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Newsletter Tierrechte Nr. 03/15 vom 27.02.2015

27.02.2015

Inhalt:

  • Tierschutz-Verbandsklage: Warum wir das Klagerecht in Sachsen-Anhalt brauchen
  • Fleischproduktion erreicht Höchststand
  • Kükentötung: Agrarminister plant schnellen Ausstieg
  • Baden-Württemberg will tierversuchsfreie Verfahren fördern
  • Tierversuchsfrei: Neue Zellbank zum Studium psychiatrischer Erkrankungen
  • Konferenz: Linkspartei nähert sich dem Thema Tierrechte
  • Vegan: Größte US-Krankenkasse gibt Empfehlung raus
  • EU: Straßentiere sollen als Wildtiere definiert werden
  • Zum Nachsehen: Tierschutzthemen
  • Los Veganeros: Kinostart für "vegane" Actionkomödie
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Tierschutz-Verbandsklage: Warum wir das Klagerecht in Sachsen-Anhalt brauchen

In Kürze wird in Sachsen-Anhalt über den Gesetzentwurf der Linken zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage abgestimmt. In den Debatten und in ihren Wahlaussagen haben sich Die Linke und B90/Die Grünen für die Tierschutz-Verbandsklage ausgesprochen, ebenso die Regierungsfraktion der SPD. Die CDU spricht sich jedoch gegen das Klagerecht aus. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um der SPD zu sagen "halte Wort" und der CDU "unterstütze die Tierschutz-Verbandsklage". Aus diesem Grund haben wir die Online-Aktion "Der Fall Straathof zeigt: Wir brauchen die Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt" gestartet. Falls noch nicht geschehen – bitte machen Sie mit!

Um die Notwendigkeit der Tierschutz-Verbandsklage zu unterstreichen, stellen wir Ihnen heute ein weiteres Beispiel vor. Lesen Sie mehr von einer gewerblich betriebenen Hundezucht, gegen die das zuständige Veterinäramt nicht entschlossen vorging, obwohl katastrophale und eindeutig tierschutzwidrige Zustände herrschten unter: www.tierrechte.de

Bitte machen Sie bei unserer Online-Aktion für die Tierschutz-Verbandsklage mit.  Wenn Sie die Aktion unterzeichnet haben, vergessen Sie bitte nicht, den Bestätigungslink per Mausklick zu aktivieren. Vielen Dank!
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Fleischproduktion erreicht Höchststand

Ungeachtet des Trends zu einer vegetarischen und veganen Ernährung und der verbreiteten Kritik an der tierquälerischen Intensivtierhaltung hat die Fleischerzeugung in Deutschland im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. In Deutschland wurde im vergangenen Jahr mit 8,2 Millionen Tonnen eine so große Menge Fleisch produziert wie nie zuvor. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Besonders beim Geflügel gab es Steigerungen von 4,8 Prozent (695.000 Tonnen) auf 1,5 Millionen Tonnen. Da das Statistische Bundesamt in den Vorjahren einen leicht sinkenden Fleischverzehr der Deutschen gemeldet hatte, ist es wahrscheinlich, dass eine Erhöhung des Exports hinter der Steigerung steckt.

Hier lesen Sie mehr:
www.spiegel.de
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Kükentötung: Agrarminister plant schnellen Ausstieg

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 50 Millionen männliche Eintagsküken direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast. Sie können keine Eier legen – und sind damit für Geflügelzüchter nutzlos. Als erstes Bundesland hatte NRW dieses Vorgehen 2013 als tierschutzwidrig per Erlass verboten und den Brütereien eine Übergangsfrist bis Anfang 2015 eingeräumt. Allerdings hatte das Verwaltungsgericht Minden in seinen Urteilen vom 30. Januar 2015 NRW untersagt, das Töten von Eintagsküken per Erlass zu verbieten. Wie das Gericht mitteilte, hätte der Bundesgesetzgeber im Tierschutzgesetz keine Ermächtigungsgrundlage für einen solchen Erlass geschaffen. NRW Umweltminister Johannes Remmel kritisierte das Urteil scharf und kündigte Berufung an. Den Bund forderte er auf, das Tierschutzgesetz zu ändern. Jetzt kündigte Bundesagrarminister Christian Schmidt "einen realistischen Zeitplan zum Ausstieg aus der Kükentötung noch vor Ostern" an. Menschen für Tierrechte wertet die Entscheidung als eine Leiden lindernde Sofortmaßnahme auf dem Weg des Ausstiegs aus der Tierausbeutung. Nach langen Jahren apathischen Wegsehens scheint das Unbehagen der Gesellschaft groß genug, um diese barbarische Praxis endlich zu beenden.

