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Newsletter Tierrechte Nr. 04/15 vom 13.03.2015

13.03.2015

Inhalt:

  • Sachsen-Anhalt: CDU will Kontrollen statt Tierschutz-Verbandsklage
  • Pressemitteilung: Stoppt Tierversuche für Putz- und Reinigungsmittel in der EU
  • Illegale Tierversuche in Hessen – Bundesverband fordert Konsequenzen
  • Tierversuche: Neue Datenbank schafft mehr Transparenz
  • Umfrage: Mehrheit für Wildtierverbot im Zirkus
  • Urlaubsspaß ist oft Qual für Tiere: Verbände fordern Verbesserungen
  • Exoten: Das versteckte Leid
  • Zum Nachsehen: Grausame Praktiken im Regional-Schlachthof
  • Pelz: SPD will Kleidung besser kennzeichnen
  • Kommentar: Geboren und geschreddert
  • Stadttauben: Interview zum Konzept
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Sachsen-Anhalt: CDU will Kontrollen statt Tierschutz-Verbandsklage

Am 11. März beriet der Landwirtschaftsausschusses im Landtag von Sachsen-Anhalt über die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage. Anschließend sagte der CDU Landtagsabgeordnete Bernhard Daldrup, die Verbandsklage sei ein Auswuchs an Bürokratie und bringe keinen Mehrwert für das Tierwohl.

Die Tierärzte im Land seien die geeigneten Anwälte der Tiere. Nur amtstierärztliche Kontrollen sicherten hohe Tierschutzstandards. Nur zur Erinnerung: Die Straathof-Betriebe, in denen jahrelange schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz ungeahndet blieben, liegen u.a. in Sachsen-Anhalt. Weitere  erschütternde Tierschutz-Fälle aus Sachsen-Anhalt zeigen, warum das Klagerecht ein Muss ist.

In einer Pressemitteilung kritisierten der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. und sein Landesverbandes Tierschutz Halle e. V. die Aussagen von Bernhard Daldrup als sachlich falsch. Die Tätigkeiten der beamteten Tierärzte können niemals das Klagerecht ersetzen. "Wenn die CDU-Fraktion in Sachsen-Anhalt sich gegen die Tierschutz-Verbandsklage stellt, stellt sie sich auch gegen das Grundgesetz", betonte Dr. Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte. SPD, Grüne und Die Linke haben die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage anlässlich der Landtagswahl 2011 versprochen.

Auch in Baden-Württemberg gibt es aktuelle Entwicklungen: Dort beschloss die grün-rote Regierung am 10. März die Mitwirkungsrechte ihm Rahmen der Tierschutz-Verbandsklage für Tierschutzvereine zu stärken. Der Gesetzentwurf wurde nach der Anhörung modifiziert und dem Landtag zugeleitet. Zu den Neuerungen gehören u.a., dass die Wirkung des Gesetzes nun erst nach drei Jahren evaluiert werden soll. Zu kritisieren ist, dass das Land in einem Punkt der Wissenschaft entgegenkommt, indem die Vereine Tierversuchs-Genehmigungen nur mittels den schwächeren Instrumentes der Feststellungsklage überprüfen lassen können.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung vom 12.03.2015 zu den Beratungen in Sachsen-Anhalt: www.tierrechte.de

Bitte machen Sie mit bei unserer Online-Aktion "Der Fall Straathof zeigt: Wir brauchen die Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt!"  Vielen Dank!

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"Nein zu Tierversuchen für Putz- und Reinigungsmittel in der EU" – Menschen für Tierrechte protestieren in London

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte und seine europäischen Bündnis-Partner* forderten am Mittwoch mit einer Wischmopp-, Schrubber- und Putzlappen-Aktion auf dem Parliament Square in Westminster (London) Politiker und Industrieunternehmen auf, Tierversuche für Putz- und Reinigungsmittel in der EU zu verbieten. Außerdem bestärken sie die Verbraucher, Produkte zu kaufen, die ohne Tierversuche hergestellt werden.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Illegale Tierversuche in Hessen – Menschen für Tierrechte fordern effektive Konsequenzen

Nach Ansicht des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte e.V. zeigen die illegalen Tierversuche am Franz-Groedel-Institut im hessischen Bad Nauheim, dass die vorhandenen Rechts- und Kontrollvorschriften illegale Tierversuche nicht verhindern können. Angekündigte Maßnahmen wie die Änderung des Tierschutzgesetzes und die Verschärfung der Förderkriterien reichen bei Weitem nicht aus. Hier muss nach Ansicht des Tierrechtsverbandes konsequent nachgerüstet werden und zwar durch personelle Aufstockung der Veterinärbehörden und durch Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Tierschutz.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 03.03.2015:
www.tierrechte.de
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Tierversuche: Neue Datenbank schafft mehr Transparenz

