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Newsletter Tierrechte Nr. 04/11 vom 18.02.2011

18.02.2011

Inhalt

  • Bürgerschaftswahl Hamburg: Das Tierschutzprogramm der Parteien
  • Pressemitteilung: Rheinland-Pfalz will Verbot der Käfighaltung für Legehennen
  • Mitmachaktion: EU-Verbot von Legebatterien in Gefahr
  • Tierschutz-Erfolg: Strafbefehle gegen Lohmann
  • Niedersachsen stellt Tierschutzplan vor
  • England: Tierschützer wehren sich erfolgreich gegen Groß-Anlage für "Milchkühe"
  • Sea Shephard zwingt Japan zum vorzeitigen Abbruch der Walfangsaison
  • Zum Nachsehen: Zootiere - geboren, um zu sterben
  • Vegan-Buddys: Neues Projekt gestartet
  • Termine: Tierschutzdiskussion, Meatout, Vegan Brunch und Anti-Pelz-Demo

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Bürgerschaftswahl Hamburg: Das Tierschutzprogramm der Parteien

Anlässlich der Bürgerschaftswahl am 20. Februar hat der Bundesverband die Landesparteien von CDU, SPD, GAL, Die Linke und FDP nach ihren Tierschutzzielen für die kommende Legislatur befragt. Ziel war es, die Parteien zu konkreten Aussagen zu drängenden Tierschutzthemen zu bewegen, wie die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage, die Förderung von Tierversuchsersatzverfahren und die Verbesserung der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Zusammenfassend stellte der Bundesverband fest: Um bessere Haltungsbedingungen für sogenannte Nutztiere wollen sich alle vier Parteien kümmern, vorzugsweise durch verstärkte Behördenkontrollen. SPD, Die Linke und die GAL wollen die Tierschutz-Verbandsklage einführen. Die Förderung von Tierversuchsersatzverfahren wird von der Linken unterstützt. Die GAL beabsichtigt aufgrund der knappen Finanzen keine Mittel zur Verfügung zu stellen. Die SPD hofft, dass die Tierschutz-Verbandsklage die Entwicklung und Anwendung von Tierversuchsersatzverfahren fördern wird. Die CDU positioniert sich abwartend.

Der Bundesverband kritisierte, dass die Wahlprogramme von CDU, SPD und FDP zum Tierschutz schweigen. Der Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel in unserer Verfassung festgeschrieben. Die Wähler können erwarten, dass Politiker die Zukunft verantwortlich gestalten. Hierzu gehört auch, den Schutz der Tiere durch Eigeninitiative weiterzuentwickeln.

Auf unserer Webseite tierschutzwatch finden Sie die ausführlichen Originalantworten der Parteien sowie eine Übersichtstabelle. Zudem können Sie dort die Wahlprogramme und eine Analyse lesen sowie einen Rückblick auf die letzte Legislatur in Hamburg.

Mehr unter:
www.tierschutzwatch.de

Die Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 16.02.2011 lesen Sie hier:
www.tierrechte.de

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 09.02.2011

Rheinland-Pfalz will Verbot der Käfighaltung für Legehennen

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat einen Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht, um ein Verbot der Käfighaltung von Legehennen durchzusetzen. Der Antrag wird am Freitag, 11. Februar, im Bundesrat behandelt. Er zielt darauf, die Haltungsvorgaben von Februar 2002 wieder herzustellen, die nur noch Boden-, Volieren- und Freilandhaltung erlauben. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt diese erneute Aktivität von Rheinland-Pfalz, nur tierschutzkonforme Haltungen zuzulassen. Zudem appelliert er an die Verbraucher, ihren Eier-Konsum generell zu reduzieren.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Mitmachaktion: EU-Verbot von Legebatterien in Gefahr

In der EU sind die herkömmlichen Legebatterien und der Verkauf von Eiern, die von Hühnern aus Legebatterien stammen, ab 2012 verboten. Außer Bodenhaltung und Freilandhaltung soll in der EU dann nur noch der ausgestaltete Käfig erlaubt sein. Diese Käfigform ist vergleichbar mit der "Kleingruppenhaltung", die das Bundesverfassungsgericht vor Kurzem für Deutschland verboten hat. Insofern liegt der EU-Standard bei der Hennenhaltung unter dem Deutschlands. Trotz des bereits geringen Tierschutzniveaus will das Mitgliedsland Polen nun eine weitere Verschiebung des Verbotes der Legebatterien erreichen.

