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Newsletter Tierrechte Nr. 02/18 vom 19.01.2018

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Inhalt

  • Grüne Woche in Berlin: Wir brauchen einen Systemwechsel
  • Das Sondierungspapier: Hausmannskost statt Kraftpaket
  • NRW: 200.000 Euro mehr für tierversuchsfreie Verfahren
  • Schweinepest: Wildschweine als Sündenbock
  • Norwegen schließt Fuchs- und Nerzfarmen
  • Veranstaltung Verbandsklage
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn der Grünen Woche in Berlin möchten wir Ihren Fokus auf die bio-vegane Landwirtschaft lenken, denn die existentielle Krise der konventionellen Landwirtschaft erfordert einen grundsätzlichen Systemwechsel. Während die konventionelle Landwirtschaft massives Tierleid verursacht, Umweltzerstörung und Klimawandel vorantreibt und die Entstehung multiresistenter Keime fördert, kommt die umweltschonende und nachhaltige bio-vegane Landwirtschaft ohne die Ausbeutung von Tier und Umwelt aus

Seit Ende letzten Jahres existiert eine Zertifizierung für den veganen Landbau, die gleichwertig mit der EU-Bio-Zertifizierung ist. Seitdem können sich bio-vegan arbeitende Betriebe mit dem Gütesiegel »aus biozyklisch-veganem Anbau« zertifizieren lassen. Von der nächsten Bundesregierung erwarten Menschen für Tierrechte endlich wirksame Fördermaßnahmen für die zukunftsfähige bio-vegane Landwirtschaft. Unsere ausführliche Pressemeldung zum Thema finden sie hier.


schwein-NLDas Sondierungspapier: Hausmannskost statt Kraftpaket

Am 12 Januar. haben CDU/CSU und SPD ihre Sondierungsergebnisse auf 28 Seiten veröffentlicht. Das Ergebnis ist, gelinde gesagt ernüchternd, denn das Papier macht für den Tierschutz keinen Aufschlag.

Erwähnt werden die Tiere nur im einseitigen Kapitel zur Landwirtschaft. Auch hier wird klar, ein Systemwandel steht nicht auf dem Plan. Es sollen lediglich die gröbsten Verstöße gegen geltendes Tierschutzrecht abgestellt werden. Zu Tierversuchen schweigt das Werk komplett.
Hier lesen Sie mehr.


NRW: 200.000 Euro mehr für tierversuchsfreie Verfahren

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat vergangenen Mittwoch bei der Verabschiedung des Landeshaushalts 2018 beschlossen, das Centrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch (CERST) in diesem Jahr mit 500.000 Euro zu fördern und damit den Etat von 300.000€ um 200.000€ erhöht.

Ziel ist auch, das Centrum, welches derzeit noch als Projekt am Institut für Umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf angesiedelt ist, in ein landeseigenes Institut zu überführen. Der Bundesverband hatte seit 2007 für die Einrichtung eines solchen Instituts gekämpft. Lesen Sie mehr in unserer Pressemeldung.


Schweinepest: Wildschweine als Sündenbockwildschwein

Die Angst vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) treibt derzeit seltsame Blüten. Der Bauernverband hat das Wildschwein als Hauptüberträger ausgemacht und bläst zur Wildschweinjagd. Der Lobbyverband fordert 70 Prozent der Schwarzkittel zu töten. Die Bundesländer kippen alarmiert bisherige Regelungen und heben die Schonzeiten für Wildschweine auf – mit furchtbaren Folgen für die Tiere. So dürfen nun sogar hochträchtige Bachen und deren Frischlinge bejagt werden. Verfehlte Saugferkel müssen elendig verhungern. Dabei stellen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) fest, dass die Jagd auf die Tiere die Verbreitung der Infektion nicht aufhalten, sondern sogar beschleunige. Die Wildschweine sind nicht die Ursache, sondern ein willkommener Sündenbock. Der Mensch schleppt das Virus selbst in den Schweinestall. Eine Sofortmaßnahme wäre ein Import-Stopp für tierische Produkte aus betroffenen Regionen. Eine wirkliche Lösung kann jedoch nur ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft sein. Denn die tierquälerischen Bedingungen der industriellen Tierhaltung sind ein idealer Nährboden für Seuchen wie ASP, BSE, SARS oder Vogelgrippe. >> mehr


Norwegen schließt Fuchs- und Nerzfarmen

Norwegen wird seine rund 200 Fuchs- und Nerz-Pelzfarmen bis 2025 schließen. Das bedeutet ein Ende für das Leid von Hunderttausenden Tieren. Norwegen war einst der weltweit größte Pelzlieferant und es wichtig, dass das Land nicht an solch traurigen Rekorden festhalten möchte. Heute dominiert China deutlich den Markt von Fuchs- und Nerzpelzen. Einen Artikel dazu finden Sie hier.


Auftaktveranstaltung: Tierschutz-Verbandsklage für Berlin

Gestern fand im Berliner Abgeordnetenhaus ein Fachaustausch zur Ausgestaltung des zukünftigen Tierschutz-Verbandsklagegesetzes statt. Initiator war der Berliner Abgeordnete Dr. Michael Efler, Tierschutzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke. Dabei konnten Erfahrungen aus anderen Bundesländern, insbesondere aus NRW, eingebracht werden. NRW hat 2013 die Mitwirkungs- und Klagerechte im Tierschutz eingeführt. Berlin kann von den Erfahrungen aus mittlerweile acht Bundesländern mit Klagerecht profitieren. Ein Gesetzentwurf liegt noch nicht vor.

An der Stelle sei daran erinnert, dass der rot-rot-grüne Senat, der seit 2016 in Berlin regiert, ein strammes Tierschutzprogramm im Koalitionsvertrag vereinbart hat, an dem sich die zukünftige Bundesregierung sehr gut orientieren könnte. Berlin will beispielsweise zur Hauptstadt für die Erforschung tierversuchsfreier Verfahren werden. Das Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD hat diesen wichtigen Bereich komplett unter den Tisch fallen lassen. Ein absolutes NoGo! Mehr zur Veranstaltung finden Sie hier.


Termine


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Fax 0211 - 22 08 56 49
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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath (früher Aachen) sind über 60 Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der "Nutztier"-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das "Ersatzverfahren des Jahres" sowie das "Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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