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Newsletter Tierrechte Nr. 02/12 vom 27.01.2012

27.01.2012

Inhalt

  • Pressemitteilung zur Grünen Woche: Tierrechtler fordern eine radikale Agrarwende
  • Stadttauben: Schlagzeilen zu VGH-Urteil
  • Skandal: EU-Mitgliedsstaaten ignorieren Käfigverbot
  • In der Kritik: Neue EU-Tierschutzstrategie
  • Industrielle Tierhaltung: Kritischer Agrarbericht und Bundestags-Petition
  • Antibiotika: Gewinnmaximierung um jeden Preis
  • Tiertransporte: Jedes zweite Fahrzeug entspricht nicht den Vorgaben
  • Zirkus: Elefantenkuh starb bei Ankunft im Zoo
  • Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen
  • Termine: Demos gegen Zoophilie und Tierversuche

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 19.01.2012

Zur Grünen Woche: Tierrechtler fordern eine radikale Agrarwende

Die heute beginnende Internationale Grüne Woche in Berlin steht dieses Jahr auch unter dem Eindruck von neuen Landwirtschaftsskandalen wie dem Antibiotika-Einsatz in der Hühnermast und der Gefährdung durch multiresistente Keime. Für den Bundesverband Menschen für Tierrechte sind diese Missstände systembedingt, und er fordert eine radikale Wende der Landwirtschaftpolitik.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung: www.tierrechte.de

Weitere Infos unter:
www.wir-haben-es-satt.de

www.sueddeutsche.de
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Stadttauben: Schlagzeilen zu VGH-Urteil

In dieser Woche haben die Medien wieder Meldungen anlässlich des im September 2011 ergangenen gravierenden Urteils des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Kassel verbreitet. Vielfach sorgten diese für Missverständnisse und erneute Hetze gegen Stadttauben. Daher hier zum Sachverhalt: Gemäß o.g. Urteil hat ein Falkner erstritten, Tauben gewerblich töten zu dürfen, wenn sie zur "Plage" geworden seien. Die zuständige genehmigende Behörde muss jetzt den Antrag des Falkners erneut prüfen und festlegen, ab wann von einer Taubenplage gesprochen werden kann und er Stadttauben töten darf. Die beklagte Behörde legte erst Revision gegen das Urteil ein, zog sie dann jedoch zurück. Dennoch stellt dies jetzt keine – wie häufig in der Presse verbreitet – "Lizenz zum Töten" dar. Die Behörde befindet sich noch in der Prüfungsphase und hat dem Falkner noch keinen Bescheid zugestellt. Ähnlich gewollte Vorhaben in anderen Städten muss jede Veterinärbehörde nach wie vor individuell prüfen.

Eine ausführliche juristische Beurteilung des Urteils wird in der nächsten Ausgabe des Magazins "tierrechte" zu lesen sein.

Für den Umgang mit Stadttauben tritt der Bundesverband vehement für das "Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenpopulationen" ein. Erst vor Kurzem haben wir eine neue DVD, den "Ratgeber Praxis", herausgegeben. Infos:www.stadttauben.de

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Skandal: EU-Mitgliedsstaaten ignorieren Käfigverbot

Eigentlich sind seit Januar 2012 die herkömmlichen Batteriekäfige EU-weit verboten. Trotzdem leben nach offiziellen Angaben der EU immer noch mehr als 47 Millionen Hennen in dieser besonders tierquälerischen Haltungsform. 15 Mitgliedsstaaten, darunter Italien, Spanien, Belgien, Portugal und Polen, haben das Käfigverbot trotz einer zwölfjährigen Übergangsfrist nicht fristgerecht umgesetzt. Obwohl Legebatterien seit 2009 in Deutschland verboten sind, werden Eier aus dieser illegalen Produktion auch hierzulande noch verkauft, denn in verarbeiteter Form wie in Nudeln oder Gepäck müssen diese Eiprodukte nicht gekennzeichnet werden. Bundeslandwirtschaftministerin Ils Aigner verweist auf die EU-Kommission.  EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik John Dalli hat zwar angekündigt ein Vertragsverletzungsverfahren gegen diese Staaten einzuleiten, ob dies wirklich erfolgt, ist noch unklar.

Hier sehen Sie einen kritischen ZDF-Bericht zum Thema:
www.zdf.de
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In der Kritik: Neue EU-Tierschutzstrategie

Die Europäische Kommission hat am 19. Januar eine neue Tierschutzstrategie verabschiedet. Sie ist auf vier Jahre ausgelegt (2012- 2015) und soll auf zwei strategischen Ansätzen basieren. EU-Kommissar John Dalli erklärte, dass die Strategie einen doppelten Ansatz verfolge. Zum einen den Vorschlag für ein umfassendes Tierschutzrecht und eine Intensivierung der derzeitigen Maßnahmen. Die EU Kommission ist der Ansicht, die EU- Tierschutz-Vorschriften seien in der Vergangenheit zwar verschärft worden, die Maßnahmen seien aber nicht flächendeckend genug gewesen.  Unter Tierschützern wird die Strategie heftig kritisiert. Zwar wurde die Ankündigung begrüßt, 2014 ein Tierschutzrahmengesetz zu schaffen. Die Problemfelder Tiertransporte, Wildtiere, Tierversuche und Klonen seien in der neuen Strategie jedoch noch nicht einmal erwähnt. Zudem sei das Papier zu unkonkret. Als „Rückzug der EU aus dem europäischen Tierschutz“ wurde es bewertet, dass die Mitgliedstaaten wieder verstärkt selbst für den Tierschutz verantwortlich sein sollen.  Angemahnt wurde ein konsequenteres Vorgehen gegen Staaten, die Tierschutzvorgaben nicht umsetzen, wie es aktuell beim Verbot der Käfighaltung der Fall sei.