Das europäische Netzwerk zum Schutz von Tieren in der Landwirtschaft (ENFAP), bei dem der Bundesverband Mitglied ist, ruft deswegen dazu auf, eine weitere Verzögerung des Verbotes zu verhindern. In einer Online-Aktion werden der polnische Ministerpräsident und  der Landwirtschaftminister aufgefordert, das Verbot von Legebatterien nicht anzutasten. Das Verbot muss kommen – bitte machen Sie mit bei der (englischen) Online-Aktion unter: action.ciwf.org.uk
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Tierschutz-Erfolg: Strafbefehle gegen Lohmann

Das ist er - der nächste Tierschutz-Skandal: Das Amtsgericht Cuxhaven hat gegen die beiden Geschäftsführer von Lohmann Tierzucht (LTZ) Strafbefehle wegen Tierquälerei erlassen. Dem größten deutschen Lieferanten von Legehennen wird vorgeworfen, Hühnern jahrelang Zehen amputiert und Kämme beschnitten zu haben. Die schmerzhaften Amputationen seien vorgenommen worden, um die Tiere nach Rasse oder Eierfarbe zu kennzeichnen. Kai Thomas Breas, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, sagte, dass Kennzeichnung kein vernünftiger Grund sei, um Wirbeltieren länger anhaltende oder sich wiederholende Schmerzen zuzufügen. Die Beschuldigten haben gegen die Strafbefehle in Höhe von jeweils 13.000 Euro zwar Einspruch eingelegt, dennoch sind die Strafbefehle ein großer Erfolg für den Tierschutz. Es ist bemerkenswert, dass das Gericht gegen die Chefs eines derart wichtigen Unternehmens wegen Tierquälerei eine so hohe Strafe verhängt, dass diese sogar im Führungszeugnis aufgeführt werden muss. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht soll am 2. März stattfinden.
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Niedersachsen stellt Tierschutzplan vor

Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU) stellte am Montag einen Tierschutzplan im Landtag vor. 38 Schwerpunktthemen für zwölf sogenannte Nutztierarten sollen in dem Plan benannt werden. Zusammen mit Vertretern des Tierschutzes und Unternehmern will Lindemann die einzelnen Ziele in einem Lenkungsausschuss beraten. Die Maßnahmen sollen bis 2018 umgesetzt werden. Der Plan sieht Verbesserungen bei der Geflügel- und Schweinemast vor. Bis 2015 soll das Kürzen von Schnabelspitzen abgestellt werden. Dazu laufe derzeit ein Test mit Legehennen in einem Pilotbetrieb. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Eckehard Niemann kritisierte, dass die geplanten Maßnahmen den Großteil der agrarindustriellen Qualzucht und Qualhaltung unberührt ließen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer bezeichnete den Plan als "enttäuschend". Es handele sich vor allem um Ankündigungen und Absichtserklärungen. Bei der Besatzdichte oder dem Verbot der Käfighaltung schrecke der Minister aber zurück. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Geschäftsführer der Lohmann-Tierzucht in Cuxhaven sagte Meyer, dass die Landesregierung offenbar seit Langem Kenntnis von den tierschutzwidrigen Praktiken gehabt habe.

