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Newsletter Tierrechte Nr. 02/11 vom 21.01.2011

21.01.2011

Inhalt

  • EU-weite Kampagne: Sag NEIN zu grausamen Tierversuchen für Kosmetik
  • Tierschutzpreis: erstmals Jurist für Tierrechte-Engagement ausgezeichnet
  • Qualzucht: Zuchtverbot für "Haubenenten" aufgehoben
  • Nachgefragt: Tierschutz bei den Landtagswahlen
  • Demoaufruf: Wir haben es satt!
  • Unglaubliche Medienpräsenz: Landwirtschaft, Ernährung und Tierschutz
  • Mitmachaktion: Widerspruch gegen Mastanlage
  • NRW und Katzenschutz
  • Tierpark Lübeck: Strafanzeige gegen die Betreiber
  • China verbietet Zirkusse mit Tieren
  • Termine: Meatout Day und Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch

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EU-weite Kampagne: Sag NEIN zu grausamen Tierversuchen für Kosmetik

Ab 2013 soll die letzte Stufe des Vermarktungsverbots für in Tierversuchen getestete Kosmetika in Kraft treten, doch die Europäische Kommission will diesen Termin verschieben. Dies würde weltweit den Tod zigtausender Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäusen in den Labors der Kosmetikindustrie und ihrer Zulieferer bedeuten. Der Bundesverband startet daher zusammen mit dem Deutschen Tierschutzbund, den Ärzten gegen Tierversuchen und der Europäischen Koalition zur Beendigung der Tierversuche (ECEAE) eine EU-weite Kampagne.

Herzstück der Kampagne ist die Online-Petition „Nein zu Tierqual-Kosmetik“. Dazu werden EU-weit Unterschriften gesammelt. Diese werden anschließend öffentlichkeitswirksam den Entscheidungsträgern übergeben.

Lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

Direkt zur Online-Petition:
www.nocruelcosmetics.org

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Pressemitteilung des Bundesverbandes vom 17.01.2010

Tierschutzpreis Rheinland-Pfalz: erstmals Jurist für Tierrechte-Engagement ausgezeichnet

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist hoch erfreut, dass Rheinland-Pfalz heute durch Umweltministerin Margit Conrad seinen zweigeteilten - mit jeweils 3.000 Euro dotierten - Tierschutzpreis erstmals an einen Juristen vergibt, der sich ehrenamtlich seit über 20 Jahren einsetzt, um grundlegende Verbesserungen der Rechtssituation von Tieren herbeizuführen. Damit werde dem Tierschutzanspruch des Grundgesetzes Ausdruck verliehen und der gesellschaftliche Stellenwert von Tierrechten gestärkt.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung:
www.tierrechte.de

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Qualzucht: Zuchtverbot für "Haubenenten" aufgehoben

Gestern hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof das seit 2002 geltende Zuchtverbot für Landenten mit Federhaube aufgehoben. Einem Züchter sogenannter Haubenenten verbot vor einigen Jahren der Hessische Verwaltungsgerichtshof "Haubenenten" zu züchten, da die Federhaube auf dem Kopf zu Schädel- und Gehirndeformationen führen kann. Dieses Verbot wurde gestern vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof aufgehoben, nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig 2009 entschieden hatte, dass eine Zucht dann zu verbieten ist, wenn es nach dem Stand der Wissenschaft überwiegend wahrscheinlich ist, dass bestimmte Schäden eindeutig häufiger auftreten, als es zufällig zu erwarten wäre. Das Tierschutzgesetz verbietet in Paragraf 11b die Zucht von Wirbeltieren, wenn zuchtbedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den Tieren auftreten, z. B. durch Missbildungen. Für den  Bundesverband ist dieses Urteil inakzeptabel. Es liegen vier wissenschaftliche Arbeiten vor, die alle bestätigen, dass es sich bei der vorliegenden Zucht um eine Qualzucht handelt. Wenn es einer Behörde nicht möglich ist, das Tierschutzgesetz mit anerkannten wissenschaftlichen Belegen vor Gericht durchzusetzen, greift Paragraf 11b des Tierschutzgesetzes offensichtlich nicht. Um Qualzuchten wie diese zukünftig untersagen zu können, muss das Tierschutzgesetz dringend präzisiert werden.

Pressemitteilung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 20.01.2011:
www.vgh-kassel.justiz.hessen.de

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Nachgefragt: Tierschutz bei den Landtagswahlen

Gemeinsam mit seinen Landesverbänden Bürger gegen Tierversuche Hamburg, Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg und seinen Mitgliedsvereinen in Sachsen-Anhalt hat der Bundesverband an die Parteien Fragen zur Wahl am 20. Februar, 27. März, bzw. 20. März 2011 gestellt. Die Antworten werden rechtzeitig vor dem Wahltermin ausgewertet und auf tierschutzwatch.de eingestellt. Die Fragen konzentrieren sich auf die Themenbereiche Tierschutz-Verbandsklage, Förderung tierversuchsfreier Verfahren und die Förderung tierschonender Haltungssystemen in der Landwirtschaft. Die Fragen zu den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz (27.03.2011) werden in Kürze verschickt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
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Demoaufruf: Wir haben es satt!

Es soll die größte je dagewesene Demo gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft werden: am Samstag, 22. Januar in Berlin. Auch wir vom Bundesverband werden dabei sein. Kommen auch Sie.

