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Newsletter Tierrechte Nr. 03/12 vom 10.02.2012

10.02.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung: Lungenzellen testen giftige Gase
  • Tierverbrauch im Studium: Aachen stoppt Übungen an Schweinen
  • Guter Start: Tierkörper-Spendenprogramm
  • Aktuelles zur Tierschutz-Verbandsklage
  • Mastanlagen: Aigner lehnt notwendige Gesetzesnovelle ab
  • Gesundheitsgefahr industrielle Landwirtschaft
  • Pelztiere: Betreiber ignorieren Verordnung
  • Fortschritt: Griechenland verbietet Wildtiere in Zirkussen
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos & Co.

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 09.02.2012

Lungenzellen testen giftige Gase - Menschen für Tierrechte stellen tierversuchsfreie Forschungen vor

www.InVitroJobs.com, das Wissenschaftsportal des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, informiert in seiner Reihe „Arbeitsgruppe im Portrait“ über innovative Forschungen, die Tierversuche ablösen können. Heute steht das Unternehmen Cultex Laboratories im Fokus, das eine Methode zur Testung giftiger Gase an menschlichen Lungenzellen entwickelt hat.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung: www.tierrechte.de

Interesse an regelmäßigen Informationen aus der tierversuchsfreien Forschung? Hier können Sie den aktuellen InVitroJobs-Newsletter lesen und sich bei Interesse (rechts oben) für den wissenschaftlichen Newsletter anmelden: www.invitrojobs.de

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Tierverbrauch im Studium: Aachen stoppt Übungen an Schweinen

Nach Ulm stoppt nun auch die RWTH Aachen OP-Übungen an lebenden Schweinen. Obwohl mittlerweile fast alle Universitäten Chirurgen an Alternativen ausbilden, hielten vereinzelte Institute der Humanmedizin weiter an Praktika fest, in denen Studierende lebende Schweinen operierten, die danach getötet wurden. Nachdem die Uni Ulm nach Protesten durch verschiedene Tierschutzorganisationen bereits 2011 einlenkte, stoppte im Januar 2012 nun auch die RWTH Aachen als Schlusslicht diese Praktika.

Mit zu dieser postiven Entwicklung beigetragen hat das im April 2011 veröffentlichte Ethik-Hochschulranking des Bundesverbandes, für das alle biologischen, medizinischen sowie veterinärmedizinischen Fakultäten in Deutschland befragt wurden. Die Umfrage schaffte erstmals Transparenz, welche Tiere für die Ausbildung im Grundstudium eingesetzt werden und ob eine Ausbildung an Alternativen möglich ist.

Weitere Infos zur Beendigung der OP-Übrungen an Schweinen unter:
www.satis-tierrechte.de

Weitere Infos zum Ethik-Hochschulranking unter:
www.satis-tierrechte.de

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Guter Start: Tierkörper-Spendenprogramm

Ein verstorbenes Haustier kann Leben retten – wenn der Besitzer es nach seinem Tod für das Studium angehender Biologen und Tierärzte zur Verfügung stellt. Bislang werden meist gesunde Tiere extra getötet, um deren Anatomie sowie chirurgische Techniken zu lernen. Das will der Bundesverband beenden und ruft zur Umsetzung eines Spendertier-Programmes auf. Nach der Veröffentlichung eines neuen Leitfadens wandte sich der Bundesverband nun mit einem Schreiben an über 200 Dozenten und Tierschutzbeauftragte der Fachbereiche Biologie, Veterinär- und Humanmedizin in Deutschland. Die Reaktionen sind ermutigend: Mehrere Universitäten zeigten sich interessiert und hielten das Programm für sehr unterstützenswert. Bitte unterstützen auch Sie das Spendenprogramm und treten Sie an Ihre Universität heran. Auf der SATIS-Webseite stellen wir die nötigen Infomaterialien zur Verfügung.

Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de
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Aktuelles zur Tierschutz-Verbandsklage

Voraussichtlich im März wird der Umweltausschuss in NRW über den Regierungsentwurf zur Verbandsklage abstimmen. Mit der Schlussabstimmung ist frühestens Ende März bzw. April zu rechnen. In Hessen wird am 16. Februar eine Anhörung vor dem Umweltausschuss stattfinden, zu der auch der Bundesverband als Sachverständiger vor Ort geladen ist.

Interessierte Bürger können die Anhörung im Hessischen Landtag mitverfolgen. Die Anmeldung sowie die Gesetzentwürfe der SPD-Fraktion sowie der Grünen finden Sie unter: ww.hessischer-landtag.de
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Mastanlagen: Aigner lehnt Gesetzesnovelle ab

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner lehnte Ende Januar eine Gesetzesnovelle des Bauministeriums ab, die die Auswüchse der boomenden Intensivtierhaltung beschränken sollte. Die neuen Regelungen hätten es Kommunen ermöglicht, den Bau neuer Mastanlagen zu verbieten bzw. den Betreibern höhere Auflagen zu machen. Die Abschaffung der baurechtlichen Privilegierung industrieller Großställe ist mehr als überfällig. Derzeit enstehen 900 neue Anlagen für 36 Millionen Hühner. Neben dem unbeschreiblichen Tierleid fühlen sich Kommunen und Bürger in manchen Regionen von der Entwicklung regelrecht bedroht und setzen sich zunehmend zur Wehr.

