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Newsletter Tierrechte Nr. 05/12 vom 09.03.2012

09.03.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: Toxikologie des 21. Jahrhunderts ohne Tierversuche
  • Pressemitteilung: Legehennen - Endlich Endzeit für Käfige beschlossen
  • Botox: Neues tierversuchsfreies Verfahren zugelassen
  • Erfolg: Zellkulturen sollen Rattenversuche ersetzen
  • Zukunftsträchtig: Kongress für  tierversuchsfreie Forschung
  • UN-Konferenz Rio+20: Tierschutz auf die Agenda
  • Intensivtierhaltung: Kritischer Zeit-Artikel
  • Alt Tellin: Umstrittene Ferkelzuchtanlage spaltet ganze Region
  • Petitionsausschuss fordert Kennzeichnung von Tier- und Fleischprodukten
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 08.03.2012

Toxikologie des 21. Jahrhunderts ohne Tierversuche

Wissenschaftsmagazin Science: Alternativen sind schneller und günstiger

In der aktuellen Ausgabe des international renommierten Wissenschaftsjournals „Science“ analysiert der freie Journalist Jeffrey M. Perkel das tierversuchsfreie Konzept "Toxikologie des 21. Jahrhunderts" und kommt zu dem Schluss, dass Alternativen oft wissenschaftlich besser, schneller und kostengünstiger sind als Tierversuche. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte hat diese Publikation daher eine wichtige Schrittmacherfunktion für die Etablierung tierversuchsfreier Giftigkeitstests.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 02.03.2012

Bundesrat zu Legehennen - Endlich Endzeit für Käfige beschlossen

Der Bundesrat hat heute über die zukünftige Haltung von Legehennen abgestimmt. Danach soll die Haltung in sogenannten Kleingruppenkäfigen Ende 2023 und in Ausnahmefällen 2025 beendet werden. Dies bedeutet gegenüber dem Entwurf der Bundesregierung, die 2035 forciert, eine Verkürzung der Laufzeit um 12 bzw. 10 Jahre. Zudem sieht der Bundesrat weitere, höhere Tierschutzbestimmungen als der Regierungsentwurf vor. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist zuversichtlich, dass die Bundesregierung dem Willen der Länderkammer folgt.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Botox: Neues tierversuchsfreies Verfahren zugelassen

Die Proteste gegen die qualvollen Versuche mit Mäusen für das Anti-Faltenmittel Botox waren erfolgreich. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 24.Februar einen tierversuchsfreien Test zur Prüfung von Botulinum-Produkten der Firma Allergan die EU-weite Zulassung erteilt. Schätzungen zufolge können durch den Test die Anzahl an Tierversuchen für diese Produkte um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Zum Hintergrund: Botox bzw. Botulinumtoxin A ist ein Nervengift, das wir vom prallen Lächeln der Stars kennen. An bestimmten Stellen injiziert, lähmt es drei bis acht Monate die Gesichtsmuskeln und mindert so Stirn- oder Lachfalten. Bislang wurden die Botulinum-Produkte mit dem qualvollen LD50-Test getestet. Dafür müssen jährlich weltweit rund 300.000 Mäuse sterben. Botox wird als Medikament aber auch in großem Umfang für kosmetische Zwecke eingesetzt. Für den kosmetischen Bereich sind in Deutschland Tierversuche verboten, doch eine exakte Grenzziehung ist nicht möglich.

Das neue Verfahren, das auf isolierten Zellen basiert, soll nun so schnell wie möglich für die in Deutschland vertriebenen Produkte eingesetzt werden. Allerdings gilt der Test noch nicht für die Produkte anderer Hersteller. Deshalb prüft das Unternehmen derzeit die Möglichkeit, die Methode durch Lizenzgaben anderen Firmen zur Verfügung zu stellen. Der Bundesverband und sein europäischer Dachverband (European Coalition to End Animal Experiments, ECEAE) hatten zuvor Druck auf die die Botox-Hersteller ausgeübt und die rasche Entwicklung von Tierversuchsfreien Verfahren gefordert. Die  anderen Hersteller von Botulinum-Produkten wie Ipsen und Merz, müssen diesem Vorbild nun schnellstens folgen.

Mehr Infos unter:
www.invitrojobs.com

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Erfolg: Zellkulturen sollen Rattenversuche ersetzen

Schon 2009 wandte sich der Bundesverband an das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) in Jena. Dort wird der Erreger der anzeigepflichtigen Beschälseuche der Pferde in Ratten vermehrt, um so das Antigen für einen Labortest zum Nachweis der Seuche bei Pferden zu produzieren. Die Ratten sterben nach 3 bis 5 Tagen an dieser Infektion. Der Bundesverband kritisierte, dass es in Belgien bereits Forschungen gab, um den  Beschälseuchenerreger tierleidfrei in Zellkulturen zu vermehren und forderte vom FLI, ebenfalls eine tierversuchsfreie Technik zu entwickeln. Jetzt, drei Jahre später, ist es soweit: das FLI will statt der Rattenversuche Zellkulturtechniken entwickeln.

Das FLI erhielt hierfür jetzt Forschungsgelder vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, gemeinsam mit zwei weiteren Instituten. Der Bundesverband wurde auf die qualvollen Rattenversuche 2009 aufmerksam, als er zwei Ponys, die vom FLI zu Versuchszwecken im Rahmen der Beschälseuche genutzt werden sollten, vor diesen Tierversuchen bewahrte.

