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Newsletter Tierrechte Nr. 03/14 vom 14.02.2014

14.02.2014

Inhalt:

  • Verkehrte Ethik: Kreiters Hirnforschung an Affen soll rechtens sein
  • Rheinland-Pfalz zeichnet Forschergruppe der BASF für tierversuchsfreie Teststrategien aus
  • Erfreulich: Auch das Saarland hat jetzt einen Tierschutzbeauftragten
  • Weitere Nachrichten & Infos
  • Stadttauben: Taubenkalender 2014/2015
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Verkehrte Ethik: Kreiters Hirnforschung an Affen soll rechtens sein

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) weist am 20. Januar 2014 die Beschwerde der Hansestadt Bremen zurück und bestätigte damit das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) vom 11. Dezember 2012; dies ist jetzt rechtskräftig. Es ist unglaublich, dass die Gerichte Kreiters Affenversuche als unerlässlich bewerten.

Damit nicht genug: Beschluss und Urteil pfeifen die Genehmigungsbehörden zurück. Dies ist nach Ansicht des Bundesverbandes rechtswidrig, denn beide Gerichte kappen das eigenständige Prüfrecht der Genehmigungsbehörde. Die Behörden dürften danach lediglich die Angaben der Experimentatoren auf Logik (sog. Plausibilitätskontrolle) durchleuchten. Die EU-Tierversuchsrichtlinie will aber das eigenständige Prüfrecht der Behörden, das bestätigt auch das Rechtsgutachten der Uni Zürich, das wir gemeinsam mit 5 anderen Tierschutzorganisationen in Auftrag gegeben hatten.

Der Bundesverband setzt nun alles daran, dass das EU-Recht voll und ganz umgesetzt wird. Dazu gehört, dass die Behörde nicht nur ihr Prüfrecht zurück erhält, sondern auch durch eine Wissenszentrale unterstützt wird. Denn, wenn im Falle Kreiter die ethische Bewertung sauber erfolgt wäre, dürften diese Tierversuche niemals durchgeführt werden.
Für den Bundesverband steht unumstößlich fest: Jedes Tier hat einen eigenen Wert und ein Recht auf Unversehrtheit. Der Bundesverband verfolgt radikal die Abschaffung aller Tierversuche.

Hier können Sie sich das Rechtsgutachten herunterladen, das u.a. das eigenständige Prüfrecht der Behörden bestätigt: www.tierrechte.de

Weitere Infos unter: www.fr-online.de, www.zeit.de 

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 03.02.2014

Rheinland-Pfalz zeichnet Forschergruppe der BASF für tierversuchsfreie Teststrategien aus

Umweltministerin Ulrike Höfken hat am 4. Februar die Forschergruppe um Dr. Robert Landsiedel der BASF mit dem Tierschutz-Forschungspreis des Landes ausgezeichnet. Die Forscher entwickelten drei tierversuchsfreie Teststrategien um festzustellen, ob Chemikalien Hautreizungen, Hautallergien und Augenreizungen hervorrufen. Bundes- und Landesverband Menschen für Tierrechte würdigen die Forschungsleistung und die Preisverleihung. In ihrer Laudatio anerkannte die Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende von Menschen für Tierrechte Dr. Christiane Baumgartl-Simons die Entwicklung der tierversuchsfreien Methoden. Gleichsam wies sie darauf hin, dass die BASF zur Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte massiv Tierversuche durchführe.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

 

Der Bundesverband hat mit dem Preisträger Dr. Landsiedel ein Interview geführt. Dieses entstand anlässlich der Verleihung des Bundesforschungspreises am 02.12.2013. Rheinland-Pfalz hatte sich bereits im Februar 2013 für die Auszeichnung dieses Forscherteams entschieden. Hier können Sie das Interview lesen: www.invitrojobs.com

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Erfreulich: Auch das Saarland hat jetzt einen Tierschutzbeauftragten

