde eine einheitliche Definition für "Massentierhaltung" benötigt, so der Minister am Freitag am Rande der Agrarministerkonferenz in Cottbus. In Mecklenburg-Vorpommern würden im Zuge der Erarbeitung eines Masterplans "Mensch und Land" bereits Tierobergrenzen diskutiert. Mittlerweile würden sich nicht nur Umweltverbände, sondern auch der Bauernverband mit diesem Thema auseinandersetzen, so Backhaus.

Mehr Infos unter:
www.topagrar.com

Dazu gibt es eine Umfrage bei Top Agrar. Bitte stimmen für "richtig, verbessert die Akzeptanz der Nutztierhaltung". Wir beabsichtigen zwar nicht die Akzeptanz der Nutztierhaltung zu verbessern, aber die Einführung von Tierobergrenzen ist sinnvoll, um die Massentierhaltung begrenzen zu können. Danke! Mitstimmen unter: www.topagrar.com

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Sachsen: Die meisten Schweinemastanlagen enthalten multiresistente Keime

Mehr als drei Viertel der sächsischen Schweinemastanlagen ist mit multiresistenten Erregern belastet. Dies ergab eine Kleine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Michael Weichert. Danach wurden in 78,1 Prozent der 2012 und 2013 untersuchten Betriebe die auch für Menschen gefährlichen MRSA-Keime nachgewiesen. Michael Weichert forderte eine deutlich stärkere Kontrolle der Verbreitung von MRSA-Keimen, die vor allem bei durch Operationen und schwere Krankheiten geschwächten Menschen zu Wund- und Atemwegsinfektionen sowie Blutvergiftungen führen können. Er kritisierte den „arglosen Einsatz“ von Antibiotika in der Massentierhaltung.

Hier lesen Sie mehr zum Thema:
www.mdr.de

Ein Video-Statement von Michael Weichert sehen Sie hier:
www.gruene-fraktion-sachsen.de

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Tierschutz: Strengere Richtlinien für Exportförderung gefordert

Die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein verlangen bei der Exportförderung die Berücksichtigung europäischer Tierschutzstandards. Anlagen etwa zur Schweine- oder Geflügelzucht in Staaten außerhalb der EU, die nicht europäischen Standards entsprechen, dürften nicht länger mit deutschen Steuergeldern gefördert werden. Die Botschaft sei klar, kein deutsches Steuergeld dürfe für Qualhaltungen im Ausland aufgewendet werden. So seien rund 31 Millionen Euro für in Europa verbotene Käfigbatterien in die Ukraine geflossen, deren billige Qual-Eier dann wieder in Europa verkauft wurden. Nach Ansicht der grünen Minister Christian Meyer und Robert Habeck dürfe der Bund nur Tierhaltungsformen fördern, die auch in der EU zugelassen sind. Es sei kontraproduktiv, in Europa hohe Tierschutzstandards zu verankern und gleichzeitig im Ausland „Qualhaltungen“ zu fördern. Die Minister wollen im Rahmen der Agrarministerkonferenz einen Antrag zur Neuregelung der Exportförderung einbringen.

Mehr Infos unter:
www.focus.de

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Tierethik: Plädoyer für ein Ende des Gemetzels

In der April-Buchbesprechung stellt Susanne Billig im Deutschlandradio Kultur Hilal Sezgins neues Buch "Artgerecht ist nur die Freiheit" vor - und gibt eine Empfehlung ab.

Hier können Sie die Buchvorstellung nachhören:
www.deutschlandradiokultur.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter:
www.tierrechte.de

Email-Aktion gegen grausame Tierversuche auf Mauritius unter:
www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Kampagne für tierversuchfreie Kosmetik weltweit:
www.crueltyfreeinternational.org

Briefprotestaktionen gegen den Stierkampf in Frankreich:
Weitere Infos sowie einen Musterbrief finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Petition gegen den Akkordschlachthof in Bernburg unter:
www.change.org
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Termine: Demos & Co.

Samstag, 12. April 2014: Frankfurt pelzfrei
Samstag, 12.04.2014:  Groß-Demo vor letzter Nerzfarm in NRW (Rahden bei  Osnabrück)
Samstag, 12. April 2014: Vegan Spring - Das Frühlingsfest
Mittwoch, 16. April 2014: Vortrag "Kritik des politischen Veganismus" in Jena
Mittwoch, 23.04.2014: EU-USA-Freihandelsabkommen - FREI? FAIR? FALSCH? in Hannover
Samstag, 26. April 2014: Großdemonstration gegen Tierversuche in Berlin
Samstag, 26. April 2014: Aktionstag gegen Tierversuche in Düsseldorf
Montag, 28. April, 2014: Anhörung zur Haltung von Delfinen im NRW-Landtag, Düsseldorf
Dienstag, 6. Mai 2014: Vortrag mit Prof. Dr. Dieter Birnbacher zum Thema „Tiertötung“ in Heidelberg
Samstag, 10. Mai 2014: Veggiemarkt in Köln
Sonntag, 18. Mai 2014: Veganbrunch und Vortrag bei Saarbrücken
Dienstag, 20. Mai 2014: Vortrag mit Dr. Rolf Simon zum Thema „Tierversuche“ in Heidelberg
Samstag, 31. Mai 2014: Der vegane Markt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Samstag, 31. Mai 2014: Großdemo gegen Stierkämpfe in  Alès, Frankreich

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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