Eine wesentliche Errungenschaft der EU-Tierversuchsgegner beim harten Novellierungskampf der EU-Tierversuchsrichtlinie war, Tierversuche öffentlich einsehbar zu machen. Dieses Vorhaben ist in einem ersten wesentlichen Schritt gelungen. Die neue EU-Tierversuchsrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten,  jedem Bürger Informationen zu genehmigten Tierversuchen zur Verfügung zu stellen.

Zu diesem Zweck hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun eine eigene Datenbank namens AnimalTestInfo eingerichtet. Dort stellt es die sogenannten nicht-technischen Projektzusammenfassungen (NTP) der genehmigten Tierversuche online. Die NTP ist Bestandteil jedes Tierversuchsantrags und wird vom Antragsteller verfasst. Sie enthält Informationen zum Ziel des Versuchs (Forschungszweck), zur Art und Zahl der Tiere, zu den Belastungen und Schäden, die den Tieren zugefügt werden, und zu der sogenannten Unerlässlichkeit (Nutzen) aus Sicht des Antragstellers.

Hier können Sie Einblick in die Datenbank nehmen:
www.animaltestinfo.de 

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Umfrage: Mehrheit für Wildtierverbot im Zirkus

Eine repräsentative Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF-Magazins Frontal21 ergab: Die Mehrheit der Deutschen will im Zirkus keine Wildtiere sehen. Zwei Drittel der Deutschen finden es nicht gut, wenn Wildtiere wie Elefanten, Giraffen oder Tiger in Zirkusbetrieben gehalten werden. Christina Jantz, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, fordert im Interview mit dem ZDF ein Verbot. Doch in der Großen Koalition hat die Union bislang ein Wildtierverbot verhindert, obwohl laut der Umfrage selbst 60 Prozent der CDU/CSU-Wähler die Haltung der Tiere ablehnt. In vielen europäischen Ländern gilt längst ein Wildtierverbot. Im September tritt ein solches Gesetz in den Niederlanden in Kraft.

Hier können Sie den kritischen Beitrag aus der Sendung Frontal21 nachsehen: www.zdf.de

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Urlaubsspaß ist oft Qual für Tiere: Verbände fordern Verbesserungen im Tier- und Artenschutz

Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) vom 4. bis 8. März in Berlin hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte und weitere deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen die Reiseveranstalter aufgefordert, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen. Ob Delfine, Tiger oder Elefanten –  noch immer müssen Wildtiere zur Unterhaltung von Touristen leiden. Ein Positionspapier soll den Reiseveranstaltern helfen, ihre Angebote tierfreundlich zu gestalten.

Hier lesen Sie mehr zum Thema:
www.tierrechte.de

Hier können Sie sich das Positionspapier als PDF herunterladen:
www.tierrechte.de
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Exoten: Das versteckte Leid

Die Haltung von exotischen Wildtiere liegt voll im Trend. Doch eine artgerechte Haltung von exotischen Tieren ist wegen ihrer hohen Ansprüche im Privathaushalt gar nicht möglich – großes Leid und oft auch der Tod der Tiere sind vorprogrammiert. Die Notwendigkeit, die Haltung von Exoten in Privathaushalten gesetzlich zu reglementieren, zeigt dieser aktuelle Fall: Nach dem Auszug der Mieter machte die Hausverwalterin einen grausigen Fund: In einem großen, verlassenen Bungalow in entdeckte Sie 40 zum Teil mumifizierte Vogelspinnen.

Hier lesen Sie mehr zum Thema Exoten:
www.tierrechte.de

Den Artikel "Friedhof der Vogelspinnen" lesen Sie unter:
www.hna.de

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Zum Nachsehen: Grausame Praktiken im Regional-Schlachthof

Das Politmagazin Fakt zeigte am 10. März schockierende Aufnahmen mit versteckter Kamera, die grausame Praktiken im Aschaffenburger Schlachthof dokumentieren. Die Bilder zeigen, dass Schweine massiv geschlagen, getreten, gezogen und mit Elektrotreibern und Drahtbrüsten traktiert werden. Sogar verletzte Tiere, die nicht mehr laufen können, werden gewaltsam zur Schlachtbank getrieben. Die Bilder beweisen, dass kleine Schlachthöfe mitnichten besser sind als große. Oft ist die Ausstattung in den regionalen Schlachthöfen veraltet.

Hier können Sie den Beitrag online sehen:
www.ardmediathek.de
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Pelz: SPD will Kleidung besser kennzeichnen

Trotz anhaltender Aufklärung durch Tierrechtsorganisationen scheint das Bewusstsein der Konsumenten für Herkunft und Herstellung von Pelzen nicht zu wachsen. In den vergangenen Jahren hat beispielsweise der Trend, Wollmützen mit Bommeln aus Echtfell zu tragen, stark zugenommen. Trotz des EU-Importverbots vom 2009 gelangen bewusst falsch etikettierte Hunde- und Katzenfelle nach Europa und werden als Kunstpelz verkauft, weil ein echtes Hundefell aus China billiger in der Produktion ist als ein gut gemachter Webpelz. Die SPD macht deshalb nun Front gegen die Tierfelle und will die Kennzeichnungspflichten verschärfen. In Europa gilt seit 2012 die Textil-Kennzeichnungsverordnung. Tierische Materialien wie Echtpelz müssen am Produkt mit dem Satz "enthält nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs" gekennzeichnet werden. Die Bezeichnung ist nach Ansicht der SPD aber verwirrend und schwammig, so dass den wenigsten Verbrauchern klar sei, dass dies bedeuten kann, dass es sich um Echtpelz handelt.

Hier lesen Sie mehr:
www.wz-newsline.de
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Kommentar: Geboren und geschreddert

Hilal Sezgin, die streitbare Autorin von "Artgerecht ist nur die Freiheit", trifft in ihrem taz-Kommentar ins Schwarze, ob es um die Kükentötung, das Leid der Legehennen und Schweine oder um das Tierschutzgesetz geht. Denn danach, so  Sezgin, darf man Tiere natürlich nicht betäubungslos verstümmeln, kastrieren oder manipulieren – außer in all jenen Fällen, wo dies in der Landwirtschaft üblich ist.

Hier lesen Sie den Kommentar:
www.taz.de
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Stadttauben: Interview zum Konzept

Die Stuttgarter "Taubenfee", Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer, berichtet im Interview mit dem SWR, warum das Stadttaubenmanagement in Stuttgart so erfolgreich ist.

Hier können Sie das Interview ansehen:
www.swr.de

Weitere Infos und Filme zum Thema Stadttaubenkonzept unter:
www.stadttauben.de

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Kampagne für tierversuchsfreie Kosmetik weltweit: www.crueltyfreeinternational.org

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Petition gegen gegen die Eröffnung und Erweiterung einer Affen-Zuchtanlage für Tierversuche: www.mesopinions.com

Petition: Qualschlachtungen stoppen unter: www.albert-schweitzer-stiftung.de

Unterschriftenaktion: Keine Gülle ins Trinkwasser unter: www.campact.de

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Termine: Demos & Co.

Montag, 16. März 2015: Pressekonferenz zum Schöpfungsoratorium „Mit allen Augen“ in Münster
Mittwoch, 18. März 2015: Anti-Jagd-Demo in Düsseldorf
Mittwoch, 18. März 2015: Pressekonferenz zum Schöpfungsoratorium „Mit allen Augen“ in Düsseldorf
Mittwoch, 25. März 2015: Pressekonferenz zum Schöpfungsoratorium „Mit allen Augen“ in Recklinghausen
Samstag, 11. April 2015: Vegan Spring in Hannover
Samstag, 18. April 2015: Aktionstag gegen Tierversuche in Düsseldorf
Samstag, 25. April 2015: Großdemo in Berlin zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Samstag, 25. April 2015: Veganes Frühlingsfest im Tierheim Düsseldorf
Freitag, 24. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Münster
Samstag, 25. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Düsseldorf
Sonntag, 26. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Recklinghausen
2.-3. Mai 2015: Veggie Expo in München
Samstag, 9. Mai 2015: Veggie Markt in Köln
Sonntag, 24. Mai 2015: Vegan Street Day in Stuttgart
Samstag, 30. Mai 2015: Veggie Straßenfest in Nürnberg
Samstag, 30. Mai 2015: Der vegane Markt in Ahrweiler
Sonntag, 14. Juni 2015: Veganes Sommerfest Bremen
Samstag, 11. Juli 2015 Vegan Street Day in Dortmund

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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