Der saarländische Landtag hat am 12. Februar 2014 den Tiermediziner Dr. Hans-Friedrich Willimzik zum ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten gewählt. Die schwarz-rote Landesregierung hatte dieses Amt gemeinsam mit der Einführung der Tierschutz-Verbandsklage im Saarland bereits im Sommer 2013 beschlossen. Der Bundesverband hob bereits in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf und in seinen Pressemeldungen hervor, dass das Saarland das erste Bundesland sein wird, das über die Tierschutz-Verbandsklage und einen Tierschutzbeauftragten verfügt.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung "Saarland stimmt für Tierschutz-Verbandsklage und Tierschutzbeauftragten" vom 26. Juni 2013 unter: www.tierrechte.de

Mehr über den neuen Tierschutzbeauftragten lesen Sie hier:
www.saarbruecker-zeitung.de

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Weitere Nachrichten & Infos

Anstieg: Schlachtzahlen 2013

Nachdem es 2012 einen Rückgang der geschlachteten Tiere gab, sind die Schlachtzahlen 2013 wieder gestiegen. Insgesamt lag die Zahl der in Deutschland geschlachteten Tiere im Jahr 2013 bei 765 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,38 Prozent. Diese Steigerung basiert hauptsächlich darauf, dass 2013 rund 17,3 Mio. mehr Hühner geschlachtet wurden. Auch bei den Schweinen stiegen die Zahlen um 0,7 Prozent.

Hier finden Sie die Zahlen beim Statistischen Bundesamt:
www.destatis.de
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Kommentar: Agrarindustrie muss sich wandeln

Interessant ist der Kommentar "Die Masse, die Tiere und die Haltung" auf der Webseite des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Behauptungen des Präsidenten des deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, der kürzlich auf der Grünen Woche in Berlin mit dem Satz "Es gibt keine Massentierhaltung in Deutschland" auch in den eigenen Reihen für Kopfschütteln gesorgt hatte. Zwar verweist der Beitrag auf die emotional geführte Diskussion und die fehlenden Kriterien, dafür, was "Massentierhaltung" sei, dennoch ist das Fazit, dass die Agrarindustrie den Wandel zu einer "tiergerechteren" Haltung mitgestalten müsse.

Sie können den Kommentar hier lesen:
www.wochenblatt.com
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Jagdgesetz: Konflikte bei den Novellierungen

In mehreren Bundesländern steht derzeit eine Novellierung der Landesjagdgesetze an. Während heftig im Saarland über den Gesetzentwurf der schwarz-roten Koalition gestritten wird, geht in Nordrhein-Westfalen (NRW) der Streit schon los, bevor überhaupt ein Entwurf vorliegt. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat angekündigt, ein ökologisches Landesjagdgesetz vorzulegen. Nun wirft der Landesjagdverband Remmel vor, dass einer seiner  Abteilungsleiter sich  "vernichtend" über die Jagd geäußert hätte. Der Minister weist die Kritik zurück und sieht darin eine Kampagne der Landesjägerschaft gegen die rot-grüne Landesregierung.

Hier finden Sie mehr Infos zur Situation in NRW und dem Saarland

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Zoo: Schlachtung eines Giraffenjungen löst Ethikdiskussion aus

Die Tötung und öffentliche Verfütterung eines jungen Giraffenbullen vergangenen Sonntag im Zoo Kopenhagen hat zu einem Sturm der Entrüstung geführt. Mehr als 62.000 Menschen fordern in einer Online-Petition die Schließung des Zoos. Der Zoo begründete die Tötung mit der Gefahr der Inzucht. Die Tötung solle eine gesunde Giraffenpopulation gewährleisten. Deswegen habe der Zoo auch nicht in Betracht gezogen, das Tier an einen anderen Zoo abzugeben. So tragisch die Tötung des gesunden, jungen Tieres ist, lenkt sie doch die Aufmerksamkeit auf das grundsätzliche Problem der "überschüssigen" Nachzuchten in Zoos. Denn die Zoos züchten bewusst, da die niedlichen Jungtiere Publikumsmagneten sind. Doch sobald die Tiere erwachsen werden, ist in den elterlichen Gehegen zumeist kein Platz mehr. Als Konsequenz werden die Tiere getötet, abgegeben oder an dubiose Tierhändler verkauft. Die deutschen Zoodirektoren machten in ihren Reaktionen auf die Vorgänge in Dänemark auch keinen Hehl daraus, dass die Tötung von Jungtieren auch in Deutschland gängige Praxis ist – allerdings erfolgt sie hier im Stillen. Für die Leiterin der Group for Society & Animals Studies (GSA) an der Hamburger Universität, Birgit Pfau-Effinger ist die  Empörung aber auch ein Indiz für einen gesellschaftlichen Wandel. Die massenhafte Tötung von Tieren zur Gewinnung von Fleisch passe nicht mehr zu unserem kulturellen Leitbild. Die Bereitschaft zur Empathie sei gestiegen und die Behandlung von Tieren würde sich zunehmend am Maßstab des Umgangs mit Menschen ausrichten.