Hier lesen Sie mehr:
www.topagrar.com
www.faz.net

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Baden-Württemberg fördert tierversuchsfreie Verfahren

Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will die Erforschung von tierversuchsfreien Verfahren mit 400.000 Euro jährlich fördern. Außerdem wird ein Forschungspreis über 25.000 Euro ausgelobt, teilte das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit. Ziel sei es, die Zahl der in Forschung und Lehre verwendeten Tiere so weit wie möglich zu verringern. Die Förderung tierversuchsfreier Verfahren ist im forschungsstarken Baden-Württemberg bitter nötig: Allein im Jahr 2014 wurden dort 495.300 Tiere in Tierversuchen verwendet. Allein die Interfakultäre Biomedizinische Forschungseinrichtung (IBF) aus Heidelberg stellte 50.000 Tiere für die Forschung zur Verfügung.

Mehr zu den geplanten Förderungen lesen Sie unter:
www.swr.de

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Tierversuchsfrei: Neue Zellbank zum Studium psychiatrischer Erkrankungen

Die amerikanische New York Stem Cell Foundation (NYSCF), das Stanley Center for Psychiatrie Research am Broad Institute, das Massachusetts Institute of Technology und die Havard-Universität wollen eine Stammzellressource schaffen, mit der psychiatrische Erkrankungen erforscht werden können.  Zu diesem Zweck  wollen sie so genannte induzierte pluripotente Stammzelllinien (iPS) erzeugen, die von Patientenproben stammen, die an Schizophrenie und anderen ernsthaften Erkrankungen leiden. Die zunehmende Verbreitung von Forschungen mit iPS-Zellen bestätigt deren Brauchbarkeit und könnte bald z. B. die sogenannten Schizophrenie-Tiermodelle mit Mäusen ablösen.

Mehr Infos unter:
www.invitrojobs.de

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Konferenz: Linkspartei nähert sich dem Thema Tierrechte

Unter dem Motto „Tiere sind keine Ware!“ veranstalteten die hessische Landtagsfraktion sowie die Bundestagsfraktion von DIE LINKE gemeinsam am 21. Februar eine Konferenz zum Thema Tierrechte im hessischen Landtag. Auch der Bundesverband nahm an der Konferenz teil. In fünf Workshops und anschließenden Diskussionen wurde auf den unterschiedlichen Ebenen aufgezeigt, wie die massenhafte Verwertung von Tieren stattfindet, wo die Ursachen liegen, welche unterschiedlichen Veränderungsperspektiven es gibt und mit welchen Maßnahmen und Strategien diese Entwicklung gestoppt werden könnte.

Hier lesen Sie mehr zu der Konferenz:
www.neues-deutschland.de
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Vegan: Größte US-Krankenkasse gibt Empfehlung raus

Die größte US-amerikanische Krankenversicherung "Kaiser Permanente" empfiehlt zur Prävention von Erkrankungen und Verbesserung der Lebensqualität von Patienten ausdrücklich eine vegane Ernährung. Aufgrund der deutlichen gesundheitlichen Vorteile sollten laut Kaiser Permanente auch Ärzte erwägen, allen Patienten eine pflanzliche Ernährung anzuraten. Diese könnten dadurch vielfach profitieren. Besonders vorteilhaft sei eine vegane Ernährung besonders für Patienten mit Übergewicht, Diabetes mellitus II, Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Hier lesen Sie mehr:
www.vegan.at
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EU: Straßentiere sollen als Wildtiere definiert werden