Mehr Infos unter: www.spiegel.de

Die Organsiationen "Campact" und "Rettet den Regenwald e.V." haben Online-Protest-Aktionen gestartet. Bitte machen Sie mit unter:
www.campact.de
www.regenwald.org

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Gesundheitsgefahr industrielle Landwirtschaft

Es wird immer offenbarer, dass die fortschreitende Industrialisierung des Agrarsektors nicht nur unvorstellbares Tierleid erzeugt, neben den komplexen globalen Auswirkungen, wird sie auch zunehmend zu einem ernsthaften Gesundheitsproblem für die Bevölkerung. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) zum Antibiotika-Einsatz in der Hühnermast belegt, dass fast jedes Huhn während der Mast mit Antibiotika behandelt wird. Untersuchungen der Umweltorganisation BUND ergaben, dass mehr als die Hälfte aller untersuchten Hühnerfleisch-Proben aus Supermärkten Krankheitserreger enthalten, die gegen etliche Antibiotika resistent sind. Diese multiresistenten Keime gelten unter Fachleuten als eine der größten Gefahren der modernen Medizin.

Eine weitere Untersuchung des BUND zeigte jetzt, dass über die Abluft von Intensivtierhaltungen die gefährlichen Keime in die Umwelt gelangen können. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München belegte, dass 22 % der Landwirte multiresistenten Keime in oder auf sich tragen. Die meisten dieser Landwirte arbeiten in der industriellen Schweinemast.

Das ZDF-Magazin Frontal 21 berichtete Ende Januar über eine neue rätselhafte Seuche, dem chronsicher Botulismus, dem derzeit Tausende von Kühen zum Opfer fallen. Auch diese Krankheit ist auf den Menschen übertragbar.  Zwar geht es bei allen diesen Beiträgen  – wie so oft – nur um den Verbraucherschutz und nicht um das Leid der Tiere. Dennoch zeigen sie überdeutlich, dass die  fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft ein gefährlicher Irrweg ist.

Dem Verbraucher empfiehlt der Bundesverband eine Ernährung ohne Tierprodukte, denn nur diese ist ohne das Leid von Tieren erzeugt. Praktische Unterstützung bietet unser Verband durch sein Rezept- und Informationsportal an unter:
www.culinaria-vegan.de

Hier können Sie die ausführliche ZDF-Dokumentation "Tödliche Keime aus der Massentierhaltung" ansehen: ww.zdf.de

Weitere Informationen unter: www.spiegel.de

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Pelztiere: Betreiber ignorieren Verordnung

2006 wurden in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung Anforderungen für das Halten von "Pelztieren" festgelegt. Im Dezember 2011 trat die zweite Stufe der Verordnung in Kraft. Demnach müssen die Betreiber von Nerzfarmen z. B. einen Quadratmeter Grundfläche für jedes ausgewachsene Tier sowie für jedes Jungtier nach dem Absetzen zur Verfügung stellen. Diese kleinen Verbesserungen lindern das Leid der bewegungsfreudigen Tiere zwar nur wenig, entscheidend ist, dass die höheren Haltungsanforderungen die Pelzgewinnung hierzulande unrentabel machen.

Mache Pelztierfarmen, wie die Nerzfarm in Aachen-Orsbach, wurden schon geschlossen. Eine Nerzfarm in Nettetal (NRW) mußte nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf geschlossen werden. Das ZDF-Magazin WISO berichtete diese Woche über mehrere Betriebe, die sich  jedoch nicht an die neue Verordnung halten. Die Tiere werden weiterhin in den kleinen – jetzt illegalen – Gitterkästen gehalten. Die Behörden müssen alle Farmen überpüfen und sie bei Verstößen konsequent schließen.

Hier können Sie den Beitrag der ZDF-Sendung WISO ansehen:
www.zdf.de

Die "Albert Schweitzer Stiftung" hat gerade eine Online-Petition gegen den Pelzverkauf beim Versandhaus Bader gestartet. Bitte machen Sie mit unter: albert-schweitzer-stiftung.de

Weitere Infos sowie Infomaterial zum Thema Pelz unter: ww.tierrechte.de
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Fortschritt: Griechenland verbietet Wildtiere in Zirkussen

Griechenland hat in seinem neuen Tierschutzgesetz ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen verankert und ist damit neben Österreich Vorreiter in Europa. Ein Armutzeugnis für Deutschland, wo die Bundesregierung seit Jahren ein Haltungverbot von Wildtieren im Zirkus blockiert. Erst am  25. November 2011 hatte der Bundesrat die Regierung erneut aufgefordert, ein entsprechendes verbot zu erlassen – bisher ohne Erfolg. Der Bundesverband wird sich dennoch weiter für ein konsequentes Haltungsverbot einsetzen.
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Hier kommen Sie zur Online-Petition und zum Download der Unterschriftenliste:
www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen:www.clonefreefood.eu

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Termine: Demos & Co.

Samstag, 11. Februar: Demo gegen die Tötung von Straßentieren in der Ukraine
Sonntag, 12. Februar: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Montag, 27. Februar: Vegan-Stammtisch in Aachen
Freitag, 24. Februar: VeggieWorld in Wiesbaden
Sonntag, 11. März: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Montag, 19. März: Vegan-Stammtisch in Aachen
Samstag, 24. März 2012: Demonstration gegen Zoophilie in Köln
Samstag, 24. März 2012: Demo gegen "Reiten - Jagen - Fischen" in Erfurt

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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