Mehr Infos zum Thema unter:
www.zeit.de , www.rp-online.de und www.spiegel.de
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TV-Tipps: Tierrechte, Katzenkastration und Pelz

Brauchen Tiere Menschenrechte? Die Sendung "Planet Wissen" können Sie hier nachsehen: www.planet-wissen.de

Die NDR Reportage "Katzen-Alarm! - Invasion der Streuner" können Sie hier hier online ansehen: www.ardmediathek.de

Die 3-sat Sendung nano "Marderhunde leiden für unsere Kleider" können Sie hier abrufen: www.3sat.de

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Wirtschaft entdeckt den Veganer

Dass die Lebensmittelindustrie die Veganer mittlerweile als Zielgruppe entdeckt hat, zeigt sich in den steigenden Umsätzen veganer Produkte. Der Umsatz habe sich von 2011 mit 194 Millionen Euro auf 232 Millionen Euro im Jahr 2012 gesteigert, dies entspricht einem Plus von fast einem Fünftel. Auch die zunehmende Verbreitung von veganen Produkten in herkömmlichen Supermärkten sei ein Indiz dafür, dass die vegane Lebensweise kein Schattendasein mehr friste, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei.

Mehr dazu unter:
www.fr-online.de

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Stadttauben: Taubenkalender 2014/2015

Der Tierschutzverein Erlangen und Umgebung e.V. praktiziert seit 1995 erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Stadt das Taubenschlag-Konzept. Die engagierten Tierschützer haben erstmalig einen schönen Kalender mit Taubenzeichnungen (Bleistift, Tusche, Aquarell), Informationen und auch Gedichten herausgegeben - und dies gleich für zwei Jahre.  Er kostet 8,50 € plus Porto und kann über Vorstandsmitglied Margrit Vollertsen-Diewerge (sie wurde übrigens 2011 mit dem Bayerischen Tierschutzpreis ausgezeichnet) bezogen werden, Kontakt: eMail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Ja! zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt unter: www.tierrechte.de

Online-Petition: Kompetenzzentrum statt Tierversuche unter: www.tierrechte.de

Email-Aktion gegen grausame Tierversuche auf Mauritius unter: www.tierrechte.de

Bundestagspetition für eine Kennzeichnungspflicht (u.a. Haltung) für Fleisch und Fleischprodukte unter: epetitionen.bundestag.de

Bundestagspetition für eine Kennzeichnungspflicht von Echtpelz unter: epetitionen.bundestag.de

Affentransporte: Aktionen und News der Air France-Kampagne unter:
www.stopvivisection.net

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 15. Februar 2014: Mahnwache "Stoppt Affenqual in Tübingen"
Dienstag, 18. Februar 2014: Filmvorführung "Stop Circus Suffering" in Halle (Saale)
Freitag, 28. Februar 2014: Demo „Freiheit für die Delfine und Wale von Taiji“ in Düsseldorf
Samstag, 08. März 2014: Demo YES!WE CARE! Protect the Romanian strays! in Bochum
Samstag, 22. März 2014: Demo gegen die Messe "Reiten, Jagen, Fischen" in  Erfurt
Samstag, 12. April 2014: Frankfurt pelzfrei
Samstag, 12. April 2014: Vegan Spring - Das Frühlingsfest

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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