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Newsletter Tierrechte Nr. 02/15 vom 30.01.2015

30.1.2015

Inhalt:

  • Unsere Online-Aktion: JA zur Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt
  • Tierversuchsfrei: Mit Computermethoden erfolgreich gegen Umweltbelastung
  • Max-Planck-Institut in Tübingen: Staatsanwaltschaft ermittelt
  • Israelische Zucht geschlossen: 1.300 Affen bleibt Tortur im Tierversuchslabor erspart
  • Fünf Tierrechtsorganisationen fordern neues Gesetz für Hummer
  • Luxemburg unterbindet die Fuchsjagd
  • Multiresistente Keime auf neun von zehn Putenfleisch-Proben
  • Termine: Demos & Co.

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Unsere Online-Aktion: Ja zur Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt

Tatort Schweinemastanlage Woestmann GmbH Co KG, Teutschenthal (Saalekreis Sachsen-Anhalt)
Nach dem ungeheuerlichen Fall Adrianus Straathof zeigt auch dieser zweite Fall: Wir brauchen die Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt!
In der Nacht zu Sonntag, dem 22. Juni 2014 brach in Gebäuden der Teutschenthaler Schweinemastanlage ein Großbrand aus. 2.400 Schweine, darunter 1.000 Ferkel, starben qualvoll in den Flammen. Polizei und mehr als 70 Feuerwehrleute konnten den Tieren nicht helfen. Das Dach stürzte ein und begrub die Tiere unter sich. Die Tierschutz-Verbandsklage hätte dies verhindern können.
Laut Bauordnungen der Länder müssen bauliche Anlagen so beschaffen sein, dass eine Rettung von Menschen und Tieren möglich ist. Wenn es die Tierschutz-Verbandsklage in Sachsen-Anhalt schon gegeben hätte, hätten die Tierschutzorganisationen schon vor der Erteilung der Stall-Baugenehmigungen ihre Tierschutzeinwände vorbringen und bei Nichterfüllung vor Gericht klagen können. Bei Stall-Altbauten hätten die anerkannten Vereine das Veterinäramt aufgefordert, den Einbau der vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen in die Stallanlage durchzusetzen. Anderenfalls hätten die Tierschutzorganisationen gegen die Untätigkeit der Behörden vor Gericht klagen können.
Unterstützen Sie unsere Online-Aktion. Herzlichen Dank. Wenn Sie die Aktion unterzeichnet haben, vergessen Sie bitte nicht, den Bestätigungslink per Mausklick zu aktivieren.

Hier geht es zu unserer Online-Aktion:
www.tierrechte.de
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Tierversuchsfrei: Mit Computermethoden erfolgreich gegen Umweltbelastung

In Deutschland werden alljährlich gut 10.000 Tonnen Arzneimittel mit potentieller Umweltgefährdung zur medikamentösen Behandlung von Mensch und Tieren eingesetzt. Die Abbauprodukte der Medikamente werden über Urin und Stuhl ausgeschieden und gelangen mit dem Abwasser über die Kläranlagen in Böden und Gewässer und belasten die Umwelt sowie die Gesundheit von Mensch und Tieren.
Eine effiziente tierversuchsfreie Strategie zur Verminderung der gefährlichen Rückstände in Gewässern wird derzeit von Prof. Dr. Klaus Kümmerer von der Leuphana Universität Lüneburg entwickelt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt jetzt Forschung und Team von Professor Kümmerer in seinem Wissenschaftsportal „Invitrojobs“ vor. In der aktuellen „Arbeitsgruppe im Portrait“ erfährt der Leser, wie mit modernen, Computer-basierten Methoden Arzneimittel und Chemikalien ohne Tierversuche so konstruiert werden können, dass sie das empfindliche Ökosystem nicht schädigen.

