Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Newsletter Tierrechte Nr. 01/18 vom 06.01.2018

2014 MfT E-Mail-Newsletter Header

Inhalt

  • Tierschutz in den Sondierungsgesprächen
  • Versuchstierzahlen 2016 – von Rückgang keine Rede
  • Enttäuschend: Tierschutz-Bilanz 2017
  • Tödliche Dressur: Ermittlungen gegen Pferdetrainer
  • "Pferdesport": Kritik an neuen Leitlinien
  • Geliebt, verehrt und doch ausgebeutet: Das Pferd
  • Wiesenhof investiert in Kunstfleisch
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

morgen beginnen die Sondierungsgespräche von CDU/CSU und SPD. Die Wahlaussagen zeigen, Tierschutz-Höhenflüge wird es mit den potentiellen Koalitionspartnern nicht geben. Maßgebliche Tierschutz-Verbesserung sind jedoch möglich, wenn die SPD an ihren Zusagen bis zum Koalitionsvertrag festhält.
Die SPD begrüßt beispielsweise den Niederländischen Abbauplan für Tierversuche. Sie prüft, ob der von uns geforderte Masterplan zur Reduktion der Tierversuche ein zielführendes Instrument ist. Sie unterstützt das von uns geforderte Handbuch zur Beurteilung von Tierversuchsanträgen. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung steht sie hinter den Maßnahmen für mehr Tierschutz des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (WBA). Einig sind sich die drei Parteien bei der Einführung eines/einer Bundestierschutzbeauftragten und beim Verbot des Klonens von Tieren.

Die Positionen der Parteien können Sie hier nachlesen. Die Originalantworten der Parteien auf unsere Fragen finden Sie hier.


Versuchstierzahlen 2016 – von Rückgang keine Rede
Kurz vor Jahreswechsel hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) noch die Versuchstierzahlen für das Jahr 2016 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Tiere, die für wissenschaftliche Zwecke verwendet wurden um 1,59 Prozent auf 2.796.773 Tiere gestiegen. Der angestrebte Rückgang der Tiere ist also nicht erkennbar. Wir fordern von der Politik und hier insbesondere von der zukünftigen Bundesregierung, einen konkreten Maßnahmenplan zum Abbau der Tierversuche. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten essentiell um EU-weit einheitliche Regelungen zu erreichen und den Fortschritt im Feld der tierversuchsfreien Methoden voranzubringen. Eine ausführliche Analyse der Versuchstierzahlen lesen Sie hier.

 


ferkel webEnttäuschend: Tierschutz-Bilanz 2017
Das Politmagazin Panorama, das lobenswert häufig über Tierschutz-Missstände berichtet, kommt in seiner Tierschutzbilanz zu dem Ergebnis: Mehr versprochen als gehalten. Die Bilanz bietet einen Überblick über wichtige Entwicklungen in 2017, wie die angestoßene Normenkontrollklage Berlins zur Schweinehaltung, die Verbandsklage unseres Mitgliedvereins Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg gegen die tierquälerische Haltung von Puten, die Kritik an der Initiative Tierwohl sowie das Verbot der Schlachtung trächtiger Rinder. Das Magazin benennt aber auch klar die Versäumnisse von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), der weiter auf freiwillige Maßnahmen statt auf Gesetzesverschärfungen setzt. mehr >>


Tödliche Dressur: Ermittlungen gegen Pferdetrainer
Das Video kursierte bereits monatelang in den sozialen Medien. Es zeigt, wie der Pferdetrainer Peter Pfister im April 2017 vesuchte der Stute "Evita" das sogenannte "Kompliment" beizubringen. Doch das Erlernen des vermeintlich harmlosen Tricks, bei dem das Pferd eine Verbeugung macht, kostete die 20 Jahre alte Stute das Leben. Sie stieg mehrmals und überschlug sich dreimal. Beim letzten Überschlag brach sie sich das Genick. Das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises sah einen gravierenden Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. mehr >>


 "Pferdesport": Kritik an neuen Leitlinien
Im August 2017 legte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen neuen Entwurf für die "Leitlinien für den Tierschutz im Pferdesport" vor. Sie sollen am 10. Januar im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) besprochen werden. Wir begrüßen, dass die über 25 Jahre alte Leitlinie endlich überarbeitet wird. Dennoch ist Kritik angebracht. Denn die geplanten Änderungen der Leitlinien sind nicht ausreichend, um dem Auftrag aus Artikel 20a GG Rechnung zu tragen. Lesen Sie mehr dazu in dem Artikel Pferde als "Sportgeräte".


 cover-4-17Geliebt, verehrt und doch ausgebeutet: Das Pferd

Auch im aktuellen Magazin tierrechte geht es um unser Verhältnis zum Pferd. Was der Mensch diesen sensiblen Wesen antut, schockierte sogar uns – und wir sind einiges an furchtbaren Bildern gewohnt. Wir hoffen mit dieser Ausgabe zu einem Wandel im Umgang mit diesen faszinierenden Tieren beitragen zu können.

Bestellen Sie hier ein kostenloses Musterexemplar.


Wiesenhof investiert in Kunstfleisch
Als Wiesenhof-Chef Peter Wesjohann letztes Jahr in einem Interview gefragt wurde, ob es ihm als Leiter eines der größten Geflügelfleischproduzenten Europas Angst mache, dass Wissenschaftler und Top-Investoren mit Hochdruck an Fleisch aus der Petrischale arbeiten, verneinte er, schob jedoch nach, dass Wiesenhof diese Entwicklungen genau beobachte. Es sei gut möglich, dass Wiesenhof irgendwann einmal ein Forschungslabor statt eines Schlachthofs bauen würde. Diesem Schritt ist Wiesenhof nun nähergekommen. Der Konzern steigt in die Entwicklung von künstlich hergestelltem Fleisch ein, indem er sich an dem israelischen Start-up Supermeat beteiligt. Das Unternehmen rechnet damit, in drei Jahren die erste Generation von künstlich erzeugtem Fleisch an Restaurants liefern zu können. In 2 bis 5 Jahren sollen Supermärkte beliefert werden können. Nach einer aktuellen Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist die Herstellung des Labor-Fleisches bisher jedoch aufwendig und nur in geringen Mengen möglich. Dennoch stellen die Wissenschaftler fest, dass in-Vitro-Fleisch dabei helfen könnte, die Probleme des Fleischkonsums mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung, den Klimawandel und den Tierschutz zu lösen.


Termine


spendenbuttonMitgliedbutton

Impressum:

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Mühlenstr. 7a, 40699 Erkrath, Deutschland
Fon 0211 - 22 08 56 48
Fax 0211 - 22 08 56 49
E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Web: www.tierrechte.de
Tagesaktuelle Infos finden Sie auf unserer Facebookseite
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
Konto 16 00 79 73
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic AACSDE33
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »