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Newsletter Tierrechte Nr. 04/14 vom 07.03.2014

07.03.2014

Inhalt:

  • Tierschutz-Verbandsklage: Aktuelle Entwicklungen
  • Tierversuchsfrei: Interview mit dem Träger des Ursula M. Händel-Tierschutzpreis
  • Tierversuche: Undercover-Recherche belegt grausame Tierqual im Labor
  • Interview: Stadttaubenmanagement - aus der Praxis für die Praxis
  • Weitere Nachrichten & Infos
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Tierschutz-Verbandsklage: Aktuelle Entwicklungen

Während die CDU innerhalb der Großen Koalition eine Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene noch immer blockiert, ist das Klagerecht in den Bundesländern auf dem Vormarsch. Aktuelle Entwicklungen gibt es besonders in Nordrhein-Westfalen (NRW), Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Im wichtigen Bundesland NRW geht es aktuell an die Anwendung des im Juni 2013 beschlossenen Gesetzes.

Das rot-grün regierte Rheinland-Pfalz könnte nach Bremen, Hamburg, NRW und dem Saarland das fünfte Bundesland werden, das die Tierschutz-Verbandsklage einführt. Allerdings nicht ganz ohne Gegenwind. Denn nachdem der Umweltausschuss am 14. Januar eine Anhörung zur Einführung durchführt hatte, brachte die CDU-Landtagsfraktion am 20. Februar einen Gegenantrag ein, der die Landesregierung allen Ernstes aufforderte, ihren Gesetzesantrag einzustampfen. Unser Landesverband Menschen für Tierrechte reagierte prompt und schrieb gemeinsam mit dem Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes einen Offenen Brief an die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner. Der CDU Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und Grüne abgelehnt. Das Gesetz wird weiter im Landwirtschaftsausschuss behandelt. Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 19.02.2014: "CDU-Landtagsfraktion will Tierschutz-Verbandsklage verhindern".

Am 5. März fand auf Einladung der sächsischen Grünen ein Fachgespräch zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen statt, bei dem auch der Landesverband von Menschen für Tierrechte (Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte) vertreten war.

Spannend wird es auch in Sachsen-Anhalt, das von einer großen Koalition regiert wird. Der Gesetzesantrag der Oppositionsfraktion Die Linke wurde am 31. Januar im Landtag und am 19. Februar im Landwirtschaftsausschuss behandelt. Linke, Grüne und vor allem die SPD haben sich dafür ausgesprochen. Einzig die CDU ist dagegen.

Um die Einführung des wichtigen Klagerechtes auch in Sachsen-Anhalt voranzubringen, bitte wir Sie unsere Petition zu unterschreiben unter: www.tierrechte.de Vielen Dank!
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Tierversuchsfrei: Interview mit dem Träger des Ursula M. Händel-Tierschutzpreis

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in diesem Jahr den Ursula M. Händel-Tierschutz-Forschungspreis der DFG an den Humanbiologen Prof. Dr. Thomas Korff vergeben. Korff hat in seiner Arbeit verschiedene Verfahren entwickelt, die Tierversuche ersetzen, die Belastung für die in Versuchen eingesetzten Tiere vermindern und die Zahl der Versuchstiere reduzieren. Der mit 100 000 Euro dotierte Preis wird am 20. März 2014 in Berlin verliehen. Im Vorfeld der Preisübergabe soll ein Workshop das Thema "Tiermodelle in der Forschung – Chancen und Grenzen" beleuchten.  Der Bundesverband hat mit dem Preisträger ein Interview zu seinen Verfahren und deren Potential geführt.

Lesen können Sie es unter InVitroJobs – dem Portal des Verbandes für die tierversuchsfreie Forschung: www.invitrojobs.de
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Tierversuche: Undercover-Recherche belegt grausame Tierqual im Labor

Diese Woche veröffentlichte unser britischer Partnerverein, die Britische Union zur Beendigung von Tierversuchen (BUAV), eine Undercover-Recherche, die belegt, wie grausam in einem Labor für Tierimpfstoffe der Firma Merck, Sharp und Dome (MSD Animal Health), an Hunde- und Katzenwelpen und anderen Tieren experimentiert wird. Über acht Monate wurde dokumentiert, welche körperlichen und seelischen Qualen die Tiere erleiden müssen. In der Zeit mussten 92 Beaglewelpen, 15 Katzenbabys, 10 stillende Beaglehündinnen und eine unbekannte Zahl von Kaninchen, Kälbern und Hühner ihr Leben lassen. Während die Welpen in den Versuchen unter großen Schmerzen litten, wurden die gesunden Beaglehündinnen getötet, nachdem man ihnen ihre Jungtiere weggenommen hatte.

Hier finden Sie weitere Informationen und Videoaufnahmen:
www.buav.org

Hier können Sie eine Petition gegen die o.g. Versuche und für tierversuchsfreie Verfahren bei MSD Animal Health unterschreiben: www.change.org
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Interview: Stadttaubenmanagement - aus der Praxis für die Praxis

In unserem Online-Interview beantwortet Rudolf Reichert häufig gestellte Fragen zum "Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation". R. Reichert ist Mitentwickler des Konzeptes und betreibt seit 1998 ein gut funktionierendes Stadttaubenmanagment in der Modellstadt Augsburg. Im Interview gibt er u.a. Tipps, wie Tierschützer vorgehen sollten, die in ihrer Stadt ein Stadttaubenmanagement einführen wollen, wo Taubenschläge eingerichtet werden können, wie Tauben gezählt und versorgt werden und wie man zuverlässige Betreuer gewinnt.

Sie lesen das Interview unter:
www.tierrechte.de

Weitere Infos und Filme zum Thema Stadttauben unter:
www.stadttauben.de
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Weitere Nachrichten & Infos

Gehen voran in Sachsen Agrarwende: NRW und Niedersachsen

Die grünen Landwirtschaftsminister Johannes Remmel (NRW) und Christian Meyer (Niedersachsen) schaffen derzeit erfreuliche Fakten. Am 24. Februar unterzeichneten Remmel und die Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands sowie des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands eine Erklärung, nach der das routinemäßige Kürzen der Ringelschwänze bei Schweinen beendet werden soll. Ab 2016 soll nach einer Beratungs- und individuellen Umsetzungsphase das Ende der Amputation in NRW flächendeckend umgesetzt werden. Das "routinemäßige" Kürzen von Schwänzen bei Saugferkeln ist eigentlich gesetzlich verboten und wird offiziell nur in Ausnahmefällen geduldet. In der Realität ist es jedoch gängige Praxis. Auch in Niedersachsen gibt es erfreuliche Entwicklungen. Im Spiegel-Interview "Die Zeit der unregulierten Massentierhaltung ist vorbei" berichtet Meyer über Auflagen für die Massentierhaltung, wie den Einbau von Filtern bei Schweineställen, das Verbot des Schnabelkürzens bei Enten und verschärfte Vorschriften für den Bau von Mastställen für Geflügel.

Mehr Infos zu NRW finden Sie unter:
www.proplanta.de

Hier lesen Sie das Interview mit  Christian Meyer:
www.spiegel.de
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Kritisch: "Was Sie über Massentierhaltung wissen sollten"

Ein aktueller Artikel der Süddeutschen Zeitung informiert über die Hintergründe und Auswirkungen der Massentierhaltung in Deutschland. Darüber hinaus bietet er Grafiken und geht auf Umweltprobleme und Forderungen von Seiten des Tierschutzes ein.

Zu lesen unter: www.sueddeutsche.de
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Fehlbetäubungen: Schlachthof in Bad Bramstedt bleibt geschlossen

Der letzte Woche in einer Großrazzia durchsuchte und geschlossene Schlachthof von Vion Food in Bad Bramstedt bleibt dicht. Die Vorwürfe: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Hygienemängel. Bei der Tötungsanlage soll es zu Fehlbetäubungen bei der Schlachtung von Rindern gekommen sein. Derzeit untersuchen drei unabhängige Experten die Anlage. Aus einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen von 2012 geht hervor, dass die Bundesregierung schwerwiegende Zwischenfälle bei der Tötung von Schweinen und Rindern auf deutschen Schlachthöfen festgestellt hat. Wegen der hohen Fehlbetäubungsraten bei Rindern (9%) und bei Schweinen (12%) müssten die Tiere unnötig leiden. Nach Schätzungen sterben in Deutschland etwa 500.000 Schweine erst beim Abbrühen. 200.000 Rinder durchlaufen den Schlachtvorgang, bei dem sie zerlegt werden, unbetäubt.