Mehr Infos unter:
www.invitrojobs.com und www.nordic-market.de
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Zukunftsträchtig: Kongress für  tierversuchsfreie Forschung

Der Bundesverband nimmt derzeit an dem internationalen Kongress "Biological Barriers" in Saarbrücken teil. Die Veranstaltung hat eine große Relevanz für die tierversuchsfreie Forschung. Es geht u.a. um in vitro- und in silico-Verfahren (d.h. Zell-Ko-kultursysteme und Computersimulationsprogramme als Ersatzverfahren zu Tierversuchen). Der Bundesverband ist durch die Fachreferentin Dr. Christiane Hohensee, die das Projekt InVitroJobs leitet und den Vortrag "Ethische Aspekte zum Tierversuch" moderiert, vertreten. Außerdem werden die Projekte des Verbandes dem Fachpublikum präsentiert.

Mehr Infos unter:
www.s-o-z.de
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UN-Konferenz Rio+20: Tierschutz auf die Agenda

Ab dem 19. März 2012 wird in New York das aktuelle Verhandlungspapier (Zero-draft) für die UN-Konferenz Rio+20 diskutiert. Bei der Konferenz wird über den künftigen Umgang mit unserem Planeten Erde entschieden. Im aktuellen Verhandlungspapier fehlen allerdings jegliche Vorschläge für ein mehr an "Tierschutz" und dies obwohl Milliarden Kühe, Schweine, Schafe und Hühner in der industriellen Tierhaltung größte Qualen leiden.

Die Welttierschutzgesellschaft WSPA hat eine Online-Petition gestartet, die die Vorstandsvorsitzenden der UN-Konferenz Rio+20, Dr. John Ashe und Sook Kim, dazu aufruft, eine humane und nachhaltige Landwirtschaft in die Konferenzagenda aufzunehmen und die Tiere zu berücksichtigen. Hier können auch Sie unterzeichnen: e-activist.com

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Intensivtierhaltung: Kritischer Zeit-Artikel

Trotz des wachsenden Widerstandes in der Bevölkerung sind nach Informationen des kritischen Agrarberichtes 900 neue Hühnermastanlagen mit je 40.000 Tieren in Deutschland geplant. Investoren wie der niederländische Unternehmer Harrie van Gennip drängen in die Bundesrepublik, um hier noch mehr dieser tierquälerischen Anlagen zu errichten. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat derweil das Ziel, aus  Deutschland eine führende Fleischexportnation zu machen. Ein kritischer Zeit-Artikel schaut hinter die Fassaden und macht deutlich, welch archaische Praktiken in den hochmodernen Stallanlagen praktiziert werden, warum es immer weniger Bauern, aber immer mehr Intensivtierhaltung gibt und erklärt, warum laxe Kontrollen ein Standortvorteil sind.

Mehr Infos unter:
www.zeit.de

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Alt Tellin: Umstrittene Ferkelzuchtanlage spaltet ganze Region

"Wietze" und "Alt Tellin": diese Ort sind schon fast zu Synonymen für die umstrittenen Großanlagen geworden, die hier gebaut werden. Während in Wietze (Landkreis Celle/Niedersachsen) derzeit - trotz massiven Protesten -  Europas größter Geflügelschlachthof entsteht, in dem pro Tag bis zu 100.000 Hähnchen geschlachtet und verarbeitet werden sollen, kämpfen Tierschützer und andere in Alt Tellin (Landkreis Demmin/Mecklenburg Vorpommern) gegen die größte Ferkelzuchtanlage Europas. In der Ferkelfabrik, sollen auf einer Fläche so groß wie 14 Fussballfelder über 10.000 Sauen bis zu 250.000 Ferkel im Jahr "produziert" werden.  Diese Mega-Anlagen haben die Regionen tief gespalten: Die Kritiker verweisen neben dem Tierschutzaspekten auf die Gefahr einer erhöhten Keimbelastung, einer drohenden Nitratverseuchung des Grundwassers und negative Auswirkungen auf den Tourismus. Befürworter argumentieren mit dem Zugewinn an Arbeitsplätzen.

Hier sehen Sie einen ZDF-Beitrag zur geplanten Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin unter:
www.zdf.de

Der NDR hat die umstrittensten Anlagen von "Wietze bis Alt Tellin" in Norddeutschland zusammengestellt unter: ww.ndr.de
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Petitionsausschuss fordert Kennzeichnung von Tier- und Fleischprodukten

Der Petitionsausschuss hat sich am 7. März für eine Kennzeichnungspflicht von Tier- und Fleischprodukten im Hinblick auf die Tierhaltung ausgesprochen. Der Ausschuss beschloss mit den Stimmen von Unions- SPD-, FDP- und Linksfraktion, dem Europäischen Parlament eine dahingehende Petition zuzuleiten. Nach Aussage des Ministeriums ist es nun erforderlich, dass die EU-Kommission einen entsprechenden Vorschlag für eine Rechtsvorschrift vorlegt.

Mehr Infos unter:
www.bundestag.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen:www.clonefreefood.eu

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Termine: Demos & Co.

Freitag, 9. März 2012: Vortrag: Massentierhaltung in Duisburg
Sonntag, 11. März: Vegan-Brunch in Saarbrücken
16. bis 18. März 2012: MEATOUT 2012
Montag, 19. März: Vegan-Stammtisch in Aachen
Samstag, 24. März 2012: Demonstration gegen Zoophilie in Köln
Samstag, 24. März 2012: Demo gegen "Reiten - Jagen - Fischen" in Erfurt
Freitag, den 30. März 2012: Kundgebung vor Delfinarium, Duisburg
Samstag, den 31. März 2012: Mahnwachen "Fair Play for strays" gegen die Tötung von Straßentieren in diversen Städten

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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