Mehr unter:
www.ndr.de
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England: Tierschützer wehren sich erfolgreich gegen Groß-Anlage für "Milchkühe"

Im Bezirk Lincolnshire in England sollte eine Großanlage für 3.770 „Milchkühe“ gebaut werden. Dagegen lief die Bevölkerung Sturm. Das gewaltige öffentliche Medienecho und eine von mehr als 72.000 Menschen unterschriebene Online-Petition führten dazu, dass den Betreibern keine Baugenehmigung erteilt wurde.

Mehr unter:
www.eu-umweltbuero.at

Weitere Infos zum Elend der sogenannten Milchkühe
unter: www.tierrechte.de
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Sea Shephard zwingt Japan zum vorzeitigen Abbruch der Walfangsaison

Obwohl die Jagdsaison im südpolaren Walschutzgebiet normalerweise bis März dauert, brechen die japanischen Walfänger die Jagd dieses Jahr vorzeitig ab. Der Grund: Die Walfangflotte werde von den Schiffen der Walfanggegner verfolgt, gab Fischereiminister Michihiko Kano als Grund für die Entscheidung an. Es werde immer schwieriger, die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten. Das Fabrikschiff "Nisshin Maru" hatte seine Arbeit wegen der wiederholten Störaktionen durch Sea Shephard bereits am 10. Februar eingestellt.

Mehr unter:
www.focus.de
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Zum Nachsehen: Zootiere - geboren, um zu sterben

Die Sendung WDR Weltweit beschäftigt sich in ihrer Ausstrahlung vom Montag, den 15. Februar, mit Zootieren. Besonders beleuchtet wird das Schicksal der "überschüssigen" Nachzuchten. Die Zoos züchten bewusst, da die niedlichen Jungtiere Publikumsmagneten sind. Doch sobald die Tiere erwachsen werden, ist in den elterlichen Gehegen kein Platz mehr. Da auch die anderen Zoos oft keinen Raum haben, enden hunderte Jungtiere bei dubiosen Tierhändlern, die sie an Privatleute, an Jagdfarmen, an Zirkusse oder schlicht zum Schachten verkaufen. Die Schweiz hat ein Tierschutzgesetz, das das Töten von Tieren auch "ohne vernünftigen Grund" - wie es im deutschen Tierschutzgesetz vorgeschrieben ist - zulässt. So praktizieren Zoos dort rigoros das Töten überzähliger Nachzuchten, wenn sich die Tiere nicht entsprechend vermitteln lassen. Die Sendung wird am 21. Februar wiederholt.

Mehr unter:
www.wdr.de

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Vegan-Buddys: Neues Projekt gestartet

Immer mehr Menschen interessieren sich für die vegane Lebenweise. Doch wie ernährt man sich ohne Eier, Milch und Fleisch im Alltag? Worauf gilt es beim Einkaufen und Kochen zu achten, damit die Umstellung auf eine gesunde vegane Ernährung gelingt und auch Spaß macht? Rat gibt es im Internet. Auf www.veganbuddy.de bieten erfahrene Veganerinnen und Veganer ihre Hilfe an. Zum Beispiel für eine gemeinsame Entdeckungsreise durch den Supermarkt vor Ort. Der zentrale bundesweite Helferpool ist ein Projekt des Mitgliedsvereins des Bundesverbandes  "die Tierfreunde e.V.".

Mehr dazu und wie man selbst ein "Vegan-Buddy" werden kann unter:
www.veganbuddy.de

Interessiert an veganen Rezepten? Besuchen Sie sie vegane Webseite des Bundesverbandes unter: www.culinaria-vegan.de
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Termine: Tierschutzdiskussion, Meatout, Vegan Brunch und Anti-Pelz-Demo

19. Februar 2011: Diskussionsveranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen "Wie können wir Tiere in Rheinland-Pfalz besser schützen?" in Ludwigshafen
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

18. - 20. März: MEATOUT 2011
Internationale Kampagne für den Start ins fleischfreie Leben
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

20. März 2011 Vegan-Brunch Saarbrücken
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

Samstag, 26. März: Demo gegen die Pelzindustrie in Frankfurt
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

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