Mehr Infos unter:
www.wir-haben-es-satt.de

Keine Zeit nach Berlin zu fahren? Dann beteiligen Sie sich am Apell zum Ausstieg aus der Massentierhaltung unter:
www.gegen-massentierhaltung.de

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Unglaubliche Medienpräsenz: Landwirtschaft, Ernährung und Tierschutz

Durch den Dioxin-Skandal erfreuen sich die Themen "Vegetarismus", "Tierschutz" und "Ökologie" derzeit einer unglaublichen Medienpräsenz. Leitmedien und Politmagazine berichten mittlerweile äußerst kritisch über die Folgen der industrialisierten Landwirtschaft für Mensch, Tier und Umwelt. Die Forderung nach einer Agrarwende hin zu einer sozialökologischen Landwirtschaft wird immer drängender. Die vegetarische Ernährung ist mittlerweile so gesellschaftsfähig, dass sogar die aktuelle Ausgabe des Stern titelt mit: "Fleischlos glücklich. Warum es heute hip ist, vegetarisch zu essen."

Wir haben Ihnen eine kurze Übersicht über die Berichterstattung der letzten Tage zusammengestellt:

Stern: Fleischlos glücklich
Bild: Lebe ich als Vegetarier wirklich gesünder?
-Tierschützer fordern Stopp der Massentierhaltung
Welt: Ausgeschlachtet. Der klassische Bauernhof mit grünen Wiesen und glücklichen Tieren hat schon lange ausgedient
Zeit: Maßlosigkeit vergiftet unsere Lebensmittel
taz: Ungebremste Fleischeslust
Tagesspiegel: Ein Lob dem Sonntagsbraten
Maybritt Illner: Appetit vergangen! Schluss mit der Fleischeslust?
NDR: Landwirtschaft auf dem Prüfstand
WDR: Warum essen wir bestimmte Tiere - und andere nicht?
Deutschlandradio (Interview): Massentierhaltung: Ein ganz trauriges Armutszeugnis für die Menschheit
Phoenix: Hauptsache Profit - Was ist uns das Essen wert?
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Mitmachaktion: Widerspruch gegen Mastanlage

Eine kleine Bürgerinitiative aus dem Weserbergland wehrt sich gegen eine geplante Hühnermastanlage mit 80.000 Mastplätzen. Die pfiffigen Programmierjongleure der BI haben sich dazu etwas Cleveres ausgedacht:  Ein Widerspruchsgenerator auf der Internetseite der BI ermöglicht es mit wenigen Mausklicks einen gültigen Widerspruch zu generieren.

Bitte mitmachen unter:
www.stoppt-mastfabrik.de
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Tierpark Lübeck: Strafanzeige gegen die Betreiber

Jahrelang kämpften der Bundesverband, sein Landesverband Menschen für Tierrechte Schleswig-Holstein und viele andere dafür, die unhaltbaren Zustände im Tierpark Lübeck zu beenden. Ende Oktober 2010 wurde der berüchtigte Tierpark endlich geschlossen, einige Tiere sind jedoch noch dort. Der Bundeverband begrüßt, dass die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. (DJGT) nun Strafanzeige gegen die Betreiber des Lübecker Tierparks und die Verantwortlichen in den städtischen und staatlichen Aufsichtsbehörden wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet hat.

Lesen Sie hier die Pressemittelung der DJGT:
www.djgt.de
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NRW und Katzenschutz

Unter der Überschrift „NRW erwägt Kastrationspflicht für Katzen“ ging diese Woche ein dpa-Artikel durch die Medien, der vielfach sehr verkürzt wurde und Missverständnisse hervorrief. Landesrechtliche Vorschriften, wie die Überschrift suggeriert, betrifft das jetzt nicht. Fakt ist, dass Nordrhein-Westfalen angekündigt hat, mit 500.000 € Tierheime unterstützen zu wollen bzw. damit Kastrationen mit zu finanzieren (Anmerkung: Schwierigkeiten könnten sich nun möglicherweise aufgrund der Nachtragshaushaltsdebatte ergeben). Untenstehend daher der umfassende dpa-Artikel.

Die Schaffung einer kommunalen Kastrationspflicht für Bielefeld hatte der Bundesverband in Verbindung mit dem örtlichen Tierschutzverein angestoßen. Daraus resultierend hat das Ratsmitglied und gleichzeitige Landtagsmitglied Günter Garbrecht (SPD) eine sogenannte Kleine Anfrage gestellt, die die Landesregierung NRW vor Kurzem beantwortet hat.

Kleine Anfrage und Antwort Landesregierung NRW:
www.tierschutzwatch.de

dpa-Artikel in Aachener Nachrichten
www.an-online.de

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China verbietet Zirkusse mit Tieren

Der Missbrauch von Tieren in chinesischen Zirkussen ist skandalös. Neben schlechten Haltungsbedingungen und verletzten und verwahrlosten Tieren, werden Tigerbabies die Zähne gezogen, damit Touristen sie in den Arm nehmen können. Die Grausamkeiten gipfeln in einer blutigen Attraktion, bei der die Besucher lebende Hühner, Ziegen, Kühe und sogar Pferde kaufen, um dann dabei zuzuschauen, wie Großkatzen sie töten. Medienmeldungen zufolge haben diese furchtbaren Praktiken nun zumindest in den 300 staatlichen Tierschows ein Ende, die Teil der China Association Zoo sind.

Mehr unter:
tierschutznews.ch
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Termine: Meatout Day und Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch
24. - 30. Januar 2011: Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

18. - 20. März 2011: MEATOUT 2011
Internationale Kampagne für den Start ins fleischfreie Leben
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de

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