Mehr Infos zu den Vorgängen auf dem Schlachthof unter:
www.ndr.de und www.ln-online.de

Hier können Sie sich die Anfrage der Grünen als PDF runterladen:
www.tierschutzwatch.de

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Dänemark untersagt Schächten

Seit Mitte Februar ist in Dänemark das betäubungslose Schlachten, das sogenannte Schächten, ausnahmslos verboten. Das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium folgt damit den Nachbarländern Norwegen und Schweden, die ein derartiges Verbot schon länger erlassen haben. Trotz Kritik durch islamische und jüdische Verbände verwies Agrarminister Dan Jørgensen darauf, dass der Tierschutz in diesem Fall höher bewertet werde als religiöse Aspekte. Ein Gutachten habe die Verletzung religiöser Vorschriften ausgeschlossen. Der Bundesverband fordert schon lange ein Verbot des betäubungslosen Schlachtens in Deutschland und hat die Regierung mehrfach aufgefordert, den Bundesratsbeschluss vom 12. Februar 2010 auf Änderung des Tierschutzgesetzes (§ 4a Absatz 2 Nummer 2) umzusetzen. In diesem forderten die Länder, Ausnahmegenehmigungen für betäubungsloses Schlachten nur dann zu erteilen, wenn der Antragsteller nachweist, dass zwingende Religionsvorschriften für betäubungsloses Schlachten vorliegen und der Schlachtprozess bei vollem Bewusstsein dem Tier nicht mehr Schmerzen und Leiden zufügt als unter Betäubung.

Hier lesen Sie den Gesetzentwurf des Bundesrates:
www.tierschutzwatch.de
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Überfällig: Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern

Die Landtagsfraktion der hessische Grünen unterstützt die Forderung der hessischen Landestierschutzbeauftragten Dr. Madeleine Martin für eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung bei verarbeiteten Eiern, wie sie beispielsweise in Nudeln, Keksen oder Mayonnaise verwendet werden. Im Koalitionsvertrag hatten sich die Grünen und die CDU darauf verständigt, dass es verbesserte Transparenzregelungen bei verarbeiteten Lebensmitteln geben soll. Die Landestierschutzbeauftragte forderte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt am 24. Februar zu entsprechenden Regelungen auf. Auch der Bundesverband erachtet eine solche Kennzeichnung als absolut notwendig. Die verbindliche Kennzeichnung habe schon bei Schaleneiern dazu geführt, dass Käfigeier nicht mehr nachgefragt würden.
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Zuhause gesucht: Exoten-Auffangstation wird aufgelöst

In Niedersachsen wird eine Exoten-Auffangstation aufgelöst. Deswegen müssen mehrere Rot- und Gelbwangenschmuckschildkröten in gute und fachkundige Hände abgegeben werden. Aquarien und Equipement werden gestellt, Kosten für Transport und Unterbringung übernommen. Bei Interesse bitte melden unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Email-Aktion gegen grausame Tierversuche auf Mauritius unter: www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Online-Petition zur Novellierung des Saarlaendischen Jagdgesetzes unter: buendnis-fuer-tierrechte.de

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 08. März 2014: Demo YES!WE CARE! Protect the Romanian strays! in mehreren Städten
07. März 2014: Tagesseminar zu dem Thema "Auslandstierschutz” in Göttingen
Freitag, 14. März 2014: Debatte "Veggie-Day passé - Tierschutz adé?" in Berlin
Mittwoch, 19. März, 2014: Anhörung zur Haltung von Delfinen im NRW-Landtag, Düsseldorf
Samstag, 22. März 2014: Demo gegen die Messe "Reiten, Jagen, Fischen" in  Erfurt
Dienstag, 8. April 2014: Vortragsveranstaltung „DÜSSELDORF TIERVERSUCHSFREI“
Mittwoch, 9. April 2014: Kinofilm “Unter Menschen” in Düsseldorf
Samstag, 12. April 2014: Frankfurt pelzfrei
Samstag, 12. April 2014: Vegan Spring - Das Frühlingsfest
Samstag, 26. April 2014: Großdemonstration gegen Tierversuche in Berlin
Samstag, 26. April 2014: Aktionstag gegen Tierversuche in Düsseldorf
Samstag, 26. April 2014: Autokorso gegen Tierversuche in Düsseldorf
Dienstag, 6. Mai 2014: Vortrag mit Prof. Dr. Dieter Birnbacher zum Thema „Tiertötung“ in Heidelberg
Dienstag, 20. Mai 2014: Vortrag mit Dr. Rolf Simon zum Thema „Tierversuche“ in Heidelberg
Samstag, 31. Mai 2014: Der vegane Markt in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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