Ausführliche Informationen, inklusive eines Interviews mit Prof. Dr. Klaus Kümmerer:
www.invitrojobs.com
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Max-Planck-Institut in Tübingen: Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat nach massiver Kritik an Affenversuchen das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen durchsuchen lassen. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass es bei den Versuchen zu zwei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gekommen sei, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am 29. Januar 2015 mit. Grund dafür seien mehrere Strafanzeigen sowie die bisherigen Ermittlungen der Behörden.
Zum Hintergrund: Dr. Eisenhart von Loeper, langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied unseres Bundesverbandes, hatte im Auftrag der Ärzte gegen Tierversuche, der Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz und der Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg bei der Staatsanwaltschaft Tübingen Strafanzeige gegen Forscher des Max-Planck-Instituts in Tübingen eingereicht, weil die Durstqualen und massiven Bewegungseinschränkungen, welche die Affen in den Experimenten erleiden, einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und den Straftatbestand der fortgesetzten Tierquälerei erfüllen.

Hier lesen Sie mehr:
www.zeit.de

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Israelische Zucht geschlossen: 1.300 Affen bleibt Tortur im Tierversuchslabor erspart

Die Zucht- und Exporteinrichtung Mazor der Firma BFC in Israel muss ihre Tore schließen und 1.300 für Versuchszwecke vorgesehene Affen freigeben. Ein israelischer Multimillionär, der auch eine Katzen- und Hundeauffangstation gegründet hat, hat dem Betreiber der Affenzucht die Tiere für zwei Millionen Dollar abgekauft. Die Bewegung „Shut Down Mazor Farm“ und andere Tierversuchsgegner kämpften jahrelang für die Schließung der Einrichtung und schufen damit die Voraussetzung, dass die Tiere nicht im Labor zu Tode geforscht werden.

Hier lesen Sie mehr:
www.bundesumweltportal.de
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Fünf Tierrechtsorganisationen fordern neues Gesetz für Hummer

In einem Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt fordern fünf Tierrechtsorganisationen (Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V., Animals United e.V., SOKO Tierschutz e.V., Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz) einen besseren Schutz für Hummer. Der Minister wurde aufgefordert, per Gesetz ein Importverbot von lebenden Hummern zu erlassen, sowie den Transport und den Verkauf lebender Hummer in Deutschland ebenfalls per Gesetz zu verbieten. „Die Gründe hierfür liegen in dem wochenlang andauernden, qualvollen Prozedere, das mit dem Fang und der Hälterung der Hummer am Herkunftsort beginnt und mit ihrem Tod im Kühlschrank oder Kochtopf endet“, so Marie-Luise Strewe, Vorsitzende des Landesverbands Menschen für Tierrechte in Baden-Württemberg.

Hier lesen Sie die vollständige Pressemitteilung
www.tierrechte-bw.de
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Luxemburg unterbindet die Fuchsjagd

Die Regierung des Großherzogtums hat Anfang Januar beschlossen, die Fuchsjagd ab April zunächst für ein Jahr zu untersagen. Für den lokalen Jagdverband sei die Entscheidung „überflüssig und verantwortungslos", befürchte man doch die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm. Im Interview mit L'essentiel entgegnet Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, dem wie folgt: „Wir essen ihn nicht, wir benötigen sein Fell nicht und die Tollwut ist nicht mehr in Mitteleuropa. Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, dass einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.“
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Multiresistente Keime auf neun von zehn Putenfleisch-Proben

Ein Großteil des Putenfleischs von Discountern in Deutschland ist einer Studie zufolge mit gefährlichen Keimen belastet. Bei einer bundesweiten Stichprobe seien auf 88 Prozent der Fleischstücke antibiotikaresistente Keime nachgewiesen worden, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Die Organisation verlangt, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast deutlich zu reduzieren.

Hier lesen Sie eine ausführliche Hintergrundinformation:
www.zeit.de
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Termine: Demos & Co.

Samstag, 21. Februar 2015: Konferenz "Tiere sind keine Ware" in Wiesbaden
27. Februar bis 1. März 2015: VeggieWorld in Wiesbaden
Samstag, 25. April 2015: Großdemo in Berlin zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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