Weitere Infos zur EU-Tierschutzstrategie: ec.europa.eu
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Industrielle Tierhaltung: Kritischer Agrarbericht und Bundestags-Petition

Trotz Widerstand in der Bevölkerung und Antibiotika-Skandalen: derzeit werden nach Auskunft des Kritischen Agrarberichts 2011 rund 900 neue Hühnermastanlagen geplant und gebaut. Tenor des vom AgrarBündnis e.V. jährlich herausgegebenen Berichtes: Die EU-Agrarpolitik wird sich grundlegend ändern müssen.

Mehr zum Kritischen Agrarbericht unter:
www.kritischer-agrarbericht.de

Eine Bundestags-Petition fordert, das Baugesetz (§ 35 BauGB Absatz 1) so zu ändern, dass die industrielle Intensivtierhaltung aus der Privilegierung im Außenbereich ausgeschlossen wird. Mitzeichnen unter: epetitionen.bundestag.de
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Antibiotika: Gewinnmaximierung um jeden Preis

Geo berichtet über den Missbrauch von Antibiotika in der Tiermast und veröffentlicht ein Interview mit dem ehemaligen Veterinäramtsleiter Hermann Focke. Mehr über Tiere, die ohne den Einsatz von Antibiotika nicht bis zum Ende der Mast durchhalten,  skrupellose Gewinnmaximierung und  die Gefahren durch Hospitalkeime unter:
www.geo.de
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Tiertransporte:  Jeder zweite entspricht nicht den Vorgaben

Hohe Verletzungsgefahr, überladen, fehlende Abtrennungen – dies waren nur einige der Beanstandungen, die die Polizeiinspektion Rotenburg bei einer Kontrolle der gewerblichen Tiertransporte auf der Hansalinie (A1) zwischen Hamburg und Bremen feststellte. Etwa jedes zweite Fahrzeug entsprach nicht den Vorgaben.

Mehr Infos unter:
www.animal-health-online.de
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Zirkus: Elefantenkuh starb bei Ankunft im Zoo

30 Jahre lang musste die Elefantenkuh Mausi im "Circus Voyage" auftreten.  Jahrelang hatten Tierschützer versucht, die 31-Jährige Elefantenkuh, die stark unter Arthrose litt und kaum noch laufen konnte, in einen Zoo umzusiedeln. Obwohl es mehrere Angebote verschiedener Zoos gab, stimmte der Zirkus einer Verlegung in den belgischen Zoopark Pairi Daiza erst Mitte Januar 2012 zu – zu spät für Mausi. Bei der Ankunft in Pairi Daiza lag das Tier im Transportwagen und konnte nicht mehr aufgerichtet werden. Kurz danach starb sie vermutlich an Herzversagen. Obwohl es offensichtlich war, dass die Elefantenkuh seit Langem transportunfähig war, sahen die Behörden vor zwei Jahren keinen Handlungsbedarf. Dies zeigt einmal mehr, dass eine artgemäße und verhaltensgerechte Wildtierhaltung in Zirkussen u.a. wegen der beengten Platzverhältnisse und des häufigen Standortwechsels nicht möglich ist. Der Bundesverband setzt sich deswegen seit Jahren für ein konsequentes Haltungsverbot ein. Der Bundesrat hat die Bundesregierung am 25. November erneut aufgefordert, die Haltung bestimmter Wildtiere im Zirkus zu verbieten, doch die Regierung blockiert dies bisher.
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Aktuelle Kampagnen und Mitmachaktionen

Kampagne gegen Tierversuche für Kosmetik
Korrektur: Im letzten Newsletter berichteten wir, dass die EU-weite Unterschriftensammlung gegen Tierversuche für Kosmetik endet. Dies war leider ein Übersetzungsfehler. Die Sammlung geht weiter. Falls Sie noch nicht unterschrieben haben, können Sie dies tun unter: www.nocruelcosmetics.org

Unterschriftenaktion gegen geklonte Tiere zur Lebensmittelproduktion
Das Klonen von Tieren zum Zweck der Lebensmittelproduktion ist heftig umstritten. Der Prozess des Klonens bedingt unnötiges Leid, da viele Tiere während des Klon-Prozesses sterben. Hier können Sie sich an der Unterschriftenaktion "Clone-Free-Food" beteiligen:www.clonefreefood.eu
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Termine: Demos gegen Zoophilie und Tierversuche

Sonntag, 12. Februar: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Montag, 27. Februar: Vegan-Stammtisch in Aachen
Freitag, 24. Februar: VeggieWorld in Wiesbaden
Sonntag, 11. März: Vegan-Brunch in Saarbrücken
Montag, 19. März: Vegan-Stammtisch in Aachen
Samstag, 24. März 2012: Demonstration gegen Zoophilie in Köln
Samstag, 28. April: Demo gegen Tierversuche in Bremen

Alle Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

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