Straßentiere sollen im neuen EU-Tiergesundheitsgesetz als Wildtiere definiert werden. Die EU-Kommission will einen Artikel im Tiergesundheitsgesetz einführen, der domestizierte Streunertiere künftig als Wildtiere qualifiziert. Damit würde das Schutzniveau für freilaufende Haustiere in Europa herabgesetzt. Das Gesetz könnte eine Grundlage für die Ausrottung von Streunern bilden, befürchten Verantwortliche der Luxemburger Tierschutzorganisation "Occupy for Animals". Es wäre dann relativ einfach, streunende und freilaufende Tiere in der EU zum Beispiel im Zuge der Jagd zu erschießen, wie bereits in der Vergangenheit von verschiedenen Mitgliedstaaten vorgeschlagen. Die Tötung ist keinesfalls eine Lösung. Unter dem Motto „Kastrieren statt Töten“ wurden in den letzten Jahren tausende Hunde und Katzen in Süd- und Osteuropa durch internationale Tierschutzorganisationen medizinisch versorgt und geimpft. Anlässlich der letzten EU-Wahl forderte Menschen für Tierrechte flächendeckende Kastrationsprogramme und die Einführung eines EU-einheitlichen Schutzniveaus für Heimtiere.

Hier lesen Sie mehr:
www.tageblatt.lu
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Zum Nachsehen: Tierschutzthemen

Killer-Keime: Gefahr aus dem Tierstall. Ein interessanter Beitrag auf Arte zur Entwicklung multiresistenter Keime unter: www.arte.tv
Lesen Sie dazu auch den Artikel: "Niedersachsen will Antibiotikaeinsatz bei Tieren halbieren".

Das blutige Geschäft mit dem Pelz. Ein Beitrag von Planet Wissen unter: www1.wdr.de

Stumme Schreie: Neue und wichtige Erkenntnisse zum Schmerzempfinden bei Fischen unter: www1.wdr.de

Vegan: Von Menschen und anderen Tieren. Eine Dokumentation über Verganerinnen und Veganer in der Schweiz unter: www.3sat.de

Schweine für den Müllcontainer. Warum es zu viel Fleisch gibt. Eine Dokumentation unter: www.3sat.de

Der Dokumentarfilm: "Carne vale – Fleisch, lebe wohl!" porträtiert Menschen in deren Leben das Verhältnis zu Tieren und der Umgang von Mensch und Tier eine wichtige Rolle spielt unter: www.youtube.com

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Los Veganeros: Kinostart für "vegane" Actionkomödie

Ein Kinofilm als veganes Statement: "Los Veganeros" läuft ab 20. März in mehr als 80 deutschen Städten. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat den Film erst für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben, "weil er Originalaufnahmen aus Mastbetrieben zeigt", sagt Drehbuchautor Oppermann. Dabei zeigen die Szenen einfach die Realität.

Mehr zum Film unter:
www.losveganeros.de
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter: www.stopvivisection.net

Kampagne für tierversuchsfreie Kosmetik weltweit: www.crueltyfreeinternational.org

Petition: Qualschlachtungen stoppen unter: www.albert-schweitzer-stiftung.de

Unterschriftenaktion: Keine Gülle ins Trinkwasser unter: www.campact.de

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Termine: Demos & Co.
27. Februar bis 1. März 2015: VeggieWorld in Wiesbaden
Samstag, 25. April 2015: Großdemo in Berlin zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
6. und 7. März: 2015: Aktionstage gegen den Pelzhandel
18. März 2015: Anti-Jagd-Demo in Düsseldorf
Samstag, 18. April 2105: Aktionstag gegen Tierversuche in Düsseldorf
Samstag, 25. April 2015: Großdemo in Berlin zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche
Samstag, 25. April 2015: Veganes Frühlingsfest im Tierheim Düsseldorf
Samstag, 25. April 2015: Schöpfungsoratorium: Mit allen Augen in Düsseldorf

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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